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SCORIPIC50C54

Italienisch C50 - C54

Eigenschaften

CD/DVD-Box, ChessBase, 2004

24,99 €
Inkl. 16% MwSt., zzgl. Versandkosten

Wer als Weißer 1.e4 spielt, muss sich der Frage stellen, was er nach 1. ..e5 2.Sf3 Sc6 zu tun gedenkt. Fühlt man sich den hohen positionellen Anforderungen der Spanischen Eröffnung nicht gewachsen, wird man wohl zwangsläufig zu 3.Lc4 greifen und hat nach der stärksten Antwort, 3. ..Lc5, Italienisch auf dem Brett. Diese Spielweise gilt als eine der ältesten überhaupt, und der Autor bemerkt daher zu Recht: "Die Eröffnung spiegelt wie kaum eine andere die Entwicklung des Schachspiels selbst wider. Deshalb ist die Italienische Partie als Einstieg in die spezielle Eröffnungstheorie bestens geeignet.. In 11 Kapiteln legt der erfahrene ChessBase Autor Reinhold Ripperger die wichtigen Varianten dar und erläutert Motive und Pläne anhand von 240 kommentierten Musterpartien. Der Autor bemerkt daher zu Recht: "Die Eröffnung spiegelt wie kaum eine andere die Entwicklung des Schachspiels selbst wider. Deshalb ist die Italienische Partie als Einstieg in die spezielle Eröffnungstheorie bestens geeignet.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde vom Autor auf die Trainingsdatenbank gelegt (mit 160 Fragen), so daß der Lernende die erworbenen Kenntnisse im Kampf gegen die Uhr interaktiv überprüfen kann. Zum ausführlichen Stöbern gibt es darüber hinaus zwei große Datenbanken mit insgesamt über 40.000 Partien.

Systemvoraussetzungen:

PC 233, 64 MB RAM

CD-ROM-Laufwerk

Soundkarte

Maus

Windows XP, 2000, Me, 98 SE

Weitere Informationen
Gewicht 100 g
Hersteller ChessBase
Medium CD PC
Erscheinungsjahr 2004
Autor Reinhold Ripperger
Sprache Deutsch
ISBN-10 3935602995
ISBN-13 4027975002910
Einband CD/DVD-Box

Neu erschienen ist auch folgende CD, die bei mir unweigerlich Erinnerungen an meine erste Beschäftigung mit "Eröffnungstheorie" weckt. Es handelte sich um Jakow Estrins "Die Italienische Partie" (1 .e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5), was sich im Nachhinein als idealer Einstieg erwies.

Die vor allem taktisch geprägten Stellungen der Hauptvariante mit 7. Sc3 (Greco-Variante) waren sehr spannend und gut verständlich zugleich. Außerdem lernte man dabei viele taktische Motive und eine schnelle und gesunde Entwicklung der Figuren, was für einen Anfänger sicher sehr sinnvoll ist.

Mit den Jahren wurden die zunächst meist schönen und nicht selten schnellen Siege gegen theoretisch weniger beschlagene Spieler zur Ausnahme, und es ergaben sich größere Probleme in den Hauptvarianten. Letztendlich wechselte ich zu anderen Eröffnungen gegen 1...e5. Nachdem das genannte Buch inzwischen rund 20 Jahre auf dem Buckel hat war ich doch gespannt, was es Neues von dieser altehrwürdigen Eröffnung zu berichten gibt.

Reinhold Ripperger, der bereits Autor der CDs "Der isolierte Damenbauer" und "Wie spielt man Nimzo-Indisch?" war, beginnt seine CD mit einer kurzen Einführung in die Geschichte von Italienisch.

Der zweite Text trägt zwar die Überschrift "Inhaltsverzeichnis", doch zunächst werden darin kurz die weniger wichtigen Nebenvarianten im dritten und vierten Zug aufgelistet, wozu man jeweils bequem per Mausklick eine entsprechende Musterpartie aufrufen kann.

Danach folgt die Auflistung der weiteren acht Texte, die wir uns der Reihe nach kurz anschauen wollen. Eine erste Einführung erläutert zunächst den Weg zur Ausgangsstellung der Hauptvariante nach 4.c3 Sf6 5.d4 exd4 6.cxd4 Lb4+.

Der erste längere Text der CD beschäftigt sich dann ausführlich mit der sogenannten Greco-Variante 7.Sc3, Rippbergers Urteil "Eine der inhaltsreichsten und interessantesten Varianten der Italienischen Partie" kann ich nur zustimmen.

Stück für Stück arbeitet der Autor die verschiedenen Hauptpfade wie 7...Sxe4 8.0-0 Sxc3 9.bxc3 d5 oder den Möller-Angriff 8...Lxc3 9.d5 ab und zeigt natürlich auch die Alternativen.

