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PfeilJacob Aagaard
 

Verbessern Sie Ihre Technik im Schach



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"Und der Rest ist Sache der Technik..." Mit diesen Worten gehen Großmeister oft jeder weiteren Diskussion aus dem Weg, doch was ist mit den übrigen Spielern? Was verbirgt sich hinter einer guten Technik und wie kann man sich diese aneignen? Wie kommt es, dass einige Spieler über eine gute Technik verfügen und andere wiederum nicht?

In diesem Buch nimmt Bestseller-Autor Jacob Aagaard die Grundlagen guter Technik genauer unter die Lupe. Im einzelnen sind dies:

- Schematisches Denken

- Schwächen

- Dominanz

- Ruhe Bewahren

- Freibauern

- Bauernformation im Endspiel

- Geheimnisvolle Aspekte des Endspiels (Zugzwang, Patt, Festungen, Angriff auf den König)

Das Endspiel

Es gibt zwei Arten von Endspielbüchern. Zum einen diejenigen, die sich der Theorie des Endspiels widmen, oftmals mit einer sehr geringen Anzahl von Figuren. Das berühmteste von diesen ist wahrscheinlich Awerbachs fünfbändiges Endgame Manual (Handbuch des Endspiels), das zwar schon etwa 25 Jahre alt ist, aber erst kürzlich in korrigier­ter und computergeprüfter Fassung auf DVD von Chess Assistant neu herausgegeben wurde.

Ebenso bedeutend sind die großen Endspiel-Enzyklopädien des Schachinformators; die Analy­sen in diesen Büchern sind von unterschiedlicher Qualität, aber sie sind noch immer eine exzel­lente Materialquelle. Von den einbändigen Bü­chern ist vor allem Dworetsky's Endgame Manual (Handbuch des Endspiels) (Russell Publications 2003), erwähnenswert, geschrieben von Mark Dworetski, dem besten Schachtrainer der Welt. (Mark Dworetski ist sicherlich ein guter Trainer, der vielen Spielern in ihrer schachlichen Karrie­re geholfen hat. Aber ich mag solche Verabsolu­tierungen nicht. Viele Trainer von Weltmeistern und Spitzenspielern waren ihren Schützlingen ein Leben lang treu ergebene Helfer [= Trainer?] und haben deshalb über ihre Zusammenarbeit fast nichts veröffentlicht. Wer kennt schon Ale­xander Schakarow? Wie viele Jahre war er einer der engsten Vertrauten und Computerfachmann für Garry Kasparow? Wer kann die Arbeit von Juri Dochojan genau einschätzen? Auch in der Ukraine und in vielen anderen Ländern scheint erstklassig trainiert zu werden. - der Übersetzer) Gleichfalls ausgezeichnet ist Müllers und Lamp­rechts Fundamental Chess Endings (Fundamentale Schachendspiele) (Gambit 2002). Es gibt natürlich viele weitere gute Bücher, aber diese kann ich wirklich jedem empfehlen, der an theoretischen Endspielstellungen interessiert ist.

Die zweite Art von Büchern ist komplexeren Endspielen gewidmet. Hier sind die berühmtesten Endgame Strategy (Endspielstrategie) von Michail Schereschewski, Technique for the Tournament Spieler (Technik für den Turnierspieler) von Mark Dworetski und Artur Jussupow, und Rate Your Endgame (Bewerten Sie Ihr Endspiel) von Mednis (herausgegeben von Crouch). Diese Bücher befas­sen sich mit der Kunst des Denkens im Endspiel und das vorliegende Buch soll eine Erweiterung dieser früheren Werke darstellen.

Daneben gibt es auch eine Art untheoretischer Arbeiten wie Endgame Virtuoso (Virtuose Endspiel­behandlung) (Smyslov), Geheimnisse des Endspiels (Lutz), School of Chess Excellence 1 - The Endgame (Schule der schachlichen Meisterschaft 1 - Das End­spiel) (Dworetski), Praktische Turmendspiele (Kortschnoj) und viele andere mehr. Ich erwähne diese vier, weil ich sie wärmstens empfehlen kann, wie all die anderen oben genannten. Jedes von diesen ist ein ausgezeichnetes Werk.

