Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Ladenbesuch in Münster (fast) ohne Einschränkungen möglich

Voraussetzung ist lediglich das Tragen eines medizinischen Mund-/Nasenschutzes. Selbstverständlich haben wir die notwendigen Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LOWILTSFCP

The Scandinavian for Club Players

An Unsidesteppable Response to 1.e4
Eigenschaften

272 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2021

21,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

The Scandinavian Defence is one of the most popular chess openings among amateur players, and it is easy to see why. Black players immediately limit the opening theory they have to know because there is no way White can side-step Black’s first move. What’s more, the Scandinavian requires only very little theoretical knowledge, so it has an extremely low maintenance factor. To cap it all, Black gets a solid structure.

And that’s not even the end of the good news, as Thomas Willemze demonstrates in this compact and practical manual. Playing the Scandinavian teaches invaluable techniques that you can use in almost all of your other games. Pressuring the centre, neutralizing your opponent’s initiative, improving your piece coordination, trading the right pieces and exploiting your opponent’s weak points are all typical ‘Scandinavian’ spin-offs that Thomas Willemze teaches you in his trademark lucid style.

The Scandinavian for Club Players offers everything you need to know to be fully prepared to meet 1.e4. The various lines are enriched with verbal explanations, diagrams, flash-cards and exercises that make this book even more accessible. Willemze not just uses examples from the games of elite grandmasters. As an experienced trainer he knows that discussing club player’s adventures are particularly instructive for his target group.

Thomas Willemze is an International Master from The Netherlands. He is an experienced trainer of amateur players and has been the National Youth Coach of the Dutch Chess Federation. He is the author of the acclaimed ‘What would you play?’ column in New In Chess magazine, aimed at helping club players to improve their decision-making skills. In 2018 he published the best-selling improvement guide The Chess Toolbox, also available as a NIC Interactive eBook and a Chessable video course.

Weitere Informationen
Gewicht 510 g
Hersteller New in Chess
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2021
Autor Thomas Willemze
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9789056919764
Seiten 272
Einband kartoniert

006 Explanation of symbols

007 Preface

009 Introduction

013 Part I The main line

020 1) 6.Bc4 - the d4-d5 break

033 2) 6.Ne5 - kingside expansion

053 3) 6.Bd2 - aggressive queenside castling

063 4) 6.Bd3 - easy development

073 Exercises Part I

075 Part II The Nge2 set-up

077 5) 5.Bc4 - bullying the bishop (I)

097 6) 5.Bd2 - bullying the bishop (II)

121 Exercises Part II

123 Part III b2-b4, g2-g3 and d2-d3 set-ups

125 7) Three aggressive lines with b2-b4

138 8) 4.g3 - the flexible fianchetto

157 9) 4.Bc4 - the modest d2-d3

171 Exercises Part III

173 Part IV The flexible Nf3

175 10) 3.Nf3 (and 3.d4) - a universal weapon

196 Exercises Part IV

197 Part V Early deviations

198 11) 2.Nc3 - a surprise weapon

207 12) 2.e5 - the closed centre

220 13) 2.d4 - the Blackmar-Diemer Gambit

233 Exercises Part V

235 Part VI Solutions to exercises

264 Index of variations

266 Index of names

268 Bibliography

Das Leben der Schachspieler hat sich durch die Pandemie deutlich verändert. Statt einmal im Monat einen Mannschaftskampf und hin und wieder ein offenes Turnier zu bestreiten, in denen man am Brett nicht nur gegen die gegnerischen Figuren, sondern auch ein wenig den Gegner spielt, und sich davor und danach mit anderen Schachspielern unterhalten kann, ist man jetzt froh, dass man unseren geliebten Sport wenigstens online betreiben kann. Beim Onlineschach ist aber die Bedenkzeit geringer, schwingt bei guten gegnerischen Zügen immer mal die Angst mit, gegen Stockfish zu spielen, und herrscht vorrangig Anonymität. Nach über 15 Monaten ohne richtige Schachpartie habe ich mich aber damit arrangiert. Leider merkte ich dabei schnell, dass mein Eröffnungsrepertoire etwas unpragmatisch war. In einer Turnierpartie bin ich meist gut vorbereitet und checke vor jeder Partie zumindest kurz, was mein Gegner gerne spielt. Ansonsten bin ich vor allem gut im Vergessen vieler Varianten. Nach 1.e4 hatte ich darum nach meiner klassischen Antwort e5 sehr viel zu leiden. So gerne ich die resultierenden Mittelspiele auch mag, aber die Anzahl an trickreichen Varianten ist leider mittlerweile zu groß für meinen Kopf. Eine Alternative musste her! Sie sollte nicht zu theorielastig, nicht zu populär sein und ich wollte auch nicht zuviel Schärfe zulassen. Die Antwort fand ich schnell und spiele seitdem die Skandinavische Verteidigung.

