PfeilTibor Károlyi
 

Mikhail Tal´s Best Games 3 - 1972-1992

The Invincible


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In this, the third and final volume of his landmark series, award-winning author Tibor Károlyi concludes his investigation into the life and career of Mikhail Tal , the most entertaining and popular world champion of all time.

This book covers the final two decades of Tal’s life and games, from 1972 until his death in 1992. Despite being more than a decade removed from his world title reign, the early 1970s saw Tal rewrite chess history with two record-breaking unbeaten streaks. Other highlights include victory in the Montreal 1979 Tournament of Champions, and winning the World Blitz Championship in 1988.

Despite Tal’s unbeaten streaks and more mature playing style, his attacking flair did not desert him, and the reader will find many more delightful sacrifices and creative gems from one of the most remarkable careers in chess history. As in the previous volumes, insightful chess analysis and biographical research is complemented by anecdotes from famous players who share their memories of Tal “The Invincible”.

International Master Tibor Károlyi was Hungarian Champion in 1984 and is renowned as both an author and a trainer. He won the Guardian Book of the Year prize in 2007.

004 Key to symbols used & Bibliography

005 Preface

006 Acknowledgements

007 1972

031 1973

061 1974

089 1975

109 1976

129 1977

159 1978

181 1979

217 1980

245 1981

269 1982

297 1983

325 1984

347 1985

379 1986

403 1987

431 1988

447 1989

461 1990

477 1991

501 1992

517 Summary of Results

518 Tournament and Match Wins

520 Classification

521 Game Index by Page Number

527 Game Index by Tal’s Opponents

530 Alphabetical Game Index - Non-Tal games

532 Name Index

Der ungarische IM Tibor Károlyi arbeitet schon eine ganze Weile an seiner dreibändigen Monographie über Michail Tal. 2014 erschien der erste Band, und jetzt, da sich Tals Todestag zum 25. Mal jährt, erschien der dritte und letzte Band bei Quality Chess. Er beschäftigt sich mit dem Wirken des Magiers aus Riga in den Jahren von 1972 bis zu seinem Tod 1992.

In diesem Zeitabschnitt liegen die spektakulären Siege Tals bereits viele Jahre zurück. Ende der Fünfziger eroberte er mit seinem ungewöhnlich aggressiven Stil nicht nur die Herzen des Publikums, sondern 1960 mit seinem Sieg gegen Botwinnik auch die Schachkrone. In den siebziger Jahren, Tal war Mitte Dreißig, hatte sich sein Spiel verändert. Es war nicht mehr ganz so wild, nicht mehr nur taktisch ausgelegt, sondern basierte auf einer viel positionelleren Grundlage. Natürlich konnte er jederzeit eine seiner Kombinationen vom Stapel lassen, aber sein Spiel war ausgewogener und sicherer geworden - so sicher, dass er kaum noch zu besiegen war. Seine beiden Serien 1972/73 von 86 und 1973/74 von 95 Partien (Károlyi meint, es könnten sogar 97 gewesen sein), in denen er auf Weltklasseniveau ungeschlagen blieb, sind Rekorde (auch wenn Tiviakov gegen schwächere Gegner 110 Partien unbezwungen blieb). Insofern hat Károlyi den Untertitel seines Buches "The Invincible“ (Der Unbezwingbare) mit Bedacht gewählt.

Der Autor führt einige interessante Thesen ins Feld. So glaubt er etwa, dass die beiden Erfolgsserien Tals, in denen er nicht nur lange ungeschlagen blieb, sondern auch viele brillante Partien spielte, mit Fischers Siegeszug zusammen­ hingen. Der Erfolg des Amerikaners, der 1972 Weltmeister geworden war, habe Tal inspiriert, sich selbst noch einmal für einen WM-Kampf zu empfehlen. Im Teilnehmerfeld des Leningrader Interzonenturniers 1973 hatte er die beste Elo und war einer der Favoriten für die Kandidatenmatches. Er war 37 und wieder die Nr. 2 der Weltrangliste. Doch wegen Nieren-Problemen spielte er sein schlechtestes Turnier des Jahres und erreichte nur einen Mittelplatz. Einmal mehr hatte ihn seine ange­schlagene Gesundheit ausgebremst.

