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Playing the Najdorf

A Practical Repertoire

544 Seiten, kartoniert, Quality, 1. Auflage 2019.

23,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The Sicilian Najdorf is one of Black’s best and most combative responses to 1.e4. The Najdorf was championed by Fischer and Kasparov during their respective periods of dominance over the world chess scene, and has been used extensively by many other World Champions and elite GMs, including Anand, Gelfand, Topalov and Vachier-Lagrave to name but a few.

Despite the Najdorf’s obvious pedigree, many players are intimidated by the highly tactical and theoretical nature of some of its main lines. In Playing the Najdorf, IM David Vigorito shows that this need not be a problem, as he offers a complete repertoire for Black based on positional principles, offering sound recommendations which lead to a fighting game without turning the battle into a memory contest.

David Vigorito is an experienced International Master and a respected chess author and coach, who has had the Najdorf as the backbone of his repertoire for most of his career, making him ideally qualified as a guide to this opening.

Details
Sprache Englisch
Autor Vigorito, David
Verlag Quality
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 640 g
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Seiten 544
ISBN-13 978-1-907982-65-1
Erscheinungsjahr 2019
Einband kartoniert
Inhalte

004 Key to Symbols used & Bibliography

005 Introduction

6.Be2

011 1) 6...e5 7.Nf3!? & 7.Nb3

037 2) 9.Be3

067 3) Other 9th Moves

6.Be3

103 4) 6...e5 7.Nde2!? & 7.Nf3

130 5) The English Attack

155 6) 9.Nd5

190 7) 7.Nb3 without f2-f3

6.Bg5

219 8) Introduction

243 9) 10.Bd3

275 10) 10.g4

6.Bc4

315 11) 6...e6 7.Bb3 Nc6!? 8.Be3 Be7 9.0-0

340 12) 9.f4

356 13) 9.Qe2

6.h3

392 14) 6...e5 7.Nb3

414 15) 7.Nde2

Minor Lines

449 16) 6.g3

479 17) 6.f4

506 18) Odds and Ends

537 Appendix - Anti-Sicilians

Welche Eröffnung kommt heraus, wenn man mal für die ersten 10 Züge immer den meistgespielten Zug auswählt? Naja, kommt auf die Aktualität und Vollständigkeit der Datenbank an. Die Ergebnisse reichen von der Hauptvariante im Le3-Najdorf bis zur Hauptvariante im Lg5-Najdorf. Es bleibt jedoch stets bei der von Kasparov, Fischer, Carlsen und - auf Weltspitze am ehesten dafür bekannte MVL gespielten - scharfen Sizilianischvariante, die Schwarz oft wählt, um von Anfang an taktisch loszulegen.

Nun hat der amerikanische IM David Vigorito ein ganz aktuelles, auf dem neusten Stand der Theorie beruhendes englischsprachiges Repertoirebuch aus schwarzer Sicht herausgebracht. Formal ist es, wie ich es vom Quality Chess Verlag nur kenne, einwandfrei: übersichtlich, klare Sprache, saubere verständliche Struktur.

Inhaltlich ist das Buch in 18 Kapitel und einen "Anhang" aufgeteilt:

Das Repertoire beginnt mit drei Kapiteln über 6. Le2, wogegen Vigorito - wie fast immer, wenn es irgendwie möglich ist - 6. ...e5 empfiehlt. Es entsteht eine statische Struktur, in der Weiß mit a4 und/oder f4 Schwarz eindrücken möchte. Schwarz hingegen versucht meistens, mit b5 oder d5 die Stellung zu öffnen.

Kapitel 4-7 behandeln den englischen Angriff (6. Le3 bzw. 6. f3), den Vigorito mit dem modernen 8. ... h5 sofort im Keim ersticken möchte. Dadurch werden die höchsttaktischen Varianten mit entgegengesetzten Rochaden verhindert. Stattdessen spielt Weiß oft Sd5, nachdem ein etwas ruhigerer Wettlauf zwischen dem schwarzen Spiel am Königsflügel, angefangen mit f5, und dem weißen Versuch, c4-b4-c5 vorzudrücken, beginnt.

Die nachfolgenden drei Kapitel enthalten die gefährlichste Variante des gesamten Najdorf-Komplexes, 6. Lg5. Hier empfiehlt Vigorito das "Browne-System", was durch die Züge e6, Le7, Dc7, Sbd7 und dem Plan, h6 und g5 folgen zu lassen, charakterisiert wird.

Danach wird in den Kapiteln 11-13 der Fischer-Sozin-Angriff, 6. Lc4 behandelt. Diese durch Bobby Fischer benannte Variante wird von Vigorito mit 7. ... Sc6 beantwortet. Der Springer soll meistens auf d4 getauscht werden, um dann b5 mit Gegenspiel am Damenflügel folgen lassen zu können.

6. h3, was in den beiden darauffolgenden Kapiteln besprochen wird, kann wiederum durch 6. ... e5, gefolgt von 7. Sde2 h5 beantwortet werden. Hiernach entwickelt sich wiederum ein Kampf um das Feld d5. Schwarz versucht sich wiederum an Gegenspiel über b5 oder, vor allem wenn sich die Struktur nach einem potentiellen weißen Springerzug nach d5 Lxd5 exd5 geändert hat, über den Vorstoß f5.

