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Art.-Nr.: SCOMADRO
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Reti-Opening

CD/DVD-Box, ChessBase, 1. Auflage 2001.

25,50 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Vladimir Kramnik ist der prominenteste Vertreter des Zuges 1.Sf3, damit ist er zugleich auch der prominenteste Reti-Spieler. Und wie man weiß, ist gerade sein Weißaufschlag gefürchtet. Das sollte zu denken geben. Was aber ist eigentlich die Reti-Eröffnung? 1.Sf3 d5, aber dann? Nun, das ist fast egal, nur d2-d4 sollte man nicht gleich spielen (das wäre Damengambit). Die typischen Züge sind 2.c4 und 2.g3, weniger zum Thema gehört ein Aufbau mit b3 und Lb2. Weiß sollte bereit sein, auf jeden schwarzen Spielaufbau zu reagieren. Denn genau diese Variabilität macht den weißen Spielaufbau so gefährlich.

Natürlich ist bei einer so variablen Eröffnung das Verständnis der Spielpläne äußerst wichtig. Mit Varianten auswendig lernen ist hier kein Blumentopf zu gewinnen. Der Autor Don Maddox verfügt über langjährige Erfahrungen als Trainer, die sich auch in seiner CD niederschlagen. Seine Präsentation der Reti-Eröffnung wendet sich weniger an Großmeister als vielmehr an den typischen Vereinsspieler. Die Kommentierung der Musterpartien wird teilweise durch Verwendung von Audiosequenzen unterstützt.

Die Partienzahl auf der Reti-CD beträgt fast 32.000, davon sind über 1000 kommentiert. Der Eröffnungsschlüssel zeigt für 1.Sf3 d5 2.g3 wie auch für 1.Sf3 d5 2.c4 über 14.000 Partien an. Die meisten Partien gehören also zu den ECO-Codes A06-A14. Da der Zug d2-d4 Übergänge zu anderen Eröffnungen erzeugt, sind auch einige wichtige Varianten solcher Systeme auf der CD abgehandelt worden.

Zur CD gehört ein Baum aller Partien sowie eine Trainigsdatenbank mit 79 Beispielen.

Systemvoraussetzungen: Pentium, 32 MB RAM, Windows 95/98/2000/Me

What is the Reti opening anyway? Okay, 1.Nf3 d5, but then? Well, almost anything, only d2-d4 should not be played immediately (for that would be queen's gambit). The typical moves are 2.c4 and 2.g3, less topical is a setup with b3 and Bb2. The first player should be prepared to react to any black scheme. Yes, if necessary even d2-d4 will be played in the end. But it's just this variability which makes the white setup so dangerous.

The Reti CD includes 32.000 games, more than 1.000 of which with annotations. The opening key contains more than 14.000 games both for 1.Nf3 d5 2.g3 and for 1.Nf3 d5 2.c4, so most of the games belong to the ECO codes A06-A14. Because as mentioned above, the move d2-d4 involves transpositions to other openings, also these systems are covered on the CD with some important variations.

Don Maddox is the president of ChessBase USA and a strong Correspondence Chess player. He has many years experience as a chess trainer, and this definitely leaves its mark on the CD. His presentation of the Reti openings is intended less for the grandmaster but for the typical club player, as particularly in the extremely flexible Reti opening it is of great importance to understand the plans for play - merely learning variations will not take you very far here.

Furthermore, the CD includes a tree of all games and a training database with 79 examples.

Systemrequirements: Pentium, 32 MB RAM, Windows 95, 98, 2000, Me

Details
Sprache Deutsch
Autor Maddox, Don
Verlag ChessBase
Auflage 1.
Medium CD PC
Gewicht 100 g
Breite 13,3 cm
Höhe 18,3 cm
ISBN-13 4027975001166
Erscheinungsjahr 2001
Einband CD/DVD-Box

Peter Schreiner, Juli 2001

Die Reti-Verteidigung zeichnet sich im Unterschied zu den offenen Abspielen nach 1. e4 e5 dadurch aus, dass in der Anfangsphase der Partie keine scharfen, forcierten Abspiele vorkommen. Solche Eröffnungssysteme sind für Amateure, die neben ihrem Hauptberuf wenig Zeit für das Theoriestudium aufbringen können, immer eine gute Wahl. Gerade bei der Reti-Eröffnung ist das Verständnis für die typischen Strategien und Spielpläne bei weitem wichtiger als konkretes Variantenwissen.