Tal erzielte auch in den letzten beiden Dekaden seines Schaffens noch große Erfolge. Auch wenn Spieler wie Karpow und Kasparow das schach­liche Geschehen dominierten, hielt sich Tal mit kurzzeitigen Ausnahmen bis kurz vor seinem Tod in der absoluten Weltspitze.

In den siebziger Jahren war er Sekundant von Karpow. 1972, 1974 und 1978 konnte er die Sowjetische Meisterschaft gewinnen. Insgesamt sammelte er sechs Titel, so viele, wie außer ihm nur Botwinnik. 1979 siegte er mit Karpow im superstarken Turnier in Montreal und gewann auch das Interzonenturnier in Riga. Im Kandidatenmatch 1980 verlor er aber gegen Polugajewski chancenlos, wohl auch, weil Tals Bruder kurz zuvor gestorben war. 1981 blieb er erneut in 80 Partien ungeschlagen und gewann alle fünf Turniere, die er mitspielte. 1988 demon­strierte er seine außerordentlichen Fähigkeiten über die kurze Distanz, als er Blitzweltmeister wurde. Noch kurz vor seinem Tod nahm er, von seiner Krankheit schon schwer gezeichnet, an einem stark besetzten Blitzturnier teil und bezwang Weltmeister Kasparow (vgl. S. 39f ).

Károlyis Bücher zeichnen sich durch eine akribisch recherchierte Chronologie aus. Jedes Turnier wird mit Beschreibungen zum Verlauf nacheinander abgearbeitet. Tals beste Partien hat der Autor teils ausführlich analysiert. Der Leser erfährt, welchen Weltranglistenplatz Tal in einem bestimmten Jahr einnahm, welche Elo-Zahl er hatte, oder wie sein Gesamtergebnis gegen einen Gegner war. Aber auch wie es ihm gesundheitlich ging und welche privaten Ver­änderungen es gab. Zudem findet der Leser am Ende jedes Kapitels eine Zusammenfassung, eine Statistik, die die prozentuale Verteilung der Siege, Niederlagen und Remisen zeigt, sowie eine Auflistung der Eröffnungen, wodurch deutlich wird, wie sich Tals Repertoire im Laufe der Jahre veränderte. So erfährt man z.B. dass Tal in seinem erfolgreichen Jahr 1973 ausschließlich 1.e4 gespielt hat. Oder dass er 1974 mit 1.e4 unglaubliche 80% seiner Partien gewann. Nach seiner Rekordserie blieb er auch 1978 und 1981 das gesamte Jahr lang ungeschlagen.

Das in der üblichen hohen Druckqualität von Quality Chess erstellte Buch ist mit einem sehr guten Index und einigen privaten Fotos ausgestattet, die Tals Sohn Georgy beisteuerte. Károlyis Monographie zählt zu den umfang- und detailreichsten, die zu Michail Tal bislang veröffentlicht wurden. Die Bände sind ideale Nachschlagewerke und wunderbare, sorgfältig analysierte Partiesammlungen.

Harry Schaack

Schachmagazin KARL 4/2017




Preis: 
 
Artikelnummer:
LXKARMTBG3G
 
Kategorie:
PfeilPartiensammlungen
  PfeilBiographien
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilQuality
 
ISBN-13:
978-1907982828
 
Breite: 
16,9 cm
 
Höhe: 
23,9 cm
 
Gewicht: 
1,040 kg
 
Dieses Bild zeigt Mikhail Tal´s Best Games 3 - 1972-1992: Hersteller: Quality, Preis: 29.99 €
544 Seiten, gebunden, 1. Auflage 2017.
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