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Art.-Nr.: LMAAGAADG

Attack & Defence

304 Seiten, gebunden, Quality, 1. Auflage 2013.

Aus der Reihe »Grandmaster Preparation«

29,99 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

In Attack & Defence Jacob Aagaard presents the main principles of how to attack and defend in chess. By carving dynamic chess into separate areas of ability, he gives the reader a clear way to expand his understanding of this vital part of the game.

"Playing the violin and learning languages are similar activities - the brain needs a special map for these kinds of activities, so it has to be learned at an early age - due to some brain chemistry stuff, I guess. That explains why so many players get stuck at a certain level - their map is done! Depressing, eh? But that's where Aagaard (and other heavyweights like Dvoretsky and Yusupov) come to the rescue! The books in this series are designed to change the ‘chess map' in your brain! Jacob wants to transform that narrow path of finding good moves into a freeway where good moves flow!" From the foreword by Sune Berg Hansen

Grandmaster Jacob Aagaard won the British Championship at his first and only attempt. He is the only author to have won the Boleslavsky Medal as well as the ACP, Guardian, ECF and ChessCafe Book of the Year awards. He is a FIDE Senior Trainer, and on his retirement from professional chess he has taken up the post of trainer for the Danish elite. His training material is used by amateurs, grandmasters and World Champions alike.

The Grandmaster Preparation series is aimed at ambitious players.

Details

Sprache Englisch
Autor Aagard, Jacob
Verlag Quality
Reihe Grandmaster Preparation
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 640 g
Breite 16,8 cm
Höhe 23,8 cm
Seiten 304
Erscheinungsjahr 2013
Einband gebunden

Inhalte

004 Key to Symbols used

005 Foreword by Sune Berg Hansen

007 Series Introduction

009 Preface

011 Attacking Theory in 60 Seconds

015 1. Include all the Pieces in the Attack

039 2. Momentum

065 3. Colour

085 4. Quantity beats Quality

097 5. Attack the Weakest Square

113 6. Attack the Strongest Square

123 7. Evolution/Revolution

139 8. Kill Zone

155 9. Only Move

177 10. Comparison

185 11. Prophylaxis

205 12. Active Defence

231 13. Multiple Exercises from the Same Game

301 Name Index

Rezension M.Rieger; Dezember 2013 - PDF-Format

Schachbücher stellen im Allgemeinen einen hohen Anspruch an den Leser. Man kann Sie nicht wie einen Roman behandeln - die ordenttliche Beschäftigung mit der Materie erfordert zuweilen Monate und auch die Erstellung einer (üblicherweise nicht bezahlten) Schachbuchrezension ist entsprechend aufwändig.

Nachdem auch mir das von Martin Rieger zur Weihnachts zeit vorgestellte Buch vor liegt, hier nun einige Anmerkungen, die über die üblichen, zumeist überaus freundlichen Besprechungen hinausgehen:

Wie lassen sich allgemeine Themen des Schachs wie Angriff und Verteidigung in einem Buch lesererhellend darstellen? Eine Frage, die Jakob Aagard mit seinem neuesten Werk Attack & Defense aufwirft, doch leider nicht beantworten kann. Uns erwartet ein Taktikbuch auf höchstem (Computer-) Niveau.

Die Aufschlüsselung in ebenfalls schwammige Unterkapitel wie "Angriff auf den stärksten (schwächsten) Punkt“, "Momentum“ oder auch "Prophylaxe“ bringt dabei kein Licht ins Dunkel. Grundlage sind jeweils einige wenige Partien extrem hoher taktischer Komplexität, die in brauchbarer Form kommentiert werden, gefolgt von diversen Taktikaufgaben. Houdini ist dabei omnipräsent und scheint die Hauptarbeit geleistet zu haben. Praxisnähe/-relevanz und die damit verbundene menschliche Komponente gehen vollkommen unter.

Wie leicht zu merken ist, konnte das Werk keinen Blumentopf bei mir gewinnen. Aus der Sicht des Trainers erwarte ich weiterverwertbare Erkenntnisse oder zumindest brauchbare Aufgaben für den Unterricht.