Das Grundprinzip der Reti-Eröffnung besteht vor allem darin, alle Figuren zu entwickeln und erst dann nach Initiative zu streben. Die Eröffnung erfreut sich einer langen Tradition und wurde, bzw. wird von vielen Weltklassespielern wie Aljechin, Tartakower, Botwinnik, Capablanca, Fischer, Euwe, Keres, Smyslow, Karpow, u. a. regelmäßig angewandt. Kasparov setzte in einer seiner wichtigsten Partien auf die Reti-Eröffnung, als er unbedingt die letzte Partie beim WM-Match 1987 gewinnen musste, um seinen Titel zu verteidigen!

Die Grundstellung der Reti-Eröffnung entsteht nach 1. Sf3 d5. Die Fortsetzung 1. ...d5 ist die konsequenteste Entgegnung für Schwarz, da sie direkt vom Zentrum Besitz ergreift. Nach 1. ...d5 stehen Weiß grundsätzlich zwei Strategien zur Verfügung:

- die Besetzung des Zentrums mit 2. c4 oder

- der Aufbau mit 2. g3, wobei der weißfeldrige Läufer von g2 die lange Diagonale h1-a8 unter Beschuss nimmt.

Beide Verfahren basieren auf einer soliden positionellen Grundlage, die statistische Punktausbeute mit 56% für Weiß unterstreicht diese Einschätzung.

Bevor wir uns näher mit den Inhalten der CD-Rom beschäftigen, noch einige Worte zum Schöpfer und Namensgeber dieser Eröffnung. Richard Reti wurde 1889 geboren und gehörte insbesondere in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts zur erweiterten Weltspitze. Nach dem Kriegsende verbuchte er eine Reihe von brillanten Turniersiegen, z.B. in Kaschau 1918, Budapest 1918, Rotterdam 1919, Amsterdam 1920, Wien 1920 und Gothenburg 1920. In den nächsten neun Jahren gehörte er zweifellos zu dem halben Dutzend führender Spieler der Welt. Er teilte den ersten Platz in Teplitz-Schönau 1922, den zweiten in Hastings 1923, erreichte den alleinigen zweiten Platz in Mährisch-Ostrau 1923 und in Wien 1923. Im Jahre 1924 beendete er das berühmte Turnier in New York als Fünfter und als Erster in Buenos Aires mit 15 Siegen bei einer Niederlage und zwei Remisen. 1925 gewann er in Preßburg mit 8 Siegen bei 2 Remisen. Das nächste Jahr war ruhiger - zwei Turniere, zwei mäßige Ergebnisse. Aber 1927 meldete sich Reti kraftvoll zurück mit den zweiten Plätzen in Bad Homburg und bei der starken Londoner Schacholympiade. 1928, ein Jahr vor seinem Tod, feierte er einen Siegeslauf mit den ersten Plätzen in Wien, Giessen, Brünn (hier geteilt) und Stockholm. Stockholm war sein letztes Turnier. Als er vier Monate später im Alter von nur 40 Jahren starb, war dies für die Schachwelt ein herber Verlust.

Noch bedeutender als sein praktisches Turnierschaffen war die Rolle Retis als einer der Vordenker der sogenannten "hypermodernen" Schachschule. Die klassische Schachschule unter Vordenker Tarrasch propagierte eine relativ einseitige Form von Schachtheorie. Zuerst "muss" Weiß mit e4 oder d4 eröffnen, das Zentrum besetzen und sich möglichst schnell entwickeln. Die Hypermodernen um die Vordenker Reti, Nimzowitsch, Breyer u.a. vertraten dagegen eloquent die Theorie, dass es nachteilig sein kann, das Zentrum zu besetzen., weil es z.B. als direktes Angriffsziel dient. Überspitzt formulierte es der ebenfalls sehr früh verstorbene Breyer: "Nach 1. e4 befindet sich das weiße Spiel bereits in den letzten Zügen ..."

