PfeilJacob Aagaard, PfeilJohn Shaw
 

Experts on the Anti-Sicilian



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Experts on the Anti-Sicilian includes articles from many writers, all but one of them grandmasters and all of them experts on their chosen topic.The anti-Sicilian lines, defined as 1.e4 c5 (but not the Open variations) are highly popular but rarely analysed in depth by very strong players. With Experts on the Anti-Sicilian we aim to put that right.

004 Key to Symbols used

005 Introduction

007 1) Boris Avrukh – 3...e6 versus the Grand Prix Attack

021 2) Jacob Aagaard – A Classical Repertoire against 2.c3

070 3) Tiger Hillarp Persson – Beating 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 with 3...d6

102 4) Tiger Hillarp Persson – Beating 2.Nf3 d6 3.Bb5+ with 3...Nd7!

120 5) Andrew Greet – Moscow Variation with 5.c4

152 6) Christian Bauer – 2.Nf3 d6 3.Bc4

194 7) Christian Bauer – 2.Nf3 d6 3.c3 Nf6 4.h3 – ...g6-lines

213 8) Christian Bauer – 2.Nf3 d6 3.c3 Nf6 4.h3 Nc6

226 9) Christian Bauer – 2.Nf3 d6 3.c3 Nf6 4.h3 – Rare Lines

246 10) Christian Bauer – King’s Indian Attack

276 11) Christian Bauer – 2.Nf3 e6 3.c3 d5 4.e5 d4

309 12) Milos Pavlovic – A 10-minute repertoire against the Closed Sicilian

317 13) Matthieu Cornette – Tiviakov Grand Prix

329 14) Matthieu Cornette – 3...Nd4 – Early Deviations

340 15) Matthieu Cornette – 4.Bc4 g6

355 16) Matthieu Cornette – 4.Bc4 e6 5.Nf3 – Minor Lines

364 17) Matthieu Cornette – 4.Bc4 e6 5.Nf3 – 5...Nf6 6.0– 0

377 18) Matthieu Cornette – 4.Bc4 e6 5.Nge2 – 5...Qc7

379 19) Matthieu Cornette – 4.Bc4 e6 5.Nge2 – 5...Nf6 6.0– 0 a6 7.a4

389 20) Matthieu Cornette – 4.Bc4 e6 5.Nge2 – 5...Nf6 6.0– 0 a6 7.d3

402 21) Colin McNab – Beating 2.a3 with 2...g6

406 22) Colin McNab – Beating 2.f4 with 2...d5

417 23) Colin McNab – Beating 5.f3 with 5...e5

425 24) John Shaw – 2.d3 – A Black Repertoire

432 25) Peter Heine Nielsen – Beating 2.b3 with 2...g6

In "Experts vs. the Sicilian“ (Quality Chess, 2004) war die Maßgabe klar: Für jedes wichtige Abspiel des Sizilianers wurde ein Experte gewonnen, der die Variante aus weißer Sicht behandelte und Empfehlungen gab, wie man die schwarze Stellung vermeintlich knacken kann. Was ist aber nun von "Experts on the Anti-Sicilian“ zu erwarten? Anti-Sizilianer sind ja per definitionem Spielweisen, mit denen man dem offenen Sizilianer aus dem Weg geht, mithin ist der Anti-Sizilianer die Entscheidung des Weißspielers. Weiter sollte daraus folgen, dass es sich hier um ein Schwarzrepertoire handeln müsste, oder?

Nun ja, ganz so einfach ist die Sache in diesem Fall nicht. Zwar wurden wieder zahlreiche Autoren für verschiedene Abspiele ins Boot geholt, aber eine klare "Farbausrichtung“ gibt es hier nicht. Die Sache des Schwarzen wird zwar insgesamt mit einem gewissen Wohlwollen betrachtet, aber eigentlich werden die verschiedenen Spielweisen so dargestellt, dass sie beiden Seiten gleichermaßen gerecht werden.

Wenn man Schwarzspieler ist, hat man hier ein fast schon homogenes Werk vor sich, denn zumindest für die wohl wichtigsten Anti-Sizilianer findet der Leser jeweils wenigstens ein System, das er mit den schwarzen Steinen anwenden kann. Als Weißspieler ist es da schon komplizierter. Einerseits werden hier einige Systeme behandelt, für die man meines Wissens in der Eröffnungsliteratur nicht ohne weiteres andernorts eine so detaillierte Besprechung findet (das betrifft z. B. das Abspiel 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lc4 oder die nach 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Lb5 entstehende "Tiwjakow-Grand-Prix-Variante“), andererseits gibt es hier einige durchaus gängige schwarzen Zugfolgen, nach denen man zumindest im Rahmen dieses Buchs mit leeren Händen dasteht (z. B. nach der Zugfolge 1.e4 c5 2.Sc3 d6 oder auch 2 ... e6). Das ist zwar absolut in Ordnung, da das Werk auch gar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber dennoch ist es für den potenziellen Leser gut zu wissen.

