Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LXSMETCCS

The Complete Chess Swindler

How to Save Points from Lost Positions

368 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2020

23,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Chess is a cruel game. We all know that feeling when your position has gone awry and everything seems hopeless. You feel like resigning. But don’t give up! This is precisely the moment to switch to swindle mode.

Master the art of provoking errors and you will be able to turn the tables and escape with a draw - or sometimes even steal the full point!

Swindling is a skill that can be trained. In this book, David Smerdon shows how you can use tricks from psychology to marshal hidden resources and exploit your opponent’s biases.

In a lost position, your best practical chance often lies not in what the computer recommends, but in playing your opponent.

With an abundance of eye-popping examples and training exercises, Smerdon identifies the four best friends of every chess swindler: your opponent’s impatience, their hubris, their fear, and their need to stay in control.

You’ll also learn about such cunning swindling motifs as the Trojan Horse, the Decoy Trap, the Berserk Attack, and ‘Window-Ledging’.

So, come and join the Swindlers’ Club, become a great escape artist and dramatically improve your results. In this instructive and highly entertaining guide, Smerdon shows you how.

David Smerdon is an Australian chess grandmaster and behavioural economist. In 2015 he published the highly successful chess opening book Smerdon’s Scandinavian .

Weitere Informationen
Gewicht 680 g
Hersteller New in Chess
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2020
Autor David Smerdon
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9789056919115
Seiten 368
Einband kartoniert

006 Explanation of symbols

007 Acknowledgements

009 Introduction

017 Part I: What is a swindle?

030 Chapter 1) When to enter ‘Swindle Mode’

035 Part II The Psychology of Swindles

038 Chapter 2) Impatience

042 Chapter 3) Hubris

045 Chapter 4) Fear

050 Chapter 5) Kontrollzwang

057 Chapter 6) The Swindler’s Mind

058 Chapter 7) Grit

062 Chapter 8) Optimism

068 Chapter 9) Training Your Mind

079 Part III: The Swindler’s Toolbox

080 Chapter 10) Trojan Horse

086 Chapter 11) Decoy Trap

092 Chapter 12) Berserk Attack

100 Chapter 13) Window-Ledging

108 Chapter 14) Play the Player

121 Part IV: Core Skills

123 Chapter 15) Endgames

144 Chapter 16) Fortresses

160 Chapter 17) Stalemate

168 Chapter 18) Perpetual Check

183 Chapter 19) Creativity

195 Chapter 20) Gamesmanship

207 Part V: Swindles in Practice

208 Chapter 21) Master Swindles

254 Chapter 22) Amateur Swindles

273 Chapter 23) My Favourite Swindle

277 Part VI: Exercises

278 Test 1

289 Test 2

299 Test 3

309 Solutions to exercises

349 Epilogue

355 Index of names

361 Bibliography

Ich schreibe diese Rezension zu Zeiten der Coronakrise. Ich kann kaum noch arbeiten, das Verlassen der Wohnung macht mir auch nicht mehr soviel Spaß nach dem erlassenen Kontaktverbot, mein Geist schreit also nach Ablenkung. Was liegt da näher als ein unterhaltsames Schachbuch? Im Nachhinein bin ich sehr erfreut, dass kurz vor der Abschottung noch "The Complete Chess Swindler- How to save Points from lost Positions" vom australischen Großmeister David Smerdon bei mir vor der Haustür lag.

