Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LXHUE25AG

25 Annotated Games

416 Seiten, Leinen, Edition Marco, 1996

34,00 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten
Weitere Informationen
Gewicht 870 g
Hersteller Edition Marco
Breite 16,8 cm
Höhe 24,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 1996
Autor Robert Dr. Hübner
Sprache Englisch
ISBN-10 3924833222
Seiten 416
Einband Leinen

005 Table of Contents

006 Preface

007 Introduction

009 1. R. Hübner (R.H.) - W. Pesch, Detmold 1967, Dutch Defence

022 2. R.H. - B. Andersen, Büsum 1968, King's Indian

041 3. V. Jansa - R.H., Athens 1969, French Defence

047 4. R.H. - I. Csom, Athens 1969, Sicilian

057 5. V. Kuprejcik - R.H., Sombor 1970, French Defence

070 6. R.H. - M. Podgaec, Sombor 1970, King's Indian

082 7. R.H. - S. Reshevsky, Palma de Mallorca 1970, English

093 8. V. Kortchnoi - R.H., Wijk aan Zee 1971, King's Indian

105 9. M. Tal - R.H., Leningrad 1973, Sicilian

117 10. R.H. - I. Radulov, Leningrad 1973, Queen's Gambit

126 11. R.H. - J. Kaplan, Houston 1974, King's Indian

133 12. R.H. - S. Visier, Las Palmas 1974, Sicilian

160 13. E. Geller - R.H., Middlesborough 1975, Sicilian

174 14. R.H. - P. Benkö, Budapest 1976, King's Indian

190 15. R.H. - U. Andersson, Tilburg 1977, Nimzo-Indian

202 16. R.H. - S. Gligoric, Tilburg 1977, English

213 17. L. Portisch - R.H., Bugojno 1978, Nimzo-Indian

234 18. R.H. - B. Spasskij, Tilburg 1978, Catalan

250 19. R.H. - L. Ljubojevic, Tilburg 1978, English

264 20. L. Kaválek - R.H., Montreal 1979, Caro-Kann

279 21. R.H. - V. Hort, Tilburg 1979, Alekhine's Defence

303 22. R.H. - L. Portisch, Tilburg 1981, Ruy Lopez

355 23. W. Martz - R.H., Chicago 1982, Benoni

372 24. R.H. - W. Browne, Chicago 1982, Sicilian

401 25. R.H. - L. Ljubojevic, Tilburg 1985, Ruy Lopez

416 Indices: Opponents, Openings

Robert Hübner eilt der Ruf voraus, tief­gründig zu analysieren. 25 Partien auf 400 Seiten mögen Beleg sein. Vor einer Dekade tendierte mein Urteil ungefähr so: "Schön und gut, aber wer soll das alles nachvoll­ziehen, warum sich durch diesen Varian­tendschungel wühlen?" Heute schlagen uns im Informator und andernorts computerge­trimmte Analyseauswüchse mit Sub-, Sub-, Subvarianten entgegen. So steigt die Wert­schätzung für die stringente Aufschlüsselung in Hübners Oeuvre. Die erstklassig editierte Ausgabe, die Hübner-Partien aus den Jahren 1967 bis 1985 bietet, ist sehr übersichtlich layoutet, durchweg mit Diagrammen als op­tische Anker versehen und mit erläuternden Schlussfolgerungen gespickt. Für Freunde des Mittel- und Endspiels besonders faszi­nierend, aber auch einfach, um irgendwo einzusetzen und mit den Figureninteraktio­nen abzudriften - allein dem Endspiel Turm gegen Läufer in verschiedenen Konstellatio­nen wird auf einem Dutzend Seiten gehul­digt, was als schlichtweg süperb bezeichnet werden muss - bravo, keinem Gebot der Bequemlichkeit dienen! Arbeit und Freu­de werden gleichermaßen herausgefordert; Spielstärken von Elo 1500 bis 2800 sollten allesamt was finden; das Englisch ist leicht verständlich. Winterabende werden kürzer!

Mit freundlicher Genehmigung

Schach Magazin 64 12/2007

________________________

Es gibt Schachbücher und Schachbücher! Etwa 95 % von ihnen geraten relativ schnell wieder in Vergessenheit; nach oben und unten ist diese Angabe natürlich offen.

