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Artikelnummer
LXHAREVCP
Autor

Eminent Victorian Chess Players

Ten Biographies
Eigenschaften

406 Seiten, kartoniert, McFarland, 1. Auflage 2012

53,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

ca. 60 photos, and line drawings, more than 160 chess games, appendices, notes, bibliography, indexes

This book portrays British chess life in the nineteenth century through biographical studies of ten players who shaped the modern game. From Captain Evans, inventor of the famous gambit, to Isidor Gunsberg, England's first challenger for the world championship, personal narratives are blended with game annotations to reassess players' achievements and character. The author has combined deep reading in primary sources with genealogical research to reveal new facts and correct previous misunderstandings. Major chapters on Howard Staunton and William Steinitz, in particular, highlight the tensions between Englishmen and immigrants, amateurs and professionals. The contrasting long careers of Henry Bird and Joseph Blackburne provide a thread of continuity. The lives of several other important figures in Victorian chess are also presented. More than 160 chess games (with position diagrams), several annotated in detail, 50 photographs and line drawings, appendices include career records for all ten, notes, bibliography and indexes.

About the Author

Tim Harding played for Ireland at the 1984 FIDE chess olympiad in Thessaloniki, and is a Senior International Master of correspondence chess. A well-known writer on many aspects of chess, he was editor of Chess Mail magazine from 1996 to 2005. Since 1996 he has contributed the monthly articles in "The Kibitzer" series at www.chesscafe.com. He lives in Dublin, Ireland.

Weitere Informationen
Gewicht 760 g
Hersteller McFarland
Breite 17,6 cm
Höhe 25,6 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2012
Autor Tim Harding
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-0786465682
Seiten 406
Einband kartoniert

001 Preface and Acknowledgments

007 Abbreviations and Annotation Symbols

009 1. William Davies Evans (1790-1872)

035 2. Howard Staunton (1810-1874)

073 3. John Jacob Lowenthal (1810?-1876)

108 4. Henry Edward Bird (1829-1908)

134 5. Arthur Bolland Skipworth (1830-1898)

160 6. William Steinitz (1836-1900)

204 7. Joseph Henry Blackburne (1841-1924)

230 8. Johannes Hermann Zukertort (1842-1888)

260 9. Amos Burn (1848-1925)

278 10. Isidor Arthur Gunsberg (1854-1930)

315 Appendix I. Career Records

322 Appendix II. Games by Captain Evans

332 Appendix III. Evans Family Financial Appeals

338 Appendix IV. Staunton’s Contract with Routledge

340 Appendix V. Lowenthal’s Will

341 Appendix VI. The Career of Mephisto

349 Chapter Notes

383 Select Bibliography

387 Index of Images

387 Index of Opponents

388 Index of Openings (by Name)

389 Index of Openings (by ECO Code)

390 General Index

ALS DAS SCHACH LAUFEN LERNTE

Die Viktorianische Epoche war eine Zeit der Stabilität, die zu ökonomischem und kulturellem Aufschwung führte. Nicht von ungefähr wurde London 1851 durch das erste internationale Turnier zum Zentrum der Schachwelt. Der promovierte Historiker und profilierte Autor Tim Harding lässt diese Goldene Zeit in Eminent Victorian Chess Players wiederauferstehen. In akribischer Recherchearbeit hat er zehn Bio­graphien der wichtigsten Protagonisten der Insel rekonstruiert und erstaunlich viel Neues zu Tage gefördert. Der Autor sprach mit Nachkommen, sichtete wertvolle Erbstücke und schöpfte die modernen Recherchemöglichkeiten voll aus. Harding kann zahlreiche biographische Lücken füllen und viele Irrtümer korrigieren.

Am Anfang der illustren Galerie steht William David Evans (1790-1872), der trotz seines eher bescheidenen Schachniveaus mit seinem Gambit bis heute in Erinnerung geblieben ist. Neben seinem Eröffnungsbeitrag hat der Kapitän mit einer speziellen Schiffslampe eine bedeutende Erfindung gemacht, wofür er in hohem Alter eine späte Anerkennung und einen wertvollen goldenen Chronometer von der russischen Admiralität erhielt.