Die Hypermodernen propagierten stattdessen die Kontrolle des Zentrums und bevorzugten daher zurückhaltende, geschlossene Strukturen mit fianchettierten Läufern. Auch der Faktor Entwicklung wurde von den Hypermodernen völlig konträr zu den Theorien eines Tarrasch beurteilt. These: Die Entwicklung muss keineswegs forciert werden. Die Eröffnung sollte einem fest umrissenen Plan folgen und die Bauernformationen bereits mit Hinblick auf das Endspiel entwickelt werden. Reti war bei der Präsentation seiner Theorien besonders konsequent und wandte ab 1923/1924 als Weißer

ausschließlich die später nach ihm benannte Zugfolge in seinen Partien an.

Im heutigen, erfolgsorientierten Zeitalter überwiegen im Schach Normen, Elopunkte und auf Spitzenniveau die sportliche Komponente, während die alten Meister sich eher als Künstler verstanden, die ihre Theorien ohne Rücksicht auf eventuell ungünstige Resultate prinzipientreu durchfochten. Sicher ist, dass diese Konsequenz Reti den ein oder anderen Punkt gekostet haben dürfte. Ein ganz wichtiger Erfolg für Reti war der Sieg im New Yorker Turnier von 1924 gegen den zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren ungeschlagenen Weltmeister Capablanca.

Inhalt der CD-Rom

Der Autor der CD, Don Maddox, gehört zu den bekanntesten Schachtrainern in den USA. Die über die Jahre hinweg gewonnenen Erfahrungen bei der Vermittlung von komplexen Wissensinhalten sind bei der Konzeption dieser CD mit eingeflossen und wurden meiner Ansicht nach vorbildlich umgesetzt. Die Hauptthemen in den sehr ausführlichen Datenbanktexten sind die nach 1. Sf3 d5 2. c4 und 1. Sf3 d5 2. g3 resultierenden Stellungen. Im Einführungstext werden dem Anwender zunächst die wichtigsten Pläne und Ideen anhand von Diagrammen und ausführlichem Text erklärt. Nachdem der Anwender die Grundlagen kennengelernt hat, geht der Autor einen Schritt weiter und stellt mit ausführlichen Texterklärungen und anhand instruktiver Eröffnungsübersichten typische Standardpläne der Reti-Verteidigung vor.

Ein Beispiel von der CD:

1. Sf3

Der internationale Großmeister Richard Reti führte diesen Zug als Teil eines theoretischen Systems 1923 in die Praxis ein. Der Springerzug richtet sich gegen den Zentrumszug 1. ...e5; Weiß wartet erst einmal ab, wie sich Schwarz im Zentrum entscheidet.

1. ...d5

Schwarz hat nach 1. Sf3 viele verschiedene Möglichkeiten, der Bauernvorstoß d7-d5 ist die direkteste Antwort auf die weiße Abwartetaktik. Der Nachziehende stellt einen Fuß ins Zentrum und wartet die weitere Entwicklung ab.

2. c4

Die konsequenteste Fortführung des von Weiß eingeschlagenen Wegs. Häufig behält Weiß danach zwei Bauern gegen einen schwarzen Bauern im Zentrum, was ihm einen soliden Endspielvorteil

verspricht. Im allgemeinen unterstützt Schwarz den Bauern d5 mit ...c6, um dieser Entwicklung entgegenzutreten.

2. ...c6

Tauscht Weiß nun ein Bauernpaar auf d5 ab, schlägt Schwarz mit dem c-Bauern zurück und hält das materielle Gleichgewicht im Zentrum aufrecht.

[2. ...dxc4 Das direkte Schlagen auf c4 führt nicht zum Bauerngewinn; Schwarz überlässt seinem Gegner damit nur die Bauernmehrheit im Zentrum. 3. Da4+ Das ist nicht unbedingt die beste Antwort (ich gebe 3. e3 den Vorzug), aber das Damenschach demonstriert, wie leicht Weiß sich den Bauern zurückholen kann. 3. ...Sd7 4. Dxc4 Schwarz hat einen winzigen Entwicklungsvorsprung, dafür aber ein geschwächtes Zentrum. Die Stellung ist mehr oder weniger ausgeglichen.]