Aus Sicht des Lesers/Lernenden rührt wahrscheinlich das größte Frustrationsgefühl: Zugegeben, das Buch diente wochenlang als Gute-Nacht-Lektüre bei einem gewissen Dämmerzustand, doch eine Ausbeute bei Taktikaufgaben im Bereich von gefühlten 10% ist mir fremd. Und selbst nach Konsultation der (Houdini-) Lösung glaube ich nicht, bei meinen zukünftigen Partien daraus etwas anbringen zu können.

Das größte Problem ist wohl die permanente Verwendung von Computerprogrammen. Es überrascht wenig, dass in der überwiegenden Anzahl der vorgestellten Beispiele auch starke Großmeister nicht in der Lage waren, das Stellungsproblem zu lösen; Aagard im Anschluss anscheinend schon ... Der Höhepunkt ist wohl die Vorstellung eines Diagrammes, bei dem es ihm nicht unbedingt auf den (schwierigen) Anfang der Kombination ankommt. Die Hauptproblem sieht er im dritten Zug, den zu finden WELTWEIT wohl kein Spieler in der Lage sei ...

Eine solche Herangehensweise kann uns sicher ein beeindrucktes "Oha“ oder "Mann, sind die Computer gut!“ entlocken. Letztendlich stellt sich jedoch die Frage nach dem Nutzen für den Leser.

Fazit: Bedenkt man, dass weit über 90% der Schachspieler ein DWZ-Niveau unter 2100 haben und wohl die Hauptkäuferschicht darstellen, geht dieses Buch komplett an dieser Gruppe vorbei. Ähnlich verlief vor Jahren auch meine Einschätzung eines anderen Aagard-Buches "Variantenberechnung“, doch diesmal überbot er dieses um Längen.

Martin Riegers Aussage aus der Rezension vom 25.12.2013, "Selbstverständlich aber reiht es sich ein in die Liste der sehr guten Trainingsbücher.“ kann ich nicht im Entferntesten nachvollziehen, den Rest des Absatzes hingegen schon:

"Und der sehr schwierigen! Die Aufgaben und Übungsbeispiele erfordern höchste Konzentration und Ausdauer. Die Frustrationsgrenze sollte beim Leser auf das höchstmögliche Maximum eingestellt sein, andernfalls landet das Buch womöglich mit einem weiten Wurf aus dem offenen (oder auch geschlossenen) Fenster!“

Fly Baby, fly!

Obwohl in dem Buch nichts Falsches steht, Layout und Erscheinungsbild ebenfalls kaum Beanstandung finden und auch größtenteils neue Partien aus den Jahren 2012 und 13 verwendet wurden (was für ein Lehrbuch letztendlich unwesentlich ist), bleibt für mich nur ein Urteil:

Nutzwert für Spieler unter DWZ 2200: 0 von 5 Punkten

Geht man davon aus, dass das Buch zur anspruchsvollen Serie "Grandmaster preparation" gehört und auch nur solche, bzw. entsprechende Anwärter ansprechen möchte, was letztlich zu einer unrealistischen Käuferbasis führt, so vergebe ich

mit etwas gutem Willen für Spieler jenseits 2600: 1 von 5 Punkten

Spieler mit Faible für Computerschach hingegen, mögen die Aufgaben vielleicht anders zu würdigen wissen als ich.

GM Jörg Hickl

www.schach-welt.de

März 2014


Der dänisch-schottische Großmeister Jacob Aagaard ist ein erfahrener Trainer und erfolgreicher Schachbuchautor, der für seine Werke bereits viele renommierte Preise erhalten hat. Zudem ist er einer der Herausgeber von Quality Chess, einem Schachverlag mit Sitz in Glasgow, der sich auf die Präambel geschrieben hat, Bücher mit hohem Anspruch zu produzieren. Und auch sein neuestes Werk Attack & Defence steht dem nicht nach. Wie der Untertitel ankündigt, geht es um Trainingsmethoden und Vorbereitungen, die eines Großmeisters würdig sind. Leichte Unterhaltung ist nicht Aagaards Ding, obgleich er mit spritzigem Kommentar und gut gesetzten Pointen lobenswert verhindert, dass die Lektüre zu trocken wird. Doch vor allem geht es zur Sache, das heißt der Leser wird angehalten, selbst zu denken, und das Material, das ihm präsentiert wird, alles andere als leicht verdaulich.

