Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LXCHRSTB

Storming the Barricades

Lessons in Attacking Chess from a Top GM
Eigenschaften

160 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2000

15,95 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

A top-class grandmaster takes more than 50 real-life positions, breaks each one down into its key elements and explains the right strategy for coducting a successful attack. The examples are selected to illustrate a wide variety of attacking themes and to provide an instructive and accurate picture of how modern players attack and defend.

Many books provide training in how to round off a successful attack with a final combination, but that´s really just the easy part. This book tackles the vital phases of deciding how and where to attack in the first place, and to build up the offensive without giving the opponent real counter-chances. Larry Christiansen is highly respected by his gandmaster colleagues for his ability to conjure up dangerous attacking chances from almost any position.

A top-class grandmaster takes more than 50 real-life positions, breaks each one down into its key elements and explains the right strategy for coducting a successful attack. The examples are selected to illustrate a wide variety of attacking themes and to provide an instructive and accurate picture of how modern players attack and defend.

Many books provide training in how to round off a successful attack with a final combination, but that´s really just the easy part. This book tackles the vital phases of deciding how and where to attack in the first place, and to build up the offensive without giving the opponent real counter-chances. Larry Christiansen is highly respected by his gandmaster colleagues for his ability to conjure up dangerous attacking chances from almost any position.

Weitere Informationen
Gewicht 220 kg
Hersteller Gambit
Breite 14,8 cm
Höhe 21 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2000
Autor Larry Christiansen
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-10 1901983250
ISBN-13 9781901938258
Seiten 160
Einband kartoniert
Diagramme 200

004 Symbols

005 Introduction

006 Evolution of an Attacking Player

027 Attack: General Considerations

043 Ripping Apart the King Position

068 King-Hunting

083 How Not to Attack

104 Seizing Opportunities

128 Creating and Exploiting Weaknesses

144 Larry Christiansen´s Eleven Favourite Attacking Games of the 1990s

175 Index of Players

176 Index of Openings

Für Freunde des Angriffsschachs bietet das neue Werk von Larry Christiansen reichlich interessantes Material. In seinem Buch "Storming the Barricades" möchte er den Blick des Lesers für die Kunst der Angriffsführung schulen.

In acht Kapiteln werden Themen wie grundsätzliche Überlegungen, Aufreißen der Königsstellung, Königsjagd und Erzwingen und Ausnützen von Schwächen besprochen.

Insgesamt sind etwa 80 Partien enthalten. Alle Partien sind vollständig aufgeführt und, von der Eröffnungsphase abgesehen, gut kommentiert, so dass man die ganze Entwicklung des Angriffs gut nachvollziehen kann.

Neben zahlreichen Beispielen aus der Praxis des Autors fanden auch viele Partien von berühmten Angriffsspielern wie Kasparov, Shirov, Ivanchuk und natürlich Tal ihren Weg in dieses Buch. Wer auch nur ein wenig Freude an einer offensiven Spielweise hat wird mit Sicherheit viel Spaß an diesem Buch haben.

04/2000 Schach Markt

_______________________________________________________________________

Der in Deutschland vor allem aus der Bundesliga gut bekannte Texaner legt mit dem vorliegenden Buch seine Erstlingsgeburt vor. Wegen seinem interessanten und wilden "Cowboystil" genießt der 44-jährige unter seinen GM-Kollegen großen Respekt, so zählte z.B. der Erfolgsautor GM Paul Motwani in "STAR-Chess" Christiansen zu einem seiner 10 Lieblingsspieler.

Seine ersten literarischen Schritte ging Larry als 21-jähriger mit einem kleinen Turnierbuch über Hastings 1978/79. Seine dort kommentierte Partie gegen Jonathan Mestel ist zwar erstaunlicherweise in dem vorliegendem Werk nicht mitaufgeführt, gibt aber m. E. ein gutes Beispiel für die Intension des Buchtitels (s.a. Kapitel "Wie man nicht angreifen sollte"):

Mestel/2450

Christiansen/2490

Hastings 1978/79, 1. Runde

Sizilianisch B75

1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 Sc6 6. g3 "Dies ist Mestel bevorzugtes System gegen viele Sizilianer wie z.B. Najdorf, Taimanov und Scheveninger." L. Christiansen. Interessant ist, dass Mestel sehr erfolgreich gegen den Drachen ebenfalls g3 spielt! J.B.

