GAMES/CHESS
Every chess player needs a set of openings he can trust. Chess Openings for White, Explained gives you a complete repertoire of carefully selected, interrelated openings to show you how to win with White using Bobby Fischer's favorite first move, 1. e4. Additionally, you get an informative review of every opening from White's point of view, even the ones not part of the book's repertoire.
This book, together with its companion volume, gives you the most thorough explanation of chess opening moves and ideas available. Here's what Grandmaster Glenn Flear had to say about Chess Openings for Black, Explained in the prestigious international journal, New in Chess Yearbook:
"It's exactly what many have been looking for but don't even realize it: a great book for really learning openings without just memorizing variations."
009Part I: Introduction
010 Chapter 1: The Authors and the Book
016 Chapter 2: How to Use This Book
018 Chapter 3: How to Study Openings
023Part II: Development of the Openings
024 Chapter 4: Our Choice - 1. e4!
052 Chapter 5: White's Other First-Move Choices
073Part III: 1. e4 e5: The Open Games
074 Chapter 6: Scotch Gambit
090 Chapter 7: Giuoco Piano
104 Chapter 8: Two Knights: Intro and Various 5 th Moves
118 Chapter 9: Two Knights - 5. ... d5, the Solid Bishop Move
150 Chapter 10: Two Knights - 5. ... d5, the Sharper Bishop Move
168 Chapter 11: Petroff Defense
182 Chapter 12: Philidor Defense
196 Chapter 13: Black Plays 2. ... f5 or 2. ... d5
207Part IV: The Sicilian Defense
208 Chapter 14: Meeting the Sicilian Defense: Grand Prix Attack
247Part V: The French Defense
248 Chapter 15: Intro and the Rubinstein Variation - 3. ... dxe4
282 Chapter 16: Burn Variation - 4. ... dxe4
310 Chapter 17: MacCutcheon Variation - 4. ... Bb4
326 Chapter 18: Classical Variation
352 Chapter 19: Winawer - 3. ... Bb4
389Part VI: Caro-Kann & Center Counter
390 Chapter 20: Caro-Kann - Exchange Variation
416 Chapter 21: Center Counter
435Part VII: Pirc, Modern, Alekhine, Nimzo & the Rest
436 Chapter 22: Pirc Defense
462 Chapter 23: Modern/Gurgenidze
474 Chapter 24: Alekhine's Defense with 5. ... cxd6
492 Chapter 25: Alekhine's Defense with 5. ... exd6
502 Chapter 26: Nimzo and the Rest
511Part VIII: Illustrative Games
512 Chapter 27: Illustrative Games - Ideas into Action
535Conclusion
536Table of Main Lines
Im Schach Markt Nr. 1/2006 haben wir Ihnen 'Chess Openings for Black, Explained' vorgestellt. Die vorliegende Neuerscheinung ist nach dem gleichen Konzept erstellt, diesmal aber aus Sicht von Weiß.
Das Autorenteam bietet dem Leser auch hier an, bei der Eröffnungsvorbereitung mit nur einem einzigen Buch, nämlich ihrem, auszukommen. 548 Seiten sind natürlich ein beträchtlicher Umfang, aber die Idee ist bestechend, auf das Studium der gesamten übrigen Eröffnungsliteratur bei der Vorbereitung auf Turnierpartien verzichten zu können.
Das Ganze funktioniert selbstverständlich nur, wenn einem das angebotene Repertoire zusagt. Werfen wir deshalb einen Blick auf den Inhalt. Es beginnt mit 1. e4, womit die Anhänger geschlossener Eröffnungen bereits ausscheiden.
Wenn sich Schwarz auf die Zugfolge 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 einlässt, lautet die Empfehlung Schottisches Gambit. Wegen der zahlreichen Übergänge zu Italienisch und Zweispringerspiel werden auch diese Eröffnungen ausführlich behandelt.
