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Art.-Nr.: LOGRETAD

The Accelerated Dragon

Fundamental coverage of a dynamic Sicilian

320 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2008.

Aus der Reihe »Starting Out«

20,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The Accelerated Dragon is a dynamic choice for Black and arguably the most natural way to play the Sicilian Defence: Black develops rapidly and chooses the most active squares to place his or her pieces. Unknowing white players looking for a direct attack similar to the one used against traditional Dragon are shocked by Black's increased options due to the flexible move order. Instead, White sometimes employs a more positional approach incorporating the famous Maroczy Bind, when the battle centres on White's impressive pawn structure against Black's lively pieces and the ability to create a pawn break. The Accelerated Dragon was brought to prominence by the Danish chess legend Bent Larsen, while in more recent years its advocates have included World Championship Candidate Sergey Tiviakov.

This book is a further addition to Everyman's best-selling Starting Out series, which has been acclaimed for its original approach to tackling chess openings. International Master Andrew Greet, an Accelerated Dragon expert, revisits the basics of the opening, elaborating on the crucial early moves and ideas for both sides in a way that is often neglected in other texts. The reader is helped throughout with a plethora of notes, tips and warnings highlighting the vital characteristics of the Accelerated Dragon and of opening play in general. Starting Out: The Accelerated Dragon is a perfect guide for improving players and those new to this opening.

  • User-friendly design to help readers absorb ideas

  • Includes coverage of the Hyper-Accelerated Dragon

  • Ideal for improvers, club players and tournament players

Details
Sprache Englisch
Autor Greet, Andrew
Verlag Everyman
Reihe Starting Out
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 350 g
Breite 15,2 cm
Höhe 22,8 cm
Seiten 320
ISBN-13 9781857445305
Erscheinungsjahr 2008
Einband kartoniert
Inhalte

004 Bibliography

005 Introduction

009 The Hyper-Accelerated Dragon

049 5 Nc3 -Classical and Other Lines

072 Yugoslav Accelerated Dragon: Introduction and 7...Qa5l?

101 Yugoslav Accelerated Dragon: Main Line with 7...0-0

131 Lines with Nxc6

147 Maroczy Bind: Classical Variation

177 Maroczy Bind: Gurgenidze System

226 Maroczy Bind: 7...Ng4

262 Maroczy Bind: Avoiding Exchanges with Nc2

289 Maroczy Bind: Sidelines

317 Index of Variations

319 Index of Complete Games

Den beschleunigten Drachen (accelerated dragon, 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6) lassen Schachamateure gern los, Schwarz kann unkundige e4-Spieler damit schnell fleddern. Dieser Drachen ist eine der ältesten Sizilianisch- Varian­ten überhaupt, gespielt seit London 1851. Aktuell eröffnen so zum Bei­spiel die Super-GM Iwantschuk, Tiwjakow und Malachow. Die Idee hinter 4...g6 ist klar: Schwarz kämpft mit 1...c5, 2...Sc6 und ...Lg7 sofort um das Zentralfeld d4. Schrecken verbreitete der schnelle Drachen in seinen ersten Jahrzehn­ten - bis die Weißen 5.c4 fanden und ihm so die Flügel stutzten. Dieser "Maroczy-Aufbau", benannt nach dem Ungarn Geza Maroczy (1870-1951), verdirbt auch heute etwas den Spaß an 4...g6. Die schwarze Seite tüftelte weiter, schob ein frühes ...d6 dazwischen und zog ...g6 erst im 5. Zug. So entstand der moderne klas­sische Drachen.