Die Qualität von Analysen und Text ist hoch - wie man es von Quality Chess auch gewohnt ist. Dennoch sollte man sich vergegenwärtigen, dass sich die Autoren hier sehr ausführlich mit Varianten beschäftigen, die fast noch weiße Flecken auf der Landkarte der Eröffnungstheorie sind und die oft wenig forciert verlaufen. Im Vordergrund steht daher (hier mehr noch als sonst auch), dass der Leser ein Verständnis der entstehenden Stellungsbilder entwickeln und sich eben nicht in erster Linie auf die konkreten Varianten verlassen sollte, denn denkbare Alternativen lauern immer und überall. Wenn man sich dessen bewusst ist, bietet das Buch aber eine solide Basis, um sich mit einigen Nebenwegen der Eröffnungstheorie vertraut zu machen.

Insgesamt ein interessantes und handwerklich überzeugendes Eröffnungsbuch, das für Weißspieler gut zur Ergänzung eines bereits bestehenden Repertoires bzw. für einen schrittweisen Umstieg auf nichtoffene Spielweisen im Sizilianer geeignet ist, während Spieler, die mit den schwarzen Steinen auf Sizilianisch setzen, ihren Köcher mit dem einen oder anderen Giftpfeil auffüllen können, um ihn beim nächsten Mal abzuschießen, wenn der Gegner die Hauptvarianten mal wieder umgeht.

Mit freundlicher Genehmigung

Klaus Kögler, März 2013

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Wurden im sensationellen Vorgängerband Experts vs. Sicilian noch Eröffnungswaffen gegen sämtliche sizilianische Abzweigungen von Topexperten vorgestellt geht es in diesem Werk um schwarze Erwiderungen auf Systeme wie KIA, geschlossener Sizi, GrandPrix Angriff usw.

Die Anwälte der schwarzen Gegenangriffsstrategie sind unter anderem Boris Avrukh, Tiger Hillarp Persson, Christian Bauer, Peter Heine Nielsen und Colin McNab.

Vorgestellt werden auf 440 Seiten brauchbare Gegenmittel, die woanders oft leider nur kurz betrachtet werden. Die genannten Experten haben trickreiche Systeme ausgesucht die es jedem Weißspieler ziemlich schwer machen auf Vorteil zu spielen.

Ich will hier nicht zu viel verraten, kann aber eines mit Sicherheit festhalten: Wer den Vorgängerband kennt und begeistert war, wird es auch hier sein! Topanalysen die für jeden ambitionierten Sizilianischspieler eigentlich schon fast Pflicht sind.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, April 2011

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Was spielt der Anziehende, wenn er nach 1.e4 auf 1 ... c5 trifft und er dem Gegner einen Strich durch dessen mutmaßliche Rechnung machen will? Er wählt eine Variante, die den Schwarzen aus seinen Najdorf-, Drachen-, Sveschnikov- und sonstigen Träumen reißt, in gängigen Varianten ein Heimspiel zu haben. Er präsentiert ihm einen Anti-Sizilianer, auch in der Hoffnung, dass er seinen Widerpart auf ein ihm unbekanntes Terrain führen kann. Wohl dem Führer der schwarzen Steine, der dann ein Experte in anti-sizilianischen Gewässern ist und quasi mit einem Anti-Anti-Sizilianer aufwarten kann!

Quality Chess hat ein sehr interessantes Werk mit dem Titel "Experts on the Anti-Sicilian" auf den Markt gebracht, in dem mehrere Autoren, im von ihnen jeweils behandelten Thema allesamt "Theorie-Boliden", zu Worte kommen. Als Herausgeber sind Jacob Aagaard und John Show ausgewiesen.

Bis auf Andrew Greet, dessen Titel "nur" IM ist, haben alle Autoren längst den GM-Titel erworben. Und der Beitrag von Greet zählt zu jenen, die mir besonders gut gefallen, denn er versteht es ganz besonders, den Leser "seine" Eröffnung lernen zu lassen, ihre Ideen etc. verinnerlichen zu lassen.

