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LXTIMTUAG
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The Unstoppable American (hc)

Bobby Fischer’s Road to Reykjavik

256 Seiten, gebunden, New in Chess, 1. Auflage 2021

37,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Initially things looked gloomy for Bobby Fischer. Because he had refused to participate in the 1969 US Championship, he had missed his chance to qualify for the 1970 Interzonal Tournament in Palma de Mallorca. Only when another American, Pal Benko, withdrew in his favour, and after the officials were willing to bend the rules, could Bobby enter the contest. And begin his phenomenal run that would end with the Match of the Century in Reykjavik against World Champion Boris Spassky.

Fischer started out by sweeping the field at the 23-round Palma Interzonal to qualify for the next stage of the cycle. In the Candidates Matches he first faced Mark Taimanov, in Vancouver. Fischer trounced the Soviet ace, effectively ending Taimanov’s career. Then, a few months later in Denver, he was up against Bent Larsen, the Great Dane. Fischer annihilated him, too. The surreal score in those two matches, twice 6-0, flabbergasted chess fans all over the world.

In the ensuing Candidates Final in Buenos Aires, Fischer also made short shrift of former World Champion Tigran Petrosian, beating the hyper-solid ‘Armenian Tiger’ 6½-2½. Altogether, Fischer had scored an incredible 36 points from 43 games against many of the world’s best players, including a streak of 19 consecutive wins. Bobby Fischer had become not just a national hero in the US, but a household name with pop-star status all over the world.

Jan Timman chronicles the full story of Fischer’s sensational run and takes a fresh look at the games. The annotations are in the author’s trademark lucid style, that happy mix of colourful background information and sharp, crystal-clear explanations.

Jan Timman is the author of many bestselling books. His Timman’s Titans won the 2017 ECF Book of the Year Award. In The Longest Game, Timman revisited the epic rivalry between Garry Kasparov and Anatoly Karpov. His most recent book Timman’s Triumphs: My 100 Best Games again met with wide acclaim.

Weitere Informationen
Gewicht 610 g
Hersteller New in Chess
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2021
Autor Jan Timman
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9789056919795
Seiten 256
Einband gebunden

006 Explanation of symbols

007 Preface

009 Prologue

013 Chapter 1 The road to Palma

073 Chapter 2 Palma de Mallorca

149 Chapter 3 The match versus Mark Taimanov

179 Chapter 4 The match versus Bent Larsen

199 Chapter 5 The match versus Tigran Petrosian

247 Index of openings

249 Index of names

253 Bibliography

Vermutlich ist über keinen anderen Spieler so viel geschrieben worden wie über Bobby Fischer. Gerade eben hat Jan Timman The Unstoppable American vorgelegt. Das Buch beschäftigt sich mit dem legendären Triumphzug des Amerikaners Anfang der siebziger Jahre, der ihn in 18 Monaten zum WM-Herausforderer machte.

Die 63 Partien beginnen mit Fischers Rückkehr ins Weltschach, nachdem er seit 1968 nicht mehr gespielt hatte. Erst das Match UdSSR gegen die Welt 1970 brachte ihn zurück ins Rampenlicht. Fischer, für seine Querelen mit den Veranstaltern berühmt-berüchtigt, überrascht alle, als er nonchalant Bent Larsen das erste Brett überlässt. Trotz seiner langen Turnierabstinenz schlägt Fischer Petrosjan deutlich mit 3:1.

Im Anschluss düpiert er im legendären Blitz­turnier in Herceg Novi die versammelte Welt­ elite, die er mit 4,5 Punkten Vorsprung de­ klassiert. Dann siegt er in Rovinj/Zagreb 1970 und gewinnt kurz darauf in Buenos Aires das bis dato stärkste Turnier Südamerikas mit einem der besten Turnierergebnisse überhaupt. In Siegen spielt er die Olympiade, kann aber nicht so überzeugen wie zuvor, verliert zum dritten Mal gegen Weltmeister Spasski und muss am Ende seiner Müdigkeit Tribut zollen. In sechs Monaten hat er 51 Turnierpartien gespielt.

Dann gewinnt Fischer beim Interzonenturnier in Palma de Mallorca nach wechselhaftem Beginn die letzten sieben Partien und holt 18,5/23. Gegen die Sowjets ist er besonders motiviert, hat aber unerwartete Probleme gegen die Spieler aus dem Tabellenkeller.

Nach den beiden 6:0-Siegen in den Kandidaten­ matches gegen Taimanow und Larsen und seinem Sieg in der ersten Partie gegen Petrosjan hat Fischer eine Siegesserie von 19 Partien (und ein kampflose) in Folge vorzuweisen, ein unerreichter Rekord auf diesem Niveau.

All dies ist bekannt. Aber Timman, der seine ersten Meriten in jener Zeit verdiente, weiß die Geschichte in einer äußerst angenehmen Art zu schildern, ohne Fischer zu glorifizieren. Häufig wird dessen Triumphzug allzu geradlinig erzählt. Timman weist auf die Unsicherheit hin, die ein steter Begleiter des Amerikaners war. Und in seinen Analysen zeigt er, dass Fischer nicht so fehlerfrei gespielt hat, wie es allgemein kolportiert wird.

Auch wenn Timman konstatiert, dass Fischer seinen Zeitgenossen in allen Belangen über­legen war, sind seine Kantersiege in den Kandidatenmatches in nicht geringem Maße psychologischer Natur. Taimanow hatte z.B. eine Gewinnstellung in der 6. Partie, wie Timman zeigen kann, und großen Vorteil in zwei weiteren. Gegen Petrosjan stand Fischer in den ersten fünf Partien mit dem Rücken zur Wand, bis er mit vier aufeinanderfolgenden Siegen seinen veritablen Gegner zur Strecke brachte. Die 7. Partie dieses Matches gilt als Musterbeispiel für Vorteilstransformation, weil Fischer seinen gut postierten Springer gegen einen passiven Läufer abtauscht. Timman erklärt, dass er und einige andere GMs damals schon Zweifel an der Richtigkeit dieser Entscheidung hatten. Deshalb war der Autor nicht überrascht, dass kürz lich Endspielexperte Karsten Müller nachweisen konnte, dass es bessere Züge gab.

Es sind neben den guten Analysen die kleinen Anekdoten, die The Unstoppable American so lesenswert machen. So erfährt man, dass die Spieler in Buenos Aires überrascht waren, dass sich Fischer auf alle Teilnehmer akribisch vor­bereitet hatte, was damals unüblich war. Dass Fischers ungeheurer Milchkonsum während der Partien Aufsehen erregte. Oder dass alle drei Gegner Fischers in den Kandidatenmatches Probleme mit ihrem Blutdruck bekamen, die behandelt werden mussten und zu Spielunterbrechungen führten.

Timman wird nicht müde zu betonen, dass Fischers triumphaler Siegeszug viele Male hätte scheitern können. Schon allein die Teilnahme am Interzonenturnier in Palma de Mallorca, für das sich Fischer gar nicht qualifiziert hatte, gelang nur, weil Benkö dazu bewogen werden konnte, seinen Platz Fischer zu überlassen. Timman meint, dass Fischer ohne seinen Freund Ed Edmondson, späterer Präsident des US-Verbandes, niemals Weltmeister geworden wäre.

Timman ist ein Garant für gute Schachliteratur. Einziges Manko dieses Buches ist das fehlende Partienverzeichnis.

Harry Schaack

KARL 2/2021

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