6. ...Lg4 7. f3 Ld7 8. Le3 g6!? Mit dem Textzug entsteht die Yugoslawische Variante des - von Mestel als Schwarzer bevorzugten - Drachen. Solider ist sicherlich 8. ...e6, was in der 10. Runde Lein gegen Mestel spielte. L.C.

9. Dd2 Lg7 10. 0-0-0 Tc8 11. g4 Se5 12. h4 b5?! "Dieser Vorstoß liegt zwar im Sinne des Drachen, aber logischer wäre es hier mit: 12. ...h5 den Königsflügel zu schließen, wie es z.B. Mestel selber in einer Partie gegen Sigurjonsson spielte: 12. g5 Sh7 13. f4 Sg4 14. Lg1 0-0 15. Th3 e5 16. Sbd5 exf4 17. Td3 Da5 18. Sxd6 Txc3 19. Txc3 Dxa2 20. Dxf4 Da1+ 21. Kd2 Dxb2 22. Tb3 Da2 23. Sc4 La4 24. Tdb1 Td8+ 25. Ld3 Lxb3 26. Txb3 Sf8 27. Dc7 Td7 28. Db8 b6 29. Ke2 Da1 30. Le3 Dh1 31. Dg3 Se6 32. Tb5 Sxe3 33. Kxe3 a6 34. Td5 Txd5 35. exd5 Dxd5 36. Db8+ Kh7 37. Sxb6 Ld4+ 38. Ke2 Dg2+ 39. Kd1 Dg1+ 0:1 Sigurjonsson, G. - Mestel, A / Esbjerg 1978, L.C.

13. Scxb5 0-0 14. h5 Sxf3!? Ich fühlte mich schon zu diesem zweifelhaften Opfer gezwungen, da Weiß ansonsten routinemäßig auf der h-Linie seinen Mattangriff startet. L.C. Diesem Urteil schließt sich auch IM Shaun Taulbut in der 1. Ausgabe von "International Chess" März 1979 an. Diese gutgemachte Zeitschrift wurde leider nach nur wenigen Ausgaben eingestellt. J.B.

15. Sxf3 Lxg4 16. Dg2? "Besser war: 16. Le2 Sxe4 17. De1 was a5 im Auge behält und Dh4 vorbereitet." L.C. "Aber Mestel glaubte einfach dem wildgewordenen Cowboy nicht." S.T.

16. ...Da5 17. a3

17. Kb1 hält Larry wegen 17. ...Tb8 und "nachfolgenden Druck auf der b-Linie nicht für gut." Fritz sieht die Geschichte wie immer ganz nüchtern: 18. hxg6 fxg6 19. Ld2 Da4 20. e5 +_

17. ...Txc2+!? ("Die beste Chance um die Initiative am Lodern zu halten und sei es um den Preis eines ganzen Turmes!" L.C.)

18. Kxc2 18. Dxc2 Tc8 19. Lc4 (19. Dxc8+ Lxc8 Sieht gut für Schwarz aus.L.C.) 19. ...Lxf3 und nun gibt Christiansen 20. Lxf7+ (20. hxg6 hxg6 21. Lxf7+ Kxf7 22. Dxc8 Dxb5 und "Black is o.k." Shaun Taulbut.) 20. ...Kxf7 21. Dxc8 Dxb5 an, was Schwarz tatsächlich gute Angriffschancen gibt.

18. ...Da4+ 19. Kd2 Db3! schlecht ist natürlich 19. ...Sxe4+ 20. Ke1 und Weiß hat sich konsolidiert. Db3 hat den Vorteil, dass die weißen Figuren wegen der Drohung Se4: unharmonisch aufgebaut werden müssen. L.C.

20. Sc3 Dxb2+ 21. Kd3 Dxa3

Die kritische Position in der Partie.

