PfeilAlexei Kornev
 

A Practical Black Repertoire with d5, c6 - Vol 1

The Slav and Other Defences


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In Volume 1 Kornev's choice of arms against 1.d4 d5 2.c4 is one of the most popular openings in modern chess practice - the Slav Defence. Besides, he considers in detail how to meet opening set-ups where after 1.d4 d5 White refrains from an early c2-c4: 2.Bg5, as well as 2.Nf3 Nf6 3.Bg5 and 2.Nf3 Nf6 3.g3. Another topic is the ever growing in popularity The London System (2.Bf4 and 2.Nf3 Nf6 3.Bf4).

Kornev does not confine himself to dry variations, he also aptly explains the ideas behind them. Thus his book should serve a wide range of players - from club amateurs, up to grandmasters. The Slav-Caro-Kann connection allows Black to sidestep many opening variations. For example, after 1.d4 d5 2.Nc3 he simply goes 2...c6, avoiding the main line of the Veresov System which arise after 2...Nf6 3.Bg5. In the London System after 1.d4 d5 2.Bf4 c5 3.e3, Black could directly exchange on d4 - 3...cxd4 4.exd4, obtaining a harmless sideline of the Caro-Kann - 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 4.Bf4.

Alexei Kornev is an international grandmaster and coach. In 2001 he took the silver in the Russian Cup Final. He is also the winner of a number of international tournaments. Highest ELO so far - 2582.

For many years, he has been senior coach of the junior chess school in the city of Vladimir. His students are often among the winners of the Russian junior championships for boys and girl.

Kornev is the author of:

A Practical Black Repertoire with Nf6, g6, d6

A Practical Withe Repertoire with 1.d4

Rossolimo and Friends

006 Preface

Part 1. 1.d4 d5 2.c4 c6

010 1 - Rare; 3.e3 Nf6

016 2 - 3.Nc3 Nf6 Rare; A) 4.Bg5 dxc4; B) 4.e3 e6

023 3 - 3.cxd5 cxd5 A) 4.Bf4 Nc6; B) 4.Nc3 Nf6

034 4 - 3.cxd5 cxd5 4.Nf3 Nf6 Rare; 5.Nc3 Nc6

Part 2. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6

055 5 - 4.Nbd2 Bf5 Rare; A) 5.e3 e6; B) 5.g3 e6

063 6 - 4.g3 Bg4 A) 5.Ne5 Bf5; B) 5.Bg2 e6

077 7 - 4.Qc2 dxc4 Rare; A) 5.e4 b5; B) 5.Qxc4 Bf5

097 8 - 4.e3 Bg4 Rare; A) 5.Nbd2 e6; B) 5.cxd5 Bxf3; C) 5.Qb3 Qb6; D) 5.Nc3 e6

111 9 - 4.e3 Bg4 5.h3 Bh5 A) 6.Nbd2 e6; B) 6.g4 Bg6 7.Ne5 e6; C) 6.cxd5 cxd5; D) 6.Nc3 e6

Part 3. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6

132 10 - Rare; 5.Qb3 dxc4 6.Qxc4 b5 A) 7.Qb3 Nbd7; B) 7.Qd3 Bb7

139 11 - 5.g3 dxc4 Rare; 6.Bg2 Nbd7 A) 7.a4 Bb4; B) 7.0-0 b5

150 12 - 5.cxd5 exd5 Rare; A) 6.Bg5 h6; B) 6.Qc2 g6

Part 4. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.e3 a6

168 13 - Rare; A) 6.h3 Nbd7; B) 6.Bd2 c5; C) 6.a3 Nbd7

179 14 - 6.Be2 dxc4 7.a4 c5

188 15 - 6.Bd3 dxc4 7.Bxc4 b5

206 16 - 6.c5 Nbd7

210 17 - 6.b3 Bb4

220 18 - 6.Qc2 c5

Part 5. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.Bg5 dxc4

231 19 - Rare; 6.a4 Bb4

238 20 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 A) 9.exf6 gxh4; B) 9.Bg3 Nd5

