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LXJUSSU

Schachunterricht

192 Seiten, gebunden mit Leseband, Jussupow, 2. Auflage 2020

19,90 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Der Autor dieses Buchs - Artur Jussupow - wurde 1960 in Moskau geboren, ist Großmeister seit 1980 und FIDE Senior Trainer seit 2005. Seine bedeutendsten Schacherfolge sind: Jugend Weltmeister 1977; drei mal im Halbfinale der Weltmeisterschaft (1986, 1989, 1992); zweimal Europa-, einmal Weltmeister und 5-facher Olympiasieger mit der Sowjetischen Mannschaft, Deutscher Meister 2005 und Europa Rapid Meister 2005. Viele Jahre spielte er am ersten Brett in der Deutschen Nationalmannschaft und hat ihr geholfen einen 3. Platz bei der Europa Mannschafts­meisterschaft in Batumi sowie einen sensationellen 2. Platz in der Schacholympiade in Istanbul zu ge­winnen. Neben seinen sportlichen Aktivitäten arbeitete er viele Jahre auch als Schachtrainer. Er war Sekundant von V. Anand während der Weltmeisterschaftskämpfe gegen G.Kasparov in 1995 und A.Karpov in 1998. Er betreibt seit 1995 eine Schachakademie, wo er seine reiche Erfahrung mit vielen engagierten Vereinsspieler teilt. Artur Jussupow hat einige Eröffnungsbücher geschrieben (z. B. "Russische Verteidigung" bei Olms Verlag) und auch an anderen Buchprojekten teilgenommen ("Premiere der Top Ten" und "Kramnik-Leko"). Besonders erfolgreich war seine Zusammenarbeit mit dem Spitzentrainer Mark Dworetski, die in einer Reihe von fünf sehr populären Schachbüchern resultierte.

Vorwort

Zwischen 1999 und 2002 schrieb ich eine Reihe der Lehrhefte, die verschiedene Schachthemen erläuterten. Jedes Heft war aufgebaut wie eine Unterrichtseinheit mit einem theoretischen und einem prakti­schen Teil.

Dieses Experiment war nicht nur bei meinen Studenten ziemlich po­pulär. Auch viele meiner Schachkollegen - Großmeister und Trainer - hatten positiv über diese Form des einzelnen Trainings berichtet und einige von Ihnen benutzten das Heftmaterial für ihren Schachunter­richt.

Diese wohlwollende Reaktion führte zu einer englischen Übersetzung der Hefte, und im Jahr 2004 legte der Chessgate Verlag alle Hefte zu­sammen in einem Buch mit dem Titel "Chess Lessons" auf.

Zwar unterscheiden sich die verschiedenen Themen im Schwierig­keitsgrad, so dass nicht alle auf Spieler gleicher Spielstärke abzielen, aber dennoch wollten die meisten Leser sich an allen Themen versu­chen. Somit schien die Zeit gekommen, auch für deutsche Leser eine Gesamtausgabe als Buch zu schaffen. Dabei ist die Verschiedenartig­keit und der unterschiedliche Schwierigkeitsgrad der Themen durch­aus als Stärke des Buches zu sehen. Ein Leser, der mit Ehrgeiz an der Verbesserung seines Schachs arbeitet, findet darin gleichsam einen großen Test, mit dessen Hilfe er seine Fähigkeiten in Bezug auf Taktik, Variantenberechnung, positionelles Spiel, Endspiel oder Strategie überprüfen und verbessern kann.

Für einen Schachtrainer liefert dieses Buch fertige Lehrmaterialen, die die unterschiedlichen Aspekte des Schachspiels umfassen. Er findet im Buch auch viele nützliche Übungen, die bereits nach Schwierigkeits­grad sortiert sind.

Wenn wir das Buch aus dieser Perspektive betrachten, haben wir zu­erst 3 taktische Themen und Tests, nämlich das 1. Kapitel "Grundrei­henkombinationen ", das 6. Kapitel "Doppelangriff" und das 10. Kapitel "Figurenfang". Die taktischen Themen sind im Allgemeinen einfacher, und Spieler mit einer Spielstärke unter 1500 ELO/DWZ sollten am be­sten mit diesen beginnen.

Zweitens haben wir 2 positioneile Themen und Tests: das 4. Kapitel "Abtausch " und das 9. Kapitel "Verbesserung der Figurenstellung ".

Drittens, haben wir auch 2 Endspielthemen und Tests: 3. Kapitel "Fal­scher Läufer" und 8. Kapitel "Zugzwang".