3. b3

Nach dem Bauernzug ...c7-c6 drohte Schwarz wirklich, den Bauern c4 zu erobern, da auf a4 kein Schachgebot möglich ist und nach ...dxc4 der schwarze Bauer auf c4 mit ...b5 gedeckt werden kann. Mit dem Textzug überdeckt Weiß seinen c-Bauern und öffnet die lange Diagonale für seinen schwarzfeldrigen Läufer. [3. g3 Weiß lässt zu, dass Schwarz den c-Bauern erobert, er erhält aber dafür einen großen Entwicklungsvorsprung. Dieser Tausch von Material gegen Stellungsvorteil wird auch Gambit genannt. An dieser Stelle ist das Gambit nicht ohne Risiko, denn Schwarz verfügt über

ausreichend Zeit, seine Stellung zu konsolidieren - sein König schwebt nicht in Gefahr. 3. ...dxc4 4. Lg2 Weiß hat bereits zwei Figuren entwickelt und sein König kann im nächsten Zug rochieren. Der schwarze Bauer auf c4 behindert jedoch die weitere weiße Entwicklung und dem schwarzen König drohen keine Gefahren.]

3. ...Sf6

Die natürlichste Antwort: Eine Figur wird entwickelt und der Felderkomplex d5 / e4 wird überdeckt.

4. g3

Weiß treibt die Entwicklung seines Königsflügels voran.

4. ...Lf5

So wurde erstmalig 1924 gespielt. Weltmeister Emanuel Lasker führte diesen Zug, der bis heute eine der besten Entgegnungen auf die Reti-Eröffnung ist, in die Praxis ein. Bevor Schwarz seinen e-Bauern nach e6 zieht, entwickelt er den Damenläufer, um diesen nicht hinter den eigenen Bauern einzuschließen.

5. Lg2

Weiß setzt wie geplant fort.

5. ...e6

Nun ist der Punkt d5 bombensicher und der Einflussbereich des Läufers g2 auf der Diagonale h1-a8 eingeschränkt.

6. Lb2

Weiß besitzt aber noch einen gewaltigen Druck auf der langen Diagonale a1-h8. Beide Seiten konzentrieren sich nun erst einmal auf die Entwicklung ihrer Figuren.

6. ...Sbd7

Eine weitere Figur wird ins Spiel gebracht, wobei der Damenspringer den Springer f6 überdeckt, um zu vermeiden, dass Weiß mit einem Abtausch Lxf6 die schwarze Bauernstellung am Königsflügel zerreißt.

7. 0-0

Weiß bringt seinen König in Sicherheit. Noch ist Schwarz im Unklaren, ob Weiß nun d4 oder d3 spielen und seinen Springer nach c3 oder d2 ziehen wird. Der Anziehende will erst einmal sehen, was Schwarz mit seinem Läufer f8 plant, bevor er sich bezüglich der weiteren Entwicklung festlegt.

7. ...Le7

Die einfachste und solideste Antwort. Schwarz verstärkt den Punkt f6 und bereitet die Rochade vor.

