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PfeilJacob Aagaard
 

Stonewall II



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Inhalt

Die Stonewall-Verteidigung ist eine der beliebtesten Eröffnungen unter Vereinsspielern und dies aus gutem Grund. Da es in der frühen Eröffnungsphase selten zu direkten Kampfhandlungen kommt, behalten gewonnene Erkenntnisse in den verschiedenen Abspielen mit Ausnahme kleinerer Umbewertungen ihre Gültigkeit.

So wird eine Partie in den seltensten Fällen aufgrund neuester Entdeckungen von Computeranalysen entschieden, sondern meist durch die konsequente Umsetzung zentraler Ideen der Eröffnung.

Im vorliegenden Buch vermittelt Jacob Aagaard in einzigartiger Klarheit die Ideen dieser Eröffnung und demonstriert anhand von 94 ausgewählten aktuellen Partien deren Anwendung in der Praxis.

Es handelt sich hier um eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Ausgabe des 2001 in englischer Sprache erschienenen Titels. Eine englische Übersetzung dieser Version wird nicht publiziert werden.

Jacob Aagaard, 33, ist schottischer Nationalspieler. Die Arbeit an den Büchern Verbessern Sie Ihre Technik im Schach sowie Verbessern Sie Ihre Variantenberechnung im Schach waren der Schlüssel zu den von ihm erzielten drei GM-Normen in vier Turnieren im Jahr 2004. Dass es sich dabei nicht nur um glückliche Zufälle handelte, bewies er unlängst mit seiner vierten GM-Norm beim Arco Open 2006.

005 Vorwort

007 Einleitung

065 1 Weiß zieht 7.b3

097 2 Weiß zieht 7.Lf4

123 3 Weiße Alternativen im 7.Zug: 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2

145 4 5.Sh3

171 5 Andere Abspiele im Stonewall

183 6 Weiß spielt frühzeitig e2-e3

206 Spielerverzeichnis

IM Jakob Aagaard, seines Zeichens frisch gebackener Britischer Einzelmeister, schottischer Nationalspieler und Eröffnungs-Autor, hat im Jahre 2001 beim Londoner Everyman-Verlag sein Buch "The Dutch Stonewall" veröffentlicht. Jetzt bringt er die zweite Auflage in stark überar­beiteter Form und den aktuellen Ge­gebenheiten angepasst, in deutscher Sprache heraus. Der Stonewall lässt sich weniger durch ellenlange Vari­anten darstellen, als vielmehr durch die jeweiligen Spielpläne und die beste Platzierung der Figuren be­schreiben. Dieser Duktus entspricht genau dem Aagaard'schen Stil, und genau deshalb hat ihn der Autor aus­gesucht, obwohl er selbst diese Er­öffnung gar nicht spielt (!).

In einer wahrhaft voluminösen Ein­leitung (S. 7-64!) blickt der Verfas­ser zunächst in die Historie zurück - hier war Botwinnik der große Stonewall-Protagonist - , erklärt sodann die diversen strategischen Merkmale (wohin mit dem Lc8? - weißer Springer e5 und schwarzer Springer e4, abtauschen oder nicht?), und lis­tet schließlich die Pläne beider Sei­ten auf: Weiß kann am Damenflügel aktiv werden mittels b2-b4-b5 oder durch c4-c5, bzw. er kann im Zen­trum tauschen mit c:d5. Schwarz kann am Königsflügel angreifen mit ...f5-f4 bzw. mit ...g7-g5, oder am Damenfügel ...d5:c4 ziehen, ...a7-a5-a4 bzw. ...b7-b5. All dies wird durch 25 vollständige Beispielpar­tien und 48 Partieausschnitte bestens veranschaulicht.

Auch in den folgenden sechs Kapi­teln arbeitet Aagaard mit (zeitgenös­sischen) Meisterpartien, die er vor allem im Hinblick auf die Einlei­tungszüge sorgfältig und aufschluss­reich kommentiert. An diesen Par­tien sind auf schwarzer Seite u.a. die ausgewiesenen Stonewall-Spezialisten Jussupow, Short, Agdestein, Klinger, Waiser, Ulibin und Gleizerow beteiligt.