Aber da gibt es noch jene, die den Olymp erklommen haben und kritisch jeden beäugen, der in dieses Heiligtum einzudringen versucht. Sie ahnen schon, worauf ich hinaus will. Dr. Hübner gehört zu jenen Ausnahmepersönlichkeiten der Schachwelt, die auch durch ihre veröffentlichten, akribischen Analysen hervorgetreten sind. Es ist Arno Nickel zu danken, daß er sich dieses Manuskriptes angenommen hat. Es ist Dr. Hübner nicht zu verdenken, daß er nicht unsere Muttersprache für sein Buch wählte, sondern die Weltsprache. Ein solches Monumentalwerk darf nicht auf den deutschsprachigen Markt beschränkt bleiben. Der "Doc", wie ihn manche liebevoll/respektlos nennen, hat also auf über 400 Seiten nur 25 (in Worten fünfundzwanzig!) seiner Partien ausgiebigst kommentiert. Keine leichte Lektüre! Sondern harte analytische Arbeit, sowohl für den Verfasser, wie auch für die Leser. Dies ist also kein Buch für zwischendurch. Ausgewählt wurde der Zeitraum 1967 bis 1985 und die Auflistung der Spielpartner möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: B. Andersen, U. Andersson, P. Benkö, W. Browne, I. Csom, E. Geller, S. Gligoric, V. Hort, V. Jansa, J. Kaplan, L. Kaválek, V. Kortschnoi, V. Kupreitschik, L. Ljubojevic (2 x), W. Martz, W. Pesch, M. Podgaec, L. Portisch (2 x), I. Radulov, S. Reshevsky, B. Spasskij, M. Tal, S. Visier.

Nun gibt es, hartnäckigen Gerüchten zufolge, unter Rezensenten das ungeschriebene Gesetz: "Irgendeine Suppe im Haar mußt du finden!" In dieser Hinsicht habe ich wohl den Ruf des größten Suppenkaspars in Deutschland, aber dies nur als Fußnote der Weltschachrezensentengeschichte. Heureka, rufe ich das aus! Die Variantenunterteilung mit 10 Stellen - Bb12122332 - vor der Klammer, und dann nicht mal in Fettdruck!

Durch die detaillierte Aufschlüsselung jeder Partie; Sie können fast schon davon ausgehen, daß jeder Zug kommentiert wurde, vereint sich ein eröffnungstheoretisches Buch mit einer Lehrstunde in Strategie und Taktik, gewürzt mit einem außergewöhnlichen Endspielwerk. Dies sei als Anmerkung für jene geschrieben, die über den stolzen Preis stolpern.

Wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage nach dem Kauf. Für Fans des erfolgreichsten deutschen Schachspielers nach Emanuel Lasker ist dies mit Sicherheit keine Überlegung. Für Sammler auch nicht. Wie schon eingangs beschrieben, reiht sich dieses Buch in die Weltschachliteratur ein und steht m.E. ebenbürtig neben den Büchern Aaron Nimzowitschs, dem Turmendspielbuch von Smyslow/Löwenfisch und dem Turnierbuch Zürich 1953 von David Bronstein, um nur einige der Klassiker zu nennen.

Diesem Buch ist ein würdiger Platz auf dem Schachbuch-Olymp sicher.

Norbert Heymann, Rochade Europa 10/96

Was dauert 28 Jahre, um einen akzeptablen Reifegrad erreicht zu haben? Richtig, ein Schachbuch von Robert Hübner! Dabei handelt es sich nicht um eine vorläufige "best of"-Fassung und auch nicht um eine Sammlung besonders denkwürdiger Partien, sondern schlicht um "Twenty-five Annotated Games" aus den Jahren 1967 bis 1985, die den Autor aufgrund der ihnen innewohnenden komplexen Stellungsprobleme besonders zur Analyse anregten. Das in englischer Sprache verfaßte Werk ähnelt einer wissenschaftlichen Abhandlung (zahlreiche erläuternde Fußnoten, Hinweise auf frühere Veröffentlichungen und Kommentare), die betonenden Partieanalysen sind weit verzweigt, schier ausufernd. So wird beispielsweise der "plausibel erscheinende" Zug 32. b3 (Hübner - L. Portisch, Tilburg 1981) in seinen weitreichenden Konsequenzen auf ganzen 13 Seiten untersucht, die Realisierung des Endspielvorteils Turm gegen Läufer (Bauern beiderseits) eines möglichen Abspiels aus der Partie Hübner - B. Andersen (Büsum 1968) bis in die Nebenvariante "Bb12122333" geprobt, mit der Schlußfolgerung, daß eine vollständige Analyse nicht zwingend zum Verständnis der vorliegenden Partiestellung beiträgt. Zum Verständnis der Spielerpersönlichkeit Robert Hübner sind diese Ausführung sehr wohl geeignet. Das Vorwort als auch die einleitenden Bemerkungen sind ebenfalls vom Autor selbst verfaßt und festigen den Eindruck, mit diesem Werk eher eine schachliche Autobiographie des deutschen Großmeisters in den Händen zu halten. Der blaue Leineneinband mit Goldprägung bildet hierfür einen gefälligen, angemessenen Rahmen.

