PfeilAlexei Kornev
 

King´s Indian -

Practical Black Repertoirewith Nf6, g6, d6 Vol. 2


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In the second volume of the book “A Practical Repertoire for Black with Nf6, g6, d6” the author analyses variations in which White plays 1.d4, 2.c4. As Black’s weapon he suggests the King’s Indian Defence. This is not by chance, though... Most readers participate mainly in tournaments played under the Swiss system. One of the important features of these tournaments is that the draw is essentially a step backward in your tournament situation and you must play for a win irrelevant of the colour of your pieces. The King’s Indian Defence is the right opening choice for that. There is some strategic risk involved indeed (Black complies with a somewhat cramped position...), but all the middlegame positions are very complicated and allow Black to think not only about equality, but also about seizing the initiative.

Kornev includes in his analyses numerous correspondence games which may be unknown to readers.

004 Preface

King’s Indian Defence

1.d4 Nf6 2.c4 g6

007 1) Various; 3.g3 Bg7 4.Bg2 0-0 A) 5.Nc3 w/o Nf3; B) 5.Nf3 w/o Nc3

022 2) 3.g3 Bg7 4.Bg2 0-0 5.Nc3 d6 6.Nf3 Nc6 7.0-0 a6 A) 8.Bg5; B) 8.Bf4; C) 8.e3; D) 8.Re1; E) 8.e4; F) 8.Qd3

041 3) 3.g3 Bg7 4.Bg2 0-0 5.Nc3 d6 6.Nf3 Nc6 7.0-0 a6 8.b3 Rb8

050 4) 3.g3 Bg7 4.Bg2 0-0 5.Nc3 d6 6.Nf3 Nc6 7.0-0 a6 8.h3 Rb8

059 5) 3.g3 Bg7 4.Bg2 0-0 5.Nc3 d6 6.Nf3 Nc6 7.0-0 a6 8.d5 Na5

073 6) 3.Nf3 Bg7 A) 4.e3 0-0; B) 3.Nc3 Bg7 4.Nf3 0-0 5.e3; 5.Bf4

089 7) 3.Nc3 Bg7 A) 4.Bg5 d6; B) 4.Nf3 0-0 5.Bg5 d6

099 8) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 A) 5.Bg5; B) 5.Nge2; C) 5.Bd3

112 9) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.h3 0-0

122 10) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Be2 0-0 A) 6.Be3 c5; B) 6.Bg5 c5

145 11) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f4 0-0 6.Nf3 c5 A) 7.Be2; B) 7.dc; C) 7.d5 e6 8.de; 8.Be2 ed w/o 9.cd

159 12) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f4 0-0 6.Nf3 c5 7.d5 e6 8.Be2 ed 9.cd

170 13) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 0-0 6.Bg5 Nc6

178 14) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 0-0 6.Be3 Nc6

201 15) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0-0 A) 6.Bg5 h6; B) 6.Be3 e5

208 16) 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0-0 6.h3 e5

King’s Indian Defence. Classical Variation

1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0-0 6.Be2 e5

230 17) 7.dxe5 dxe5 8.Qxd8 Rxd8

240 18) 7.Be3 Ng4

253 19 7.d5 a5 A) 8.Nd2; B) 8.Be3; C) 8.h3; D) 8.0-0

264 20) 7.d5 a5 8.Bg5 h6

279 21) 7.0-0 Nc6 A) 8.dxe5; B) 8.Be3

286 22) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 w/o 9.Nd2; 9.b4; 9.Ne1

296 23) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 9.Nd2 a5

304 24) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 9.b4 Nh5 w/o 10.Re1

312 25) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 9.b4 Nh5 10.Re1 f5

333 26) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 9.Ne1 Nd7 A) 10.f3 f5; B) 10.Nd3 f5

349 27) 7.0-0 Nc6 8.d5 Ne7 9.Ne1 Nd7 10.Be3 f5 11.f3 f4 12.Bf2 g5

374 Index of Variations

Mit Band 2 seines Projektes "A Practical Black Repertoire with Sf6, g6, d6" nimmt sich Alexei Kornev das Paradepferd dieses Grundaufbaus vor, die Königsindische Verteidigung. Kornevs Anliegen besteht darin, dem Nachziehenden Mittel und Wege aufzuzeigen, wie er sich mit Systemen gegen Weiß behaupten kann, die auf die im Titel skizzierte Aufbauidee setzen. Das Schwergewicht Königsindische Verteidigung nimmt den gesamten Raum dieses neuen Bandes ein.

