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Art.-Nr.: LOVEGMB
Vergriffen

Modern Benoni

176 Seiten, kartoniert, Everyman.

Aus der Reihe »Starting Out«

17,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Ideal for those wanting to understand the basics of the Modern Benoni.

The Modern Benoni is one of Black's most ambitious and audacious defences to the queen's pawn opening, and it has been used with devastating effect by such legends as Mikhail Tal, Bobby Fischer and Garry Kasparov. From the very start Black creates an exceptional imbalance in the position, one which leads to dynamic play and gives Black real chances to seize the initiative. Both players must be fearless in their approach, as hesitation in the Modern Benoni often leads to disaster!

In this user-friendly book, International Master Endre Végh goes back to basics, studying the fundamental principles of the Benoni and its many variations. Throughout the book there are an abundance of notes, tips, warnings and exercises to help the improving player, while key strategies, ideas and tactics for both sides are clearly illustrated.

  • User-friendly design to help readers absorb ideas

  • Concentrates on the key principles of the Modern Benoni

  • Ideal for the improving player

Details
Sprache Englisch
Autor Vegh, E.
Verlag Everyman
Reihe Starting Out
Medium Buch
Gewicht 370 g
Breite 17,4 cm
Höhe 24,5 cm
Seiten 176
ISBN-10 1857443667
ISBN-13 9781857443660
Einband kartoniert
Inhalte

004 Foreword

005 1 Introduction to the Modern Benoni

064 2 Rare Variations

089 3 The Fianchetto Variation

103 4 Systems with f2-f3

117 5 Systems with f2-f4

136 6 The Modern Variation: e2-e4, Nf3 and h2-h3

150 7 Classical Sidelines with Nf3 and e2-e4

160 8 Classical Main Line: Nf3-d2 and e2-e4

172 Index of Variations

175 Index of Complete Games

Die Benoni-Verteidigung taugte schon immer für besondere Momente. Und sie war stets eine Waffe der Weltmeister, namentlich Mihail Tal, Robert James Fischer, Garry Kasparow, Vesselin Topalov und Wladimir Kramnik. Fischer wählte sie, als er 1972 in Reykjavik 0:2 zurücklag; Kramnik setzte auf sie, als er 2004 in der vorletzten WM-Partie gegen Peter Leko einen Punkt Rückstand hatte. Der aus dem Hebräischen stammen­de Name bedeutet sinnigerweise "Sohn des Kummers", und etliche Top-Spieler sind als Nachziehende regelrecht überfahren worden. Dessen ungeachtet startet die Schachelite von Zeit zu Zeit Wiederbelebungsversuche, denn die halbgeschlossene Verteidigung ge­gen 1. d4 zeichnet aus, dass das Spiel nicht leicht verflacht. Auch wenn manches Abspiel inzwischen umgedeutet wurde, bleibt der kurz nach der Jahrhundertwende erschie­nene Führer von John Watson die grundle­gende Einführung für den Schwarzspieler. Liebhaber dieser Spielweise schätzen das Werk von Lew Psakhis ("The Complete Be­noni", Batsford 1995). Heute kann es sich kaum ein Autor leisten, eine Gesamtschau zu einem Eröffnungs-Schwergewicht zu schreiben - neuere Werke setzen Schwer­punkte und sollen hier skizziert werden.

Aber zunächst zu Watsons Buch: Der amerikanische IM wählt den traditionellen Weg, d. h. Varianten werden bis zum 20. Zug, manchmal auch bis zum 30. Zug vorgestellt - z. B. forcierte Varianten des Dreibauernangriffs. Wie bei seinen Büchern zur Franzö­sischen Verteidigung hält er nicht mit Mei­nungen hinter dem Berg. Es wird nur auf sol­che Abspiele geschaut, die er für beiderseits tauglich einschätzt. Es gibt Begründungen, warum etwas wegfällt, und sehr pointierte Stellungseinschätzungen und sowie Hinwei­se zu unerforschten Wegen und Bestands­aufnahmen der Trends in den verschiedenen Systemen. Aber auch 2001 musste der kri­tische Schreiber in seinem Vorwort die Bi­lanz ziehen, "dass der Autor am Ende von vielen Varianten einfach damit leben muss, dass dynamische Ungleichgewichte herr­schen, die sich definitiven Bewertungen wi­dersetzen". Trotzdem bleibt dieser Klassiker ein absolutes Muss!

