PfeilNikolaos Ntirlis
 

Playing 1.d4 d5

A Classical Repertoire


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Leseprobe (PDF)

Nikolaos Ntirlis provides a top-class repertoire for Black after 1.d4 d5 with the Queen’s Gambit Declined. This is truly the Rolls Royce of chess openings, having been played with both colours by most World Champions and world-class players for more than a century. As a lover of chess history, Ntirlis has distilled the best ideas from the games of legendary players such as Rubinstein, Capablanca and Alekhine, and updated them using the latest analytical tools that modern technology has to offer.

In addition to the classical QGD, Ntirlis offers a complete repertoire against the Catalan, London System, Torre and all other significant alternatives from move 2 onwards. Every chapter begins with a discussion of typical plans, pawn structures and other relevant themes. This book also includes two bonus chapters covering 1.c4 and 1.Nf3, providing a starter repertoire for QGD players against both moves.

Nikolaos Ntirlis is an opening expert, and an adviser to numerous GMs.

004 Key to Symbols used

005 Acknowledgements

006 Bibliography

007 Introduction

The Bg5 QGD

014 1a. Bg5 QGD Introduction

028 1b Bg5 QGD Theory

The Bf4 QGD

060 2a. Bf4 QGD Introduction

071 2b Bf4 QGD Theory

The Exchange Variation

105 3a. Exchange QGD Introduction

119 3b. Exchange QGD Theory (0-0-0 Lines)

149 3c. Exchange QGD Theory (0-0 Lines)

QGD Sidelines

167 4a. QGD Sidelines Introduction

171 4b. QGD Sidelines Theory

The Catalan

185 5a. Catalan Introduction

192 5b. Catalan Theory (Part 1)

219 5c. Catalan Theory (Part 2)

d-pawn Openings

242 6a. Introduction to d-pawn Systems

247 6b. Theory of Move 2 Options

267 6c. Repertoire vs FiCTaL Systems (Fianchetto, Colle, Torre and London)

Bonus Chapters

307 7a. Introduction to Bonus Chapters

309 7b. English - Starter Theory

317 7c. Reti & KIA - Starter Theory

327 Index of Main Games

329 Variation Index

Nikolaos Ntirlis ist zurück aus der Phantomzone! Der Mann ohne Elo, der als Computerspezialist schon für einige Großmeister an deren Eröffnungen gefeilt hat und dennoch den Spagat vom Computer- zum Menschenschach schafft, hat sich mit "Playing 1.d4 d5 - A Classical Repertoire" für den Quality Chess Verlag erneut für die schwarze Seite entschieden und bietet nach dem 2016 erschienen "Playing 1.e4 e5 - A Classical Repertoire" nun ein solides, aber dennoch schlagkräftiges Eröffnungsrepertoire gegen alles, was einem nach den im Titel genannten Zügen erwarten kann. Als Extra gibt er auch Tipps, wie man sich klassisch gegen 1.c4 oder 1.Sf3 aufbauen kann, was das Ganze noch abrundet.

Wer das oben genannte Vorgängerwerk bereits besitzt, kann sich sicher vorstellen, was ihn hier erwartet. Die Bücher sind sich strukturell recht ähnlich und wie bei dem 2016er Titel bin ich auch hier relativ sicher, dass es das beste Buch des Jahres wird. Zum einen ist das Repertoire ziemlich wasserdicht. So gibt es nach den Hauptzügen 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.Sf3 Sbd7 6.e6 h6 7.Lh4 0-0 immer noch eine riesige Masse an Partien, an denen man sich orientieren kann. Der Autor zeigt nun erst einmal einen Überblick an Ideen für Schwarz, ehe er zeigt, wie Schwarz in seinen Augen am besten ausgleicht. Man soll nach so ziemlich jedem weißen Zug mit c5 das weiße Zentrum attackieren. Der russische Großmeister Vladimir Kramnik hat sich zuletzt um diesen Zug sehr verdient gemacht und ist in dieser Variante so etwas wie unser Held. Nach dem Hauptzug 8.Tc1, der laut Megabase 2017 immer noch fast 1000mal gespielt wurde und dann c5 hat Weiß mehrere Ideen. Er kann natürlich einfach seine Entwicklung mit 9.Ld3 fortsetzen, wonach Schwarz mit dxc4 10.Lxc4 cxd4 11.exd4 eine Isolanistellung herbeiführt. Eigentlich möchte der Autor diese Stellungen vermeiden, da sie Weiß aktives Spiel geben, aber hier hat er eine taktische Idee im Sinn. Nach 11. ...a6 12.a4 folgt die Neuerung b5 mit sehr aktivem Spiel für Schwarz. Nach dem Hauptzug 9.cxd5 hingegen kann Schwarz sich mit Sxd5 10.Lxe7 Sxe7 entlasten. Den Läufer auf c8 wird er nach baldigem b6 auf b7 postieren und Schwarz erreicht eine solide symmetrische Stellung. Wahrscheinlich werden jetzt einige Leute skeptisch und fragen sich, wie sie so eine Stellung mit Schwarz gewinnen sollen. Das ist auf der einen Seite sehr gut möglich, wie unser Held GM Kramnik mehrfach bewies, der Autor hat aber daneben auch überall aggressivere Alternativen parat, um das Spiel zu würzen. In dieser Variante ist das die Möglichkeit 8. ...c6, wonach das Spiel nicht so austrocknet wie nach 8. ...c5. Auch dieser Zug wird gut analysiert und erklärt.