Die 13 Kapitel im Buch sind allesamt nach demselben Muster aufgebaut: anhand einer bekannten oder herausragenden Partie wird das Thema des Kapitels am aussagekräftigen Beispiel vorgestellt, etwa "einzige Züge“, "Momentum“ oder "Prophylaxis“. Danach ist der Leser am Zug: an rund 15-20 Aufgaben zu jedem Kapitel darf, bzw. soll man sich selbst versuchen. Im Anschluss an die Diagramme der Aufgaben folgen die Lösungen, die recht ausführlich und durchaus auch variantenintensiv sind.

Da es ja um Angriff und Verteidigung geht sind die Diagrammstellungen fast ausnahmslos höchst komplizierten, taktisch zugespitzten Mittelspielstellungen entnommen, in denen, gang klar, "Blut fließt“ und meist nur "brute force“, die brachiale Rechenleistung, gefragt ist. Für langwierige Manöver oder subtile Endspielfeinheiten bleibt kein Raum, hier geht es um Mattsetzen oder nacktes Überleben. Die Partien sind sehr gut ausgewählt: unglaublich farbenprächtige Stellungen, die einem wieder vor Augen führen, was im Schach alles möglich ist - und wie schwierig Schach ist! Durch seine Kapitelwahl bleibt der rote Faden erhalten, Aagaard gibt unserem begrenzten Menschenverstand Hoffnung, indem er uns aufzeigt, in welche Richtung wir schauen müssen, wie wir unser positionelles Verständnis verbessern können. Doch er wird uns nicht aus allen Durststrecken heraushalten können. Ich habe mich auch an einem Großteil der Aufgaben versucht, aber es erfordert schon sehr viel Disziplin und Kraftaufwand, sich hineinzuarbeiten, das konzentrierte Rechnen durchzuhalten ... und auf die Lösungen zu kommen - ich glaube, ich habe keine einzige Aufgabe perfekt lösen können!

Also, verzweifeln Sie nicht, wenn es Ihnen auch nicht gänzlich gelingt. Die Großmeister, die die Partien spielten, haben meist auch nur einen groben Teil der ganzen Wahrheit erkannt! Erfreuen Sie sich lieber am Faszinosum der unendlichen Möglichkeiten auf dem Schachbrett!

Die Lösungen, die Aagaard anbietet, zeigen den Einfluss, die die Rechner auf das moderne Schach ausüben. Sie sind das Ergebnis, wenn ein Autor und Großmeister seine Houdinis auf die Stellung los lässt und die verwinkelten Ressourcen herauszaubert.

Zweifellos haben Computer Schach verändert, das positionelle Verständnis revoltiert und für eine Eröffnungsvielfalt gesorgt. Den veränderten Bedingungen wird auch "Rechnung“ getragen, ambitionierte Bücher, die den Stand unserer "Wissenschaft“ wiedergeben, müssen sich in Inhalt und Methoden anpassen. Aber eines gerät in Vergessenheit, was mir gerade auch hier beim Aagaard ins Auge fällt: wir Menschen sind keine Computer! Wir analysieren zwar mithilfe der elektronischen Helfer, diese finden unglaubliche Lösungen, auf die wir nie im Traum gekommen wären. Aber wenn wir spielen, dann bleiben wir immer noch Menschen (außer wir haben elektronische Sender im Schuh oder sonstwo versteckt!). Und wenn wir uns auch noch so anstrengen, alle Aufgaben in Attack & Defence gewissenhaft und mit viel Durchhaltevermögen betrachten, und noch so talentiert sind: wir werden trotzdem nicht zu Schachcomputer, auch wenn Aagaard uns das ein bisschen suggerieren will ...

Dennoch: ein ausgezeichnetes Buch mit toll ausgesuchtem Material und einer innovativen Herangehensweise. Aber wirklich nur dem Ehrgeizigen und Willensstarken zu empfehlen!

IM Frank Zeller

Januar 2014


Attack & Defence“, also "Angriff & Verteidigung“, ist ein neues Werk aus der Reihe "Grandmaster Preparation“, sinngemäß zu übersetzen mit "Großmeisterliche Vorbereitung“ von Quality Chess. Sein Autor ist GM Jacob Aagaard, dessen Reputation als Autor, Trainer und Verlagschef jene als Spieler noch übertrifft.