Endre Vegh hat sich ebenfalls dem Blick auf alle Möglichkeiten verschrieben, kommt allerdings mit sieben Kapiteln aus und be­leuchtet hauptsächlich die allererste Partiephase bis ca. zum 15. Zug. Trotz der Aus­richtung als Orientierung für Neueinsteiger liefert der ungarische IM in mancher Hinsicht vorzügliche Arbeit ab: 46 Modellpartien sind ein guter Grundstock und in angemessener Zeit zu bewältigen, eigenständige Analysen am Übergang zum und im Mittelspiel legen viele taktische und strategische Motive offen, variantenspezifische Eigenheiten werden vor­züglich herausgearbeitet (z. B. wohin gehört welche Leichtfigur oder wann muss man mit den Bauernzügen c5-c4, f7-f5 oder g6-g5 operieren). Statistische Auswertungen unter­streichen Wertigkeiten bestimmter Abspiele. Die gut platzierten Diagramme unterstützen zudem ein leichtes Durchforsten. Ein Glanz­licht unter den Starting-out-Büchern, und kei­neswegs nur für Anfänger inspirierend!

Und auch der dritte IM-Autor geht en­gagiert vor; Richard Palliser legt eigentlich kein Eröffnungsbuch, sondern eher eine Motivationslektüre vor. In Kapiteln wie bei­spielsweise "Helden und Nullen", "Strate­gie", "Was ist angesagt", "Tricks und Fallen", "Vor dem Kampf" versteht es der Engländer, manche Eigenheiten der Benoni-Verteidi­gung zu hinterfragen. Der Dreibauernangriff ist für Schwarz mit einigen Sorgen verbun­den, und Palliser deutet auch Pfade, die an­dere aussparen. Doch im Turniersaal geht es nicht immer akademisch zu nach 1. d4 Sf6 2. c4 c5 3. d5 e6 4. Sc3 exd5 5. cxd5 d6 6. e4 g6 7. f4 Lg7 8. Lb5+ Sbd7!? 9. e5 dxe5 10. fxe5 Sh5 11. e6 Dh4+ 12. g3 Sxg3 13.hxg3 Dxh1 14.Le3 Lxc3+! 15.bxc3 a6! Vegh bietet nur Stoff zu 15. ...0-0, wäh­rend Franco das ganze Abspiel meidet! Watsons Urteil lautet gleichfalls "ungenügend", und er bleibt beim üblichen Sfd7 im 8. Zug. 16. exd7+ Lxd7 17. Lxd7+ Kxd7 18. Dg4+ Eine alternative, halsbrecherische Variante bietet 18. Da4+ b5 19. Dg4+ f5 20. Df4 The8 21. 0-0-0 De4 22. Lxc5 Dxf4+ 23. gxf4 Te4 24. Sf3 Tc8 25. Ld4 Txf4 26. Se5+ Kd6 27. Sf7+ Kxd5 28. Le5+ Ke6 29.Lxf4 Kxf7 30. Kb2 Tc4 31. Le3 f4 32. Ld4 g5 mit drei Bauern als Kompensati­on für die Leichtfigur in Crouch-Palliser, London 2003. Der Damentausch mit 18. Df3 ist der andere, weit ins Mittelspiel ausanaly­sierte Weg, der viele Fallstricke aufweist. 18. ...f5 19. Df3 Dxf3 20. Sxf3 The8 21. Kf2 Te4 22.Tb1 Tae8 Oder 22. ...b5 23. Lxc5 Tae8 24. Tb2 h6 25. Ld4 Kd6 26. a4 Kxd5 27. axb5 axb5 28. Txb5+ Ke6 29. Se5 g5 30.Tb6+ Kd5 31.Tb5+ mit Zugwiederho­lung in Wells-Palliser, Halifax (Britische Schnellschachmeisterschaft) 2003, aber Sd3 hätte aus weißer Sicht ein Spielen auf Ge­winn erlaubt! 23. Lxc5 Te2+ 24. Kf1 b5, ge­folgt von Tc2, hält Gegenspiel parat.