245 21 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 9.Nxg5 hxg5 10.Bxg5 Nbd7 11.exf6 Bb7 Rare; 12.g3 Qb6 13.Bg2 0-0-0 14.0-0 c5 15.d5 b4 16.Rb1 Qa6

255 22 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 9.Nxg5 hxg5 10.Bxg5 Nbd7 11.exf6 Bb7 12.g3 Qb6 13.Bg2 0-0-0 14.0-0 c5 15.d5 b4 16.Na4 Qb5 17.a3 Nb8 18.axb4 axb4 A) 19.Be3 Bxd5; B) 19.Qd4 Nc6; C) 19.Qg4 Bxd5

Part 6. 1.d4 d5 without c4

268 23 - A) 2.c3 c5; B) 2.Nc3 c6; C) 2.e3 Nf6; D) 2. e4 de; E) 2.Bg5 h6

281 24 - A) 2.Bf4 c5; B) 2.Nf3 Nf6 3.Bf4 c5

288 25 - 2.Nf3 Nf6 Rare; 3.Bg5 Ne4

298 26 - 2.Nf3 Nf6 3.g3 c6

305 Index of Variations

Alexei Kornev ist ein russischer Schachgroßmeister und -trainer. Zudem hat er zuletzt einige interessante Eröffnungsbücher für den Chess Stars Verlag verfasst. Sein letztes Projekt war ein kämpferisches Schwarzrepertoire in zwei Bänden, das auf der Königsindischen und der Pirc-Verteidigung basierte und auf den schwarzen Feldern spielte. Nun sollen mit "A Practical Black Repertoire with d5, c6 1" die weißen abgedeckt werden. Im vorliegenden ersten Band geht es um slawische Abspiele nach 1.d4 d5, in Band 2 soll dann die Caro-Kann-Verteidigung nach 1.e4 c6 folgen und auch die Englische Eröffnung und Retiabspiele nach 1.Sf3 dürften dort besprochen werden.

Nach 1.d4 d5 wird natürlich vorrangig der Zug 2.c4 besprochen, aber auch die Damenbauernspiele wie das Londoner System werden abgehandelt. Auf die Waffe gegen eben dieses derzeit recht populäre System war ich sehr gespannt, aber die häufigste Zugfolge nach 1.d4 d5 2.Lf4 c4 3.e3 transponiert nach cxd4 4.exd4 in das Abtauschsystem der Caro-Kann-Verteidigung nach 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 4.Lf4, welches erst in Band 2 besprochen wird. Ich muss mich da also gedulden.

Viel spannender ist aber eh der Slawischkomplex nach 1.d4 d5 2.c4 c6.

