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LXGEUTDKQ

The Day Kasparov Quit

and other chess interviews
Eigenschaften

344 Seiten, kartoniert, New in Chess

23,95 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

This book starts where Ten Geuzendam's succesfull Finding Bobby Fischer ended, in 1992. A new collection of interviews with chess' greats, ending with Kasparov at Linares 2005.

This book starts where Ten Geuzendam's succesfull Finding Bobby Fischer ended, in 1992. A new collection of interviews with chess' greats, ending with Kasparov at Linares 2005.

Weitere Informationen
Gewicht 575 g
Hersteller New in Chess
Breite 14,5 cm
Höhe 22 cm
Medium Buch
Autor Dirk Jan ten Geuzendam
Sprache Englisch
ISBN-10 9056911635
ISBN-13 9789056911638
Seiten 344
Einband kartoniert

007 PREFACE

011 MIGUEL NAJDORF

'And now... Pepsi Cola!'

020 HENRIQUE MECKING

'Once I prayed for thirty-five thousand people in a soccer Stadium in the State of Sao Paulo.'

033 PETER LEKO

'I don't feel any need to convince people. You have to think for yourself.'

045 GARRY KASPAROV

I told my mother, 'Just pray he will play the Ruy Lopez. Then he will be dead. Instantly.'

055 VISHY ANAND

'It's literally true that in chess a winner can do anything he wants.

064 VASILY IVANCHUK

'It is not easy to live with a chess player.'

073 KIRSAN ILYUMZHINOV

'It depends on God. If I feel the moment is there I will go intoa monastery.'

088 DAVID NORWOOD

'Chess players seem to think the world owes them a living. And i tdoesn't.'

100 ROBERT HÜBNER

'I have seen that I don't understand too much about chess.'

114 ALEX YERMOLINSKY

'I was as cool as John Travolta in Get Shorty.'

127 YURYAVERBAKH

I'm not to blame, it's not my achievement, it just happened.'

142 VLADIMIR KRAMNIK

'The idea that Kasparov is so exceptional is a myth that has been created by the journalists.'

153 MARKTAIMANOV

'My entire life has been one long holiday.'

163 PETRA KORTCHNOI

'Now we are happy that Viktor did not become World Champion.'

174 VLADIMIR KRAMNIK

'I would even play for free.'

183 GARRY KASPAROV

'I find a good move and I am happy.'

191 LOEK VAN WELY

'The legend must live!'

198 GARRY KASPAROV

'So, I am not God, I am human.'

VLADIMIR KRAMNIK

'He is not God as Ivanchuk said and I proved it.'

216 VISHY ANAND

'A unification match is fine, but it will not solve anything.'

224 DAVID BRONSTEIN

I'm not Zurich '53 and 12-12.'

238 VIKTOR KORTCHNOI

'This was not only a plot against Fischer!'

245 ZURAB AZMAIPARASHVILI

'I know exactly how strong I am.'

256 ALEX SHABALOV

'I don't care about soccer anymore.'

265 JUDIT POLGAR

'It was clear for me from a very early age that I was the lucky one.'

277 GARRY KASPAROV

'I believe that my cause was right.'

291 RUSTAM KASIMDZHANOV

'You are at the highest point for only a moment.'

300 VLADIMIR KRAMNIK

'A painter never asks people what they want to see. He paints.'

311 HIKARU NAKAMURA

'There's no point in taking draws.'

321 THE DAY KASPAROV QUIT

'I guess I'm still the best player in the world .'

334 GLOSSARY

340 INDEX

Der Holländer Dirk Jan ten Geuzendam, Chefredakteur von "New in Chess" kann nach Einschätzung von GM Dr. Helmut Pfleger als "viel­leicht der beste und in jedem Falle der profundeste Interviewer der Schachwelt gelten (Zitat hintere Umschlagseite, übersetzt vom Re­zensenten).

