PfeilIlja Maizelis
 

The Soviet Chess Primer



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Ilya Maizelis’s masterpiece is the definitive introduction to the game of chess. It has inspired generations of Russians to take up the game, including arguably the two greatest players of all time, the 12th and 13th World Champions.

In the original Russian, this landmark work is simply called “Chess” – no other explanation was considered necessary. The Soviet Chess Primer is a modern English translation of Maizelis’s witty introduction to the royal game.

This new edition of a timeless classic includes an original foreword from the 2nd World Champion, Emanuel Lasker, as well as an introduction from the most celebrated chess trainer of modern times, Mark Dvoretsky.

Praise for the original Russian edition:

“A remarkable book, from which I learnt to play chess” – Garry Kasparov

“A wonderful book which I studied myself” – Anatoly Karpov

007 Foreword by Mark Dvoretsky

009 Emanuel Lasker: The Meaning of Chess

012 Advice to Beginners

PART ONE: THE ELEMENTS OF CHESS

013 CHAPTER ONE: THE GAME EXPLAINED

013 1. The Chess Board and Pieces – Object of the Game

014 2. Identifying the Squares – Recording a Position

015 3. The Order of Play – Moves and Captures

015 4. The Moves of the Pieces – Attack and Defence – Exchanges

019 5. The Pawn’s Move – Capturing “en passant” – Pawn Promotion

021 6. Check and Mate

023 7. Draw – Perpetual Check – Stalemate

026 8. Castling

028 9. Recording the Moves – Conventional Symbols

029 Entertainment Pages

035 CHAPTER TWO: AIM OF THE GAME

035 1. Checkmate

038 2. Mate in the Simplest Endgames

041 3. Drawn Game

044 4. Conducting a Pawn to Its Queening Square

047 Entertainment Pages

057 CHAPTER THREE: TACTICS AND STRATEGY

057 1. The Concept of a Chess Plan

060 2. Relative Strengths of the Pieces

062 3. How the Position Affects the Relative Strengths

069 4. Further Characteristics of the Pieces

070 5. Restrictions on Mobility

070 Obstruction

072 Cutting Squares Off

073 Edge of the Board

074 Defensive Piece

077 Pin

081 Insufficient Time

082 6. Forcing Moves

082 Check

085 Dual Attack

092 Captures

096 Pawn Promotion

098 Threats

099 7. Series of Moves with a Common Idea

100 Piece Coordination

104 Attacking the Unprotected King

105 Centralization

105 Conquering the Seventh (or Eighth) Rank

107 Concentrating the Forces against an Important Point

108 Drawing an Enemy Piece towards or away from a Square

110 Employing Many-Sided Threats

111 The Opening and Blocking of Lines

114 Breaking through the Pawn Position

116 Tempo Gain and Zugzwang

118 Countering the Opponent’s Plans

120 Entertainment Pages

127 CHAPTER FOUR: TECHNIQUES OF CALCULATION

128 1. The Rule of the Square

132 2. The Counting of Moves (or Squares)

135 3. Counting the Number of Attacks

137 4. The “Wandering Square&rdquo

140 5. Critical Squares for a Passed Pawn

146 6. Critical Squares for a Blocked Pawn

152 7. Corresponding Squares

154 8. Further Devices to Simplify Calculation

156 Entertainment Pages

165 CHAPTER FIVE: COMBINATION

165 1. Combinative Motifs and Ideas

170 2. Types of Combination and Their Characteristics

184 3. The Technique of Combinations

190 4. Prerequisites for a Combination

194 Entertainment Pages

Einführungen in das Schachspiel gibt es zuhauf. Bücher, die sich an den bis dahin völlig Unkundigen in Sachen Schach richten, und an denjenigen, der gerade mal weiß, wie sich die Figuren bewegen, gibt es in allen viel gesprochenen Sprachen. Wenn es dann doch eine in Englisch geschriebene Neuerscheinung gibt, die eine erhöhte Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann muss etwas Besonderes vorliegen.

So ist es bei "The Soviet Chess Primer" von Ilya Maizelis, ganz frisch bei Quality Chess erschienen. Neuerscheinung ja, ganz neues Werk aber nein - so lässt sich "The Soviet Chess Primer" grob charakterisieren.

Hinter diesem neuen Angebot auf dem Ladentisch steckt die englische Übersetzung des Buches, das auf Russisch einfach "Schach" heißt. Schon der Titel macht deutlich, dass es sich um wahrlich eine Institution handeln muss. Generationen von Schachspielern in der Sowjetunion haben das Schachspiel mit Unterstützung dieses Buches erlernt, Weltmeister nicht ausgeschlossen. So enthält der Rückentext auch zwei verkürzte Laudationes der beiden Ex-Weltmeister Garry Kasparow und Anatoly Karpov. "Ein bemerkenswertes Buch, mit dem ich Schach zu spielen erlernte" (Kasparow) und "ein wunderbares Buch, das ich selbst studiert habe" (Karpov) sind deren sinngemäße Übersetzungen.