Der englische Internationale Meister Andrew Greet propagiert auf den vorliegenden 320 Seiten trotzdem das schnelle Fianchetto 4...g6. Er hat gute Gründe, besonders für uns Amateure. Bei Clubspielem ist der Aufbau beliebt und auch ertragreich, weil Schwarz damit etliche Fallen stellen kann. Und Weiß tappt oft rein. Das ist kein Wunder, denn viele Amateure (mit Weiß) bringen den beschleunigten und den normalen Drachen durcheinander. Zum Bei­spiel machen sie ewig den Fehler, via f3, Dd2 und 0-0-0 eine Art Jugo­slawischen Angriff wie im normalen Drachen lostreten zu wollen: den Drachenläufer auf g7 abtauschen, dann mit Bauernsturm h2-h4-h5 usw. den schwarzen Königsflügel plätten. Aber beim akzelerierten Drachen geht das so einfach nicht! Schwarz kontert mit ...d7-d5 und gewinnt ein wichtiges Tempo. Im bisherigen Standardwerk zu der Eröffnung, den Accelerated Dragons (Cadogan 1998) von John Donaldson und Jeremy Silman, wird diesem Fehler ein eigenes Kapitel gewidmet Auch An­drew Greet geht auf die weißen Irrtü­mer ein. Allerdings hätte ich mir, an­gesichts deren Häufigkeit im Amateurschach, noch mehr Erklärungen und Varianten gewünscht.

Damit komme ich zum Inhalt . Greet wendet sich vor allem an Neulinge und weniger Erfahrene. Voran­gestellt hat er aber ein Sonderkapitel (44 Seiten) zum ultra-schnellen Dra­chen 2...g6, er nennt ihn Hyper-Accelerated Dragon . Erst dann folgen die Hauptäste nach 4...g6.

0) Introduction

1) The Hyper-Accelerated Dragon

2) 5 Nc3 - Classical and Other Lines

3) Yugoslav Accelerated Dragon: Introduction and 7...Qa5!?

4) Yugoslav Accelerated Dragon: Main Line with 7...0-0

5) Lines with Nxc6

6) Maroczy Bind: Classical Variati­on

7) Maroczy Bind: Gurgenidze Sys­tem

8) Maroczy Bind: 7...Ng4

9) Maroczy Bind: Avoiding Ex­changes with Nc2

10) Maroczy Bind: Sidelines

11) Index

Jedes Kapitel ist nach dem gleichen Schema unterteilt, wie inzwischen üblich bei der Starting-out-Reihe von Everyman Chess: Zuerst führt der Autor in die anstehenden Varian­ten ein; dazu zeigt er typische Stellungen, auch häufige Fehler, und er­läutert frühe Abweichungen. Dann sagt er, was er von den Varianten all­gemein hält, untermauert mit statis­tischen Daten. (Wie häufig kommt die Variante vor? Wie erfolgreich ist sie?) Wiederholt vergleicht Greet den beschleunigten mit dem klassi­schen Drachen, weist auf taktische und strategische Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin. Die Drachen-Umsteiger werden solches Querden­ken begrüßen.

Eingefügt in den laufenden Text wurden Anmerkungen, Tipps und Warnungen, im Fettdruck und mit markanten Symbolen daneben. Das Ganze macht didaktisch einen guten Eindruck. Danach kommentiert der Autor typische Illustrative Games zur jeweiligen Variante. Insgesamt zeigt er 38 Musterpartien, die jüngs­ten sind aus 2007, seine Theorie ist aktuell. Erfreulich auch, dass Greet nicht nur für die schwarze Seite schreibt - er diskutiert auch Varian­ten, die eher Weiß nützen. Darunter sind Zugideen, die bisher kaum ge­spielt wurden. Wie überhaupt Vieles, das er als Repertoire empfiehlt, im Amateurschach rar ist.

Aus Sicht der Vereinsspieler sind die wichtigsten Abschnitte im Buch jene über den beschleunigten Jugoslawi­schen Angriff (5.Sc3 Lg7 6.Le3 Sf6 7.Lc4), weil Schwarz es damit am häufigsten zu tun bekommt. Der Autor schrieb zwei Kapitel dazu. Ei­nes über die trickreiche Fortsetzung 7...Da5!?, mit der Schwarz seinen Gegner taktisch zur kurzen Rochade zwingt - andernfalls bekommt Weiß ernste Probleme. Im zweiten Jugo­slawisch-Kapitel wird die ruhigere Hauptvariante 7...0-0 behandelt.