Ich habe in diesem Buch versucht, sieben grund­legende Denkweisen und Methoden für das End­spiel zusammenzustellen, die für das Verständnis und das Spielen von Endspielen hilfreich sind. Ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen erklärt und versucht einige Beispiele zu geben. Es ist mein fester Glaube, daß abstrakte Regeln allein für niemanden einen Wert besitzen. Gleicherma­ßen müssen sie erklärt und ihre Anwendung in der Praxis demonstriert werden. Das Wichtigste hierbei ist, daß eine Regel nur dann wertvoll ist, wenn Sie verstehen, warum es eine Regel ist. Es ist schwer, die praktische Anwendbarkeit einer Regel zu begreifen (wie z.B. 'Springer am Rand bringt Kummer und Schand'), wenn sie nicht die Rah­menbedingungen in die Betrachtungen mit ein­schließen. Niemand würde sich ernsthaft an die Bewertung einer Stellung mit einem Sack voller Regeln heranwagen und dann seinen gesunden Menschenverstand ausschalten. Regeln sind ein­fach ein Aspekt der Spielstärke, wie Konzentrati­on, Theoriekenntnisse und die Fähigkeit, Varian­ten genau zu berechnen auch.

Eine der größten Fehlkonzeptionen unter Schachspielern ist das Axiom: Ausnahmen be­stätigen die Regel. Was für ein Unsinn! Es gibt keine Ausnahmen zu Regeln, sonst wären es keine. 'Alle Schwäne in der Welt sind weiß' ist eine Regel. Aber wenn wir einmal einen grünen Schwan gefunden haben, verliert die Regel ihre Gültigkeit. Im Schach ist der wichtigste Punkt zu verstehen, daß Regeln nur eine bestimmte Reichweite haben. Oftmals werden sie Prinzi­pien oder Richtlinien genannt, was in mancher Hinsicht auch eher ihrer Bedeutung entspricht. 'Springer am Rand bringt Kummer und Schand' bedeutet einfach, daß der Springer am Rande des Brettes in seinen Möglichkeiten beschränkt ist. Schauen sie ihn sich an! Am Rand kann er ledig­lich vier Felder kontrollieren, noch weniger sind es, je näher er dem Eckfeld kommt. Dagegen kann er im Zentrum acht Felder kontrollieren. Zudem sind Zentralfelder gewöhnlich wichti­ger als Felder am Brettrand. Das ist alles, was es bedeutet. Wie können solche Prinzipien für den Lernenden nützlich sein? Nun, das ist nicht so schwierig. Wenn Sie Ihren Springer am Rand platzieren wollen, so sollte er dort eine besondere Funktion erfüllen. Sonst werden Sie bald feststel­len müssen, daß Sie anstelle eines Schlachtrosses einen lahmen Gaul besitzen. In gleicher Weise sind alle Prinzipien und Verfahren, die in diesem Buch erläutert werden, zu betrachten.

Es ist nicht das Anliegen dieses Buches, eine Menge neuer Ideen und Erkenntnisse einzufüh­ren, obwohl einiges tatsächlich neu sein könnte, sondern dem Lernenden zu helfen, die Prinzipien zu verstehen, die bereits von anderen vorgestellt wurden - wie z.B. von Schereschewski, Dworetski u.a. - durch tiefgründig analysierte und kommen­tierte Beispiele. Deshalb werden Sie ein Kapitel finden, in dem sieben praktische Ratschläge für die Behandlung des Endspiels (und auch sonst) gegeben werden, gefolgt von einem Kapitel mit komplizierteren Beispielen, in denen meistens Leichtfiguren die Hauptrolle spielen. Die Metho­den, die in Kapitel 2 dargestellt werden, sind von genereller Bedeutung und werden einem End­spielvirtuosen ständig im Gedächtnis bleiben. Die Themen in Kapitel 3 sind sehr spezieller Natur. Die generelle Stärke des Läuferpaares spielt keine Rolle, wenn man gerade vor einem Springerend­spiel sitzt.

Mein Anliegen ist es, in diesem Buch darzustel­len, wie Endspieltechnik von starken Spielern de­monstriert wird. Anhand dieser Beispiele möchte ich versuchen, ausführlich zu erklären, wie die verschiedenen Züge gefunden worden sind. Mit Worten, wenn die Züge abstrakt verstanden werden sollten, und mit Varianten, wenn dies erforderlich ist. Häufig werden diese beiden Aspekte während Spiels in dieser Reihenfolge auftreten. Zuerst wird ein genereller Plan gefaßt, die Figuren manövrie­ren bis die Stellung maximal verstärkt ist, danach kommt der Moment, da direkte Kampfhand­lungen nicht länger aufgeschoben werden und konkrete Aktionen gestartet werden sollten. Dies erfordert häufig eine exakte Berechnung, denn warum ein Zug besser ist als ein anderer, kann nicht besser erklärt werden als durch Analysen und Varianten. Dies liegt daran, daß die Stellungen taktischer werden, wenn erst einmal direkte At­tacken gegen gegnerische Figuren begonnen oder Freibauern in Bewegung gesetzt wurden. Wenn ein Freibauer umgewandelt wird, wird die Partie wahrscheinlich gewonnen sein. Wenn ein Sprin­ger ohne Gegenwert gefangen wird, sicher ebenso. Vermutungen darüber, ob dies wirklich der Fall ist oder ob der Bauer überhaupt umgewandelt werden kann, machen wenig Sinn. Hier hilft wirklich nur konkrete Berechnung.

