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Art.-Nr.: SXMUETCCPB
Vergriffen

The Chess Cafe Puzzle Book 1 - CD

Test and Improve Your Tactical Vision

CD-Box, Russel, 1. Auflage 2006.

19,95 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Chess is 99% Tactics

I strongly believe that tactics is a very important part of the game of chess; the conscientious study and application of tactical principles have helped my sisters and me a great deal throughout our careers. I absolutely agree with the well-known maxim: "Chess is 99% tactics."

The CD offers every type of tactical motif imaginable, from the more common back rank mates, pins, skewers, forks and the like up to and including some of the most beautiful and rare combinations. This is a tactical book that will prove exceptionally useful for a wide range of players, intermediate through master strength and even beyond. I can heartily give this book two thumbs up. It will help you develop and improve your tactical skills tremendously.

From the Foreword by Women's World Champion Susan Polgar

There are four ways to open and run this program:

1. With ChessBase Light

2. With ChessBase 9.0 (or lower)

3. With a ChessBase engine such as Fritz, Junior, Shredder etc.

4. Using the PGN version with a PGN reader

Details
Sprache Englisch
Autor Müller, Karsten
Verlag Russel
Auflage 1.
Medium CD PC
Gewicht 100 g
Erscheinungsjahr 2006
Einband CD-Box

Rezension des der CD zugrundeliegenden Buches.

Bereits im ersten Halbjahr 2004 häuften sich - mehr als je zuvor - Taktikbücher unter den Neuerscheinungen. Da sollte man meinen, es wäre bald alles gesagt. Doch mit seinem aktuellen Werk "The Chess Cafe Puzzle Book - Test and Improve Your Tactical Vision" gelingt dem Hamburger Großmeister Karsten Müller ein Beitrag, der sich im ersten Teil durch seine Systematik für Lernende eignet (20 Motive mit Übun­gen eher für DWZ 1400 bis 1900) bzw. sich im zweiten Teil mit unterschiedlich schwe­ren Übungsaufgaben aus der zeitgenössi­schen Turnierpraxis befasst (aufwärts bis DWZ 2300). Zwischendurch gibt es voll­ständige Glanzpartien und Eröffnungsfehler taktischer Art. Auf 300 Seiten ballen sich Facetten taktischer Wirkungen: Man ist ge­neigt dieses Kompendium unter die fünf Evergreens einzureihen, welche man jedem ernsthaften Schachspieler auf das Regal wünscht (natürlich richtig ramponiert, da­mit das Gewissen beruhigt weiß, wie inten­siv gelöst wurde).

Denn Taktik bleibt für jeden eine Lebens­aufgabe - gleich ob verschiedene Fähigkei­ten entwickelt, bisweilen wiederholt oder als Training weitergegeben werden. Aus der Menge von Taktikbüchern, die meist für be­stimmte Zielgruppen taugen, ragen neben dem neuen Müller-Band heraus: Das Vor­läuferbuch Müllers in Koproduktion mit Claus Dieter Meyer "The Magic of Chess Tactics" (Russsel Enterprise 2002 - siehe Ausgabe 11/2003, Seite 304), David LeMoir "Essentail Chess Sacrifices" (Gam­bit 2003 - siehe Heft 6/2004, S. 164 - soll im Juli 2005 in deutscher Übersetzung er­scheinen), John Nunn "Chess Puzzle Book" (Gambit 1999) und Vlastimil Hort / Vlastimil Jansa "Der beste Zug" (beim Rau-bzw. Goldmann-Verlag erschienener Klas­siker, der nur antiquarisch oder als Restbe­stand bei Händlern erhältlich ist, der aber durchaus eine durchgesehene Neuauflage verdient hätte). Diese Handvoll Bücher be­dient alle Wissensstränge:

- Aufzeigen des taktischen Arsenals (die Palette von Motiven, die Material- oder Stellungsvorteile ergeben): der neue Mül­ler-Band bringt 233 Übungen zum Basiswissen und liefert vorbildlich, präzise De­finitionen, wann Opfer gehen und wann nicht;