In der Summe bekommt man hier zahl­reiche Anknüpfungspunkte für weitere, eige­ne Analysen. Eine Seite Variantenindex hilft grob beim Zurechtfinden, aber dafür steht der Genuss einer ungeschminkten Bloßstellung der Stärken und Schwächen in einem vom Autor selbst praktizierten System, bei dem man mit den schwarzen Steinen meist den vollen Punkt im Visier hat! Zudem bringt Palliser Wissenswertes über Wettkampfein­stellung und Spielkultur.

Zenon Francos Expertise zielt eher auf den Benoni-Kenner. Es gibt 25 Stamm­partien in acht Abschnitten; Einführungen und Zusammenfassungen sind trefflich und knapp. Bei etlichen Beispielen behält Weiß die Oberhand, so dass der Nachziehende Nutzen aus Warnungen ziehen kann. Die Zielgruppe ist vorrangig gehobene Vereins­klasse. Erfreulicherweise findet eine Diskus­sion mit Watson statt, während Vegh und Pal­liser allerdings übersehen wurden. Dennoch gibt es unter dem Strich eine für Experten wichtige Standortbestimmung!

Sonderfälle der Benoni- Verteidigung sind Ähnlichkeiten und Übergänge zu königsin­dischen Strukturen. Hierzu zählen auch Auf­bauten mit f3 und der Springerüberführung g1-e2-g3. Als weltweit größter Experte gilt Alexei Drejew, der für seinen positionellen Schachstil und manche Eröffnungs- und Mittelspielinnovation berühmt ist. Er legte jetzt eine Auswahl seiner 100 besten Partien zwischen 1984 bis 2006 vor (darunter zwei­mal Benoni als A65): Jede Partie stellt ein Art Lernlektion dar, gut erklärt und mit Vari­anten ausgewogen unterfüttert auf insgesamt 275 Seiten. Faszinierend sind zuvor 15 Sei­ten Autobiografie, u. a. zu seinen Schwierig­keiten mit der Sowjetbürokratie (keine Rei­sen zu Jugendweltmeisterschaften!) und der Armeezeit vor 1990 (dann bricht die Lebens­beichte ab). Acht Seiten enthalten größten­teils weniger bekannte Farbbilder. Ein Buch mit langem Gebrauchswert!

Doch auch ein Fachmann wie Drejew erleidet bisweilen Schiffbruch; Im Dezem­ber 2007 war er gegen Faruch Amonatow nicht einmal Favorit, da der 38-Jährige in den vergangenen zwei Jahren fast 100 Elo-Punkte einbüßte. Amonatow dagegen mach­te seit 2006 einen Sprung um 100 Punkte auf momentane Elo 2649. Beim Superfinale der russischen Meisterschaft stand eine Er­öffnung auf dem Programm, über die zwei russische Landsleute, GM Alexander Cherniajew und FM Eduard Prokurnow, soeben eine Untersuchung vorlegten. Den Zusam­menhängen zwischen Benoni und Königsin­disch gehören 50 Seiten. Doch auch dieser Teil, wie das gesamte Werk mit 50 Beispiel­partien, offeriert wenig Eigenanalysen und teilweise älteres Material. Man gewinnt den Eindruck, es handelt sich um einen mühse­lig aufgepeppten Aufguss einer älteren Veröffentlichung; turnierpraktische Hinweise sucht man vergeblich. Verpasst wurde eine zuverlässige Revue zu einem vernachlässig­ten Thema. Empfehlung: Das Geld besser für die anderen Bände anlegen!