Kornev beschränkt sich dabei nicht auf eine Darstellung der Theorie allein. Er will den Leser auch dabei unterstützen, die Waffe Königsindisch ganz gezielt einzusetzen und sich an Rahmenbelangen zu orientieren, z.B. der Person des Gegners oder der Turniersituation. In seinen Darstellungen ist er sachlich und nach meiner Wahrnehmung um Objektivität bemüht, nimmt aber zusätzliche Einflussfaktoren wie die beiden genannten mit in seine Betrachtungen auf. Sein Leser soll einzuschätzen lernen, wann und für welches Turnier sich der Einsatz anbietet, gegen welchen Gegner, mit welchen Ambitionen auf beiden Seiten, in welcher Turniersituation etc. Hier bringt er eine reichhaltige Erfahrung ein. Zugleich soll sein Leser Begleitwissen erhalten, das ihn im Austausch mit anderen mitreden lässt.

"A Practical Black Repertoire with Sf6, g6, d6" ist in zwei große Abschnitte eingeteilt, die insgesamt 27 Kapitel enthalten. Abschnitt 2 behandelt in 11 Kapiteln die Klassische Variante des Königsinders, Abschnitt 1 alles sonst, was unter der Weichenstellung des Anziehenden an Spielbarem auf das Brett kommen kann. Unter "alles sonst" sind damit die Spielweisen zu verstehen, die nicht über 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 führen, also die als "Klassische Variante" bezeichnete Ausgangszugfolge.

Um Kornevs Herangehensweise zu demonstrieren, habe ich exemplarisch und im Sinne von pars pro toto das Kapitel 17 ausgewählt. Als erste Einheit im 2. Abschnitt ist es besonders gut geeignet, weil ich die Einleitung zu diesem 2. Abschnitt gut in die Betrachtung einbeziehen kann.

In dieser erklärt Kornev u.a. die Namensgebung "Klassische Variante". Er macht dies so geschickt, dass er Leser zugleich die Aufbauelemente dieses Systems verinnerlicht, sie also unmittelbar mit dem Namen verbindet.

Im Kapitel 17 behandelt er den Abtausch 6 ... e5 7.dxe5 und macht Schwarz damit vertraut, in welchen Situationen er besonders mit dieser Fortsetzung seines Gegenüber, die Weiß keinen Vorteil verspricht, rechnen muss. Der Leser erfährt somit mehr als nur reine Eröffnungstheorie, sondern auch etwas zur Turniertaktik, zur konkreten Partieplanung etc. Wenn er nun weiß, dass der Anziehende den Abtausch gerne spielt, wenn er a. ein deutlich schwächeres Rating hat, er b. mit einem Remis ein passendes Ergebnis im Turnier erhielte oder c. meint, dem Schwarzen in den Endspielfertigkeiten überlegen zu sein, geht es in die Vollen der theoretischen Betrachtung.

An dieser Stelle erlaube ich mir, eine kurze Passage aus dem Buch mittels einer sinngemäßen Übersetzung zu zitieren, um einen fundierten Eindruck von Kornevs Darstellungsmethode zu vermitteln. Dieser Auszug ist auf Seite 231 zu finden, in dem es um den Nebenzug 9.Sxe5 geht. Also:

"9.Sxe5. Dieser Zug wird mit der Idee gespielt, die Partie in ein schnelles Remis zu führen. 9 ... Sxe4. Schwarz erlangt seinen Bauern zurück und die Stellung wird rasch vereinfacht. 10.Sxe4 (Sxf7? Lxc3 -+) 10 ... Lxe5 11.Lg5. Dies ist der präziseste Zug für Weiß. (Nach dem zu friedvollen Ansatz 11.0-0 kommt Weiß plötzlich in Schwierigkeiten. 11 ... Sc6=/+. Der schwarze Springer ist schnell zentralisiert. 12.Te1 Kg7. Dies ist eine prophylaktische Notwendigkeit. Schwarz deckt das Feld f6 und nimmt dem Anziehenden die Möglichkeit zu Lg5 und Sf6. 13.a3 Lf5 14.Sg3, Sanchez - Geller, Saltsjobaden 1952, 14 ... Lc2!?-/+. Der schwarze Läufer auf e5 übt einen kräftigen Druck auf das Feld b2 aus und Weiß wird kaum in der Lage sein, die Entwicklung seiner Figuren am Damenflügel ohne materielle Verluste abzuschließen.) 11 ... Lxb2 12.Tb1. Dies ist erneut der beste Zug für Weiß. (Nach dem einfachen Schlagen mit 12.Lxd8 kann Schwarz um Vorteil kämpfen. 12 ... Lxa1 13.Lxc7 Sc6. Er hat die bessere Bauernstruktur und die zwischenzeitliche Aktivität der weißen Figuren wird allmählich neutralisiert. ( ... )."

Wie gut zu erkennen ist, erläutert und erklärt Kornev intensiv. In einer Mischung aus kurzen Zugpassagen und Kommentaren zu Strategie und Taktik gibt er eine ausgezeichnete Anleitung, wie eine Stellung gespielt werden kann und sollte und welche Gründe zu den Empfehlungen führen. Es geht in diesem Werk also nicht allzu sehr um das Einprägen bestimmter Zugfolgen, sondern vielmehr darum, ein Verständnis für die Stellungsanforderungen zu entwickeln und damit die Königsindische Verteidigung "bewusst" spielen zu können.

Das Repertoire ist aus der Sicht von Schwarz zusammengestellt. Der Nachziehende findet also alle weißen Fortsetzungen, die Kornev für relevant hält, im Buch. Für den Spieler mit Weiß ist das Werk ebenfalls gut zu nutzen, wobei er sich bewusst sein muss, dass die für Schwarz behandelten Fortsetzungen der Auswahl Kornevs unterliegen. Es kann also sehr wohl wichtige schwarze Alternativen geben, die Kornev aber ausblendet und deshalb nicht behandelt.

Schon eingangs erklärt er, dass er intensiv auch auf Partien gesetzt hat, die im modernen Fernschach gespielt worden sind. Er begründet dies sehr nachvollziehbar damit, dass diese Partien regelmäßig rechnergestützt gespielt sein werden und damit eine entsprechende Qualität der Züge mitbringen.

Ich habe mir die Mühe gemacht und das Werk auf bekannte Namen aus dem Fernschach durchzusehen. Tatsächlich bin ich auf viele starke Spieler gestoßen. Darunter sind viele Schachfreunde aus Deutschland, so u.a. Adelseck, Hofstetter, Isigkeit, Krebs und Moll, um nur ein paar Namen zu erwähnen.

Für wen ist dieses Werk eine Empfehlung? Hinsichtlich seiner Gestaltung kann ich kaum eine Einschränkung aussprechen. Wer sich zutraut, die komplizierte Königsindische Verteidigung zu spielen, der kann auf "A Practical Black Repertoire with Sf6, g6, d6" setzen. Er erhält ein qualifiziertes Repertoire und wird zugleich quasi an die Hand genommen, dieses in seiner praktischen Partie mit Sinn und Verstand einzusetzen.

Ein detailliertes Variantenverzeichnis auf den letzten Seiten des Werkes unterstützt ein bequemes Navigieren über alle Inhalte hinweg.

"A Practical Black Repertoire with Sf6, g6, d6"stammt aus dem bulgarischen Verlag Chess Stars, ist aber in Englisch geschrieben. Der mit Fremdsprachkenntnissen auf Schulniveau ausgestattete Leser kommt gut mit dem Buch zurecht.

Fazit: Eine Empfehlung für den Spieler, der die Königsindische Verteidigung in sein Repertoire aufnehmen und dabei auf eine gut verständliche und intensive Anleitung gestützt vorgehen möchte.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Dezember 2016




Preis: 
 
Artikelnummer:
LOKORKI
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilRepertoirebücher
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilChess Stars
 
ISBN-13:
978-6197188103
 
Breite: 
14,5 cm
 
Höhe: 
21,0 cm
 
Gewicht: 
0,440 kg
 
Alexei Kornev: King´s Indian -
380 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2016.
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