Mich erinnerte es an eines meiner ersten Schachbücher. Ich war gerade neu im Schachverein, da schenkte mir meine Mutter "Schach für Tiger" von IM Simon Webb. Sie hat gar keine Ahnung von Schach, aber dieses Geschenk war ein absoluter Glückgriff. Ich habe es so oft gelesen, dass es irgendwann ganz verschlissen war, aber habe es immer noch in meiner Sammlung. Dort lernte ich zum ersten Mal bewusst, dass der Kampf zwischen zwei Menschen am Schachbrett eben nicht nur durch die objektiv besten Züge entschieden wird, sondern auch viel Psychologie mit hineinspielt. Für mich war das eine faszinierende Sache, die mir in vielen Partien weitergeholfen hat. GM Smerdon nimmt sich jetzt einen ganz bestimmten Aspekt daraus vor. Bei ihm ist schon klar, dass wir vom rechten Pfand abgekommen sind und auf Verlust stehen. Gegen eine Engine könnte man jetzt aufgeben, da sie keine Nervosität oder Ungeduld kennt. Sie ist frei von der Angst, es noch zu verhunzen, und lehnt sich auch nicht zu früh innerlich in dem Bewusstsein zurück, dass die Stellung sich jetzt schon von allein gewinnen wird und man sich schon einmal gedanklich mit dem Mittagessen oder der Einkaufsliste auseinandersetzen kann. Zu all dem kann der Mensch allerdings neigen und darum kann man auch verlorene Stellungen natürlich weiterspielen. Der Autor gibt dem Leser aber nun auch das Werkzeug an die Hand, mit dem er solche Schwächen nutzen kann.

Dafür zeigt er anhand zahlreicher Beispiele nach der Klärung des Begriffes "Schwindel" erst einmal die oben genannten Schwächen, damit man weiß, worauf man achten muss. Erst danach gibt es verschiedene Schwindeltechniken, die der Leser in verlorenen Stellungen anstreben kann. Natürlich sind gute Schwindel gar nicht so einfach, aber ich glaube, dass man durch Übung durchaus zu einem besseren Schwindler werden kann. Derzeit erprobe ich das mit den wenigen Schülern, die ich noch trainieren kann, und kann sagen, dass einige durchaus Talent dafür mitbringen. Am besten gefiel mir in dem Buch aber der vierte Teil. Ich durfte mir schon von vielen Leuten anhören, dass Endspieltraining bei ihnen eh nichts brächte, weil sie entweder nie ins Endspiel kommen oder dann schon einen derart großen Materialvorteil haben, dass man das eh ganz locker gewinnt. Dass dieses Argument nicht gehalten werden kann, ist klar, aber hier kommt jetzt noch ein weiterer Aspekt dazu. Als guter Schwindler sollte man zahlreiche Festungen im Endspiel kennen oder auch festungsähnliche Stellungen, die zwar für die stärkere Seite gewonnen sind, aber eben nur mit sehr viel Präzision. Auch hier glänzt das Buch mit vielen tollen Beispielen und Erklärungen, begonnen mit den Tücken des Endspiels Dame gegen Turm über andere Materialverteilungen gegen die Dame oder das Problem der Mehrqualität oder der nutzlosen Mehrfigur oder, oder, oder. In meinen Trainingseinheiten spiele ich oft verlorene Stellungen gegen meine Schüler aus und kann nur bestätigen, dass gute Endspielkenntnisse und findige Opferideen viele halbe oder gar ganze Punkte retten können. Abgerundet wird das Ganze dann mit ein paar Tests, in denen man selbst schwindeln soll.

Das Konzept des Buches gefällt mir sehr gut, aber hervorheben muss ich einfach die Art von GM Smerdon. Nicht nur, dass sich das Buch flüssig lesen lässt, abgesehen von ein paar Fremdworten, die ich kurz nachschlagen musste, er gibt auch immer wieder Zitate und Buchempfehlungen zu schachlichen, aber auch psychologischen Dingen, mit denen man einzelne Themen, die einen besonders fesseln, noch weiter vertiefen kann. So kann man schnell zum starken Schwindler werden. Ich war auch überrascht, wieviele starke Spieler zugleich starke Schwindler sind. Bei Mihail Tal hatte ich es bereits gewusst, aber viele andere Experten waren mir neu und ich habe ihre Beispiele sehr genossen

Insgesamt ist das mit das beste Buch, das für mich seit langem im New in Chess Verlag erschienen ist. Das Thema ist sehr frisch und der Autor musste die Beispiele mit seinem Kopf und guter Recherche erstellen, da die Engines von Schwindeln keine Ahnung haben. Natürlich ist es nicht einfach, einen erfolgreichen Schwindel zu finden, aber mit diesem Buch wird ein guter Grundstock für solch eine Möglichkeit gelegt. Ich kann es nur jedem Schachfreund empfehlen, da die nächste verlorene Stellung vielleicht schneller kommt als man meint!

IM Dirk Schuh

März 2020