Rippberger vermittelt einen klaren und objektiven Eindruck von den Varianten. Auch wenn sich in meinen "Problem-Varianten" wie 9...Se5 oder vor allem 9...Lf6 10.Te1 Se7 11.Txe4 d6 12.Lg5 Lxg5 13.Sxg5 h6 einiges getan hat reizt mich das Material hierzu leider nicht, zu meiner ersten Liebe Italienisch zurückzukehren, doch das ist natürlich nicht die Schuld des Autors.

Nach einem kurzen Porträt von Ni-colas Rossolimo beschäftigt sich Ripperger mit der Rossolimo-Variante 7.Ld2, einer ruhigen und soliden Alternative zu 7.Sc3. Etwas kürzer wird anschließend noch die Krakauer Variante 7.Kf1 besprochen.

Etwas ausführlicher werden dann das Moderne System 4.c3 Sf6 5.d3 und das angenommene Evans-Gambit 4.b4 vorgestellt, ein wieder etwas knapperer Bericht über das abgelehnte Evans-Gambit rundet diesen Theorieabschnitt ab.

Die Texte haben eher einführenden Charakter. Sie stellen die einzelnen Varianten bewerten sie und enthalten Verknüpfungen zu anschaulichen Musterpartien, in denen die Abspiele genauer vorgestellt werden.

Insgesamt enthält diese Datenbank über 240 zum Teil sehr ausführlich kommentierte Partien, die dem Benutzer viel Material zum Eröffnungsstudium bieten.

Wer sich damit vertraut gemacht hat kann in der schönen und umfangreichen Trainingsdatenbank sein Wissen überprüfen. 39 Partien mit insgesamt über 160 Zugabfragen bieten hierfür reichlich Gelegenheit zur Wiederholung vieler Abspiele und Motive.

Als Extra enthält die CD noch zwei weitere Datenbanken, die noch einmal rund 44.000 Partien umfassen und viel zusätzliches Studienmaterial bieten. Übrigens sind davon über 300 Partien mehr oder weniger ausführlich kommentiert.

Als Fazit bleibt der angenehme Eindruck, das die CD für ihre angestrebte Zielgruppe gut geeignet ist. Weniger erfahrene Schachfreunde und Neueinsteiger in Italienisch werden von der übersichtlichen und gut

verständlichen Aufbereitung am meisten profitieren.

Für eine eventuelle neue Auflage dieser CD hätte ich noch eine Anregung: gegen 3...Sf6, was mir persönlich leider viel häufiger vorgesetzt wurde als 3...Lc5, empfiehlt der Autor 4.d3 mit der Hoffnung auf 4...Lc5 und einen Übergang zum Modernen System durch 5.c3.

Ein wenig ergänzendes Material zu schwarzen Alternativen wie z.B. 4...Le7 (von John Emms in "Play the Open Games as Black" empfohlen) oder 4...Sa5 würde die CD schön abrunden und Weißspielern ein komplettes Werk über 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 bieten.

Der Preis der CD, die natürlich auch wieder mit dem ChessBase Reader ausgestattet ist, liegt bei 24,99 Euro.

Schachmarkt 02/2004

Diese Arbeit fällt unter die Kategorie Schachtraining und behandelt mit der Italienischen Eröffnung eine der ältesten Schacheröffnungen. Dieses gut erforschte Abspiel wurde erstmalig in der "Göttinger Handschrift" um 1490 erwähnt. 1512 hat der Portugiese Damiano in Rom das erste Schachbuch in italienischer Sprache veröffentlicht. "Questo libro e da imparare giocare a Schacchi et de li Partiti" beschäftigt sich unter anderem auch mit der Zugfolge 1.e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Lc5. Etwa um dieselbe Zeit befassten sich mit ihr auch einige italienische Autoren, weshalb sie den Namen "Italienische Partie" erhielt. Aber auch in anderen Ländern Europas beschäftigten sich Schachspieler mit dieser Zugfolge. So wird die Eröffnung beispielsweise in der Schrift des Spaniers Luis Ramirez de Lucena beschrieben. Die ersten ausführlichen Analysen über die Italienische Partie veröffentlichten Polerio (1590) und später der Kalabrese Gioacchino Greco (1619). Diese Publikationen stellten einen wertvollen Beitrag zur Theorie dieser Eröffnung dar und förderten ihre weitere Entwicklung. Relativ genaue Analysen sind in der Abhandlung von Lolli, "Osservazioni Teoretico Practiche Sopra il ginoco degli Scacchi" (Modena 1763) zu finden. Lange Zeit herrschte die Ansicht vor, dass der weiße Angriff im Italienischen äußerst gefährlich und die Verteidigung gegen ihn unheimlich schwer ist. Im Laufe der Jahre wurde die Verteidigungstechnik immer weiter verbessert, sodass der Nachziehende der weißen Anfangsinitiative erfolgreich Paroli bieten kann. Die Italienische Partie ist in der Regel eine zweischneidige Eröffnung, die den Kampf um die Initiative vor allem auf taktischem Wege sucht. Den meisten Varianten liegt die Idee zu Grunde, ein mächtiges weißes Bauernzentrum zu errichten, um danach den schwächsten Punkt im schwarzen Lager - das Feld f7 - anzugreifen. Weiß scheut schon im Anfangsstadium der Partie keine Verluste, opfert bereitwillig Bauern, mitunter sogar Figuren, nur um den Gegner in der Entwicklung zu Überholen und die Initiative an sich zu reißen. Die Vielzahl von Angriffs- und Gegenangriffsmöglichkeiten macht die Italienische Partie für viele Schachspieler attraktiv, weil ihre regelmäßige praktische Anwendung die Kombinationsfähigkeit des Schachspielers fördert. Zudem kann man die Anwendung dieses Systems vor allem jungen Spielern nur nachhaltig empfehlen, weil sie das Verständnis für elementare Grundlagen wie Zentrum, Entwicklung, Initiative nachhaltig schult. In der fünf Jahrhunderte andauernden