Bernd Hierholz, Schachreport 9/96

Warum bringt ein deutschsprachiger Autor in einem deutschen Schachverlag ein Buch in englischer Sprache heraus? Die Erklärung: Dr. Hübner hatte vor vielen Jahren den Auftrag übernommen, für einen englischen Verlag eine Sammlung seiner besten Partien zu verfassen. Er machte sich an die Arbeit, analysierte jedoch mit der ihm eigenen Gründlichkeit, so daß Jahre ins Land gingen und das Manuskript war immer noch nicht fertig. GM Dr. John Nunn kommentierte Hübners Vorgehensweise einmal mit dem typisch hintergründigen englischen Humor: "Er schreibt seit Jahren am Buch über seine beste Partie". Ganz so schlimm ist es nicht, Hübner analysierte nicht nur eine, sondern eben 25 seiner Partien, aber er - dem oberflächliche Arbeit zuwider ist und der auf kritische Reflexion sogar der eigenen Untersuchungsergebnisse wert legt - ließ sich unendlich viel Zeit, bis der englische Verlag die Geduld und das Interesse an der Herausgabe des Buches verlor. Hübner ging dann auf das Angebot des Arno Nickel Verlages ein, das Buch herauszubringen, war aber (Zitat) "zu faul, das Buch ins Deutsche zu übersetzen".

Der potentielle Leser steht vor zwei Hürden: zum einen muß er der englischen Sprache mächtig sein, zum anderen kann man aus diesem Buch kaum, "mal eben eine Partie nachspielen"; die weitverzweigten Analysen erstrecken sich im Durchschnitt auf 17 Seiten. Nun soll aber nicht der Eindruck entstehen, die Partieanalysen bestünden allein aus Bergen von Varianten. Manche Partiekommentare sind wie ein Schachtraining für (sehr) Fortgeschrittene aufgebaut. Ein Beispiel für viele andere. In der Partie Nr. 2 (Hübner-Andersson, Bussum 1968) war ein in der Praxis häufig vorkommendes Endspiel entstanden, in dem die eine Seite zwei Türme, die andere einen Turm plus Läufer besaß, sonst waren noch je drei Bauern am selben Flügel auf dem Brett. Statt gleich mit dem Kommentar des weiteren Partieverlaufs fortzufahren, schlägt Dr. Hübner einen weiten Bogen, zeigt auf, wie man diverse Variationen dieses Endspiels spielt (z.B. wenn man ein Bauernpaar oder ein Turmpaar abtauscht usw.), erläutert die Motive anhand einer alten Studie und einer Partie Smyslow-Kortschnoi aus dem Jahre 1961 usw. Wer sich dann durch die folgenden 14 Seiten Analysen und Erklärungen durcharbeitet, wird über das Endspiel mit einer Qualität mehr (bzw. weniger) eine Menge gelernt haben.

Fazit: Kein billiges Buch, auch was den Preis betrifft (der durchaus angemessen ist, und damit ist nicht nur die luxuriöse Aufmachung in Leinen mit Goldprägung gemeint).

Kein Buch für jedermann, denn der Blick in das Labor eines der führenden Großmeister und des führenden Analytikers der Welt artet in Arbeit aus.

Ein Buch, das man jahrelang lesen kann, das mit Sicherheit zu den größten Werken der Schachgeschichte gehört und das einen Eindruck vermittelt (wenn wir beim Englischen bleiben und eine Anleihe bei der Computerbranche nehmen), wie "High-End-Quality" im Schach aussieht.

Schachmagazin 64 22/96