Mit freundlicher Genehmigung

Harald Fietz, Schach Magazin 64 3/2008

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Im Vorwort erläutert der internatio­nale Meister Endre Végh sein Ziel, dem Leser ein Gefühl für die Behand­lung des modernen Benoni zu geben. In einer ungefähr 60 Seiten umfassen­den Einführung schildert er daher zunächst die typischen Pläne für Weiß und für Schwarz. In den anschließenden Kapiteln bespricht er die einzelnen Systeme. Das Buch enthält 41 ausführlich kommentierte Partien, viele Diagramme und ein übersichtliches Variantenverzeichnis.

Dem Autor ist es gelungen, die Faszination dieser Eröffnung zu ver­mitteln.

Das Buch ist nicht nur für Einstei­ger sondern auch für fortgeschrittene Schachspieler empfehlenswert.

Schachmarkt 02/2005

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Informationen zum Autor

Endre Végh, Jahrgang 1957, ist ein In­ternationaler Meister aus Ungarn mit einer aktuellen (01. Januar 2005) ELO-Zahl von 2309. Auf dem Klap­pentext des Buches wird Vegh als er­fahrener Schachschriftsteller und Eröffnungsexperte ausgewiesen. Bücher in deutscher oder englischer Sprache sind aber von ihm nicht bekannt. Der Autor arbeitet auch als Trainer starker ungarischer Nachwuchsspieler. Er war zudem ein Helfer im Team von Topalow beim Kandidatenturnier in Dort­mund 2002. Internationale Turniere bestritt er zuletzt kaum, war aber in der Ungarischen National Team Super League aktiv. Das vorliegende Starting Out: Modern Benoni ist sein erstes Buch für Everyman Chess. Dem Rezensenten ist der Name Endre Végh jedoch vor allem durch seine Aufsehen erregende Siegpartie gegen das Wolga-Gambit der damals noch 12-jährigen Judit Polgar in Budapest 1989 gegenwärtig, mit der er ihr nach ihrem Klasseresultat von 12,5/13 bei der Schacholympiade 1988 in Saloni­ki, das sie auf ELO 2555 katapultierte, die erste Niederlage beibrachte...

Konzeption, Inhalte und Gliederung

Mit der Starting Out-Reihe möchte Everyman Chess (früher Cadogan Chess) den Lesern die Grundlagen der Eröffnungen vermitteln. Es sollen die typischen strategischen Motive erläu­tert und ein Überblick über die wich­tigsten Abspiele gegeben werden, ohne den Schachfreund, der sich mit einer für ihn neuen Eröffnung vertraut ma­chen möchte, gleich in einen Varian­tendschungel zu führen, aus dem er nicht mehr herausfindet. Vor diesem Hintergrund beginnt Endre Végh zunächst zu erklären, was das Moderne Benoni charakterisiert und über welche Zugfolgen es erreicht werden kann, wobei er erfreulicher­weise auf die Zugumstellungsproble­matik eingeht und verständlich macht, wie Weiß und Schwarz über trickrei­che Zugfolgen bestimmte unliebsame Varianten vermeiden können. Er nennt die bedeutendsten Protagonisten des Systems und präsentiert im ersten Ab­schnitt der Einleitung The Son of Sorrow die Partie Gurgenidse - Tal, ge­spielt bei der UdSSR-Meisterschaft 1957, die Michail Tal, der Gewinner dieser Meisterschaft und spätere Welt­meister, glanzvoll gewann. Damit konnte Végh beim Rezensenten sofort einige Sympathiepunkte erlangen, denn exakt diese Partie war es, die ich meiner Trainingsgruppe vor einigen Jahren als Einführung in das Moderne Benoni ebenfalls zuerst zeigte....