Bei "Attack & Defence“ handelt es sich um ein anspruchsvolles Schulungs- und Trainingsbuch zur Schachstrategie, das den Stoff zum Thema in 13 Kapiteln anbietet. Diese sind grundsätzlich in einführende bzw. erklärende Abschnitte und sich an den Leser richtende Aufgaben mittels Diagrammstellungen mit Lösungen unterteilt. Das Prinzip, unter dem der Leser mit dem Werk arbeitet, lässt sich also wie folgt skizzieren: lesen und arbeiten, verstehen und lernen - praktische Übungen anhand von Diagrammen mit Stellungen aus der Meisterpraxis - arbeiten mit den Lösungen, dabei vertiefen und das Verständnis erweitern. Bei diesen Lösungen handelt es sich nicht etwa um einfache Zugfolgen, mit denen der Leser seine Ergebnisse vergleichen kann, sondern um sehr umfangreiche analytische Besprechungen. Sie können im Umfang durchaus schon mal über eine halbe Buchseite hinausgehen.

Ich habe mir 10 Diagramme vorgenommen, die ich nach dem Zufallsprinzip ausgesucht habe. Als Leser erfährt man a. worum es geht (aufgrund der Zuordnung des Diagramms zu einem Thema) und b. wer am Zug ist, sonst nichts. Im Ergebnis muss ich bekennen, dass ich nicht eine einzige Aufgabe in der Qualität der Lösung bewältigt habe. Auf die richtige Idee bin ich allerdings fast immer gekommen. Ausgehend von dieser Erfahrung möchte ich den Horizont der Erwartungen, die das Werk an die Spielstärke des Lesers richtet, recht hoch ansetzen. "Attack & Defence“ ist kein Anfängerbuch, es wird den schon recht spielstarken Leser durchaus fordern noch besser machen.

Das anspruchsvolle Erwartungsniveau des Werkes möchte ich auch auf die Fremdsprachkenntnisse des Lesers erstrecken. Um ohne große Schwierigkeiten mit ihm arbeiten zu können und keinen Frust aufkommen zu lassen, sollte er über durchaus gesicherte Englischkenntnisse verfügen und "in der Übung sein“.

Die 13 Kernkapitel tragen die folgenden Überschriften, die ich bewusst nicht übersetze, um den wirklich untersten Rand der fremdsprachlichen Anforderungen beurteilbar zu machen:

- Include all the Pieces in the Attack

- Momentum

- Colour

- Quantity beats Quality

- Attack the Weakest Square

- Attack the Strongest Square

- Evolution/Revolution

- Kill Zone

- Only Move

- Comparison

- Prophylaxis

- Active Defence

- Multiple Exercices from the Same Game.

Fazit: In der Hand des vorqualifizierten Lesers ist "Attack & Defence“ ein ausgezeichnetes Lehr- und Trainingsbuch. Gesicherte Kenntnisse der englischen Sprache sollten beim Leser für ein reibungsloses Verstehen vorhanden sein.