Die russische Erstausgabe, erschienen vor rund 80 Jahren, enthielt ein Vorwort von Emanuel Lasker. Auch dieses findet sich in einer englischen Übersetzung im neuen Werk wieder. Schon die Tatsache, dass gerade Emanuel Lasker ein Vorwort geschrieben hat, ist ein sicheres Indiz für die Bedeutung, die der Erstausgabe in Erwartung beigemessen wurde.

Ich muss zugeben, dass ich von dem Autor Ilya Maizelis zuvor noch keine besondere Notiz genommen hatte. In der Vorbereitung dieser Rezension habe ich mehr über ihn zu erfahren versucht, was mir auch gelungen ist. Danach hat Ilja Lwowitsch Maiselis, wie sein vollständiger Name im deutschen Sprachraum verwendet wird, von 1894 bis 1978 gelebt, mehrere Publikationen geschrieben (auch zusammen mit Jury Awerbach) und auch als Redakteur für bekannte Schachzeitschriften gearbeitet. Er sprach fließend Deutsch und betätigte sich deshalb auch als Übersetzer von Schachbüchern ins Russische.

Zum Aufbau des Werkes muss ich, so denke ich, nicht viel sagen, wenn ich anhand von Auszügen einen Blick in das Inhaltsverzeichnis eröffne. Eine vollständige Abbildung an dieser Stelle ist ausgeschlossen, weil sonst der Rahmen meiner Rezension gesprengt würde. Ich beschränke mich deshalb auf die Einträge der ersten und zweiten Ordnung, sinngemäß ins Deutsche übersetzt. Also ...

Teil 1: Die Elemente des Schachspiels

Kapitel 1: Erläuterung der Spielregeln

Kapitel 2: Das Ziel des Spiels

Kapitel 3: Taktik und Strategie

Kapitel 4: Techniken und Berechnung

Kapitel 5: Kombination

Kapitel 6: Positionsspiel Kapitel 7: Wie man eine Partie beginnt

Teil 2: Die Schachpartie (seine drei Phasen)

Kapitel 8: Das Endspiel

Kapitel 9: Das Mittelspiel

Kapitel 10: Die Grundregeln der Eröffnungstheorie

Appendix: Schachkompositionen.

Sehr positiv aufgefallen sind mir Spaßaufgaben und -fragen, die genau das machen, was ihre Bezeichnung erwarten lässt - Spaß. Zum mir bekannten Standardrepertoire von Schach-Lehrbüchern zählen generell auch an den Leser gerichtete Aufgaben, die diesem durch das Lösen beim Verstehen helfen und ihm das Entwickeln eigener Fertigkeiten ermöglichen sollen. Spaßaufgaben im Sinne dieses Buches sind mir aber bisher nirgendwo aufgefallen. Und nun muss ich erneut etwas zugeben - ich habe schon bei den ganz einfachen Aufgaben nicht alles lösen können. Oft muss man, um hinter ein Problem zu kommen, über den Tellerrand hinaus denken. Mehrmals kam bei mir erst dann der Aha-Effekt, als ich mir die Lösung genehmigte; deren Zusammenstellung ist regelmäßig unmittelbar im Anschluss an die Aufgaben und Fragen zu finden. Sicher nicht ganz unbeabsichtigt führen gerade auch diese auf Spaß angelegten Inhalte zu einem Zuwachs an Verständnis.

Ein Beispiel gefällig? Hier ist eines von ganz vorne: Die weiße Stellung besteht aus einem Turm auf a1 einem weiteren Turm auf b2, sein König steht auf c1. Der schwarze König ist auf h1 postiert, ansonsten ist er materiell blank. Weiß ist am Zuge. Er setzt matt in einem halben Zug. Wie soll das gehen? Ich bin nicht darauf gekommen. Um Sie nicht verzweifeln zu lassen, wenn es Ihnen so wie mir gehen sollte, nenne ich Ihnen die Lösung, aber unten, gleich nach dem Fazit. Versuchen Sie sich doch erst mal eigenständig an der Lösung!

Der Autor gibt die Empfehlung, gut portioniert mit dem Buch zu arbeiten. So sollte sich der Lernende nur in kleinen Schritten durch die Inhalte arbeiten, mehr als 1 bis 2 Stunden am Tag sollten es nicht sein. Wichtiger ist es, den Stoff jeweils gut zu verstehen, als möglichst viel auf einmal zu lernen.

Der Tipp, ein "richtiges" Brett mit Figuren zur Hand zu nehmen, stammt zwar aus der Prä-Computerzeit, hat aber seine Berechtigung heute mehr denn je.