Geschichte dieser Eröffnung gab es natürlich immer wieder grundsätzliche Umbewertungen vieler wichtiger Varianten. Auch im 20. Jahrhundert ist dies nicht anders gewesen. In seinem Werk, "Theoretische Abhandlung über die Italienische Partie", Berlin 1924, behauptete der deutsche Theoretiker A. Ritzen, dass der weiße Angriff dem Anziehenden unbedingt Vorteil einbringt. Der Verfasser ging sogar so weit, den schwarzen Zug 3...Lc5 mit einem Fragezeichen zu versehen. Diese Bewertung ist 1925 von dem prominenten sowjetischen Großmeister Grigori Löwenfisch widerlegt worden. Einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Theorie leistete der sowjetische Theoretiker Sek. Als Ergebnis seiner Arbeit erfolgte eine Neubewertung mancher Variante. Eines der wichtigsten deutschsprachigen Werke ist "Die Italienische Partie" von Jakow Estrin aus dem Jahre 1984.

Allein der Umstand, dass beinahe alle Weltmeister in ihrer Praxis von dieser Eröffnung Gebrauch machten, zeigt, dass die Italienische Partie im Laufe der Jahrhunderte nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat. Eine der bekanntesten Partien dürfte die Partie Steinitz - von Bardeleben aus Hastings 1895 sein...

Schachtheorie ist ein nie endender Prozess. Tag für Tag finden auf der ganzen Welt etliche Partien statt, die unser theoretisches Wissen erweitern. Diese Eröffnung spiegelt wie kaum eine andere die Entwicklung des Schachspiels selbst wider. Deshalb ist die Italienische Partie als Einstieg in die spezielle Eröffnungstheorie bestens geeignet. Jeder gut ausgebildete Schachspieler soll in seiner persönlichen Vervollkommnung die Entwicklung des Schachspiels nachempfinden. Ein großer Vorteil des Systems besteht auch darin, dass sich sowohl scharfe taktische Gefechte als auch eher ruhige positionelle Stellungen ergeben können. Die Aufbereitung des gebotenen Materials lässt an Übersichtlichkeit nichts zu wünschen übrig. In der Hauptdatenbank mit den zahlreichen kommentierten Partien findet man zu jedem relevanten Abspiel einen ausführlichen Datenbanktext, in dem auf die Besonderheiten des jeweiligen Systems eingegangen wird. Aus den Texten heraus kann man über die entsprechenden Schlüssel direkt auf die relevanten Partien zugreifen. Zwei zusätzliche Datenbanken mit über 44 000 Partien sind im Lieferumfang enthalten und ermöglichen den schnellen Zugriff auf weitere Musterpartien. Die Trainingsdatenbank mit über 160 Fragestellungen zu typischen Motiven dieser Eröffnung hilft dem Anwender dabei, sein Verständnis für die Feinheiten des Systems zu schulen. Fazit: Ein didaktisch gut aufgebauter Schachlehrgang, der sich ideal zum Erlernen dieser Eröffnung eignet. Da in Partien mit Italienisch sehr häufig elementare Kombinations- und Strategiemotive enthalten sind, eignet sich die CD exzellent für Übungsleiter und Schachtrainer.

Peter Schreiner, Rochade Europa 05/2004

Hier wird eine Eröffnung nach den Zügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 vorgestellt.

Der Autor stellt das Thema vor in 11 Kapiteln und anhand von 240 kommentierten Musterpartien. Frisch erworbene Kenntnisse kann der Käufer anhand von 160 Trainigsübungen prüfen.

J. Konikowski, Fernschach International 03/2004