Diesen hervorragenden Ruf hat er durch seine beiden Bücher "Linares! Linares!" und "Finding Bobby Fi­scher" begründet, und er bestätigt ihn aufs Neue mit seinem jüngsten Werk "Der Tag, als Kasparov zurücktrat - und andere Schach-Interviews". Der Autor hat 30 seiner Gespräche mit 22 markanten Persönlichkeiten des Weltschachs aus dem Zeitraum Oktober 1994 bis März 2005 zusam­mengetragen, in welchen der Leser viel Persönliches von den Stars er­fährt, dazu etliche Hintergrundinfor­mationen bekommt über den Zu­stand der Schachwelt an ihrer Spitze in der letzten Dekade, aber auch In­teressantes aus der Schachgeschich­te des 20. Jahrhunderts einschließ­lich der letzten WM-Kämpfe nachle­sen kann.

Am 10. März 2005 erklärte Garry Kasparov im spanischen Linares - nachdem er gerade das dortige Superturnier ein weiteres Mal gewon­nen hatte - seinen Rücktritt vom pro­fessionellen Schach und löste damit großes Erstaunen in der gesamten Fachwelt aus. Das Drumherum be­handelt der Autor im letzten Kapitel. (S. 321-333) und würdigt den 20 Jahre lang Führenden in der Welt­rangliste mit vier weiteren Inter­views zu seinem WM-Sieg gegen Anand in New York 1995 (S. 45-54), nach seinem Turniersieg in Sa­rajevo 2000 (S. 183-190), nach sei­ner Niederlage gegen Kramnik in London 2000 (S. 198-207) und an­lässlich eines Besuches beim Maes­tro zu Hause in Moskau im Juni 2004 (S. 277-290). Vier Interviews hat der Autor mit Vladimir Kramnik geführt: 1997 in Novgorod, wo schon sehr deutlich wurde, dass er keine Angst vor Kas­parov hat (S. 142-152), im April 2000 im Vorfeld des großen Brain-Games-WM-Kampfes (S. 174-182), nach sei­nem Sieg über die Nummer 1 2000 in London (S. 207-215) und schließlich nach seiner erfolgreichen Titelvertei­digung gegen Peter Leko in Brissagio, Oktober 2004 (S. 300-310).

Zweimal kommt Vishy Anand zu Wort: nach seiner Match-Niederlage gegen Kasparov, New York 1995 (S. 55-63) und nach der Erringung des FIDE-WM-Titels 2001 (S. 216-223). Bei allen Gesprächen mit diesen großen Drei ging es auch um die verschiedenen WM-Zyklen und den Versuch einer Wiedervereinigung des Titels.

Alle Interviews werden zwar in chronologischer Reihenfolge aufge­führt, trotzdem könnte man bei den anderen Gesprächspartnern des Au­tors eine gewisse Kategorisierung vornehmen:

1) Spitzenspieler der Gegenwart: Pe­ter Leko (S.33-44), Vassili Ivantschuk (S. 64-72), David Norwood (S.88-99), Dr. Robert Hübner (S. 100-113), Alex Yermolinski (S. 114-126), Loek van Wely (S. 191-197), Zurab Asmaiparaschwili (S. 245-255), Alex Schabalov (S. 256-264), Judit Polgar (S. 265-276), Rustam Kasimdschanov (S. 291-299) und Hikaru Nakamura (S. 311-320). Es fehlt hier übrigens der jetzige FIDE-Weltmeister Veselin Topalov.

2) Schach-Legenden der Vergangen­heit: Miguel Najdorf (das Interview datiert von 1994, Najdorf verstarb 1997) (S. 11-19), Juri Averbach (S. 127-141), Mark Taimanov (S. 153-162), David Bronstein (S. 224-237) und Viktor Kortschnoi (S. 238-244).

3) "Sonderfälle": Henrique Mecking (S. 20-32), der amtierende FIDE-Präsident Kirsan Ilyumschinov (S. 73-87) sowie Petra Kortschnoi (S. 163-173).