Natürlich kann Schwarz bereits im ersten Zug abweichen. Sehr viele Seiten sind deshalb Französich (3. Sc3) und Sizilianisch (Grand Prix Angriff) gewidmet. Auch gegen alle anderen Möglichkeiten von Schwarz (zum Beispiel Caro-Kann, Skandinavisch, Philidor, Russisch, Aljechin-Verteidigung) werden vollständige Konzepte angeboten.
Das Buch kann ohne Verwendung eines Schachbretts gelesen werden, weil es mehr als 1600 (!) Diagramme enthält. Es ist für Turnierspieler geeignet, die die Vorschläge der Verfasser in ihrer eigenen Praxis anwenden möchten. Englische Sprachkenntnisse sollten vorhanden sein.
Schach Markt 4/2006
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Bei dem eindrucksvollen Umfang könnte man leicht auf die Idee kommen, hier wirklich ein "ultimatives", gründlich ausgearbeitetes Repertoire vorzufinden. Der Platz wird allerdings zu einem großen Teil von 1644(!!) Diagrammen eingenommen; der eigentliche Text macht nach meiner Schätzung wohl nicht einmal die Hälfte des Gesamtumfangs aus. Die Menge von Diagrammen wird im Vorwort sogar als großer Vorzug beschrieben, nämlich um die Varianten allein an Hand der Diagramme nachzuvollziehen. Von Nutzen sein könnte dies für weniger erfahrene Schachfreunde, und in der Tat wird in der Einleitung auch z.B. ein Brett mit den Felderbezeichnungen gezeigt sowie der Begriff "Exchange" (Qualität) eigens erläutert. Aus solchen Anzeichen müsste man schließen, dass das Buch hauptsächlich für die breite Masse der Amateure und Hobbyspieler (sogar Anfänger inklusive) gedacht ist. Andererseits haben besonders Alburt und "Dzindzi" einen Ruf als ausgewiesene Theoretiker und kreative Denker oft abseits des "Mainstreams", deren Ideen gewöhnlich auch auf Meisterniveau Beachtung finden. Wie passt das zusammen?
Bei mir bleibt der inhaltliche Eindruck auch nach dem Lesen zwiespältig. Beim Vergleich mit anderen Büchern gibt es in der Tat eine Anzahl neuer Ideen, die die herkömmliche Theorie verbessern sollen. Intensive Analysen finden allerdings nur eher schwerpunktmäßig statt; dagegen werden selbst manche bekannten Systeme nach meiner Meinung viel zu kurz abgefertigt. Würde ich selbst dieses Repertoire anwenden, so würde ich mir von einigen Angeboten durchaus Erfolg versprechen; in anderen Fällen würde ich mich freilich auch entschieden weigern, allein mit dem hier gebrachten Material gegen einen Experten anzutreten.
Vielleicht noch eine kurze Übersicht einiger hauptsächlicher Empfehlungen: Schottisches Gambit mit Übergängen zu Italienisch und Zweispringerspiel gegen 1.-e5 und 2.-Sc6; die neu aufgekommene Variante 3.Sxe5/5.Sc3 gegen Russisch; Grand-Prix-Angriff gegen Sizilianisch; das klassische Hauptsystem 3.Sc3 gegen Französisch; die alte Abtauschvariante (4.Ld3) gegen Caro-Kann; 4.Sf3 nebst h3 und Le3 gegen Pirc; Abtauschvariante gegen Aljechin. Wie man sieht, reicht die Auswahl von eher konventionellen Systemen bis zur Wiederbelebung von Varianten, die man eigentlich ad acta gelegt glaubte (neben Abtausch-Caro-Kann kommt z.B. auch im e5-Komplex das alte Italienisch mit 7.Ld2 vor).
Insgesamt erscheint mir das Ganze mehr als Ideensammlung und nicht als umfassendes, gründliches Theoriewerk. Zumindest bei Anwendung auf höherer Ebene dürfte erhebliche eigene Fein- und Nacharbeit erforderlich sein. Ob man sich dennoch ein Buch für einen so stolzen Preis leisten will, muss jeder selbst entscheiden.
FM Gerd Treppner, Rochade Europa 11/2006