Anschließend widmet sich Végh auf über 50 Seiten (S. 12-63!) den strategi­schen Ideen aus weißer und schwarzer Sicht. Für Weiß werden somit der Vor­stoß e4-e5 mit oder ohne Bauernopfer, das Standardmanöver Sf3-d2-c4 (Knight 's Tour/Nimzowitsch-Pirouette), der prophylaktische Zug a4-a5 und die Idee b2-b4 beschrieben, für Schwarz der Standard-Vorstoß b7-b5, der Zug c5-c4, um für den Springer Platz auf c5 zuschaffen und b7-b5 zu unterstützen, f7-f5 zur Linienöffnung am Königsflügel und Manöver zur Er­langung aktiven Figurenspiels erläu­tert. Neben einer Reihe von neueren Beispielen hat Végh auch zahlreiche lieb gewonnene Klassiker in die Dar­stellung eingearbeitet, darunter Penro­se - Tal, Schacholympiade Leipzig I960, Beljawski - Portisch, IZT Szirak 1987, Donner - Tal, Zürich 1959, Gel­ler - Tal, UdSSR-Meisterschaft 1959 und Knaak - Bönsch, DDR-Meister­schaft Plauen 1980. Wie auch später im Variantenteil sind einige Partien komplett enthalten, andere als Frag­mente bis zu bzw. ab einem kritischen Punkt angeführt. Die Erläuterungen des Autors sind ausführlich und ver­ständlich und werden großzügig durch Überschriften und Diagramme unter­stützt.

An diese sehr gelungene Einführung schließt sich die Präsentation der wich­tigsten Varianten an. Hier war der Re­zensent, der The Guide to the Modern Benoni von John Watson (Gambit Ver­lag) begeistert durchgearbeitet hat, ge­spannt, welche Gliederung, welche Va­rianten und welche Bezeichnungen Endre Végh wählen würde. Es wird deutlich, dass sich Vegh zumindest teilweise an der Benoni-Bibel orien­tiert hat (Ein Literaturverzeichnis fehlt leider völlig!), denn es treten einige Übereinstimmungen bzw. Ähnlichkei­ten auf. Später auf Seite 141 verweist Végh in der modernen Hauptvariante auch auf die Empfehlung 9...Sh5 von Watson.

Die Darstellung eines Abspiels erfolgt mittels eines Schemas, das bis zum Ende des Buches durchgehalten wird: Zunächst führt der Autor in die Varian­te ein, indem er die wichtigsten Merk­male herausstellt, die Ideen von Weiß und Probleme für Schwarz erwähnt und sich dazu äußert, wie theorielastig die Variante ist. Danach folgt die Betrachtung der Untervarianten, die durch eine informative Statistik zum prozentualen Erfolg von Weiß bzw. Schwarz in diesem Abspiel eingeleitet wird. Es schließen sich jeweils aus­führlich kommentierte, aber nicht überfrachtete Beispielpartien an, in die weitere Partien und Partiefragmente eingearbeitet wurden. Diese Form der Präsentation ist charakteristisch für Eröffnungsbücher von Everyman und nach Ansicht des Rezensenten nachah­menswert, denn die Übersichtlichkeit sorgt dafür, dass nie Orientierung und Lust verloren gehen. An kritischen Stellen - nach guten Zügen und nach Fehlern - erhält der Leser zusätzlich auch (meist nützliche) Tipps. Der Au­tor bietet einen ausgewogenen Mix zwischen neuem Material - es finden sich eine Reihe in den Jahren 2000-2004 gespielte Partien - und Klassi­kern. Zu erwähnen sind solche heraus­ragenden Partien wie Kortschnoi -Kasparow, Schacholympiade Luzern 1982, Van Wely - Topalow, Wijk aan Zee 1998, Ufimzew - Tal, UdSSR-Mannschaftsmeisterschaft 1967, Najdorf - Fischer, Schacholympiade Havanna 1966 und Polugajewski -Nunn, Europäische Mannschaftsmeis­terschaft Skara 1980. Veghs Sprache ist anschaulich und en­gagiert. Er versteht es, den Leser zu begeistern und persönlich anzuspre­chen, ihm seine Empfehlungen zu er­läutern und ihn auf Fallstricke auf­merksam zu machen.