Diese 4 Themen sind etwas schwieriger und eher für fortgeschrittene Spieler mit ELO/DWZ Niveau über 1500 geeignet. Aber ich bin davon überzeugt, dass eigentlich jeder aufmerksame Leser davon profitieren kann!

Weiter gibt es 2 Themen und Tests über das Variantenberechnen: Das 2. Kapitel "Kandidatenzüge" und das 7. Kapitel "Ausschlussme­thode ". Diese Themen sind geeigneter für Vereinsspieler mit einem ELO/DWZ Niveau über 1800. Weniger erfahrene Spieler sollten das Un­terrichtsmaterial lesen und zunächst nur die einfachsten Übungen, die mit einem oder zwei Sternen gekennzeichnet sind, zu lösen probieren.

Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit einem strategischen Thema: "Frei­bauer im Mittelspiel". Es enthält viele zusätzliche Beispiele, die starke Vereinsspieler auch als Übungen verwenden können. Für die weniger geübten Spieler ist es völlig ausreichend, diese Beispiele sorgfältig auf dem Schachbrett nachzuspielen.

Wie sollte ein ambitionierter Spieler mit diesem Buch arbeiten? Ich schlage zwei Möglichkeiten vor: eine direkte Methode und eine auf Niveausteigerung ausgerichtete Methode. In der direkten Methode studieren Sie das Buch auf die übliche Weise: lesen Sie zuerst das Un­terrichtsmaterial und lösen Sie dann die Übungen. Die Übungen ha­ben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, was durch die Sterne ge­kennzeichnet ist.

Entsprechend Ihrer Spielstärke gibt es für jeden Stern Punkte im Rah­men einer gewissen Bedenkzeit:

- unter 1500 ELO/DWZ, 1 Punkt für die richtige Lösung und bis zu 10 Minuten Bedenkzeit;

- 1500 - 1800 ELO/DWZ, 1 Punkt und bis 7 Mi­nuten Bedenkzeit;

- über 1800 ELO/DWZ, 1 Punkt und bis 5 Minuten Bedenkzeit.

Um also eine Übung mit 3 Sternen zu lösen, hat ein fortgeschrittener Spieler mit DWZ 1650 21 Minuten Bedenkzeit und für die richtige Ant­wort bekommt er 3 Punkte.

Am Ende jedes Kapitels kann der Leser die richtigen Antworten finden und sehen, wie gut er das Thema verstanden hat. Die Punkte können in der Ergebnistabelle eingetragen werden. Für das Variantenberechnen gibt es einige spezielle spielpraktische Übungen in den entsprechenden Kapiteln, die Sie Zug um Zug nach­spielen können. Beachten Sie bitte die Anweisungen vor den jeweili­gen Teilen.

Die zweite, auf Niveausteigerung ausgerichtete Methode ist für Spie­ler mit ELO/DWZ unter 1500 geeignet. Lesen Sie zuerst das Unter­richtsmaterial, danach versuchen Sie nur die Positionen der ersten zwei Niveaus zu lösen. Nachdem Sie so das ganze Buch durchgearbeitet haben, können Sie wieder zurückkommen und die Positionen des Niveaus 3 betrachten. Wenn Sie mit den Ergebnis­sen zufrieden sind, steigern Sie das Niveau wieder. Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass Sie für das nächste Niveau noch nicht bereit sind, stellen Sie das Buch zurück in Ihren Buchschrank, beschäftigen Sie sich anderweitig mit Schach, aber nach ein Paar Monaten kehren Sie zu­rück und versuchen Sie noch einmal!

Aber das Wichtigste, lieber Leser! Bitte nehmen Sie alle diese Punkte nicht zu ernst. Ich hoffe wirklich, dass Sie einfach das Buch genießen können.

Schließlich möchte ich mich noch bei einigen Leuten bedanken, die mir halfen, dieses Buch vorzubereiten: bei meiner Frau Nadja, die für die technische Arbeit und Design zuständig war und das Buch produ­zierte, bei meinem Schachlehrer Mark Dvoreckij für viele schachliche Ratschläge, die dieses Buch verbessert haben, bei Mike Rosa und Rein­hold von Schwerin für die Korrektur einiger Fehler in der deutschen Ausgabe, bei Semen Oxman und Oleg Aizman für viele Ratschläge be­züglich Buchdesign und Satz und schließlich bei meiner Tochter Katja für das schöne Foto auf dem Buchumschlag.