Weiß hat hier die Auswahl zwischen Tc1 und Lc1

22. Lc1 M.E. ist 22. Tc1 der beste Zug, nach welchem Schwarz entweder Tc8 oder Tb8 spielen kann. Der Erstgenannte bereitet einen großen "Schwindel" vor:

A) 22. ...Tc8 ist ein natürlicher Zug, was am besten mit 23. Sd4 beantwortet wird und nach 23. ...Sd7 24. Tc2 hat Schwarz zwei Möglichkeiten: 24. ...Sc5+ (24. ...Se5+ 25. Kd2 sieht nicht danach aus, ob Schwarz genug hat z.B 25. ...Txc3 26. Txc3 Db2+ 27. Tc2 Db4+ 28. Kc1 Da3+ 29. Kb1 Dxe3 30. Df2 und Weiß hat zu viele Mehrfiguren. S.T.) 25. Kd2 Sb3+? 26. Sxb3 Dxb3 27. Dxg4 Lxc3+ 28. Kd1 und der schwarze Angriff kommt zum Stopp. Natürlich können die zwei angegebenen Varianten nicht die ganze Wahrheit erzählen aber sie zeigen, dass die schwarzen Aktionen übereilt waren und dass die weiße Position im Grunde sicher ist. S.R. (28. Txc3? Txc3! -+);

B) 22. ...Tb8 23. Sd4 Larry gibt hier folgende "Alternative" an: (23. Le2?! Tb2 24. Ta1 Dxc3+! 25. Kxc3 Sd5+ 26. Kd3 Sb4+ 27. Kc4 Le6+ 28. Kb5 Ld7+ 29. Ka5 Lc3 und Schwarz hat zumindest ein Dauerschach.L.C.) 23. ...Sd7 24. Da2?? (24. Tc2 gxh5) 24. ...Tb2! und Schwarz gewinnt.

22. ...Db4 23. Ld2 Tc8 24. hxg6 Erzwungen da Schwarz 24. ...Tc3: 25. Lc3: De4:+ 26. Kd2 h6 drohte. S.T. gibt: 24. h6 als Alternative an. Aber dann funktioniert natürlich der schwarze Angriff: 24 ...Txc3+! 25. Lxc3 Dxe4+ 26. Kd2 Lxf3 =+

24. ...hxg6 "Dieser natürlich Tausch konnte durch: 24. ...h5!? ersetzt werden um evtl Lh6 spielen zu können." S.T.

25. Th4 Txc3+ ! L.C.

26. Lxc3 Dxe4+ 27. Kd2 Sd5?? Beide Kommentatoren sind sich einig, dass Schwarz nach 27. ...Lxf3 28. Txe4 Sxe4+ 29. Ke3 Lxg2 30. Lxg7 Kxg7 (30. ...Lxf1 31. La1 Lg2 32. Tg1 gewinnt aufgrund des starken schwarzfeldrigen Läufers.) 31. Lxg2 Sc5 gute Chancen hat, das ungewöhnliche Endspiel zu halten.

28. Lxg7 De3+ 29. Kc2 Lxf3 30. Lb2 "Diesen Zug hat Christiansen in Zeitnot übersehen da nun Matt droht hat Mestel einfach zwei Türme mehr." S.T.

30. ...e5 31. Dd2 Dc5+ 32. Kb1 Se3 33. Tc1 Db6 34. Dh2 Sf5 35. Tc8+ Kg7 36. Tb4 1:0

Dr. Cherubim drückt seine Empfindungen zu dieser Partie in seinem Bericht in der "Rochade 2/79" wie folgt aus: "In über 30 Jahren Hastingsberichterstattung ist mir eine solche Wildwest-Partie im Premier noch niemals unter die Augen gekommen. Ein unglaublicher Kampf im besten Kaffeehausstil."

Dem hat der Autor nichts hinzuzufügen.

Der Anglo-Wikinger betont in seinem Vorwort, dass er das Buch nicht nur ausschließlich für die Vermittlung eines "Attacking-Spirit"- mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen (Larry Christiansen: "...das Buch ist nichts für "Hasenfüße"!!") - geschrieben hat, sondern es geht ihm auch um die Weitergabe seiner eigenen Erfahrung.

