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Art.-Nr.: LOWATFRA
Vergriffen

Französisch (gefährliche Waffen)

Verblüffen Sie Ihre Gegner!

336 Seiten, gebunden, Everyman, 1. Auflage 2008.

Aus der Reihe »Dangerous Weapons«

26,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Dieser Artikel ist sowohl bei uns als auch beim Verlag bzw. Hersteller ausverkauft. Wir können ihn daher auch nicht mehr bestellen.

Übersetzung der englischen Originalausgabe "Dangerous Weapons: The French"; weitere Informationen unter der Artikelnummer LOWATDWTF

Suchen Sie eine verschärfte Abwechslung zu Ihren normalen Eröffnungen? Möchten Sie etwas Aufregendes und Neues ausprobieren? Möchten Sie erfahrene Gegner überraschend aus dem Gleichgewicht bringen? Nur zu - hier bei John Watsons "Gefährliche Waffen, Französisch" liegen Sie genau richtig!

"Gefährliche Waffen" ist eine völlig neu konzipierte Reihe von Eröffnungsbüchern. Ziel ist, mit dem Leser die zahlreichen schlagkräftigen Ideen einer Eröffnung zu entdecken und daraus "Gefährliche Waffen" zu entwickeln. Wer auf diesen Pfaden unterwegs ist. kann leicht auch mal einen spielstärkeren Spieler aus dessen "Eröffnungsbahn" werfen. Dies gelingt vor allem dann, wenn der andere das Pech hat, "Gefährliche Waffen" noch nicht zu kennen.

Die von Französisch-Experte John Watson hier vorgestellten "Waffen" der Französischen Verteidigung sind innovativ, brandgefährlich und unglaublich raffiniert. Auch einige zu Unrecht verworfene Varianten werden neu entdeckt.

Der Internationale Meister John Watson ist ein angesehener Autor. Zahlreiche Preise hat er bereits gewonnen. Seine Bücher werden von Lesern und Kritikern gleichermaßen gelobt.

Einleitung

Die Französische Verteidigung ist unter Spielern jeglicher Stärke eine populäre Eröffnung. Sie ist durch 1.e4 e6 definiert; in diesem Buch werden wir Systeme diskutieren, die nach der Standardfolge 1.e4 e6 2.d4 d5 beginnen.

Mit seinem zweiten Zug schlägt Schwarz im Zentrum zurück und fordert Weiß dazu heraus, in Bezug auf seinen e-Bauern eine Entscheidung zu treffen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Neigung der Spieler kann die Französische Verteidigung zu wilden taktischen Schlachten oder zu den ruhigsten Partien führen, in denen positionelle Manöver im Vordergrund stehen. In den meisten Systemen wird Weiß zu einem bestimmten Zeitpunkt e4- e5 spielen und damit auf den schwarzen Feldern d4 und e5 eine Bauernkette installieren. Dieser Keil dient sowohl dem Raumgewinn als auch der Verhinderung dessen, dass Schwarz seine Figuren auf aktive Felder entwickeln kann, inbesondere den Läufer c8 und den Springer g8. Die Aufgabe von Schwarz liegt darin, die Bauernkette anzugreifen und zu zerstören oder seine Figuren und Bauern dergestalt zu koordinieren, dass sie die Kette aktiv umfassen können.

Meine Auswahl für Weiß umfängt gefährliche Waffen in dem Sinne, dass sie die schwarze Position mit einer guten Dosis Taktik aggressiv attackieren. Für Schwarz ist die Französische Verteidigung vornehmlich eine Eröffnung des Gegenangriffs, die mit maßvollen Schritten beginnt, die eine positionelle Strategie betonen. Daher sind die von mir für Schwarz empfohlenen Systeme nicht gewalttätig, sondern gefährliche Waffen in dem Sinne, dass sie ignoriert bzw. diskreditiert werden oder visuell schockieren, wie es im Vorwort dargelegt wurde.

Ich habe Eröffnungssysteme vorgeschlagen, die - mit zwei Ausnahmen - sehr wenig Theorie mitbringen. Soweit ich sehen kann, gestattet keines von ihnen Ihrem Gegner einen leichten Weg zu Vorteil, und keines ist unseriös. Ich sollte hinzufügen, dass sich die vorgeschlagenen Varianten nicht mit jenen überschneiden, die ich zuvor in meinen Play the French -Büchern behandelt habe. Tatsächlich habe ich aber Systeme aufgenommen, die ich in der Vergangenheit falsch bewertet oder weggelassen hatte.