Ein Problem, das alle Benoni-Spieler beschäftigt, ist jedoch, wie sie auf "Ablehnung" reagieren sollen. Was ist zu tun, wenn der Anziehende einfach nicht einwilligen möchte und nach 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.Sf3 oder 3.e3 zieht oder 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 c5 mit 4. g3 (bzw. 3.g3 c5 mit 4.Sf3) beant­wortet? Diese Varianten gehören nach dem ECO-Code nicht zum Modernen Benoni und werden deshalb in fast al­len Benoni-Büchern auch nicht be­rücksichtigt. Dabei wäre es gerade für Benoni-Anfänger wichtig, für diese Fälle Spielvorschläge zu erhalten, denn sie werden früher oder später un­weigerlich mit ausweichenden Varian­ten konfrontiert. Leider erhält der Leser dazu auch von Endre Végh keine Hilfe.

Die Gliederung in der Übersicht:

Foreword (S. 4) - Vorwort von Endre Vegh.

1 Introduction to the Modern Beno­ni (S. 5 ff.) - Einführung, grundlegen­de Erläuterung des Eröffnungssystems, Überblick über die wichtigsten Strategeme, strategische Ideen für Weiß und Schwarz.

2 Rare Variations (S. 64 ff.) - Benoni gegen Katalanisch, Varianten, in denen Weiß früh Lg5 oder Lf4 spielt, Vari­anten mit frühem h3.

3 The Fianchetto Variation (S. 90 ff.) - 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.Sf3 g6 7.g3 Lg7 8. Lg2 0-0 9.0-0 - Varianten mit schwarzem 9...Sbd7 (ohne ...a6) und 9...a6.

4 Systems with f2-f3 (S. 103 ff.) -Weiß spielt Lg5, Weiß spielt Le3, Weiß stellt die Entwicklung des schwarzfeldrigen Läufers zurück, Weiß spielt 7.Ld3 und 8.Sge2.

5 Systems with f2-f4 (S. 117 ff.) - 1. d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5. cxd5 d6 6.e4 g6 7.f4 Lg7 - Weiß spielt 8.e5, Weiß spielt 8.Sf3 und 9.Le2, Die kritische Fortsetzung 8. Lb5+.

6 The Modern Variation: e2-e4, Sf3 and h2-h3 (S. 136 ff.) - 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 - 7.Sf3 a6 8.h3 b5, 7.Sf3 &g7 8. h3 0-0 9.Ld3, Hauptvariante 9...b5 10.Sxb5 Te8.

7 Classical Sidelines with Sf3 and e2-e4 (S. 150 ff.) - 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3. d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.Sf3 Lg7- Weiß spielt Lg5, Weiß spielt Lf4, Weiß wählt das "gierige" Db3 und Dxb7.

8 Classical Main Line: Sf3-d2 and e2-e4 (S. 160 ff.) - 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3. d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.Sf3 Lg7 8.Le2 0-0 9.0-0 Te8 10. Sd2 - "alte" Hauptvariante 10...Sa6. moderne Variante 10...Sbd7.

Index of Variations (S. 172 ff.) - Va­riantenindex mit Kapitelzuordnung; Diagrammen für die entsprechenden Varianten und Seitenzahlen.

Index of Complete Games (S. 175-176): Verzeichnis der komplett darge­botenen Partien (keine Fragmente), al­phabetisch nach Spielernamen geord­net, mit Angabe des Ortes und des Jah­res sowie der Seitenzahlen.

Fazit

Endre Véghs Buch ist als Einführung in das Moderne Benoni sehr gut geeig­net. Hervorzuheben ist vor allem die ausführliche und anschauliche Erläute­rung der strategischen Ideen des Eröff­nungssystems für beide Farben. Die Darstellung der wichtigsten Varianten erfolgt instruktiv und übersichtlich, die Auswahl der Beispielpartien ist gelun­gen. Die kleinen Einschränkungen (fehlendes Literaturverzeichnis, keine Empfehlungen gegen abgelehntes Benoni) beeinträchtigen den positiven Gesamteindruck kaum. Schachfreun­de, die sich für dieses Eröffnungssys­tem interessieren und es sich neu er­schließen wollen, sind mit diesem Buch gut beraten.

Sören Bär, Rochade Europa 04/2005

Modern Benoni

EUR

17.95