Das andere große Thema im Buch ist der schon erwähnte Maroczy-Aufbau mit 5.c4, die kritische Fort­setzung im beschleunigten Drachen. Schwarz wird eingeengt, gute Theoriekenntnis ist erforderlich. IM Greet macht den Leser auch gegen diese lästige c4-Klammer fit. Mehr als die Hälfte des Buches dreht sich darum, insgesamt 170 Seiten, ver­teilt auf fünf Kapitel. Das solide Gurgenidze-System (5.c4 Sf6 6.Sc3 d6!? Schwarz verzögert ...Lg7) bekam allein 50 Seiten.

Mitbewerber

Wie schon erwähnt, ist Accelerated Dragons von J. Donaldson und J. Silman [D&S] seit 10 Jahren das Standardwerk zum beschleunigten Drachen. Andrew Greets Buch hat ebenfalls 320 Seiten, aber deutlich weniger Inhalt. Schriftsatz und Lay­out sind luftiger. D&S schreiben en­zyklopädisch, sie kommentieren alle halbwegs spielbaren Varianten, un­terfüttert mit vielen Partiezitaten. Greet beschränkt sich auf das nach seiner Meinung Wesentliche, gibt dem Leser aber reichlich Hinweise, Tipps und auch Warnungen mit auf den Weg. Sein stärkster Trumpf ist natürlich Aktualität. Gegen Greets Buch spricht das lausige Papier, mit dem Everyman Chess die Bücher jetzt ausstattet (s. RE 6/2008, S.64).

Fazit

Die Theorie ist aktuell, alles Wesent­liche wird besprochen, leserfreundliche Didaktik. Eine gute Einführung in den beschleunigten Drachen, ge­druckt auf minderwertiges Papier.

Mit freundlicher Genehmigung

Dr. Erik Rausch, Rochade Europa 7/2008

**********

Eine der gefährlichsten Waffen gegen 1.e4 ist der Sizilianische "Drachen“, charakterisiert durch den Läufer auf g7 und wuchtige Gegenangriffe, die nicht selten in einem Qualitätsopfer auf c3 gipfeln. Im Laufe der Zeit hat die Drachenvariante aber viel von ihrem Schrecken verloren, da die Theoretiker einige wirksame weiße Aufbauten dagegen fanden. Zum Glück gibt es aber eine wichtige Alternative, den beschleunigten Drachen. Diese Variante ist noch nicht theoretisch so weich gekocht wie die normalen Drachenvarianten. Der Vorteil des beschleunigten Drachen (1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cd: 4.Sd4: g6) gegenüber dem normalen Drachen ist eine größere Solidität, weniger Theorie und mehr Freiraum für eigene kreative Ideen. Der Hauptgedanke des beschleunigten Drachen besteht darin, dass d5 oft vorteilhaft in einem Zug ausgeführt werden kann.

Natürlich gibt es zu diesem System bereits einiges an Literatur, weswegen ich einmal nachgeblättert habe in DEM Werk gegen Sizilianisch überhaupt (Experten gegen Sizilianisch, Quality Chess Verlag) um die Analysen zu vergleichen:

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6 5.c4 Lg7 6.Sc2 d6 7.Le2 Sf6 8.Sc3 Sd7 9.Ld2 0-0 10.0-0 Sc5 11.b4 Se6 [auch das interessante 11...Sd7!? 12.Tb1 b6 13.f4 Lb7 14.Le1 Tc8 15.Tf3 Scb8 16.Th3 Sf6 17.Ld3 Sbd7 18.Se3 a6 mit einer sicheren Igelstellung sollte für Schwarz, sollte durchaus spielbar sein.] 12.Tc1 a5 13.a3 axb4 14.axb4 Sf4! Eine Neuerung, die Schwarz vollwertiges Spiel einräumt. [14...Sed4, dieser Zug führt nach einer längeren Analyse zu einer guten Stellung für Weiß in dem Buch "Experten gegen Sizilianisch".] 15.Lxf4 Lxc3 16.b5 Sb4 17.Se3 Lg7 18.Db3 Da5 19.Sd5 Sxd5 20.cxd5 Ld7 21.b6 Tfc8 Die entstandene Stellung dürfte ausgeglichen sein. Vorteil also für Andrew Greet und sein vorliegendes Buch!