Am Ende jedes Kapitels, jedes Systems, erstelle ich eine Charakteristik bezüglich bestimmter Attribute, wobei ich eine Punkteskala von 1 bis 5 einführe. Dabei handelt es sich um folgende Kategorien:

Schwierigkeitsgrad

In einem bestimmten Sinne sind die empfohlenen Systeme alle leichter zu spielen als die Systeme des Mainstreams, weil ihre Theorie weniger entwickelt ist. Mit anderen Worten, Sie müssen nicht so viel studieren, um eine spielbare Stellung zu erreichen, zumal die meisten Ihrer Gegner aus ihrer eigenen Vorbereitung herausgeworfen werden. Dennoch halte ich es für nützlich, besonders für die Unerfahrenen, auf die Häufigkeit hinzuweisen, in der diese Systeme sowohl von einem offensiven als auch defensiven Standpunkt kritisch werden.

Angriffscharakter

Wie scharf das System bezüglich aggressiver Angriffe und taktisch aufgeladener Situationen ist.

Positionelle/Strategische Natur

Das Ausmaß, in dem das System durch Manövrieren und Konzentration auf statische Merkmale wie Bauernstruktur, Schwächen, Qualität der Figuen und desgleichen charakterisiert ist.

Risiko

Der Grad, in dem Ihre Position beschädigt ist, wenn Ihre Strategie Schiffbruch erleidet. Zum Beispiel, die Chance, aufgrund eines schlechten Zuges oder einer Fehlkalkulation eine verlorene oder sehr schlechte Stellung zu erhalten. In diesem Buch sind die Systeme mit 3.Sc3 gewöhnlich riskanter als die mit 3.Sd2.

Belohnung

Der Grad, in dem sie profitieren, wenn Ihre Strategie aufgeht. Zum Beispiel könnten Sie mit einem Materialvorteil aus der Eröffnung kommen oder die Partie sogar sofort gewinnen. Dass korreliert gewöhnlich mit dem Risiko.

Theoretische Tiefe

Die Menge an Theorie, die mit der Eröffnung verbunden ist. Insbesondere die Theorie, die sich außerhalb dessen befindet, was nur wenige Spezialisten wissen.

Natürlich zählt jegliche neue, in diesem Buch präsentierte Theorie nicht mit. Da keine der Varianten in diesem Buch extrem theoretisch ist, ist die Skala relativ. Zum Beispiel, der Guimard-Aufbau des Tarrasch-Systems und 6.Le3 im MacCutcheon bekommen das höchste Ranking (5), obwohl sie in nur 7% aller Tarrsch-Partien bzw. 10% aller MacCutcheon-Systeme gespielt werden.

Ich habe keinen "Spaßfaktor" hinzugefügt, aber ich habe versucht, Systeme zu finden, die gleichermaßen unterhaltsam wie effektiv sind. Verblüffen Sie Ihre Gegner und haben Sie viel Spaß dabei!

John Watson,

Januar 2007

Details
Sprache Deutsch
Autor Watson, John L.
Verlag Everyman
Reihe Dangerous Weapons
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 625 g
Breite 16 cm
Höhe 23,2 cm
Seiten 336
ISBN-13 9783932336157
Erscheinungsjahr 2008
Einband gebunden
Inhalte

005 Vorwort

008 Einleitung

Systeme für Weiß

011 1 Ein verwirrender Rückzug (3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Lb4 5.e5 h6 6.Le3)

039 2 Ein Anfängerzug? (3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.e5 Sfd7 6.Lxe7 Dxe7 7.Dh5)

060 3 Nieder mit dem König! (3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.Dg4)

080 4 Das Verlassen des ausgetretenen Pfades (3.Sc3 Lb4 4.exd5 exd5 5.Df3)

102 5 Eine Welt des Unterschieds (3.Sd2 Sf6 4.e5 Sfd7 5.Ld3 c5 6.c3 Sc6 7.Sdf3)

130 6 Die Kette wird gesprengt (3.Sd2 Sf6 4.e5 Sfd7 5.f4 c5 6.Sgf3 Sc6 7.Sb3)

Systeme für Schwarz

149 7 Fluchen in der Kirche (3.Sc3 Sc6)

181 8 Eine Überraschung im Winawer (3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 cxd4) 198 9 Warten und Umfassen (3.Sc3 h6)

214 10 Zwei zum Preis von einem (3.Sc3 Lb4 4.e5 Lf8; 3.Sc3 Sf6 4.e5 Sg8)

235 11 Ein Vertrauensvorschuss (3.e5 c5 4.c3 Sc6 5.Sf3 Sh6)

257 12 Was kannst du mir tun? (3.Sd2 h6)

283 13 Ein Randbauer kommt selten allein (3.Sd2 a6)

304 14 Eine unterbewertete Strategie (3.Sd2 Sc6)

Dazzle your Opponents! (Blenden Sie Ihren Gegner!), dieser Untertitel zeigt, worin es in diesem Buch geht, um trickreiche, seltene und chancenreiche Varianten abseits des Mainstream. In der Reihe "Dangerous Weapons" präsentiert John Watson diesmal die Französische Verteidigung. Sowohl für Weiß als auch für Schwarz werden interessante Systeme vorgestellt, die ihren Gegner in der nächsten Partie vor ziemliche Probleme stellen könnten. Bereits beim Lesen des Inhaltsverzeichnis erweckten viele Systeme meine Neugier.