Uwe Bekemann, BdF

Januar 2014


Die Grandmaster Preparation Serie von Großmeister Jacob Aagaard wendet sich an den ambitionierten Schachenthusiasten, der einen Weg sucht, sein Spiel nachhaltig zu verbessern. Das neueste Werk aus dieser Reihe - nach den Büchern "Calculation“, "Strategic Play“ und "Positional Play“ - trägt den Namen "Attack and Defence“ Das Vorwort hierzu von GM Sune Berg Hansen bringt die Intention zu dieser Serie aus dem Hause Quality Chess auf den Punkt: "Haben Sie sich jemals gefragt, warum die meisten Spieler einen gewissen Spielstärkelevel erreichen und dann für immer dort feststecken? Sie machen (rasche) Fortschritte als Jugendliche, aber irgendwann in den frühen 20er Lebensjahren stagniert die Lernkurve einfach und sie behalten die gleiche Rating-Zahl bis sie alt sind und schwächer werden. Viele dieser Personen verbringen eine Menge Zeit mit dem Schachspiel und versuchen zudem zu lernen und zu trainieren. Warum bleiben sie aber dann auf demselben Level stehen? Nun, Schach ist ganz anders als andere Aktivitäten, bei denen man fast automatisch immer besser während des Lebens wird. Schach muss im frühen Alter erlernt werden: sogar der cleverste Typ des Planeten hat keine Chance ein Großmeister zu werden, wenn er das Spiel erst mit 25 Jahren er lernt. Die Fähigkeiten Geige zu spielen und Sprachen zu lernen sind ähnliche Aktivitäten. Das Gehirn braucht eine spezielle Landkarte für diese Art von Dingen, somit müssen sie in einem frühen Alter erlernt werden, ich denke wegen irgendwelcher chemischen Vorgänge im Hirn. Das erklärt, warum so viele Schachspieler ab einem gewissen Level keine Fortschritte mehr machen: ihre Landkarte ist fertig! Deprimierend, oder? Das jedoch ist der Punkt, an dem Aagaard (und andere Schwergewichte wie Dvoretsky oder Yusupov) zu Hilfe eilen! Die Bücher in dieser Serie sind dazu geschrieben, um diese Schach-Landkarte im Gehirn zu verändern. Jacob will diesen engen Pfad, auf dem man wandert, um sinnvolle Züge zu finden, in eine Autobahn verwandeln, wo die guten Züge nur so angeflogen kommen. Das ist also das Versprechen: Wenn Sie dieses Buch lesen und all‘ Ihre Energie in die Aufgaben stecken, wird das die Schach-Landkarte in Ihrem Gehirn verändern und einen besseren Spieler aus Ihnen machen ... “

Kann das Buch halten, was im Vorwort versprochen wird? Zumindest ist GM Aagaard auf einem sehr guten Weg. Der dänische Großmeister ist ein sehr erfahrener Spieler und Trainer und weiß, wie er Inhalte vermitteln muss. Dieser Band aus der Grandmaster Preparation Serie ist da keine Ausnahme. In 13 Kapiteln zum Thema "Angriff und Verteidigung“ bekommt der Leser hierbei einen fundierten Einblick in verschiedenste Methoden. Die Erklärungen orientieren sich an Leitsätzen wie "Bringe so viele Figuren wie möglich in den Angriff, aber ohne die Initiative zu verlieren“ oder "Die Anzahl der angreifenden Figuren ist wichtiger als ihre Qualität“. Es werden die Themen Initiative, Felderschwächen, Angriff auf das schwächste Feld oder auch Angriff auf das stärkste Feld, um die eigentliche Schwäche auszunutzen oder eine neue zu schaffen, "Evolution and Revolution“ (Aufbau des Angriffs und dann radikale Stellungsänderung mit Figurenumgruppierung), "Kill Zone“ (Bereich des Brettes, wo der gegnerische König in Mattangriff gelangt und nicht mehr herauskommt), einzige Züge in einer Stellung, Vergleich von Zügen/Zugfolgen, prophylaktisches Denken und aktive Verteidigung behandelt. Im letzten Kapitel soll der Leser dann 54 Übungen aus 14 Partien unter Turnierbedingungen lösen (20 Minuten pro Stellung). Diese 14 Partien werden auch nochmals komplett analysiert dargestellt.

Jede der oben genannten Lektionen wird zuerst mit Beispielen veranschaulicht und danach folgen Aufgaben. Durch Lösen der selbigen soll/wird sich der Stoff festigen und das Schacharsenal des Lesers erweitern. Aagaard bietet wieder ausgesprochen hochwertiges und interessantes Partiematerial zur Veranschaulichung der Inhalte. Es bleibt natürlich nicht aus, dass sich mal ein Thema mit einem ähnlichen aus den anderen Büchern der Grandmaster Preparation-Serie überschneidet (wie z.B. Grandmaster Preparation: Calculation oder auch den "Angriffslektionen 1+2 von Aagaard), doch Wiederholungen sind ja bekanntlich zum Verständnis förderlich. Wer sich intensiv mit dem hier gezeigten Material auseinandersetzt, wird ohne Zweifel seine schachliche Landkarte erweitern oder teilweise sogar neu zeichnen. Dazu erfordert es aber Zeit und Disziplin. Wer bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen, wird einen schachlichen Schub erleben und Beispiele wie folgendes aus Kapitel 2 zum Thema Momentum/Initiative in Zukunft vielleicht richtig beurteilen:

Weiß hatte hier eine Figur für den Angriff geopfert. Wichtig ist es nun schnellstmöglich nachzuladen.