1) Weiß zieht nach 1.d4 f5 2.g3 Sf6 3.Lg2 e6 4.c4 c6 5.Sf3 d5 6.0-0 Ld6 7.b3 (mit der Idee des Läufer­tausches mit 8.La3) und auf 7... De7 folgt oft 8.Se5 0-0 9.Lb2 (S. 65-95, mit 21 Partien).

2) Weiß zieht 7.Lf4 mit der Folge 7...L:f4 8.g:f4 0-0 und nun 9.Db3/ Dc2/Se5/Sbd2/Sc3 oder der Hauptzug 9.e3 (S. 97-122, mit 17 Partien).

3) Weiß zieht 7.Sbd2 , 7.Se5 oder 7.Dc2 (123-143, mit 15 Partien)

4) Das Manöver 1.d4 f5 2.g3 Sf6 3. Lg2 e6 4.c4 d5 5.Sh3, was einer­seits den Zug Lf4 unterstützt, zum andern den Springer auf der Route f4-d3 später nach e5 bringen kann. Der Autor erachtet dies als das für Schwarz gefährlichste System im gesamten Stonewall (S. 145-169, mit 18 Partien).

5) Andere Abspiele im Stonewall: Schwarz vermeidet ...c7-c6 zuguns­ten eines späteren ...c7-c5, oder er spielt ...Sc6 (S. 171-182, mit acht Partien).

6) Weiß spielt frühzeitig e2-e3, etwa via Meraner Variante im Damengam­bit, oder gleich mit Holländisch: 1.d4 f5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.e3!? Hier werden Partien mit dem Vorstoß g2-g4, mit weißer Damenflügel-Initiative, sowie mit Karpows f2-f4 ge­zeigt (S. 183-205, mit 15 Partien).

In seinen höchst anschaulichen Er­läuterungen zu den 94 Hauptpartien des Hauptteils gibt Aagaard noch­mals 13 vollständige Spiele im Ver­lauf seines Textes; überdies fasst er jedes Kapitel am Ende nochmals kurz zusammen und liefert eine Quintessenz des Dargebotenen. Wer sich intensiv mit dem Stonewall beschäftigen will, kann sich also der umsichtigen und exzellenten Füh­rung von Jakob Aagaard voll und ganz anvertrauen!

Mit freundlicher Genehmigung

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 10/2007

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GM Jacob Aagaard ist nicht nur schottischer Nationaltrainer sondern auch ein hervorragender Schachbuchautor, man denke z.B. an sein "Verbessern Sie Ihre Variantenberechnung im Schach“ oder auch "Experts vs. the Sicilian“. Nun erscheint im QualityChess Verlag sein neues Buch Stonewall II. Nach Auskunft des Verlages handelt es sich bei vorliegendem Werk um eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Ausgabe des 2001 in englischer Sprache erschienenen Titels.

Der Stonewall ist eine Variante der Holländischen Verteidigung (früher wurde er auch dem Damengambit zugeordnet) die durch den schwarzen Bauernaufmarsch c6,d5,e6,f5 charakterisiert wird. Zahlreiche berühmte Großmeister wie Botwinnik, Jussupov, Short und Barejew haben den Stonewall in der Praxis mit Erfolg gespielt und ihn mit vielen wertvollen Ideen bereichert. Es gibt aber auch Großmeister, die dem Stonewall jegliche schachliche Substanz absprechen, einer davon ist Viktor Kortschnoi ("voellig inkorrekt, kann man nur gegen Patzer spielen, der einzige Vorteil dieser inkorrekten Verteidigung liegt in dem Umstand, dass der Weisse zu vorschnellen Aktionen provoziert wird").

GM Aagaard will mit diesem Buch beweisen, dass der Stonewall alles andere als inkorrekt ist und man damit gute Resultate erzielen kann.