Nach 1.e4 d5 hat Weiß eigentlich keine große Wahl und sollte auf d5 schlagen, wonach die Bauernstruktur für den weiteren Verlauf der Partie bereits festgelegt ist. Nach 2.exd5 kann man Dxd5 bereits premoven und spart etwas Zeit. Meistens folgt jetzt 3.Sc3 und man kann wieder schnell die Dame ziehen. Das Schöne dabei ist, dass man mit Da5, Dd6 und Dd8 sogar drei Möglichkeiten besitzt, die alle spielbar sind. OK, in Blitzpartien spiele ich 3. ...Dd8 und gebe zu, dass das objektiv vielleicht etwas rumpelig ist. 3. ...Da5 ist eigentlich der interessantere Zug und wurde zuletzt in der Welt der Schachvideostreamangebote sowohl von IM Robert Ris als auch IM Patrick Zelbel genauer beleuchtet. Nun folgt mit "The Scandinavian for Club Players" von IM Thomas Willemze aus dem Hause New in Chess ein modernes Skandinavischrepertoire in Buchform. Dabei ist dem Autor vor allem wichtig, dass der Leser die Eröffnung und ihre Möglichkeiten versteht und nicht nur Varianten auswendiglernt. Hierfür zeigt er in jeder kritischen Variante jeweils die weißen Ideen und Traumstellungen und dann, wie die schwarzen Gegenstrategien aussehen. Das Ganze folgt dabei vor allem drei Grundsätzen, die immer wieder wichtig werden. Erstens soll man für die Dame ein Rückzugsfeld schaffen, wenn es nötig ist, zweitens soll man in den aktivsten Varianten den Springer auf e5 schnell attackieren und abtauschen und drittens soll man seine Entwicklung relativ schnell beenden und die Figuren kompakt aufstellen. Diese Sätze werden immer wieder erläutert und vertieft, sodass dann weitere Grundsätze entstehen, wie zum Beispiel, dass man vor der abgeschlossenen Entwicklung keine Bauern gewinnen soll. Wer mich kennt, weiß, dass ich solche Grundsätze liebe und darum war auch die Lektüre des Buches für mich ein voller Genuss. Man lernt, was zu tun ist, wenn Weiß ruhig spielt, weil er zum Beispiel keine theoretische Ahnung von der Skandinavischen Verteidigung hat. Dies trifft, wie IM Willemze richtig schreibt, auf der normalen Vereinsebene sehr oft zu. Schwarz tauscht dann, auch das lernt man, die richtigen Leichtfiguren ab und ist am Drücker. Man lernt aber auch, wie man überaggressivem Spiel begegnet, wenn Weiß uns unbedingt dafür bestrafen möchte, dass wir es wagen, die Skandinavische Verteidigung gegen ihn zu spielen. Daneben werden noch einige schöne positionelle Werkzeuge vermittelt.

Das Grundgerüst des Repertoires ist dabei die moderne Interpretation der Skandinavischen Verteidigung. Nach 1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3 Lf5 6.Lc4, das wird meiner Erfahrung nach am häufigsten gespielt, hat man früher schnell mit c6 Dc7 vorbereitet, damit man die Dame nicht einstellt. Ich kann das gut verstehen, denn mir ist das im Blitzschach leider schon oft passiert, darum bin ich auch bei 3. ...Dd8 gelandet, weil es das geringste Einstellpotential der Dame bietet. Mittlerweile spielt Schwarz aber lieber 6. ...e6, um nach 7.Ld2 einfach Lb4 folgen zu lassen. 8.a3 Lxc3 9.Lxc3 Db6 10.0-0 Sc6 zeigt dann die neue schwarze Errungenschaft. Schwarz drückt mit dem aktiven Springer gegen den d4, kann mit Td8 oder gar der langen Rochade den Druck auf d4 erhöhen und Weiß hat das klassische Skandinavischproblem, dass er nur den Hebel 11.d5 besitzt, der aber Weiß nach 0-0-0 nur Probleme bringt. Ansonsten kann der Läufer auf c3 auch schnell zur schlechten Problemfigur werden.

Wenn der Weißspieler gemerkt hat, dass 5.Sf3 gar nichts bringt, spielt er meist 5.Ld2. Hier muss Schwarz jetzt aufpassen. 5. ...Lf5 6.Lc4 e6 läuft nämlich in 7.Sd5, der nach Da4 8.Lb5 Dxb5 9.Sxc7 die Dame gewinnt. Peinlicherweise ist mir dieses Kunststück mit Schwarz bereits dreimal passiert. In dem Buch wird darum 5. ...Lg4 empfohlen, um nach 6.f3 Ld7 7.Lc4 direkt Db6 folgen zu lassen. Danach sehen die empfohlenen Varianten allerdings nicht so problematisch für Schwarz aus.

Insgesamt ist dies ein tolles Buch, um eine nicht so variantenlastige Eröffnung wie die Skandinavische Verteidigung wirklich zu verstehen und sie dann auf jedem Level spielen zu können. Mein einzige Kritikpunkt ist, dass der Autor manchmal bei seinen Beispielvarianten zu sehr auf die Enginezüge schaut und menschliche Ideen aus Partien in der Datenbank ignoriert werden. Diese muss der Leser dann selbst prüfen. Ansonsten werden einige Neuerungen empfohlen und sehr genau die Referenzwerke aus weißer Sicht unter die Lupe genommen, um gegen deren Empfehlungen trotzdem gut spielbare Ideen für Schwarz zu präsentieren. Ich kann das Buch darum jedem interessierten Schachfreund nur empfehlen und werde Da5 mit dem dadurch erlangten Wissen vielleicht doch noch eine Chance geben!

IM Dirk Schuh

Juni 2021

Mehr von New in Chess
  1. Mehr von New in Chess