- Erklären von taktischen Plänen (Opfer­ideen, die nicht unmittelbar eine Entschei­dung herbeiführen, aber am Beginn einer gewinnbringenden Durchführung über viele Züge mit direkten und "stillen" Zü­gen stehen): hier weist LeMoirs Buch mit 15 Standardthemen auf anfälligen Feldern (b5, d5, e6, f5, f7, g7, h6, h7) grundlegen­de Systematik aus, während Meyer/Mül­ler Wechselwirkungen zu Angriff und Ver­teidigung anhand bestimmter Figuren­konstellationen ausloten (z. B. Dame-Springer-Duo, verschiedene Läuferkonstellationen, Turm-Leichtfigur-Taktik im Endspiel);

- Offenlegen von Denkstrukturell bei Tiefen­analysen (gerade im Computerzeitalter ist das Durchleuchten historischer und zeit­genössischer Kombinationen in einer neuen Qualität möglich, weil unbeachtete Zwischenzüge und gar bisweilen abwegi­ge Wendungen angezeigt werden): in die­sen Bereich haben Nunn, Meyer/Müller und Müller Verdienste, da sie einerseits Computeranalyse mit brute force zur Ab­sicherung nutzen, andererseits mit groß­meisterlicher Rationalität ein objektives Urteil argumentativ untermauern. Nunns erstaunlichen Ergebnisse über die Patze­rei bei Karlsbad 1911 gehören zu den lesenwertesten Einsichten der Schach­literatur. Wie Nunn stuft der neue Müller Übungen nach fünf Schwierigkeitsgraden ein: Seine Welt ist vor allem das moderne Turnierschach seit der Jahrhundertwende und insgesamt 565 Aufgaben gibt es kun­terbunt - in einer Turnierpartie weiß man schließlich auch nicht immer sicher, ob der Weg leicht oder schwer sein wird:

- Schulen der Entscheidungsfindung (wäh­rend bei Tiefenanalysen häufig schon eine bestimmte "Marschrichtung" eingeschla­gen wird, ist die Entscheidungsfindung der eigentliche Knackpunkt - gerade wenn es scheinbar mehrere "beste" Züge gibt): in diesem Metier galt selbst bei starken Spie­len das Buch von Hort und Jansa als Non­plusultra. Drei Optionen formierten mit Multiplechoiceverfahren Wege, um kriti­sche Stellungen abzuwägen - ein quälen­der Prozess des intellektuellen Vergnügens auf der Suche nach der Wahrheit, der je­der mehr oder weniger nahe kommen möchte. Müller ist da bisweilen noch gna­denloser und unterbreitet nur, wer am Zug ist, oder folgt teilweise der Hort-Jansa-Machart: "Nicht-enthüllende" Hinweise, die offen lassen, ob man in die passende Richtung denkt, oder ob nicht. Bevor man allerdings die Stufe der komple­xen Entscheidungssuche erfolgreich bewäl­tigen kann, kommen die Lehren einzelner Taktiktechniken.

Auch sonst lotet Müllers Ritt durch die Taktikweiten bisweilen vernachlässigte Ge­biete aus: Dies betrifft z. B. Taktik in End­spielen oder Taktik als Ressource der Verteidigung.

Viele Leser bevorzugen Lernen mit der Me­thode von Punktevergabe. Sie sind hier ebenfalls richtig. Zudem kommentiert Mül­ler ohne Attitüde, was andere Autoren und ihre Werke bieten. Aus der Flut an Taktik­büchern ragen der Nunn immer noch und die beiden Müller nunmehr - wie Spitzen eines Eisbergs - heraus; wenn man eine taktische Grundversorgung besitzt, gibt es hier praxis­nahen Nachschlag bis in obere Wertungs­regionen. Zudem muss beim neuen Müller-Buch, welches mit Schulenglisch leicht ver­ständlich ist, der Pluspunkt des günstigen Preisleistungsverhältnisses hervorgehoben werden - keine Selbstverständlichkeit im englischen Schachbuchmarkt. Aber letztlich zählt natürlich hier der Nutzwert, und der umfasst viele Stunden mit Gütesiegel.

Harald Fietz, Schachmagazin 64 18/2004

The Chess Cafe Puzzle Book 1 - CD

EUR

19.95