Eine Variante, die viele Schachspieler vom klassischen abgelehnten Damengambit abhält, ist die Abtauschvariante nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5. Gerade für Spieler unter 2000 DWZ stellt sie ein großes Problem dar, da Weiß einfache Pläne besitzt und Schwarz häufig passiv bleibt. Herr Ntirlis schlägt hier aber gut zurück und zeigt Schwarz ebenfalls ein einfaches System, das man schnell verinnerlichen kann. Er antwortet mit 5. ...c6 6.e3 Le7 7.Ld3 Sbd7 und Weiß muss schon ein wenig aufpassen, welchen Aufbau er anstrebt. Da Weiß häufig auf die kurze Rochade setzt und dann mit b4-b5 und dem Minoritätsangriff Schwächen im schwarzen Lager schaffen möchte, sollte er nicht 8.Dc2 spielen, da Schwarz nach h6 9.Lh4 Sh5 10.Lxe7 Dxe7 11.Sf3 Sf4 12.0-0 Sxd3 schnell ausgleicht und nach mehr streben kann. Nach 8.Sf3 h6 9.Lh4 Sh5 10.Lxe7 Dxe7 11.0-0 0-0 12.Dc2 Shf6 13.Tab1 wird sehr genau gezeigt, wie man den Minoritätsangriff entschärft und mit Schwarz auf Gewinn spielen kann. Natürlich werden auch das Lf4-Damengambit, die Katalanische Eröffnung und die Damenbauernspiele wie zum Beispiel die Colle-Aufbauten und das zuletzt so beliebte Londoner System sehr gut entkräftet.

Das alles macht einen guten Eindruck und ist mit vielen neuen Ideen für Schwarz und auch Weiß gespickt. Der wahre Grund, warum dieses Buch für mich der Höhepunkt des Jahres 2017 auf dem Schachbuchmarkt ist, sind aber die Erklärungen. Die ganzen Varianten nutzen einem als Leser meist relativ wenig, da man sie auch schnell wieder vergisst. Wenn man aber den Sinn dahinter versteht, kann der Gegner ruhig auch vom bekannten Pfad abweichen und man weiß dennoch, wie man sich grundsätzlich aufbauen sollte. Dies war schon bei seinem Vorgänger sehr stark, aber diese Variante passt sogar noch besser in die angedachte Struktur. Da die Stellungen nach 1.d4 d5 meist ruhiger sind und nicht so konkret wie teils nach 1.e4 e5, kann der Autor sich die Zeit nehmen und die gängigen Bauernstrukturen genau unter die Lupe nehmen. Dabei gibt er hilfreiche Tipps zu Figurenaufstellungen und zeigt anhand von modernen, aber auch klassischen Partiefragmenten, wie man zum Beispiel die oben in der Hauptvariante entstehenden symmetrischen Stellungen oder an anderer Stelle entstehenden Isolanistellungen für Schwarz behandelt. Besonders beeindruckend sind seine zahlreichen Erklärungen zu der Abtauschvariante, in der er zum Beispiel sehr gut erklärt, warum er 8.h6 einstreut und auch, welche Figuren Schwarz in diesen Strukturen gerne tauschen und welche Stellungen er erreichen möchte. Dabei helfen einem dann nicht nur Leute wie Vladimir Kramnik, sondern auch Koryphäen wie Tigran Petrosjan oder Raul Jose Capablanca mit ihren Partiebeispielen, die sehr gut kommentiert werden.

Gerade für Spieler, die gerne aus soliden Stellungen heraus punkten, ist das Repertoire exzellent geeignet, aber generell glaube ich, dass jeder Schachspieler aus diesem Buch etwas für sich herausziehen kann. Kaufen Sie dieses Buch!

IM Dirk Schuh

Oktober 2017




Preis: 
 
Artikelnummer:
LONTIP1D4D5
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilRepertoirebücher
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilQuality
 
ISBN-13:
978-1-78483-042-7
 
Breite: 
17,5 cm
 
Höhe: 
24,8 cm
 
Gewicht: 
0,630 kg
 
Dieses Bild zeigt Playing 1.d4 d5: Hersteller: Quality, Preis: 24.99 €
336 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2017.
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