Im Vorwort erklärt der Autor kurz seine Beweggründe für dieses zweite Repertoire. Das erste war recht zweischneidig, aber manchmal möchte man doch etwas solider spielen. Ich würde noch hinzufügen, dass manche Menschen einfach immer gerne etwas solider spielen, weshalb ich auf dieses Repertoire durchaus gespannter als auf das erste war. Als ich dann aber das Variantenverzeichnis prüfte, klappte mir kurz die Kinnlade herunter. Während Schwarz zum Beispiel nach der ruhigen modernen Hauptvariante nach den obigen Zügen und 3. Sf3 Sf6 4.e3 mit Lg4 zwar die in meinen Augen solideste Variante wählt, dieser dann nach 5.h3 mit Lh5 statt des häufigeren Lxf3 etwas mehr Pepp verleiht, fand ich noch sehr passend. Nach 4.Sc3 weicht er allerdings erst mit e6 in die Halbslawische Verteidigung ab, was in meinen Augen kein richtiges Slawisch mehr ist, und empfiehlt dann nach dem zweiten Hauptzug 5.Lg5 das extrem scharfe Botwinniksystem nach dxc4 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Lh4 g5 9.Sxg5 hxg5 10.Lxg5 Sbd7 11.exf6. Diese Variante wurde 2015 bereits von Lars Schandorff in seinem Buch "The Semi-Slav" aus dem Quality Chess Verlag thematisiert und ich stehe nochimmer zu dem, was ich damals dazu in meiner Rezension schrieb. Auf Fernschachebene ist diese Eröffnung eine solide Wahl, weil sie quasi in den Remistod analysiert wurde. Die Varianten sind so konkret, dass gerade Schwarz eigentlich gar nicht kreativ werden kann, ohne gleich eine Verluststellung zu riskieren. Dass jemand diesen Theoriewulst in einem soliden und auch praktischen Repertoire vorstellt, grenzt in meinen Augen an Wahnsinn. Ich möchte dazu nur eine Beispielvariante angeben, damit sich jeder selbst ein Bild dazu machen kann. Nach den obigen Zügen geht es weiter mit 11. ...Lb7 12.g3 c5 13.d5 Db6 14.Lg2 0-0-0 15.0-0 b4 Dieser Zug ist Selbstmord, wenn man sich die entstehenden Stellung nicht sehr genau angesehen hat. Es gibt nun zwei Hauptzüge. Ich nehme mal mit 16.Tb1 die moderne Wahl der Meister, aber Sa4 ist natürlich immer noch sehr häufig und ähnlich komplex. Es entstehen jetzt extreme Komplikationen nach Da6 und 17.dxe6. Schwarz hat hier, soweit ich das beurteilen kann, immer nur recht wenig Auswahl an brauchbaren Zügen. Es geht weiter mit Lxg2 18.e7 Lxf1 19.Kxf1 Lxe7 20.fxe7 Tdg8 21.Se4 Lars Schandorff empfiehlt hier jetzt Txg5, das relativ forciert in einer Zugwiederholung endet, unser Autor möchte lieber c3+ sehen, zu dem Schandorff noch schreibt, dass die entstehende Stellung in einer praktischen Partie recht furchterregend für Schwarz aussieht. Am Ende ist sie aber dann doch wieder Remis. Nach c3+ 22.Kg1 Txg5 23.Sxg5 Dg6 24.bxc3 Dxg5 25.De2 De5 26.Da6+ geht es noch einige Zeit weiter. Schwarz muss einzige Züge finden und dann gibt es das Remis. Weicht Schwarz ab, steht er sofort unangenehm. Der Autor schreibt zu dieser Art des Auswendiglernschach, dass es heutzutage leider so ist, dass manche Varianten zu Tode analysiert wurden, aber die Frage, warum er sowas dann in seinem Buch empfiehlt, beantwortet er leider nicht. Dabei gilt gerade der Slawische Komplex derzeit als recht gesund und muss nicht zwangsläufig in der Halbslawischen Verteidigung und schon gar nicht im Botwinniksystem enden. Damit beweist der Autor in meinen Augen zum ersten Mal keine gute Wahl.

Ansonsten bietet er hier ein lückenloses Eröffnungsrepertoire, in dem Schwarz solide steht, Weiß aber auch nicht ganz so einfach sein Remis erzielen kann. Zwar gibt es keine vollständigen Partien, aber die Analysen reichen eigentlich immer ins Mittelspiel und teils gar bis ins Endspiel. Wichtige Gegebenheiten der Stellung oder Ideen und Pläne werden immer wieder kurz und knapp angerissen, damit man diese nicht nur aus den gezeigten Varianten extrahieren muss. Einzig das Botwinniksystem passt nicht so richtig in das Buch, kann aber natürlich gegebenenfalls ersetzt werden. Als theoriearme Alternative biete ich mal das Kamskysystem nach 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 Db6 an, das 5.Lg5 erstmal verhindert und nach 5.e3 oder 5.Dc2 Lg4 folgen lässt, wonach Schwarz mit e6 und Sbd7 danach sehr solide steht. Das ist nicht so kritisch wie die Buchvarianten, aber man darf hier sehr früh selber denken und kann es recht schnell in der Praxis ausprobieren, ohne gleich überfahren zu werden.

IM Dirk Schuh

September 2017




Preis: 
 
Artikelnummer:
LOKORTSAOD
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilRepertoirebücher
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilChess Stars
 
ISBN-13:
978-6197188141
 
Breite: 
14,5 cm
 
Höhe: 
21,5 cm
 
Gewicht: 
0,360 kg
 
Dieses Bild zeigt A Practical Black Repertoire with d5, c6 - Vol 1: Hersteller: Chess Stars, Preis: 24.95 €
308 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2017.
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