Der Autor, IM Andrew Greet, hat sämtliche Varianten mit Schachengines überprüft und das merkt man auch, ich habe keinen offensichtlichen Fehler darin gefunden. Lustigerweise hat Greet unter seinen Engines so etwas wie eine Aufgabenverteilung erstellt, Deep Shredder 10 war für positionelle Analysen zuständig, Deep Junior 10 für dynamische Stellungen und ungleiche Kräfteverhältnisse und Fritz 9 fürs Restliche(!). Natürlich hat der Autor die Hauptarbeit geleistet, seine drei elektronischen Helferlein haben ihn dabei aber tatkräftig unterstützt und dafür gesorgt, das sich keine groben Fehler oder Ungenauigkeiten einschleichen konnten, wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht? Werden wir in ein paar Jahren von Fritz 15 eine Abhandlung über die Najdorfvariante lesen können? Ich hoffe, dass es nie soweit kommt ...

Aber wie sieht es eigentlich mit der Aktualität des dargebotenen Materials aus?

In einer zufällig ausgewählten Variante im Buch entdeckte ich folgende "seltsame“ Variante:

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 g6 4.d4 cxd4 5.Sxd4 Lg7 6.Le3 Sf6 7.Lc4 Da5 8.0-0 0-0 9.Lb3 d6 10.h3 Ld7 11.Te1 Tfe8 hier gibt der Autor nun 12.De2 oder Dd2 mit jeweils ausgeglichener Stellung an (nach einer längeren Analyse), doch was ist mit dem schon lange bekannten 12.Dd3, das für Weiß eine Reihe von Punkten brachte? Zuerst gespielt 1969 zwischen Schönberg - Baumbach und zuletzt in Jakovenko - Timofeev 2007 mit einem Gesamtergebnis in der Megabase von 15 Siegen bei 3 Niederlagen und 7 Remis!

Ansonsten sind die meisten Partien aus dem Buch aus dem Zeitraum 2001 - 2007, aber auch wichtige historische Partien werden gezeigt, also eine durchaus gelungene Auswahl!

Positiv zu vermerken sind die durchwegs lehrreichen Anmerkungen und Hinweise zu den Abspielen. Greet bringt nicht nur Statistiken zur Erfolgsaussicht dieser und jener Variante sondern gliedert sein Material in Musterzugfolgen, wichtige Partien aus der Praxis, theoretische Zusammenfassungen und allgemeine Hinweise.

Gefallen hat mir auch, wie der Autor seine Varianten und Abspiele präsentiert: Zuerst werden Partien gezeigt, in denen Schwarz in einem Abspiel nie zu Gegenspiel kommt, anschließend werden bessere Alternativen aufgezeigt und zum Schluss gibt der Autor dem Leser einen guten Überblick der Varianten. So lernt man auch aus negativen Beispielen und vermeidet bereits gemachte Fehler! Ein übersichtlicher Variantenindex und eine Partienliste helfen beim schnellen Auffinden von gesuchten Varianten.

Fazit:

Ein umfangreiches Buch über den beschleunigten Drachen mit zahlreichen Partien und Analysen. Dank des Einsatzes gleich mehrerer Engines dürften nur noch wenig Fehler zu finden sein, leider war der Autor an mindestens einer Stelle nicht ganz objektiv (siehe obige Variante mit 12.Dd3), dies dürfte aber durch den gelungenen Rest des Buches wett gemacht werden. Empfehlenswert für Spieler ab DWZ 1500 mit guten Englischkenntnissen.

Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.de, April 2008

The Accelerated Dragon

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