Diagramm: Weiß: Kg1, Dh6, Td1, Ta1, Sd4, Lc1, Bauern: a2,b2,f2,g2,h2, Schwarz: Kg8, Dc7, Ta8, Tf8, Sd5, Sc5, Ld7, Bauern: a7,b7,e6,f7

Joel Benjamin - Alex Stripunsky 2006 1-0

Der Anziehende zog hier 33. Sf3?, um diese Figur nach g5 zu bringen. Das war jedoch schon zu langsam und Schwarz konnte mit 33 ... Se4 gegenhalten, verlor aber dennoch im 82. Zug.

Stattdessen hätte Benjamin hier mit dem effektiven Räumungszug 33. Sc6! die Lage forcieren können. Es droht Txd5 nebst Se7+ Matt, somit muss Schwarz das Opfer annehmen. Nach 33 ... Lxc6 34. Dg5+ Kh8 35. Td4 (nun ist das Feld d4 für den Turm frei und es droht einzügig Th4+ Matt) 35 ... f5 36. Th4+ Dh7+- hätte Weiß entscheidenden Vorteil gehabt.

Schach-Zeitung

Today’s review will be about two new books published by Quality Chess. The first one complements Jacob Aagaards ‘Grandmaster Preperation’ series by adding the topic of “Attack and Defence”. In his previous volumes he already covered calculation, positional and strategic elements. His most recent update deals with important techniques while attacking as well as techniques that are essential for survival in difficult and worse positions. Those who read his books published by Everyman Chess (Excell at ... ) and liked them will find the next level of difficulty in the ‘Grandmaster Preperation’ series. This training course is no guarantee that you will gain the GM title after having spent countless hours solving the positions, that range from easy to ‘leave me alone’, but they will increase your level of understanding.

It’s for the serious player. For those of you, who still keep dreaming about their master titles and want to work for them. There is no shortcut to the peak, you have to work hard, show endurance and the willingness to overcome your fears and weaknesses. Overcoming those weaknesses will increase your strength and give you a new perspective with which you can grow and climb the rating ladder.

Content:

004 Key to Symbols used

005 Foreword by Sune Berg Hansen

007 Series Introduction

009 Preface

011 Attacking Theory in 60 Seconds

015 1. Include all the Pieces in the Attack

039 2. Momentum

065 3. Colour

085 4. Quantity beats Quality

097 5. Attack the Weakest Square

113 6. Attack the Strongest Square

123 7. Evolution/Revolution

139 8. Kill Zone

155 9. Only Move

177 10. Comparison

185 11. Prophylaxis

205 12. Active Defence

231 13. Multiple Exercises from the Same Game

301 Name Index

Each topic deserves to be highlighted, since each topic is important for the understanding of either attacking chess or ‘defensive chess’. Nevertheless, there are some chapters which, in my opinion, need to be highlighted and recommended to everyone, not just the most ambitious among you.

Regarding the moments in which you attack, I think knowing about the ‘momentum’ is vital and key for each attack. It is important to know, to see or just to sense when you have the Initiative and when you are the one who is in full-control of the position. Along with the momentum go the following two ideas: ‘quantity beats quality’ - This means that it doesn’t matter what disappears from the board, but what remains. It’s irrelevant if you sacrifice all your minor pieces and heavy pieces as long as you deliver mate with a mere pawn! In fact, I would say that such a scenario would make you immortal! There are so many pieces that can mate the opponent’s king, so you should only seek to exchange all defender and see whether you can checkmate him with your remaining forces. Of course you have to prepare an attack by aiming at the weakest squares in your opponent’s camp or to include all your puppets into the attack.

Conclusion:

Two books of high quality by the very publisher who sets the standard nowadays regarding chess literature. The style in which the books are written truly reflects the high level of writing Quality Chess is know and famous for!

Lukas Wedrychowski

DailyChess.org

December 2013

Extract

Attack & Defence