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1.e4 for the creative attacker



Rezensionen
Katalog englische Flagge

Playing 1.e4 with White is often associated with having to know reams of opening theory but this does not have to be the case. There are many unusual but playable lines which give White attacking chances whilst avoiding the well trodden paths. Besides the practical advantage of putting Black on his own resources this gives White the opportunity to play creative chess from early on in the game.

On this DVD Davies presents a complete repertoire for White comprising unusual but aggressive lines. His suggested repertoire includes 2.Na3 against the Sicilian, 2.f4 against both the French and Pirc and the Fantasy Variation of the Caro-Kann.

Nigel Davies has been a Grandmaster since 1993 and is a former British Open Quickplay and U21 Champion. He is an acknowledged expert on the lines presented here, having used them extensively in tournament practice.

System requirements:

  • Pentium-Processor at 300 Mhz or higher,

  • 64 MB RAM

  • Windows XP, Windows Vista

  • DVD drive

  • mouse

  • soundcard

Daß es nicht immer die aktuellsten DVDs sein müssen, die hier vorgestellt werden, beweist die Betrachtung des nachfolgenden Silberlings, der immerhin schon zwei Jahre auf den Rillen hat. Aber Nigel Davies, der seit 1994 primär als Trainer und Autor arbeitet und dabei durchaus viel publiziert hat mit dieser Videopräsentation Anregungen für den "kreativen" Spieler oder besser "Angreifer" verfasst, die sich nicht primär an den aktuellen Trends der Eröffnungstheorie orientieren (müssen).

Insgesamt 21 Partien (Gesamtspieldauer: ca. 4 Stunden) beziehungsweise Videos deren zeitlicher Schwerpunkt in den vergangenen 15 Jahren angesiedelt ist, bekommt der Betrachter erläutert und vorgeführt. Nur eine Partie endet Remis, die anderen werden alle vom Anziehenden gewonnen, was für die Intention bezeichnend ist. Der Sizilianisch-Komplex wird mit dem Randspringerzug 2. Sa3 befürwortet. Dieser eher positionell angehauchte Zug, der von Wadim Swiaginzew in der Russischen Meisterschaft 2005 gegen Ex-FIDE-Weltmeister Alexander Chalifman eingeführt wurde, sorgte damals neben einem Kopfschütteln und Lacher seitens Chalifman auch für kurzzeitiges Interesse (Swiaginzew holte 2/3 mit dieser Variante in besagtem Turnier) und tauchte demzufolge auch in der beliebten Reihe "Schach ohne Scheuklappen" auf. Mit vier Partien zu diesem Thema (auch die besagte Swiaginzew-Partie wird beleuchtet) will Davies dem Weißen eine Überraschungswaffe in die Hand geben, die sich deutlich abseits der komplexen Theoriepfade wandelt. Schwarz hat verschiedene Möglichkeiten zur Beantwortung. Ein Hauptziel des Weißen ist sobald c3 gespielt wurde mittels Sc2 den Vorstoss d2-d4 zu unterstützen. Weiß soll aber nicht dogmatisch spielen und so wird gegen den Drachenaufbau das Gegenfianchetto mit g3 empfohlen. Gegen 2... Sc6 wird eine Rossolimo-Variante (3. Lb5) angestrebt, bei welcher der f-Bauer noch nicht durch den Springerzug f3 "verbaut" ist und f2-f4 ermöglicht.

Französisch und Pirc wird jeweils mit 2. f4 beantwortet, was gegenüber den Hauptvarianten als nicht optimaler Aufbau gilt. Weiß beabsichtigt vor der Entwicklung des Königsspringers den Gewinn von Raum. Der Grund, warum man diesen Zug heutzutage selten in der Turnierpraxis erlebt, ist, dass Schwarz mit c7-c5 in sizilianische Strukturen überlenken kann. Auf die Standarderwiderung d5 zieht der Bauer nach e5. Nach 3... c5 4. Sf3 Sc6 5. c3 präsentiert die DVD mit dem Randspringer 6. Sa3 nur eine Antwort auf 5... Ld7 und findet damit den Querverweis zum Sizilianisch-Abschnitt.

Caro-Kann wird mit der Fantasie-Variante 1. e4 c6 2. d4 d5 3. f3 empfohlen. Davies geht dabei auf die Abspiele 3... e6, 3... g6 und 3... dxe4 mit jeweils einer Partie ein und verpasst dabei der SOS-Empfehlung 3... e5!? Beachtung zu schenken. Bei 3... e6 werden die schwarzen Figuren nicht in ein Mittelspiel mit französischen Motiven überführt, sondern via 4. Sc3 Lb4 5. a3 Lxc3+ 6. bxc3 dxe4 7. De2 zu einem ideenreichen Aufbau. Mit 3... g6 erläutert Davies die Ideen um das mögliche Gegenspiel gegen e4. Die Hauptvariante 3... dxe4 4. fxe4 e5 5. Sf3 ergibt dem Weißspieler die Art Stellung, die der Anhänger dieser DVD möglicherweise erhofft und führt zu Stellungstypen, die für den Caro-Kann-Aufbau eher untypisch sind.

Die Offenen Partien werden mit der Glek-Variante, die aus dem Vierspringerspiel entsteht, behandelt (1. e4 e5 2. 2. Sf3 Sc6 3. Sc3 Sf6 4. g3), die durchaus scharfen Charakter trägt. Drei Partien, die sich sowohl mit den Hauptantworten 4... d5 und 4... Lb4 als auch allen Alternativen befassen geben einen guten Einblick in die variantenreiche Vielfalt dieses Eröffnungssystems. Wie die ganze DVD als Anregung verstanden werden sollte, ist meiner Meinung nach das Studium von zusätzlichem Material in Bezug auf dieses System angeraten um entsprechende Sicherheit in der Praxis zu erlangen. Auf Aljechin (1. e4 Sf6) reagiert der Weiße mit 2. Sc3, was einerseits den Übergang zur Glek-Variante ermöglicht, oder aber im Falle von 2. d5 mit 3. e5 beantwortet wird. Neben einem kleinen Ausflug zur Jagdvariante bespricht Davies 'seriöse' schwarze Fortsetzungen. Den Abschluss bildet Skandinavisch, das sowohl eine Partie mit dem Abspiel 2... Sf6 wie auch 2... Dxd5 beinhaltet. Bei letzerem wird dabei die Modevariante mit dem Rückzug nach d6 abgehandelt.

Die DVD bietet ein breites Potpourri an Ideen für den einfallsreichen Spieler und geht dabei Wege abseits der vielfach betretenen Hauptvarianten, ohne sich gleich im Schlamassel zu befinden. Damit ist in jedem Fall der Spieler, der seine Kreativität vom ersten Zug an zur Geltung bringen möchte, bevorteilt. Für mich anregendes Material für den klassischen Klubspieler mit der Tendenz zur Überraschung.

Mit freundlicher Genehmigung

Frank Große, www.schachlinks.com




Preis: 
 
Artikelnummer:
SCODAV1E4FTCA
 
Kategorie:
PfeilEröffnungen
  PfeilRepertoirebücher
 
Sprache:
Englisch
 
Verlag:
PfeilChessBase
 
ISBN-10:
 
ISBN-13:
9783866810556
 
Breite: 
13,5 cm
 
Höhe: 
19,0 cm
 
Gewicht: 
0,100 kg
 
Nigel Davies: 1.e4 for the creative attacker
DVD-Box, 1. Auflage 2007.
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