PfeilEmmanuel Neiman, PfeilSamy Shoker
 

The Fianchetto Solution

Opening Repertoire with the King´s Fianchetto


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A Complete, Solid and Flexible Chess Opening Repertoire for Black & White – with the King’s Fianchetto

When experienced chess teacher Emmanuel Neiman learned that some of his pupils hesitated to play in competitions for fear of being crushed in the opening, he wanted to help.

Neiman knew that amateurs have little time to seriously study opening theory, so he had to come up with a practical, complete, easy-to-learn and solid opening repertoire that would not outdate rapidly.

And that is what he did. Neiman advises amateurs to play (with both colours!) the flexible King’s Fianchetto system, where the Bishop is a defender of the King and at the same time an attacker.

No matter what side you are, you use the same basic ideas: as White you are targeting the light squares and as Black the dark squares, while applying roughly the same strategies, plans and tactical motifs.

Neiman has teamed up with Samy Shoker, who gained the Grandmaster title by mainly playing the King’s Fianchetto systems (and sometimes beating 2700+ rated players with it!). The result is a complete and practical repertoire which will give club players a sound and flexible middlegame position they can feel at home in. In many lines Neiman and Shoker not only present a solid approach but also a sharp and aggressive alternative.

The authors don’t promise you a large advantage every time you play their system, but one thing is certain: after studying this entertaining book you can play the opening confidently and you will be a better all-round player because you have learned many essential middlegame lessons. Even (very) strong players will find the ideas of Neiman and Shoker useful as an easy-to-play occasional weapon.

Emmanuel Neiman (1964) is a FIDE Master who teaches chess in his home country France. He is the (co)author of Invisible Chess Moves and Tune Your Chess Tactics Antenna, highly successful books on tactics and training. Samy Shoker (1987) is an International Grandmaster who plays for Egypt.

007 Introduction

011 Chapter 1 - The King’s Fianchetto

051 Chapter 2 - The Modern Defence against 1.e4

129 Chapter 3 - White plays 1.d4 and others

183 Chapter 4 - Repertoire for White

245 Chapter 5 - Exercises

265 Bibliography

267 Index of Games

Im New-in-Chess-Verlag ist 2016 in Englisch mit Emmanuel Neiman & Samy Shoker "The Fianchetto Solution“ ein Eröffnungswerk erschienen, für das sich besonders Klubspieler interessieren werden, denen es an der nötigen Zeit für das intensive Erlernen von Eröffnungen mangelt. So ist es Ziel der Autoren - des französischen Fide-Meisters und erfahrenen Trainers Emmanuel Neimann und des ägyptischen Großmeisters Samy Shoker - nicht Unmengen von Eröffnungsvarianten lernen zu lassen, sondern dem Leser ein Positionsgefühl zu vermitteln.

Das Werk gibt dem Leser ein mit jedem Fianchetto des Königsläufers verbundenes komplettes, solides und flexibles Eröffnungsrepertoire an die Hand. Es stützt sich hauptsächlich auf Abspiele, die das starke Computerprogramm Stockfish 7 als ungefährlich und gut spielbar erkannt hat.

Kapitel 1-3 des Werkes sind dem Schwarzspieler, Kapitel 4 dem Weißspieler vorbehalten. Kapitel 5 beschließt das Werk mit 30 Übungen und deren gründlicher Lösung. In Kapitel 1 stellen die Autoren zunächst das Fianchetto vor und erläutern seine Hauptgefahren und typischen Fianchetto-Strukturen.

Kapitel 2 ist der "Modernen Verteidigung“ gewidmet, hier besonders dem Austrian Attack, der Hauptvariante Le3, aber auch anderen Systemen. Kapitel 3 zeigt den schwarzen Aufbau gegen 1.d4, wobei besonders strategische Motive herausgearbeitet

werden. Kapitel 4 bietet ein Repertoire fürWeiß, insbesondere, wie man das Fianchetto-System mit vertauschten Farben angeht.

Jeder Abschnitt schließt mit vier per Diagramm angebotenen Übungen ab, die umseitig sofort gelöst werden. Besonderen Praxisbezug erhält das Werk durch 73 eingestreute, den Übungsstoff erläuternde Großmeisterpartien.