Watson gliedert sein Buch in zwei Teile auf, Systeme für Weiß und Systeme für Schwarz.

Einige Beispiele für trickreiche Systeme mit Weiß:

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Lb4 6.e5 h6 7.Le3 (Diese Variante wird den McCutcheon Anhängern Magenschmerzen bereiten). Oder wie wäre es, wenn Sie Ihren nächsten Gegner mit 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.Dg4 konfrontieren? Unter dem Titel "A Beginner´s Move?" geht der Autor der Frage nach, ob nach 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.e5 Sfd7 6.Lxe7 Dxe7 der Zug 7.Dh5 dazu geeignet ist, ihren Gegner aus dem seelischen Gleichgewicht zu bringen.

Für Schwarz hat Watson natürlich auch eine Menge Interessantes anzubieten:

So ist zum Beispiel 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3/Sd2 h6 durchaus spielbar, genauso wie das System 3.Sc3 Sc6 und sogar 3.Sc3 Sf6 4.e5 Sg8 hat eine gewisse Daseinsberechtigung, zumindest bei Watson. Der Clou an diesem System ist, dass es auch durch die Zugfolge 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 Lf8 erreicht werden kann.

Ein Beispiel für dieses widersinnig anmutende System:

\s3 Rogulj,B (2425) - Zaja,I (2440) [C11]

CRO-chT Medulin, 1997

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 Lf8 5.Sce2 c5 6.c3 Sc6 7.Sf3 f6 8.Sf4 g5 9.Sh5 g4 10.Sxf6+ Sxf6 11.Lg5 Le7 12.exf6 Lxf6 13.Lxf6 Dxf6 14.Se5 Sxe5 15.dxe5 Dxe5+ 16.Le2 Ld7 17.0-0 h5 18.Dd2 0-0-0 19.Tae1 Dd6 20.f4 gxf3 21.Lxf3 Lb5 22.Le2 Lc6 23.Tf6 Tdf8 24.Txf8+ Dxf8 25.Lf3 Dd6 26.Dg5 d4 27.Lxc6 bxc6 28.Dg6 Td8 29.Dxe6+ Dxe6 30.Txe6 Kc7 31.Kf1 Tb8 32.Te2 Kd6 33.c4 Tf8+ 34.Ke1 Tf5 35.Kd2 Tf1 36.Kd3 Td1+ 37.Ke4 Tf1 38.Kd3 Td1+ 39.Ke4 Tf1 40.b3 a5 41.Kd3 Tc1 42.Ke4 a4 43.Kf5 Tc3 44.h4 axb3 45.axb3 Te3 46.Tf2 Tg3 47.Te2 Tg4 48.Te6+ Kd7 49.Tf6 Txh4 50.Ke5 Kc7 51.b4 d3 52.bxc5 Txc4 53.Tf7+ Kb8 54.Td7 Txc5+ 55.Ke4 Td5 0-1

Wie man es von Watson gewohnt ist, schreibt er offen und ehrlich über Vorzüge aber auch gewissen Risiken bei bestimmten Varianten. Am Ende von jedem vorgestellten System findet man eine Zusammenfassung und eine allgemeine Bewertung über Risiken, Chancen und anderen Faktoren.

Leider wurde bei der Übersetzung in die deutsche Sprache ziemlich geschludert, viele Rechtschreibfehler, sinnentstellende Texte und eine etwas seltsam anmutende Transkription trüben das Bild doch erheblich.Viele Textpassagen sind arg holprig und scheinen einem Online-Übersetzungsprogramm zu entspringen (...)

Obwohl das Buch äußerlich (gebunden) einen hervorragenden Eindruck macht, kann ich diese deutsche Ausgabe nicht empfehlen und verweise auf die englische Originalausgabe, denn der Autor John Watson kann nichts dafür, dass sein (ansonsten sehr gutes) Buch dermaßen verunstaltet wurde.

Fazit:

Man muss nicht immer der allgemein gültigen Theorie folgen um Erfolg zu haben, auch kleine giftige Seitenwege führen manchmal zum Ziel. Wer seinen Gegner überraschen oder sein vorhandenes Französischrepertoire mit neuen Ideen aufwerten will, der ist mit diesem Buch sicherlich gut beraten.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.de

Französisch (gefährliche Waffen)

EUR

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