Howard Staunton (1810-1874) war einer der bedeutendsten Schachspieler der Insel und machte sich als Shakespeare-Forscher einen Namen. Trotzdem ist wenig über sein Leben bekannt, weil Gerüchte seiner Feinde und selbst gemachte Falsch­aus­sagen seine Biographie vernebeln. Unklar ist, ob er studierte, Schauspieler war, unter­schiedliche Namen führte und vor seiner Ehe schon einmal verheiratet war. Seit seinem Matchsieg gegen Saint-Amant galt er als inoffizieller Weltmeister.

Staunton wurde zum ersten erfolgreichen Schachkolumnisten und konzipierte den Prototyp aller späteren Zeitungsschachkolumnen. Mit vielen Zeitgenossen war er verfeindet, vor allem weil er über seine Spalte öffentlich Animositäten austrug.

Bemerkenswert ist, dass auch die zwanzig Jahre, die William Steinitz (1836-1900) in London lebte, nur bruchstückhaft dokumentiert sind. Seine Kolumne in The Field war nach Stauntons Tod die einfluss­reichste Schachspalte des Landes. Zwischen 1875-77 veränderte eine Serie von Er­eignissen sein Verhältnis zu London. Ein Streit mit seinem City of London Club, diverse Anfeindungen und schließlich das Ende seiner Kolumne veranlassten ihn, wegen der Einbuße seines regelmäßigen Einkommens 1883 in die USA umzu­siedeln.

Joseph Henry Blackburne (1841-1924) hatte eine über fünfzig Jahre währende erfolgreiche Karriere. Fünfzehn Jahre zählte er zu den besten sechs Spielern der Welt. Über sein Leben kursieren viele Geschichten, vom falschen Geburtsjahr bis hin zu seinen drei Ehefrauen. Er hat wie kaum ein anderer durch seine häufigen öffentlichen Auftritte zur Popularisierung des Schachs in England beigetragen.

Johannes Herrmann Zukertort (1842-1888) war wohl zeitweise der beste Spieler der Welt. Er schrieb regelmäßig in Zeit­schriften, wo er sich durch die hohe Qualität seiner Partiekommentare und theoretischen Artikel einen Namen machte. Für seine angeschlagene Gesundheit war das WM-Match gegen Steinitz in den USA verheerend. Nach seiner Rückkehr war er physisch, psychisch und finanziell ruiniert und starb wenig später als einsamer Mann.

Isidor Arthur Gunsberg (1854-1930) ist die am wenigsten erforschte Figur des viktorianischen Schachs. Dabei spielte er im zweiten WM-Kampf überhaupt gegen Steinitz und schaffte es unter die Top drei der Welt, was in England seit Staunton lediglich Short gelang. Er wurde bekannt, weil ihn 1878 der Fabrikant Charles Godfrey Gümpel anwarb, den von ihm (nach dem Vorbild des Türken des Baron von Kempelen) gebauten Mephisto zu bedienen. Die Züge wurden von einem Neben­raum durch einen elektro­mag­netischen Mechanismus auf das Brett übertragen. Zu diesem kleinen tech­nischen Wunderwerk, dessen Geschichte noch geschrieben werden muss, hat Harding im Appendix Beschreibungen zeitgenössischer Quellen zusammengetragen.

Bislang war unklar, warum Gunsberg nach dem WM-Kampf gegen Steinitz schachlich nicht mehr an seine Glanzzeit an­knüpfen konnte und wenig spielte. Harding weist nach, dass er sich durch den Tod seiner Ehefrau um die Kinder kümmern musste und in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

Der Autor nahm Arthur Bolland Skipworth (1830-1898), der eine der ersten Schachorganisationen gründete, als Re­präsentant der Amateure ins Buch. Zudem Johann Jacob Löwenthal (1810-1876), der, von Staunton protegiert, Sekretär des St. George Clubs wurde. Ferner Henry Edward Bird (1829-1908), der zu den besten Spielern des Landes gehörte, sich aber aus finan­ziellen Gründen erst im Alter intensiv seiner Schachkarriere widmete. Das Kapitel über Amos Burn (1848-1925), der von 1886 bis 1900 Englands erfolgreichster Schach­spieler war, ist wegen der vor einigen Jahren erschienen umfang­reichen Monographie etwas kürzer geraten.

Leider bleibt zu befürchten, dass dieses ausgezeichnete Werk zu einem Preis von fast fünfzig Euro zu wenige Leser finden wird.

Harry Schaack

Karl Heft 1/2013 (April)

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