Fazit: Derjenige Klubspieler, der noch kein Fianchettofreund ist, wird nach Durcharbeiten des Werkes feststellen, dass er ein solcher geworden ist.

"Der Neue Tag" Weiden,

Heinz Däubler, Februar 2017


"The Fianchetto Solution" mit dem Untertitel "A Complete, Solid and Flexible Chess Opening Repertoire for Black & White" verrät dem Interessenten schon beim ersten Kontakt, welchen Inhalt es anbietet. Es soll dem Spieler ein Repertoire vermitteln, das er flexibel einsetzen kann, unabhängig davon, ob er die weißen oder die schwarzen Steine führt. Es baut jeweils auf die Fianchettostellung des Königs, also auf den Aufbau mit einem Läufer auf g7 bzw. auf g2 und der kurzen Rochade. Die beiden Autoren, FM Emmanuel Neiman und GM Samy Shoker, erläutern im Rahmen ihrer Einführung en detail, welche Absichten sie ganz genau verfolgen.

Der zentrale Ansatz der Verfasser liegt quasi darin, dass sie so etwas wie ein Hybrid-System anbieten wollen, das der Leser nicht nur unabhängig von seiner Figurenfarbe einsetzen kann, sondern auch unabhängig davon, welchen Einfluss sein Gegner jeweils auf die Eröffnungswahl zu nehmen versucht. Der Leser soll seine Züge finden, indem er sich von der Bauernstruktur inspirieren lässt und davon, was er erreichen oder wogegen er sich verteidigen will. Er soll Muster von Stellungen erkennen und im Sinne von verinnerlichen lernen, wie man diese spielt. So ist es für mich verständlich und durchaus auch folgerichtig, dass die Autoren in "The Fianchetto Solution" nicht nur ein Repertoirebuch sehen, sondern zugleich auch ein Mittelspielwerk zu Strategie und Taktik.

Das Inhaltsverzeichnis ist "auf Sparflamme" gehalten und sieht wie folgt aus:

1. The King's Fianchetto

2. The Modern Defence against 1.d4

3. White plays 1.d4 and others

4. Repertoire for White

5. Exercises.

Unterhalb der Ebene der Kapitel wartet dieses sehr gut durchstrukturierte Buch mit einzelnen Abschnitten auf, die sich den wesentlichen Spielweisen, Vor- und Nachteilen der jeweiligen Aufstellung oder auch mit anderen Aspekten befassen. Auch diese sind weiter unterteilt, bis hin zur Ebene einer Darstellung von Manövern, beispielsweise solchen zur Aktivierung eines Läufers oder zum Umgang mit einer bestimmten gegnerischen Spielweise.

So deutlich die positive Strukturierung des Werkes hervorzuheben ist, so schade ist es, dass sie nicht genutzt wird, um dem Leser die Orientierung über die Systeme hinweg anhand gesuchter Zugfolgen zu erleichtern. Leider ist kein Variantenverzeichnis verfügbar, das hier für eine Hilfestellung sorgen könnte. Vermutlich hängt die Entscheidung zum Verzicht auch damit zusammen, dass "The Fianchetto Solution" sich darauf konzentriert, dem Leser die Anleitung für ein eigenes Eröffnungsspiel nach fortwährend ähnlichen Strukturen zu sein, ihm nicht einzuprägende Varianten geben soll.

Die Autoren erklären viel, auch wenn ihre textlichen Erläuterungen nicht selten nur recht kurz ausfallen. Dem Prinzip "in der Kürze liegt die Würze" folgen sie vornehmlich dann, wenn die grundsätzliche Richtung einer Lösung bereits erörtert worden ist. So lässt sich feststellen, dass die Anmerkungen im Variantenfluss tendenziell kürzer sind als an anderen Stellen. Zudem sind sie hier regelmäßig sehr konkret gehalten. Der Leser erfährt ohne viel Drumherum, was gerade Sache ist, warum eine Lösung gut oder weniger zu empfehlen ist sowie welchem Sinn und Zweck ein Vorgehen dient. In diesem Mix aus überwiegend kurzen Texten und Varianten sehe ich durchaus einen der Vorzüge des Buches.

Abschnittsweise richten sich über Diagramme eingeführte Aufgaben an den Leser, über die er sein Verständnis des Stoffes überprüfen und auch schärfen kann. Die Lösungen darauf werden ihm jeweils gleich im Anschluss angeboten.