Das Buch ist unterteilt in sechs Abschnitte denen eine sehr großzügige Einleitung (ca. 60 Seiten!) vorgeschaltet ist.

In Kapitel 1 ( Weiß zieht 7.b3 ) empfiehlt der Autor 7 ... De7 8.Se5 Sbd7 oder auch 8 ... 0-0 um die weiße Initiative zu neutralisieren. Nach Meinung des Autors sollte Schwarz in der Lage sein, ohne große Mühen mit 7.b3 zurecht zu kommen. Kapitel 2 ( Weiß zieht 7.Lf4 ) bereitet Schwarz auch keine allzu großen Kopfschmerzen, da in der Zugfolge 1.d4 e6 2.Sf3 f5 3.g3 Sf6 4.Lg2 d5 5.0-0 Ld6 6.c4 c6 7.Lf4 Lxf4 8.gxf4 0-0 9.e3 Se4 10. Sbd2 Sd7 11.Sxe4 fxe4 12.Sd2 ( Astrom -Ulibin, Göteburg 1999 ) bisher kein weißer Vorteil nachgewiesen werden konnte. Kapitel 3 beschäftigt sich mit weißen Alternativen im 7.Zug ( 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2 ). Diese Varianten sind nicht zu unterschätzen, der Autor warnt eindringlich davor, diese Varianten als minderwertig zu betrachten nur weil sie nicht so oft in der Praxis vorkommen. Im vierten Kapitel analysiert Aagaard den gefährlichen weißen Zug 5.Sh3. Dieser Zug stellt für den Stonewall die größte Herausforderung dar. Das fünfte Kapitel untersucht andere Abspiele des Nachziehenden im Stonewall (z.B. ohne c6). Das letzte Kapitel geht auf Varianten mit frühem e2-e3 (Karpow-Variante) näher ein.

Die Aufteilung des Buches hat mir sehr gut gefallen, vor jedem Kapitel eine kurze Einleitung, am Ende eine Zusammenfassung mit ausführlichem Variantenindex plus zusätzlichen Diagrammen, die wichtige Schlüsselstellungen noch einmal aufzeigen. Eine Übersicht über die 94 im Buch vorgestellten Partien findet der Leser am Ende des Buches.

Fazit:

Ein sehr ordentliches sauberes Eröffnungsbuch das qualitativ höchst ansprechend daherkommt. Aagaard vermittelt Grundprinzipien und wichtige strategische wie taktische Aspekte der Stonewall-Formation in gewohnt angenehmer Art und Weise. Vielleicht hätte man noch ein Extrakapitel zu diversen Ablehnungen in das Buch aufnehmen können, ich denke hier in erster Linie an die Zugfolge 1.d4 f5 2.e4. Natürlich wird ein erfahrener Spieler diese mit 1 ... e6 umgehen, doch etwas unerfahrenere Spieler könnten hier schmerzvolle Erfahrungen machen. Wie ich unlängst erfahren habe, gibt es im Staunton-Gambit mit 1.d4 f5 2.e4 unter einigen Großmeistern eine noch geheime bisher nicht gespielte Variante, die Weiß deutlich im Vorteil sehen soll!

Alles in allem ein empfehlenswertes Eröffnungswerk vom "Dreamteam“ QualityChess und Jacob Aagaard!

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

Rezension im PDF-Format




Preis: 
 
Artikelnummer:
LOAAGSTO2
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilHolländisch
  ECO: A80-A99

    PfeilStonewall
    ECO: A90-A95
 
Sprache:
Deutsch
 
Verlag:
PfeilQuality
 
ISBN-10:
9197600466
 
ISBN-13:
9789197600460
 
Breite: 
16,9 cm
 
Höhe: 
23,9 cm
 
Gewicht: 
0,400 kg
 
Dieses Bild zeigt Stonewall II: Sonderangebot, Hersteller: Quality, Preis: 14.95 €
207 Seiten, kartoniert, 2. Auflage 2007, Erstauflage 2001.
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