In den letzten drei Kapiteln werden verschiedene seltenere Züge betrachtet. 6.f4 und 6.g3 erhielten hierbei je noch ein eigenes Kapitel, während alle anderen Möglichkeiten für Weiß im 6. Zug in Kapitel 18 zusammengefasst werden. Hierbei ist Vigorito extrem vollständig und betrachtet selbst Züge wie 6.h4 oder 6.De2. Gegen die meisten Züge versucht Vigorito wiederum mit 6. ... e5 die bekannte Struktur zu erreichen.

Inhaltlich bin ich begeistert von den Empfehlungen. Die aktuellen Entwicklungen sind beachtet worden, auf die verschiedenen Empfehlungen verschiedener Weißrepertoires wurde eingegangen und es wird stets ein Vergleich zu anderen, bisherigen Schwarzrepertoire-Veröffentlichungen gezogen. Durch den Ansatz, stets e5 zu spielen, wenn möglich, kann das Spiel gegen die verschiedenen Varianten oft in ähnlicher Art und Weise angegangen werden. Dadurch ziehen sich typische Pläne durch das gesamte Buch. Diese Herangehensweise find ich sehr gut, da Najdorf unglaublich theorielastig ist und es kaum möglich ist, sich alle Varianten zu merken. So kann jedoch auf bekannte Stränge und Ideen zurückgegriffen werden, auch wenn man nicht mehr "im Buch" ist.

Dass Vigorito diesen Weg bewusst geht, zeigt sich insbesondere darin, dass die extrem konkreten und umfassenden Hauptvarianten im Le3-Najdorf sowie die - auch laut Vigorito - objektiv vermutlich sauberste Möglichkeit, 6. Lg5 zu begegnen, die Bauernraubvariante umgangen werden.

Der Titelzusatz des Buches "A Practical Repertoire" darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich trotzdem um ein knallhartes Theoriebuch handelt! Najdorf ist natürlich sehr weit ausanalysiert, sodass für ein solides Repertoire ein gewisses Eröffnungswissen von Nöten ist. So begnügt sich der Autor nicht damit, ein nur halbwegs spielbares Repertoire anzubieten, sondern gibt Empfehlungen an die Hand, die gegen die aktuellsten Entwicklungen standhalten: Beispielsweise weicht Vigorito von der Weißempfehlung von Negi erst im 26. Zug und analysiert noch einige Züge weiter! Vigorito zeigt sich hierbei als starker Theoretiker, der stets die Empehlungen aus schwarzer Sicht aus Buch und DVD zur Hand hat und auch immer die Datenbank für Fernschachpartien zur Hilfe genommen hat.

Zuletzt möchte ich jedoch auch kurz drei Dinge erwähnen, die mir persönlich an dem Buch nicht gefallen.

1. Sehr oft werden zahlreiche Alternativen für Schwarz erklärt und verworfen. Es kommt ab und zu vor, dass bei langen Varianten nur solche erklärt werden, die weißen Züge jedoch forciert scheinen. Da ich als Leser ein Repertoire aus meiner Sicht erhalten möchte und ich sowieso nur einen Zug spielen kann, wäre es mir hier lieber gewesen, lieber noch die ein oder andere Variante von Weiß erklärt zu bekommen. Natürlich sind auch Erklärungen zu eigenen Alterantiven nicht unwichtig, in dem Buch waren sie mir jedoch teilweise zu zahlreich.

2. Vigorito geht die Varianten oft anhand von Partien durch. Statt die Varianten wie üblich "normal" durchzugehen, sind diese Teil einer Partie. Das führt dazu, dass bei Kommentierung der Partie die üblichen vielen Alternativen erfolgen und der "Theorieteil" nirgendwo abschließt, sondern für das persönliche Repertoire nach einem Kommentar zu suchen ist, wo am besten von der Partie abzuweichen ist. Zwar find ich Beispielspartien in einem Buch sehr praktisch, vielleicht hätte man aber der Übersichtlichkeit zugute ein eigenes Kapitel mit Beispielspartien schaffen können oder diese anderweitig trennen können.

3. Für wenig hilfreich halte ich den "Anhang", in dem kurz und knapp einige Antisizilianer erklärt werden. Es wird ein kurzer nicht vollständiger Überblick geboten, welche Möglichkeiten hier für Weiß und Schwarz bestehen. Dabei werden zwar einige Varianten angegeben, aber in der Breite und Tiefe für jemanden, der sich ein Eröffnungsbuch holt, sicherlich nicht ausreichend. Der große Nutzen für den Leser ist für mich nicht erkennbar.

Insgesamt kann ich das Buch jedoch jedem empfehlen, der Najdorf spielen möchte oder bereits in seinem Repertoire hat. Ich denke, das Repertoire könnte von der Qualität der Empfehlungen auch problemlos als "Grandmaster Repertoire" verkauft werden, wenn Vigorito nicht nur ein ausgezeichneter Theoretiker, sondern auch selbst Großmeister wäre. Von daher kann ich das Repertoire auch bis zu einer sehr hohen Spielstärke nur empfehlen, soweit man sich durch die genannten "Schönheitsfehler" nicht allzusehr gestört fühlt.

FM Jasper Holtel, Januar 2020

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Playing the Najdorf

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23.95