Diese Übungen stehen neben jenen, die das gesamte 5. Kapitel ausmachen. Dort sind noch einmal 72 Diagramme zu finden, die sich auf Stoff über alle Buchinhalte hinweg beziehen. Mit kurzen Hinweisen auf die Lösung wird der Leser aufs Gleis gesetzt und kann gleich im Anschluss auf einer der Folgeseiten nachschauen, was "The Fianchetto Solution" von ihm erwartet hat. Ein guter Service ist, dass die Aufgabenstellung bereits angibt, welche der Folgeseiten der Leser für den Abgleich mit der Buchlösung aufschlagen muss.

Illustrationspartien zeigen den Einsatz der behandelten Systeme in der Praxis. Diese sind nicht durchkommentiert, sondern enthalten Anmerkungen nur in den Abschnitten, die für das Eröffnungsverständnis von Bedeutung sind.

Noch einmal zurück zum schon beschriebenen zentralen Ansatz der Autoren, somit zum Konzept des Buches. Die Idee, dem Leser Eröffnungswege zu vermitteln, die dieser mit Schwarz und mit Weiß nutzen kann, ist überzeugend. Für einen Gelegenheitsspieler sollte das Rezept auf jeden Fall funktionieren, wenn es ihm gelingt, sein Spiel entsprechend zu assimilieren.

Die Autoren führen das Beispiel von Magnus Carlsen an und verweisen zudem auch auf Artur Jussupow, der ebenfalls in einer fortgeschrittenen Karrierephase durch eine Konzentration auf stellungsverwandte Systeme seinen Erfolg zu stützen suchte. Diesen Ansatz empfinde ich als etwas weit hergeholt, denn es ist zu bedenken, dass sich der Spitzenspieler aufgrund seines generellen Verständnisses und seiner Intuition in die Anforderungen von Brettsituationen leichter einfinden kann als ein Amateur. Den Spitzenspieler wird man nachts um drei Uhr aufwecken und ihm eine Diagrammstellung unter die Nase halten können, für die er sofort eine intuitive Richtung zur Fortsetzung des Spiels parat haben wird. Und der Spitzenspieler weicht mit seiner Wahl theorielastigen Bereichen aus, die er sehr gut kennt, auch wenn sein entsprechendes Knowhow nicht mehr topaktuell ist.

Was der Leser mit Schwarz zu seiner Verteidigung einsetzt, soll er mit Weiß und damit unter vertauschten Farben in ähnlicher Weise nutzen können. Dies bedeutet aber auch, dass er angesichts der Systemvorschläge im Werk ziemlich verhalten in die Partie gehen wird, also sich nicht unbedingt Hoffnung auf einen Eröffnungsvorteil machen sollte. Genau hierauf machen die Autoren aber auch ehrlicherweise aufmerksam. Sie glorifizieren ihren Ansatz also nicht, sondern setzen seine Vorzüge auch den mit ihm verbundenen Nachteilen in Beziehung.

Ich vermute, dass ab einer gewissen Spielstärke, die irgendwo im Bereich des unteren Klubniveaus liegen dürfte, der Nachteil einer fehlenden Aussicht auf einen Eröffnungsvorteil an Bedeutung zunehmen dürfte. Ähnlich dürfte es für Partien gelten, in denen ein schon recht leistungsfähiger Spieler auf der anderen Brettseite sitzt. Die Stellungsstrukturen entwickeln eine Ähnlichkeit mal zu solchen aus Königsindisch, dann aus dem Wolga-Benkö-Gambit, aus Benoni oder auch der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung, um nur einige zu nennen, die auch die beiden Autoren anführen. Dem erfahrenen Gegner sind diese Gege-benheiten vertraut. Der "The Fianchetto Solution"-Jünger wird nicht darauf hoffen können, über einen Vorsprung im Verständnis für die notwendige Behandlung der Stellungen zu verfügen, und er muss damit rechnen, dass sich sein Gegner gut auf ihn vorbereitet hat.

Die Buchsprache ist Englisch. Im Großen und Ganzen sollte der mit Fremdsprachkenntnissen auf Schulniveau ausgestattete Leser recht flüssig mit dem Werk umgehen können.

