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LONORWWTM

Winning with the Modern

Eigenschaften

144 Seiten, kartoniert, Batsford Chess, 2. Auflage 1994

Aus der Reihe »Winning with the ...«

18,82 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Grandmaster Norwood uses the benefit of his many years' experience with the Modern, a defence Black can play no matter how White opens.

Weitere Informationen
Hersteller Batsford Chess
Medium Buch
Erscheinungsjahr 1994
Autor David Norwood
Reihe Winning with the ...
Sprache Englisch
Auflage 2
ISBN-10 071346688X
Seiten 144
Einband kartoniert
Diagramme 180

"Winning with the Modern" heißt ein Buch von David Norwood, in dem sich der englische GM mit Eröffnungssystemen befaßt, die sich aus den Zügen 1. e4 (oder d4) g6 2. d4 Lg7 ergeben. Die vor allem in der Eröffnungsphase mit äußerster Gründlichkeit kommentierten Partien hat meistens der Autor selbst als Nachziehender gespielt. David Norwood ist beizupflichten, wenn er Eröffnungen und Partien der hypermodernen Schule zuordnet, welche dem Gegner in der Regel die Zentrumsbildung überläßt, um dessen vermeintlich starke Mitte so bald wie möglich zu unterminieren.

So weit, so gut. Doch was soll der Name "Modern"? Was heute als modern gilt, kann morgen antiquiert sein. Zur Kennzeichnung eignet sich die Bezeichnung daher überhaupt nicht, und eine Notlösung ist es schon gar nicht, weil diese Eröffnung von GM Karl Robatsch 1953 in die Turnierpraxis eingeführt worden ist (Geller-Robatsch, USA-Österreich 1953). Auch vorher schon wurde sie wiederholt gespielt, hatte aber noch keinen Namen erhalten.

Häufiger als 1. ... g6 wird übrigens 1. ... d6 gespielt, und für sie hat sich der Name Pirc-Ufimzew-Verteidigung oder einfach Pirc-Verteidigung durchgesetzt, obschon auch sie bisweilen unter der Bezeichnung "Moderne Verteidigung" läuft. Warum eigentlich? Pirc hat die Eröffnung, die übrigens Paulsen bereits 1883 in Nürnberg und 1889 in Breslau angewandt hat, in den 40er Jahren turnierfähig gemacht, und die Konfusion mit der Bezeichnung rührt wohl daher, daß die Varianten nicht selten ineinander übergehen. Wohl deshalb hatte sich auch der eher verallgemeinernde Name "Jugoslawisch" eingebürgert, von dem man aber wegen der Ereignisse auf dem Balkan wieder abgekommen ist, so unbestreitbar die Verdienste jugoslawischer Meister um die internationale Förderung des Spiels sind. Daß sich Norwood bei seiner Namensgebung nicht recht wohl gefühlt hat, ergibt sich auch daraus, daß er im Text meist von "Modern/Pirc" spricht und im Falle von 1. d4 d6 2. e4 Sf6 3. Sf3 g6 4. f4 d5 von dem "Gurgenidse-System".

Ludwig Steinkohl, Rochade Europa 4/94

Der britische Großmeister, derzeit in Diensten des Bundesligisten Solinger SG, schöpft aus einer reichen, zehnjährigen Selbsterfahrung mit dem Aufbau 1. ...g6 gegen verschiedene Aufbauten des Anziehenden. Norwood schreibt ausgesprochen unterhaltsam und stellenweise humorig, spart nicht mit methodischen Erläuterungen, wobei er pädagogisches Geschick beweist, und propagiert die Moderne Verteidigung als vielseitige, verhältnismäßig leicht beherrschbare Waffe, sobald man ihre Prinzipien erst einmal verstanden hat. Gedächtnisakrobatik - wie etwa beim Studium des Sizilianers und seiner zahllosen taktischen Fallen unabdingbar - werde hier kaum benötigt. Damit trifft der Autor ziemlich gut die Vorstellungen einer Zielgruppe, die ich grob beim Klubspieler im Bereich 1700 bis über 2000 DWZ ansiedeln möchte. Obwohl im Vergleich deutlich besser, begibt sich "Winning with the Modern" in eine harte Konkurrenz zu dem 1989 bei Rattmann erschienenen deutschsprachigen Titel "Schwarz gewinnt mit 1. ...g6 (A. Soltis), da seine größere Aktualität angesichts des vermuteten Leserkreises bloß eine untergeordnete Rolle spielen sollte und da in den Genuß Norwoodscher Lehrerqualitäten nur kommt, wer zur Arbeit mit dem Buch nicht ständig ein englisches Wörterbuch zu Rate ziehen muß. Im übrigen sei angemerkt, daß die Notation zumindest teilweise nicht mit elektronischen Eingabehilfen erstellt wurde, wodurch sich im Text leider Inkonsistenzen bei der Verwendung von Schlag- und Schachgebotszeichen und gelegentlich wohl auch falsche Züge eingeschlichen haben (Beispiel: Seite 35, re. Spalte, 7. Zeile: Sf5 statt Sf3).

Schachreport 2/94