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Dieses Buch beschäftigt sich mit der praktischen Endspieltechnik. Das bedeutet, daß es weder Endspieltheorie einschließt (siehe oben) noch takti­sche Endspiele - hierzu empfehle ich John Nunns Tactical Chess Endings (Taktische Schachendspiele) und Müllers & Meyers The Magic of Chess Tactics (Die Magie der Schachtaktik). Beides sind ausge­zeichnete Bücher zu diesem Thema, obwohl letz­teres auch einige Mittelspielstellungen enthält. Die Idee des Buches ist es, die technischen As­pekte komplizierter Endspiele so klar wie möglich darzustellen (meist beginnend mit mehr als einer Figur auf jeder Seite).

Theoretische und taktische Endspiele - die Mehrzahl von ihnen sind bekannt als Studien

- sind faszinierend und jeder Spieler sollte ihnen seine gesamte Aufmerksamkeit schenken oder we­nigstens so viel wie er kann. Hier wird er diese aus einfachen Gründen aber nicht finden: Ich glaube, daß mein Schreibstil genau zu der Art des vor­liegenden Buches paßt und daß die Bücher von Schereschewski, Dworetski, Mednis u.a. einem jungen aufstrebenden Spieler nicht vollständig die Prinzipien der Endspieltechnik vermitteln können - nur aus dem Grunde, daß die Zahl instruktiver Beispiele limitiert ist.

Deshalb habe ich es weitgehend vermieden, Stellungen auszuwählen, in denen es Zweifel daran gibt, ob es sich wirklich um ein Endspiel handelt oder nicht. Ich möchte die Diskussion darüber, wann das Endspiel beginnt und das Mittelspiel endet, nicht weiter vertiefen. Für das praktische Spiel hat dies nur wenig Bedeutung. Der Gegner wird wissen, ob der König sicher steht oder nicht, und nach dem 40. Zug mit seinem König nicht ins Zentrum marschieren, egal wie die Stellung aussieht, und sich umgehend mattsetzen lassen (wie es die Schachcomputer der siebziger Jahre machten, wenn man den Legenden Glauben schenkt).

Der Hauptunterschied zwischen Mittelspiel und Endspiel ist nicht nur die Abwesenheit der Damen (daher die Bezeichnung damenloses Mit­telspiel), sondern das Fehlen von permanenten Mattdrohungen. Dies macht den König im End­spiel zu einer wertvollen Figur. Julian Hodgson hat postuliert, daß der König im Endspiel vier Bauern wert ist.

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004 Bibliographisches

004 Danksagungen

005Kapitel Eins: Das Endspiel

007 Was ist ein Endspiel?

008 Ihre stärkste Figur sollte immer aktiv bleiben!

011Kapitel Zwei: Sieben praktische Merksätze

011 1) Schematisches Denken

020 2) Schwächen

020 Die generelle Definition einer Schwäche

021 Grundlegende Bauernschwächen

023 Potenzielle Schwächen und die Schaffung von Schwächen

027 Angriffsmarken

036 Bauerninseln

043 Doppelbauern

045 3) Dominanz

057 4) Ruhe Bewahren, sondern unterbinden Sie Gegenspiel

062 Die Vermeidung von Gegenspiel

067 5) Freibauern

081 6) Bauernformation im Endspiel

088 7) Geheimnisvolle Aspekte des Endspiels

090 Zugzwang

097 Das Patt

100 Festungen

102 Angriff auf den König

108 Verrückte Beispiele

115Kapitel Drei: Weiterführende Ideen

116 Die Erweiterung der Wirkung von Figuren

118 Binden Sie den Sack zu!

123 Guter Springer gegen schlechten Läufer

132 Wenn Läufer besser sind als Springer

143 Reine Läuferendspiele

149 Der Vorteil des Läuferpaares im Endspiel

156 Technisches Schach als Spielstil

162 Komplizierte Beispiele

169 Spielerverzeichnis




Price: 
 
Article number:
LXAAGVSITIS
 
Category:
Pfeilendgames
  PfeilGeneral Manuals
 
Language:
German
 
Publisher:
PfeilQuality
 
ISBN-10:
9197600482
 
ISBN-13:
9789197600484
 
width: 
17.0 cm
 
height: 
24.0 cm
 
weight: 
0.330 kg
 
Jacob Aagaard: Verbessern Sie Ihre Technik im Schach
170 pages, paperback, 1st edition 2007.
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