Fazit: "The Fianchetto Solution" folgt einer interessanten Idee, indem es dem Spieler ein universell einsetzbares Repertoire an die Hand gibt. Dieses soll er mit Schwarz und auch mit Weiß einsetzen können. Dem Schachfreund, der mit schmalen zeitlichen Mitteln und einem übersichtlichen Ehrgeiz zu einem spielbaren Repertoire kommen möchte, kann das Werk eine gute Hilfe sein. Den Hauptanwender sehe ich insoweit im Gelegenheitsspieler.

Daneben ist "The Fianchetto Solution" ein gutes Trainingsbuch für den auch höher ambitionierten Leser, der seine Fähigkeiten zum intuitiven Eröffnungsspiel entwickeln möchte. Er erhält viel qualifiziertes Material an die Hand, wie sich aus Stellungsstrukturen allgemein gute Züge ableiten lassen. Dies wird ihm auch in Partien von Nutzen sein, die er in einem Stamm-Eröffnungsrepertoire spielt wie auch beim Übergang von einem System in ein anderes.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Dezember 2016


Manchmal klingt es für mich wie ein Paradies. Unabhängig von den gegnerischen Zügen spielt man erst einmal immer dasselbe. Nach ein paar Zügen blickt man dann auf und findet, je nach gegnerischem Aufbau, das richtige Gegenmittel und so auch gutes Spiel.

In "The Fianchetto Solution" von New in Chess wird nach so einem Ideal gefahndet. Die beiden Autoren FM Emmanuel Neiman und GM Samy Shoker haben dabei unterschiedliche Herangehensweisen und Vorlieben im Schach und ergänzen sich prächtig. Ersterer ist ein erfahrener Schachtrainer, der sich durchaus auch in die Köpfe unerfahrener Schachspieler versetzen kann, und mag eher solide Stellungen, während der ägyptische Großmeister Samy Shoker einen recht unternehmungslustigen und kreativen Stil pflegt.

Diese beiden behandeln auf nur 269 Seiten ein Komplettrepertoire mit Weiß und mit Schwarz, was für eröffnungstheoretische Faulpelze wie mich einfach zu gut klingt. Darum war ich schon ab der Buchankündigung sehr gespannt auf dieses Projekt. Die Empfehlung lautet mit Schwarz einfach 1. ...g6, 2. ...Lg7 und 3. ...d6 gegen so ziemlich alles und mit Weiß 1.Sf3, 2.g3 und 3.Lg2, wobei man natürlich auch einfach mit 1.g3 beginnen kann. Interessant finde ich dabei, dass der Großmeister nicht einfach nur seinen Namen hergegeben hat, damit das Buch besser verkauft wird, sondern sehr häufig mit Schwarz 1. ...g6 und mit Weiß 1.g3 spielt, während der Fidemeister die empfohlenen Varianten eher gelegentlich pflegt.

Da mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, erwähne ich erst einmal die Negativpunkte. Die Struktur des Buches ist sehr kreativ gehalten. So findet man zwar im Inhaltsverzeichnis eine Unterscheidung in die 5 Hauptkapitel, grob übersetzt, "Das Königsfianchetto", "Die Moderne Verteidigung gegen 1.e4", "Weiß spielt 1.d4 und anderes", "Ein Repertoire für Weiß" und "Aufgaben", aber eine feinere Unterteilung gibt es nicht und an einem Variantenverzeichnis wurde auch gespart. So wird das Nachschlagen von bestimmten Varianten schon ein wenig schwierig. Auch gibt es innerhalb der Kapitel zusätzliche Aufgaben und strategische Motive, für die man, will man sie später erneut durchgehen, immer erst einmal im Buch herumblättern muss. Das ist auf Dauer ein wenig störend.