Ten Geuzendam stellt seine Fragen mit großem Einfühlungsvermögen, er scheint immer den richtigen Ton bei seinen zum Teil nicht einfach zu han­delnden Gesprächspartnern zu treffen. So erfährt der Leser (welcher aller­dings Englisch verstehen muss) eine Menge über die verschiedenen Per­sönlichkeiten und ihre Einstellung zum Schach und zum Leben. Bereichert wird das Ganze durch zahlreiche Abbildungen und durch ein Glossar (S. 334-339), wo von "ACP" bis "Time limit" 16 Schach­begriffe erläutert werden. In diesem kaleidoskopartigen, viel­schichtigen Interview-Buch wird zwar eine Menge über Schach ge­sprochen, es werden aber keine Par­tien vorgeführt.

Mit einer Ausnahme: David Bron­stein zeigte dem Autor eine Miniatur, die er als 14-Jähriger gespielt hatte: NN - Bronstein, 1938, Königsgam­bit: 1.e4 e5 2.f4 e:f4 3.Sf3 Sf6 4. e5 Sh5 5.Sc3 d6 6.Lc4 d:e5 7.S:e5 Dh4+ 8.Kf1 Le6 9.L:e6 Sg3+ 10.Kg1 Lc5+ 11.d4 L:d4+ 12.D:d4 Se2+ 13.S:e2+ 13.S:e2 De1 matt! (S.231).

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 6/2006

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Dirk Jan ten Geuzendam, Herausgeber des holländischen Schachmagazin New In Chess (NIC), ist seit über 20 Jahren im Schachzirkus unterwegs und ist mit vielen Spitzenspielern befreundet. Jetzt hat er eine Anthologie seiner zuvor in NIC abgedruckten Interviews der letzten Dekade herausgegeben. Dieses Lesebuch besticht durch seine durchweg brillanten Texte.

Das Interview mit David Bronstein aus dem Jahre 2001 ist eines der Highlights des Bandes. Der Vize-Weltmeister von 1951 gilt als schwierige Persönlichkeit mit sehr "eigenen“ Ansichten. Interviews gibt er heute keine mehr, weil er meint, alles zu seinem Leben schon gesagt zu haben. Und auch Geuzendam hatte es nicht leicht, ihn vor fünf Jahren zu einem Gespräch zu überreden. Bronstein sagte ihm kurz vor dem vereinbarten Termin, er habe schlechte Nachrichten, er könne ihm kein Interview geben. Daraufhin antwortete Geuzendam, er weiß. "But don’t worry, I don’t want to interview you. All I want is spend some time with you, come to your home, and talk. ... But I will write about it, of course.“

Die Kunst des Interviews besteht auch darin, die Ansicht des Anderen aufzuzeigen und doch seine eigene Position als Frager zu bewahren. Geuzendam gelingt dies, indem er etwa zu Bronstein einmal beiläufig bemerkt: "Again I feel tempted to raise some objection, but wisely remain silent.“

Die Verbitterung eines David Bronstein ist Mark Taimanow fremd. Während das Interview mit Bronstein mit dem Zitat: "I’m not Zurich ‘53 and 12-12“ überschrieben ist, das die Festschreibung auf die bedeutendsten Ereignisse seines Schachlebens (nämlich das unglückliche Unentscheiden im WM-Kampf gegen Botwinnik von 1951 und der von ihm geschriebene Schachbuch-Klassiker über das Kandidatenturnier Zürich 1953) ablehnt, hat Taimanow kein Problem, über die schrecklichste Zeit seiner Biographie zu sprechen. Seine ganze Schachkarriere ist vor allem mit der 6:0 Niederlage im Kandidaten-Match gegen Bobby Fischer verbunden. Bekanntlich gibt das Ergebnis nicht ganz den Verlauf der Partien wider. Für Taimanow war ein deutlich besseres Resultat möglich. Schlimmer als diese Niederlage war jedoch das darauf folgende Berufsverbot, dass die sowjetischen Funktionäre verhängten. Dennoch blieb seine Einstellung zum Leben stets positiv. "Firstly I love life, secondly I’m an optimist“ sagt er von sich, und freut sich, mit der Musik eine Doppelbegabung zu haben, die ihm im Leben vieles erleichterte. Geuzendam gelingt es ebenso überzeugend, den positiven Lebenswillen Taimanows dem Leser deutlich zu machen, wie es ihm bei Bronstein gelungen ist, dessen Verbitterung zum Ausdruck zu bringen.