[7. ...Lc5 Dies ist zweifellos ein aktives Feld für den Läufer, der allerdings einem möglichen Angriff durch d2-d4 ausgesetzt ist. 8. d3 Ein normaler Zug in der Reti-Eröffnung: Der Läufer f5 wird blockiert und die Kontrolle über e4 verstärkt. (8. d4 Damit gewinnt Weiß ein Tempo, verlässt aber dafür die normalen Pfade der Reti-Eröffnung. 8. ...Le7 Weiß hat praktisch einen ganzen Zug geschenkt bekommen! 9. Sbd2 Hält die Diagonale a1-h8 frei. 9. ...0-0 Beide Seiten haben ihre Figurenentwicklung abgeschlossen, und Weiß besitzt einen kleinen Raumvorteil.) 8. ...0-0 Schwarz beendet seine Entwicklung. 9. Sc3 (Möglich ist auch 9. Sbd2 um die lange Diagonale a1-h8 freizuhalten.) 9. ...h6 Das Feld h7 wird dem Läufer zugänglich gemacht. 10. Dc2 Weiß verbindet seine Türme und unterstützt den Vorstoß e4. 10. ...Lh7 Geht dem Anrempler durch e4 vorsorglich aus dem Weg. 11. e4 dxe4 12. dxe4 Die Stellung ist ausgeglichen; Weiß kann wegen der Gegenüberstellung von Lh7 und Dc2 nicht e5 spielen. 7. ...Ld6 In der Hoffnung, früh ...e5 spielen zu können. 8. d3 Weiß setzt mit normalen Reti-Zügen fort. 8. ...0-0 9. Sbd2 Wieder entscheidet sich Weiß dafür, die lange Diagonale freizuhalten. (9. Sc3 Es spricht auch nichts gegen diesen Zug.) 9. ...e5 Mit Hilfe des Läufers setzt Schwarz ...e5 durch. 10. cxd5 cxd5 11. e4 dxe4 12. dxe4 Lg4 Weiß hat die Spannung im Zentrum aufgelöst; das Spiel ist in etwa gleich.]

8. d3

Schränkt den Bewegungsspielraum des Läufers f5 ein und droht Sh4, mit Abtausch des Springers gegen den eingeschlossenen Läufer.

8. ...h6

Schwarz schafft auf h7 ein Rückzugsfeld für den Läufer.

9. Sbd2

Weiß schließt seine Entwicklung ab und unterstützt dabei gleichzeitig den Bauernvorstoß e4, ohne die lange Diagonale zu verstopfen.

9. ...0-0

Beide Seiten haben eine aktive Figurenaufstellung eingenommen; das Spiel ist ungefähr ausgeglichen.

Enorm hilfreich - wie bei allen Eröffnungs-CDs von ChessBase - ist die saubere Strukturierung mit den Einleitungstexten am Anfang der Partienliste und den eingebetteten Links zu Eröffnungsübersichten und Partien. Die mitgelieferte Partiendatenbank enthält insgesamt 31 918 Partien, davon viele mit Text, Multimedia-Komponenten und Varianten kommentiert. Ein Blick auf die Datenbank beweist, dass das System sporadisch auch schon zu Zeiten angewandt wurde, als Reti noch gar nicht auf der Welt war. Zusätzlich gibt es eine Trainingsdatenbank mit 79 ausgewählten

Stellungen, die aus den kommentierten Partien der Hauptdatenbank ausgewählt wurden. Hier gilt es, typische Stellungsprobleme unter turnierähnlichen Bedingungen bei begrenzter Bedenkzeit zu lösen. Die intensive Beschäftigung mit den Trainingsunterlagen hilft dem Anwender, diese inhaltsreiche, strategisch ausgerichtete Eröffnung zu verstehen und das eigene Verständnis für die typischen Stellungsprobleme zu überprüfen. Abgerundet wird diese erstklassige Abhandlung mit einem Positionsbaum, der aus den Partien der Hauptdatenbank generiert wurde und unter den Schachprogrammen von ChessBase auch als Eröffnungsbibliothek eingesetzt werden kann.

Fazit

Diese CD-ROM überzeugt vor allem durch die übersichtliche Aufbereitung des Materials und die transparente Darstellung mit zahlreichen Texterklärungen und erstklassig kommentierten Partien.

Ein Anwender, der die Bereitschaft mitbringt, sich intensiv mit den Inhalten auseinander zusetzen, dürfte zukünftig keine Probleme mehr damit haben, das System erfolgreich in der Praxis anzuwenden oder sich dagegen zu verteidigen. Dem Autor Don Maddox ist es dabei gelungen, auf die Bedürfnisse eines Vereinspielers einzugehen, der sich gründlich mit den Grundmotiven des Systems vertraut machen möchte. Fortgeschrittene Spieler können sich anhand der zahlreichen Detailschlüssel und den über 1300 im Informatorstil kommentierten Partien rasch einen Überblick über die aktuellen Trends in diesem System verschaffen. Ein sehr gelungene Eröffnungs-CD, die eine uneingeschränkte Empfehlung verdient.

Reti-Opening

EUR

25.5