Weitere Informationen
Gewicht 570 g
Hersteller Jussupow
Breite 17,2 cm
Höhe 24,4 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2020
Autor Artur Jussupow
Sprache Deutsch
Auflage 2
ISBN-13 9783933365101
Seiten 192
Einband gebunden mit Leseband

006 Vorwort

009 1. Grundreihen­kombinationen

011 Übungen

016 Lösungen

019 Ergebnistabelle

020 2. Kandidatenzüge

027Übungen

031 Lösungen

035 Spielpraktische Übungen

038 Ergebnistabelle

039 3. Falsche Läufer

051Übungen

055 Lösungen

060 Ergebnistabelle

061 4. Abtausch

065Übungen

071 Lösungen

078 Ergebnistabelle

079 5. Freibauer im Mittelspiel

084 Lehrmaterial

102 6. Doppelangriff

107Übungen

113 Lösungen

117 Ergebnistabelle

118 7. Ausschlussmethode

122Übungen

125 Lösungen

128 Spielpraktische Übungen

134 Ergebnistabelle

135 8. Zugzwang

140Übungen

145 Lösungen

152 Ergebnistabelle

153 9. Verbesserung der Figurenstellung

159Übungen

181 Lösungen

170 Ergebnistabelle

171 10. Figurenfang

176Übungen

181 Lösungen

185 Ergebnistabelle

Anhang

186 Verzeichnis der Komponisten und Analytiker

187 Verzeichnis der Partien

192 Zeichenerklärung

Rezensionen der 1. Auflage:

GM Artur Jussupow betreibt seit 1995 eine Schachakademie, wo er mit großem Erfolg engagierte Ver­einsspieler weiterbildet. Der Jugend­weltmeister von 1977 und dreimali­ge Kandidaten-Halbfinalist hat auch jahrelang mit dem russischen Spit­zentrainer Mark Dworetzki zusam­mengearbeitet, woraus fünf sehr an­spruchsvolle, hochgepriesene Lehr- und Trainingsbücher hervorgegan­gen sind.

Nunmehr hat der Deutsche Meister 2005 und Europäische Schnell­schachmeister 2005 ein eigenes Buch über Schachunterricht heraus­gebracht, dessen Inhalt - der Leser wird es schon ahnen - sich im Ni­veau durchaus mit den Dworetzki-Jussupow-Bänden vergleichen lässt. Der Autor hat zehn Themen ausge­wählt (hervorgegangen aus einer Reihe von Lehrheften, die er zwi­schen 1999 und 2002 verfasst hat); und in den zugehörigen Kapiteln er­läutert er anhand einiger Beispiele zunächst das Wesentliche, gibt so­dann dem Leser jede Menge Übun­gen (je nach Schwierigkeitsgrad mit einem bis fünf Sternchen versehen), die ausführlichen Lösungsbespre­chungen und schließlich eine sog. Ergebnistabelle, wo nach einem im Vorwort erklärten Schema (S. 6-8) die erreichten Punktzahlen eingetra­gen werden können, sowie eine Be­wertung der Resultate mit Einschät­zung der entsprechenden DWZ-Zahlen erfolgt. Im zweiten und siebten Kapitel werden zusätzlich noch eini­ge spielpraktische Übungen in Form von Endspielstudien vorgestellt. Die einzelnen Abschnitte behandeln fol­gende Themen:

1) Grundreihenkombinationen: Hier hält Jussupow drei erläuternde Bei­spiele und 30 Übungsaufgaben be­reit (S. 9-21).

2) Kandidatenzüge: Im Meer der Möglichkeiten muss der Praktiker am Brett die vielversprechendste auswählen; drei Beispiele und 22 Übungen sollen verdeutlichen, wie das gemacht wird. Zudem stellt der Autor in der Rubrik "Spielpraktische Übungen" noch zwei Endspielstudi­en von Matous und Pogosjants vor (S. 22-43).

3) Falscher Läufer (ein Läufer, der das Umwandlungsfeld eines Rand-Freibauern nicht beherrscht): Dieses Thema nimmt breiten Raum ein mit 16 Beispielen aus der Meisterpraxis und weiteren 25 Übungen (S. 44-67).

4) Abtausch: Das richtige Abtau­schen erklärt Jussupow in zwei in­tensiv kommentierten Beispielen und führt 36 Aufgaben dazu an (S. 68-86).

5) Freibauer im Mittelspiel: Dieser stellt meist einen beachtlichen Vor­teil dar, wie der Autor anhand von vier Partiebeispielen darlegt. Statt der üblichen Aufgaben offeriert er diesmal "Lehrmaterial": 21 Partie­fragmente mit Analysen zum Thema (S. 87-113).

6) Doppelangriff: Ein wichtiges und effektives Kampfmittel, erläutert an­hand von acht Partiebeispielen und vertieft mit 36 Übungen (S. 114-131).

