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LOFORDRV

Die Russische Verteidigung

Eigenschaften

300 Seiten, kartoniert, Dreier

15,20 €
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Die ungarischen Meisterspieler haben ihr englisches Buch "Petroff's Defence" total überarbeitet und es auf den neuesten theoretischen Stand gebracht. Das Werk erlangte in der englischsprachigen Ausgabe den Ruf, das beste Buch über diese Eröffnung zu sein. Das Buch darf man als Standardwerk in dieser Eröffnung bezeichnen.

Weitere Informationen
Hersteller Dreier
Medium Buch
Autor Gyözö ForintosErvin Haag
Sprache Deutsch
ISBN-10 3980257452
Seiten 300
Einband kartoniert

Russisch ist in! Die ungarische Koproduktion ist deutlich umfangreicher und verzweigt weit tiefer sowohl als die gleichnamige Broschüre aus der Serie "Aktuelle Eröffnungen" (Rezension siehe Schach-Report 1/93) als auch der Titel "Winning with the Petroff" des Exweltmeisters, enthält allerdings im Gegensatz zu jenem keine Vollkommentare von kompletten Partien.

Die vorliegende Übersetzung aus dem Ungarischen ist darüber hinaus auch etwas umfangreicher als die bereits 1991 bei Batsford erschienene englischsprachige Ausgabe, in welcher bei längeren Nebenvarianten des öfteren der "Cutter" am Werk war. Aktualisierungen bis etwa zum Sommer 1992 scheinen mir nur sporadisch vorgenommen (von E. Siebenhaar?); nähere Angaben dazu fehlen ebenso wie ein Hinweis auf die ausgewerteten Quellen.

Schachreport

Die renommierten ungarischen Autoren legen hier eine ausführliche Monographie über die altehrwürdige Russische Verteidigung vor, zuweilen bei uns noch und vor allem im angelsächsischen Sprachraum nach ihrem Erfinder als Petrows Verteidigung bezeichnet.

Die zwei großen Komplexe 1. e4 e5 2. Sf3 Sf6 3. d4 und 1. e4 e5 2. Sf3 Sf6 3. Sxe5 werden in zusammengenommenen 35 Abspielen behandelt, wobei neben historischen Beispielen auch solche aus der neuesten Turnierpraxis bis 1992 zitiert werden. Im Anhang findet sich ein Variantenverzeichnis. Dem Rezensenten sind an dem insgesamt sehr sorgfältig konzipierten und empfehlenswerten Werk lediglich zwei Schwachpunkte aufgefallen: einmal der kleine Druck und zum anderen das Fehlen von einigen Modellpartien. Einschränkend zur letzteren Bemerkung sei aber der Hinweis gegeben, daß sich eingestreut in den Text mehrere Kurzpartien finden, dies sind jedoch entweder "Großmeisterremisen" oder "Kurzschlüsse".

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 5/93

Durch ein Versehen wurde meine bereits 1992 entstandene Rezension des Batsford-Buches "The Petroff Defence" von Forintos/Haag erst in der Juni-Rochade 1993 abgedruckt, als die oben genannte Übersetzung ins Deutsche und eine Rezension zu diesem Buch (Mai-Rochade `93) schon vorlagen. In meiner damaligen Besprechung konnte ich freilich keinen Vergleich zur deutschen Ausgabe bieten, da sie noch nicht erschienen war. Deshalb hier einige Bemerkungen zum Nachtrag.

1) Die deutsche Ausgabe bietet mehr Material: Vor allem im Bereich der Untervarianten kommen mehr Alternativen zum Zuge und die Partiebeispiele werden häufig einige Züge weiter fortgeführt als in der englischen Ausgabe. Gelegentlich werden auch ganze Abspiele neubewertet. Quantitativ schlägt sich das, zudem bei mehr Inhalt pro Seite, in 299 Seiten statt 254 Seiten und 137 statt 108 Diagrammen nieder.

2) Die deutsche Ausgabe ist etwas aktueller als die englische, sind doch Partien bis 1992, also ein Jahr weiter als in der englischen Ausgabe erfaßt (darunter insbesondere der wichtige Kandidatenkampf Timman - Jussupow).

3) Das Druckbild ist in der englischen Ausgabe etwas besser, vor allem weil kräftiger, während der etwas kleinere Druck bei der deutschen Ausgabe m.E. nicht stört. Die englische Ausgabe nennt zur Übersichtlichkeit am oberen Seitenrand das jeweilige Kapitel, dafür hat die deutsche Ausgabe den unbestreitbaren Vorteil, daß auch bei Subvarianten wie "C221" die vorhergehenden Züge noch einmal angegeben werden, was in der englischen Ausgabe fehlt.

4) Die deutsche Ausgabe ist preisgünstiger.

Fazit: Wer beim Kauf noch die Wahl zwischen beiden gelungenen Werken hat, der dürfte mit der deutschen Ausgabe besser fahren. Für den Russisch-Spezialisten, der die englische Ausgabe schon hat, ist die deutsche Ausgabe trotz des Mehrmaterials kein "unbedingtes Muß", denn das Neu-Material von 1991/92 ist nicht außergewöhnlich reichhaltig und konzentriert sich auf einige Abspiele, so daß der eine oder andere Blick in Informatoren weitgehend Abhilfe schaffen kann.

Helmut Riedl, Rochade Europa 10/93