Ansonsten fand ich das Buch einfach klasse! Es werden zu den kritischen Varianten jeweils verschiedene Alternativen geboten, sodass dort für jeden Geschmack etwas dabei ist. So wird zum Beispiel gegen 1.e4 g6 2.d4 Lg7 3.Sc3 d6 4.f4, den Dreibauernangriff, der sehr gefährlich und beliebt ist, erst einmal 4. ...Sc6 empfohlen. Der Zug ist recht provokant und offensichtlich die Wahl von GM Shoker. Die Idee ist, den Springer nach 5.d5 einfach nach d4 zu ziehen und dann nach 6.Le3 mit c5 zu verankern. Weiß zieht daher besser 5.Le3 und nach Sf6 6.Sf3 e6 steht Schwarz recht flexibel. Ideen der entstehenden Mittelspiele werden dann in knapp kommentierten Modellpartien weiter vetieft. Wenn einem 4. ...Sc6 nicht gefällt, kann man aber auch 4. ...c6 spielen. Die Idee ist, nach 5.Sf3 Lg4 6.Le3 mit Db6 Druck gegen b2 und d4 aufzubauen. Mir kam dieser Aufbau gleich in einigen Partien bei einem Simultan, das ich für ein Völkerverständigungsprojekt in Serbien gab, unter. Auch hier geht Schwarz ein gewisses Risiko ein, aber Weiß muss auch Genauigkeit walten lassen, um keine Probleme zu bekommen. Das Ganze ist immer noch nicht nach Ihrem Geschmack? Dann wird noch 4. ...Sf6 empfohlen. Das Spiel geht damit in die Pirc-Verteidigung über und nach 5.Sf3 0-0 6.Ld3 Sc6 muss Weiß entscheiden, ob er mit 7.e5 dxe5 8.fxe5 Sh5 9.Le3 Lg4 10.Le2 f6 sein Zentrum auflösen lassen will oder nach 7.0-0 e5 Gegenspiel gegen dieses zulässt.

Auch gegen 1.d4 g6 2.c4 Lg7 3.Sc3 d6 4.e4 gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Zuerst wird erneut 4. ...Sc6 untersucht und nach 5.d5 erst das seltenere Se5 und dann das geläufigere 5. ...Sd4. Die solidere Möglichkeit stellt stattdessen 4. ...e4 dar, mit dem Jens-Erik Rudolph mit 1981 Elo in Modellpartie 22 niemand Geringeren als Weltmeister Magnus Carlsen schlug. Auch wenn dies nur in einer Simultanpartie passierte, spricht das natürlich für die schwarzen Möglichkeiten.

Mit Weiß strebt Weiß den Königsindischen Angriff an. Man spielt also systemgetreu 1.Sf3, 2.g3, 3.Lg2, 4.0-0, 5.d3, 6.Sbd2 und 7.e4 und spielt, je nach schwarzem Aufbau, am Damenflügel, im Zentrum oder am Königsflügel.

Trotz der Schablonenzüge zu Beginn sollte man sich jedoch nicht täuschen. Gerade in den schärferen Aufbauten von Weiß oder Schwarz sollte man genau wissen, wie Gegenspiel aufzubauen ist, damit man nicht untergeht. Den Autoren ist aber glücklicherweise nicht nur an einer Darstellung der Theorie und ihrer Weiterentwicklung gelegen. Sie zeigen auch viele typische strategische Ideen, damit man sieht, wo jeweils die Schwachpunkte der gegnerischen Aufbauten liegen. So wird die Schablone zu einer recht guten Waffe, um auf Gewinn zu spielen.

Es ist also schachlich einiges geboten. Mir gefiel aber vor allem auch die Chemie zwischen den Beiden Autoren sehr gut. Da wird bei der Empfehlung des anderen mal dazwischengegrätscht, da man den eigenen Aufbau doch viel besser findet, und auch viel gewitzelt. So wird das Buch zu einem doppelten Vergnügen.

Trotz der Einleitung, die den Eindruck vermittelt, das hier vorliegende Fianchettosystem sei für jeden etwas, sollte man schon über eine DWZ von 1600 oder mehr verfügen, um mit den manchmal doch etwas knappen Kommentaren und der vielen taktischen Ideen nicht überfordert zu sein. Auch die Aufgaben sollten dann gut lösbar sein.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, aus dem man viele gute Ideen für ein Fianchettorepertoire mit 1. ...g6 oder gar 1.g3 herausziehen kann!

IM Dirk Schuh

November 2016




Preis: 
 
Artikelnummer:
LONEITFS
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilRepertoirebücher
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilNew in Chess
 
ISBN-13:
978-9056916633
 
Breite: 
17,0 cm
 
Höhe: 
23,5 cm
 
Gewicht: 
0,510 kg
 
Emmanuel Neiman, Samy Shoker: The Fianchetto Solution
272 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2016.
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