7) Ausschlussmethode: Dient dem Ausschluss aller schlechten Zug­möglichkeiten in der Vorausberech­nung, hauptsächlich in Verteidi­gungspositionen (zwei sorgfältig analysierte Beispiele); danach gibt es 16 Übungen und vier weitere spielpraktische Übungen in Gestalt von Endspielstudien der bekannten Komponisten Grigoriev, Gurvich, Vlasenko und Kosirev (S. 132-151).

8) Zugzwang: Fünf Beispiele und 32 Übungen zeigen alles Wesentliche (S. 152-172).

9) Verbesserung der Figurenstel­lung: Eine bekannte Regel besagt, dass, wenn eine Figur schlecht steht, die ganze Partie schlecht steht. Also gilt es, die schlecht postierten Figu­ren besser aufzustellen, was anhand von neun Beispielen und 32 Aufga­ben erläutert wird (S. 173-194).

10) Figurenfang: Das bekannteste Opfer ist hier natürlich der Springer am Rand, jedoch gibt es noch viele andere Möglichkeiten, wie der Autor durch acht Beispiele erklärt und in 32 Aufgaben vertieft (S. 195-212).

Der inhaltsreiche Band - welcher auch rein äußerlich durch Festein­band, Fadenheftung und viele kleine Vignetten besticht - enthält insge­samt vier vollständige Partien, 279 Partiefragmente (darunter 82 vom Autor höchstpersönlich gespielte) und 64 Endspielstudien; genug Ma­terial also, um dem ambitionierten Leser viel zu bieten. Infolge der an­spruchsvollen Auswahl muss dieser allerdings auch ein gerüttelt Maß an Frustrationstoleranz mitbringen, wenn er sich ernsthaft an die Lösung der Übungsaufgaben macht. Zwei Beispiele anspruchsvoller Endspielstudien:

Weiß: Kg2; Lb4; Ba4

Schwarz: Kf4; Lh4

Megvinishvili 1973: 1.a5 Ld8 2.a6 Lb6 3.Le1 La7 4.Lf2 Ke5 5.L:a7 Kd6 6.Lb6 Kc6 7.La5 1:0 (Aufgabe Ü3-21 auf S. 60, Lösung S. 65, zu Kapitel 3).

Weiß: Kb2; Ta1; Lf2; Bc2

Schwarz: Kc4; Tc3; Lb4

L. Kubbel 1934: 1.Ta4! Ta3! 2.T:b4+! K:b4 3.Le1+! (nicht Lc5+? K:c5 4.K:a3 Kc4 mit Re­mis) 3...Ka4 4.Lc3 Zugzwang T:c3 5.K:c3 1:0 (Aufgabe Ü10-26 auf S. 204, Lö­sung S. 210, zu Kapitel 10).

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 8/2006

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Es ist uns hier nicht möglich, die zahlreichen Erfolge von Artur Jussupow aufzuzählen. Einiges wollen wir aber doch herausgreifen.

Er gehörte viele Jahre zum Kreis der Anwärter auf die Weltmeister­schaft, er war lange eine Stütze der russischen Nationalmannschaft und er hat nach seinem Wohnortwechsel ent­scheidend zum Gewinn der Silberme­daille für Deutschland bei der Scha­cholympiade in Istanbul beigetragen.

Seine gemeinsam mit Mark Dworetski verfassten Bücher sind Bestseller. Seit einigen Jahren gibt er sein Wissen im Rahmen der von ihm gegründeten Jussupow Schachakade­mie weiter.

Das vorliegende Buch ist aus Lehr­heften entstanden, die Jussupow zwi­schen 1999 und 2002 veröffentlichte. Der Stoff ist in zehn Kapitel geglie­dert, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:

1) Grundreihenkombinationen

2) Kandidatenzüge

3) Falscher Läufer

4) Abtausch

5) Freibauer im Mittelspiel

6) Doppelangriff

7) Ausschlussmethode

8) Zugzwang

9) Verbesserung der Figurenstellung

10) Figurenfang

Jedes Kapitel beginnt mit einer Einführung anhand ausführlich be­sprochener Beispiele. Es folgen zahl­reiche Testaufgaben, daran anschließend die Lösungen und am Ende kann der Leser mit Hilfe einer Punktetabelle seine Leistung bewer­ten.

Fazit: Ein sehr schön gemachtes Buch, das durch die ungewöhnlich große Zahl an Übungsaufgaben für Schachfreunde jeglicher Spielstärke geeignet ist.

Schach Markt 4/2006