Natürlich führt die Übersetzung eines Buches immer auch zu sprachlichen Unschärfen beim Vergleich von Original und Übersetzung. Nur so aber werden die Inhalte dieses besonders im russischen Sprachraum berühmten und historischen Buches für diejenigen wie mich, die die Originalsprache nicht verstehen, verfügbar. Quality Chess legt ohnehin keinen Wert darauf, möglichst nahe am Original zu arbeiten, dem Verlag geht es allein um den Inhalt. So ist alles in "The Soviet Chess Primer" wie immer in den Büchern aus diesem Haus, vom Schriftbild über die Diagramme bis hin zur Verarbeitung. Der Käufer erhält somit ein Buch in der Hand, das er von anderen Neuerscheinungen nicht wird unterscheiden können, wenn er über die Inhalte nicht mit der Nase auf die historischen Wurzeln gestoßen wird.

Die Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers sind moderat, den verwendeten Wortschatz möchte ich aber als bisweilen durchaus weit bezeichnen.

Fazit: "The Soviet Chess Primer" ist ein Einführungsbuch zum Schachspiel, das am Anfang der Karriere unzähliger Schachspieler der ehemaligen Sowjetunion stand, bis in die Riege der Weltmeister hinein. Es ist geeignet, den Leser - auch ohne jedwede Vorkenntnisse - zu einem Schachspieler zu machen, der keine Angst haben muss, einen Schachklub aufzusuchen und eine Partie zu wagen. Es vermittelt Verständnis und ein breites Rüstzeug, das fundamental ist und seine Bedeutung nie verliert.

Die Arbeit mit dem Werk ist unterhaltsam, was auch an eingearbeiteten Spaßaufgaben und -fragen liegt.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Mai 2015


Wenn die beiden Ex-Weltmeister Karpov und Kasparov über das Buch sagen: "Ein bemerkenswertes Buch, durch das ich Schach gelernt habe“ und "ein wundervolles Buch“, sind das üppige Vorschusslorbeeren. Auch Dvoretsky hat sehr lobende Vorworte geschrieben, und zwar nicht von der allgemeinen Sorte, die man überall heutzutage zu lesen bekommt, um ein Buch zu bewerben, sondern sehr konkret mit dem Buch verbundene Aussagen, mithin schon kleine Rezensionen.

Über den Autor ist nicht viel in Erfahrung zu bringen. Geboren 1894 und gestorben 1978 gehörte Maizelis noch lange nicht zur Generation Internet. Er hat mit Yuri Averbakh zusammen ein paar Endspielbücher geschrieben. Wenn Averbakh als ausgewiesener Experte für Endspiele Maizelis ins Boot geholt hat, kann er so schlecht nicht gewesen sein.

Das Buch lehrt den absoluten Anfänger, wie man Schach lernen soll. Das Englisch ist für jeden leicht verständlich, wobei gelegentlich (selten) ein drolliger russischer Satzbau einfließt, obwohl ein Brite die Übersetzung gemacht hat. Es ist eine Übersetzung des Soviet-Klassikers - daher der Name - aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ins Englische und damit kein neues Buch. Im Original liefert kein Geringerer als Weltmeister Emanuel Lasker ein üppiges Vorwort. Weil es ein Lehrbuch ist, muss es auch angenehmerweise nicht neu, sondern nur gut sein. Dementsprechend fängt Maizelis bei Adam und Eva an und hangelt sich dann systematisch zu komplexeren Themen weiter. Dabei ist er stets strukturiert. Am Ende der Kapitel gibt es Fragen / Aufgaben und ein paar sogenannte "Entertainment pages“. Diese stehen im weiteren Sinne mit dem Thema des abgeschlossenen Kapitels in Verbindung und sind in der Tat sehr amüsant und interessant. Es werden z. B. Kurzpartien mit groben Fehlern gezeigt und kurz kommentiert, um spielerisch zu erkennen, warum bestimmte Strukturen / Aufbauten schlecht sind und was man mit den einzelnen Figuren so alles anfangen kann, wenn die Stellungen passen. Pädagogisch ist das allererste Sahne, weil man so die Lerneinheiten auflockert und den Spaßfaktor erhöht. Man bleibt einfach lieber an diesem Buch hängen als aufzuhören. Die Aufgaben sind auch für fortgeschrittene Spieler nicht immer leicht zu lösen. Auch für mich waren immer wieder neue Erkenntnisse dabei und ich werde es vollständig intensiv durchgehen. Dieses Buch liefert folglich wirklich eine Menge Stoff zur Verbesserung und sorgt dabei außerdem noch für gute Stimmung!

Ganz klar das beste Buch für Anfänger, das mir bisher in die Finger geraten ist. Eigentlich sollten alle Spieler unter 1800er Rating dieses Buch mindestens ein Mal durchgearbeitet haben. Für mich ist es die neue Referenz für Spieler bis 1600er Rating.

Dennis Calder

Fide Instructor

Februar 2015




Preis: 
 
Artikelnummer:
LXMAITSCP
 
Kategorie:
PfeilLehrbuch
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilQuality
 
Breite: 
17,0 cm
 
Höhe: 
24,0 cm
 
Gewicht: 
0,680 kg
 
Ilja Maizelis: The Soviet Chess Primer
400 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2014.
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