Der grundsätzliche Aufbau ist bei allen Artikeln gleich. Nur die "innere Ordnung zweiten Ranges", also die weitere Unterteilung, weicht schon mal ab, was aber angesichts der sehr unterschiedlichen Themen und der damit unterschiedlichen Theoriefülle und -verzweigung nicht überraschen kann.

Die Beiträge werden eingeführt mit einer Variantenübersicht, der dann die theoretischen Darstellungen folgen, bevor eine Kapitelzusammenfassung ("Conclusion") oder eine Zusammenfassung über mehrere zusammenhängende Kapitel hinweg ("Overall Conclusion") den Abschluss bildet.

Wer die Bücher aus der Reihe "Grandmaster Repertoire" des Verlages kennt, kann sich in Anlehnung an die darin erschienenen Bände ein gutes Bild von "Experts on the Anti-Sicilian" machen.

Der Käufer sollte keine umfassende theoretische Behandlung des jeweiligen Themas erwarten, denn diesem Anspruch würde das in meinen Augen sehr gelungene Werk nicht entsprechen können. Es folgt den Prinzipien eines Repertoirebuches, geschrieben insbesondere aus der Perspektive von Schwarz, ebenso gut einzusetzen aber auch von Weiß.

"Experts on the Anti-Sicilian" verdient eine besondere Anmerkung: Es gibt inzwischen etliche Eröffnungswerke, die sich mit "Anti-Sizilianern" und viel versprechenden Spielweisen gegen sie beschäftigen, hier aber erhält der Käufer gleich einen ganzen Korb von ihnen in einem einzigen Werk. Wer sich mit "Experts on the Anti-Sicilian" ausrüstet, ist zunächst einmal sehr gut ausgestattet. Hervorzuheben ist weiter, dass in diesem Werk sehr starke Spieler ihre Analysen, Bewertungen etc. darstellen, nicht selten auch Neuerungen anbieten. So erhält der Leser, was etwas abseits aller Hauptlinien nicht selbstverständlich ist, gewissermaßen ein "Großmeister-Repertoire", auch wenn das besprochene Werk nicht in dieser Reihe erschienen ist.

Auch durch die besondere Brille des Fernschachspielers ist "Experts on the Anti-Sicilian" eine klare Bereicherung. Dies gilt selbst für die besonders kurzen Artikel, die ein Schlaglicht auf Spezialfälle in der Theorielandschaft werfen. Nur versteht es sich von selbst, dass besonders diese im Fernschach mit Vorsicht einzusetzen sind, weil ein Überraschungseffekt im Vergleich zum Nahschach eine eher kümmerliche Wirkung hätte. Im Fernschach hat der "überraschte" Gegner alle Zeit der Welt, alle Hilfsmittel zu nutzen, um seine Riposte zu finden. Da sollte man schon eine sichere Basis haben, z.B. auch mit einer gut sortierten Datenbank, um das praktische Spiel zu unterfüttern. Im Nahschach muss der Gegner seine Antworten in den Spezialvarianten unter Zeitdruck am Brett finden. Hier können die Spezialvarianten wie ein kräftiges Sommergewitter über den Gegner kommen.

Die enge Fixierung in den besonders kurzen Artikeln kann der Leser in ähnlicher Weise nutzen wie die Beiträge in den NIC-Jahrbüchern oder den Werken aus der "SOS"-Reihe.

"Experts on the Anti-Sicilian" enthält weder eine Bibliografie noch ein Variantenverzeichnis, das alle Buchinhalte auf einen Blick zur Übersicht anbietet. Beides lässt sich mit dem besonderen Charakter eines "Samplers" erklären, den das Buch zeigt.

"Experts on the Anti-Sicilian" ist in meinen Augen für den Schwarzspieler mit Sizilianisch im Repertoire, der sich breit und tief zugleich vorbereiten möchte, ohne gleich etliche verschiedene Werke kaufen zu müssen, ein "Muss", für den Weißspieler eine Quelle mit Ideen und Wissen, die ihm helfen kann, wenn er sich zu einem Abweichen von offenen Linien der Sizilianischen Verteidigung entschließt.

Fazit: "Experts on the Anti-Sicilian" ist ein sehr gelungenes und deshalb empfehlenswertes Werk.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de




Preis: 
 
Artikelnummer:
LOAAGEOTAS
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilSizilianisch
  ECO: B20-B99
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilQuality
 
ISBN-10:
 
ISBN-13:
9781906552800
 
Breite: 
17,0 cm
 
Höhe: 
24,0 cm
 
Gewicht: 
0,720 kg
 
Jacob Aagaard, John Shaw: Experts on the Anti-Sicilian
440 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2011.
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