Larry betont ausdrücklich, dass das Werk auch als eine Art Autobiografie anzusehen ist, die den wechselvollen schachlichen Werdegang (im ersten Kapitel: "Evolution of an Attacking Player") des mehrfachen amerikanischen Meisters und Olympioniken in beeindruckender Offenheit Revue passieren lässt.

Nebenbei erfährt man viel Wissenswertes über die hierzulande eher unbekannte Schachszene in den USA, wie z.B. über das legendäre Turnier in Lone-Pine, bei dem GM Roman Dschindchidaschwilli anno 1978 seinen Turniergewinn (1. Preis i.H.v. 16.000 Dollar) in der selben Nacht beim Poker verzockt haben soll...

Im zweiten Kapitel beschäftigt sich der Autor mit den sogenannten "Standardsituationen" des Angriffsspiels und geht in Partiefragmenten nicht nur auf solche Klassiker wie z.B. Vaganian-Planic, Hastings 74/75 ein, sondern orientiert sich zu etwa 80 % der Beispiele an das Schaffen der Figurenkünstler aus den 90er Jahren.

Neben den für die Angriffsführung notwendigen Themen wie"Die Königsjagd!" und "Die Schaffung von Schwächen am gegnerischen Königsflügel" , gibt Larry dem Leser im 6. Kapitel viele interessante psychologische Tipps an die Hand.

Schon die Aufforderung des Kapitels "Ergreife die Gelegenheit!" sagt viel über die optimistische Einstellung des Amerikaners aus, und m. E. zählt gerade dieser Abschnitt zu den gelungensten in dem ganzen Buch.

In diesem Kapitel plaudert der Super-GM ganz offen über seine Schachmethoden und Denkweisen...

Christiansens Motto ist nahezu ansteckend: "Wenn ich die Wahl zwischen einer unlebendigen aber soliden Position und einer mit Materialnachteil aber mit einigem Figurenspiel habe, fällt meine Entscheidung immer auf die letztgenannte Möglichkeit!

Das rein äußere Erscheinungsbild mit jeweils zwei Diagrammen auf einer Seite und einem guten figurinen Druckbild macht das Buch zu einer idealen Zuglektüre. Gut gefallen hat mir auch die Ausgewogenheit von Partiefragmenten und Partien mit Eröffnungsangaben, die aber von dem Amerikaner nicht kommentiert werden, sondern er konzentriert sich nur auf das beginnende Mittelspiel.

Zum Schluss des Buches wartet Larry mit einem "Schmankerl" auf: Er präsentiert dem Leser auf 21 Seiten seine 11 gut kommentierten Lieblingspartien aus den letzten 10 Jahren!

Schon diese Perlen des Angriffsschachs aus den 90er-Jahren machen das Buch lesenswert und nehmen mit 18% des Gesamtumfangs knapp ein Sechstel des Buches ein.

Fazit:

Ich habe das Buch beim ersten Lesen kaum mehr aus der Hand genommen und es geradezu verschlungen. Schon die interessante Schachkurzbiografie und die gutausgewählten Schachfragmente lohnen den Kauf.

Dieses Buch orientiert sich nicht nur am Angriffsspieler, sondern vor allem an all denjenigen die es gerne werden möchten oder solche die einfach nur Lust darauf haben, sich mit Angriffsschach pur zu beschäftigen.

Da der Amerikaner aber ein gewisses Einstiegsniveau voraussetzt, sollte die Spielstärke des Lesers m.E. im Bereich von über DWZ 1900 liegen.

Neben den Klassikern der Angriffsschachliteratur, Vukovic, Keene mit hervorragenden Texten über GM L. Stein ("The Master of Attack") oder John Nunns "The Kingshunt" gehört das vorliegende Werk sicherlich zu den besten seiner Art. Um das z.T. amerikanisierte Englisch von Christiansen verstehen zu können, benötigt der geneigte Käufer zumindest Abiturenglisch und ein gutes Sprachgefühl.

Neben Yermolinskys Buch"The Road of Chess Improvement" eines der offenherzigsten Bücher die in diesem Jahr erschienen sind!

Jürgen Brustkern - Europa Rochade 8/2000