Das wichtigste an einem Interview ist, eine vertrauenswürdige Beziehung aufzubauen und die Gesprächsführung so zu lenken, dass der Interviewte Lust dazu hat, etwas aus seinem Innern preiszugeben. Und Geuzendams "Gespräche“ stehen gerade dafür. Sie sind zuweilen ergänzt durch ausführliche Beschreibungen der Situation, des Umfeldes, oder der Stimmung.

The Day Kasparov Quit gibt außerdem einen sehr unterhaltsamen Überblick über die wichtigsten Ereignisse der zurückliegenden Jahre. Von 1994 bis 2005 werden insgesamt 30 Interviews präsentiert, davon alleine fünf mit Kasparow. Die Fokussierung auf den Branchenführer ist auch ein emotionales Abbild des weltbestbesten Spielers. Wie er die von ihm hervorgerufene Spaltung des Weltschachs über die Jahre unterschiedlich beurteilt, wie er den WM-Kampf mit Anand und später seine Niederlage gegen Kramnik bewertet. Und wie er am Ende keine Ziele mehr hat und vom professionellen Schach zurücktritt. Es ist die jüngere Geschichte des Schachs, die durch den individuellen Blick des langjährigen Weltranglistenersten wiederauflebt.

Geuzendam stellt in diesem Buch eine perfekte Mischung an Schach-Persönlichkeiten vor. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wird von Taimanow, Najdorf, Awerbach und Bronstein repräsentiert, die jüngere Weltelite wird verkörpert von Spielern wie Leko, Kramnik, Anand oder dem exzentrischen amerikanischen Nachwuchsstar Nakamura.

In der direkten Nebeneinanderstellung gewinnen die Interviews an Eigendynamik, da man sie vergleichen kann - anders als in der ursprünglichen Konzeption im NIC. Durch das Nebeneinander der unterschiedlichen subjektiven Perspektiven wird auch der Wandel der Schachwelt abgelichtet.

Harry Schaack, Karl 1/2006

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Ein ungewöhnliches Schachbuch, denn es enthält keine einzige Partie und kein einziges Diagramm. Dirk Jan ten Geuzendam ist zusammen mit Jan Timman Herausgeber der Schach­zeitung New in Chess. Im vorliegen­den Buch hat er seine bemerkenswer­testen Interviews zusammen gefasst, die er in den letzten Jahren mit herausragenden Persönlichkeiten der Schachwelt geführt hat.

Von wenigen Ausnahmen abgese­hen sind diese Interviews alle in den letzten Jahren in New in Chess abge­druckt worden. Es beginnt mit Miguel Najdorf 1994 und endet mit Garry Kasparow 2005 anlässlich seines Rücktritts vom Turnierschach. Der Titel des Buches bezieht sich auf dieses Interview.

Um Ihnen einen Überblick über den Inhalt des Buches zu geben, zählen wir am einfachsten die Gesprächspartner in chronologischer Reihenfolge auf:

Najdorf, Mecking, Leko, Kaspa­row, Anand, Iwantschuk, Ilyumzhinow, Norwood, Hübner, Yermolinsky, Awerbach, Kramnik, Taimanow, Kortschnoi, Kramnik, Kasparow, Van Wely, Kasparow, Kramnik, Anand, Bronstein, Kortschnoi, Azmaiparashvili, Shabalow, Polgar, Kasparow, Kasimdzhanow, Kramnik, Nakamura, Kasparow.

Jedes Interview kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Dirk Jan ten Geuzendam bleibt nie an der seichten Oberfläche, es geht stets ans Eingemachte. Der Leser gewinnt dadurch einen tiefen Einblick in die Geschehnisse in der Welt des Schachs und wird außerdem bestens unterhalten.

Ein ausgezeichnetes Lesebuch, das wir allen Schachfreunden empfehlen können. Sehr gute englische Sprach­kenntnisse sind natürlich nötig.

Schach Markt 2/2006