Tel: (02867) 8088 + 8089

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LXBENBTBC

Better Thinking, Better Chess

How a Grandmaster Finds His Moves

224 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2018.

24,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Finding strong moves doesn't simply depend on how much you know about chess. In fact, greater conceptual knowledge makes choosing a move more complex as it increases the number of directions your mind can take. More important is optimizing your thought process.

Grandmaster Joel Benjamin knows that pointing out the moves his students missed is just half the job. They need to understand that they were looking in the wrong direction.

Chess engines offer little help in this because they can’t explain why you went astray. What’s more: an engine may send the wrong message! Many chess players don’t realise that the top computer move frequently isn’t the best move to play during the game.

This book will improve the structure and effectiveness of your decision making process. You will learn to:

  • choose between two attractive continuations

  • avoid taking the wrong direction at the start of your deliberations

  • know when it is necessary to spend more time

  • recognize unlikely moves

  • understand when you need to sacrifice material

  • and much more.

By applying a grandmaster’s train of thought you will more often arrive at strong moves and substantially improve your game.

At thirteen years of age Joel Benjamin broke Bobby Fischer's record as the youngest ever US master. He won the US Championship three times and was the chess consultant for IBM's Deep Blue computer, which made history by beating World Champion Garry Kasparov in an epic encounter. He has been teaching chess for many years. His previous book Liquidation on the Chess Board won the 2015 Best Book Award of the Chess Journalists of America (CJA).

Details

Sprache Englisch
Autor Benjamin, Joel
Verlag New in Chess
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 420 g
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Seiten 224
ISBN-13 978-9056918071
Erscheinungsjahr 2018
Einband kartoniert

Inhalte

006 Explanation of symbols

007 Introduction

011 Acknowledgments

013 Chapter 1 - Openings

037 Chapter 2 - Endgames

064 Chapter 3 - Tactics

084 Chapter 4 - Grandmaster calculation and analysis

108 Chapter 5 - Problems in calculation and cognitive approach

131 Chapter 6 - Material and initiative

164 Chapter 7 - Winning the won game

185 Chapter 8 - Swindling

215 Chapter 9 - Words of wisdom: tips for better chess thinking

219 Chapter 10 - Challenges

222 Index of players

Mit "Better Thinking, Better Chess", Untertitel "How a Grandmaster Finds his Moves", hat GM Joel Benjamin den Fokus der Betrachtung auf den Entscheidungsprozess des Großmeisters am Brett gerichtet. Es geht in seinem Werk also nicht um die Theorie des Schachspiels, sondern darum, wie der Großmeister diese in seiner Praxis einsetzt. Wie also erkennt der Großmeister, was zu tun ist oder welche Möglichkeiten er aktuell hat? Wie erkennt er, dass überhaupt etwas zu tun ist? Erschienen ist dieses Werk im Spätsommer 2018 bei New In Chess (NIC).

In seiner Einführung erklärt er seine Motivation, dieses Buch zu schreiben. "Die meisten Schachbücher verfolgen den Zweck, das Schachwissen zu verbreiten, sowie Stellungen für Training und Studium. Das Entwickeln dieser Fähigkeiten kann Spieler in die Lage versetzen, stärker zu werden. Dies betrifft die Arbeit zwischen den Partien. Aber die Arbeit während der Partien ist nicht weniger wichtig. Ich denke, dass viele Spieler mehr aus ihren Fähigkeiten machen könnten, wenn sie am Brett einen besseren Job machen würden. Diese Arbeit manifestiert sich auf vielfältige Weise, so etwa in der Suche nach den richtigen Dingen und das Nachdenken darüber, das Vermeiden von Kurzschlüssen bei der Suche nach Zügen, das Vermeiden von Voreingenommenheit und psychologischer Beschränkungen." So etwa lässt sich diese wichtige Passage in der Einführung sinngemäß übersetzen.

Benjamin ist nicht nur ein herausragender und erfahrener Spieler, sondern auch ein langjährig tätiger und erfolgreicher Trainer. Seine Schüler sind selbst generell schon spielstark, insbesondere unter Berücksichtigung ihres Alters, bis auf einen Weg in Richtung GM-Niveau. Das Material aus der Betreuung seiner Schüler und jenes aus seiner eigenen Praxis bilden den Hauptanteil des Inhalts. Seine Begründung für diese Auswahl ist gut nachvollziehbar. Seine Denkprozesse während seiner Partien kann er eins zu eins übernehmen, jene seiner Schüler kennt er über den intensiven Austausch.

Das Buch ist in zehn Kapitel gegliedert. Das Inhaltsverzeichnis sieht insoweit wie folgt aus:

Kapitel 1: Eröffnungen

Kapitel 2: Endspiele

Kapitel 3: Taktik

Kapitel 4: Berechnung und Analyse des Großmeisters

Kapitel 5: Probleme bei der Berechnung und dem kognitiven Ansatz

Kapitel 6: Material und Initiative

Kapitel 7: Eine gewonnene Stellung gewinnen

Kapitel 8: Schwindel

Kapitel 9: Weise Worte: Tipps zum besseren Denken im Schach

Kapitel 10: Herausforderungen.

Das Werk ist englischsprachig. So sind alle vorstehenden Einträge das Ergebnis einer sorgfältigen sinngemäßen Übersetzung.

Die Kapitel 9 und 10 nehmen eine gewisse Sonderrolle ein. Sie sind kurz und gewissermaßen nur Zusammenstellungen. Kapitel 9 enthält als Tipps formulierte Regeln, die der Leser sich regelrecht einprägen kann. Kapitel 10 ist eine Liste von Partien, aus denen über das Buch hinweg Aufgaben ("Challenges") genommen worden sind. Bei diesen "Herausforderungen" handelt es sich um Aufgabenstellungen, die fortlaufend in den Ablauf des Werkes eingestreut sind. So wie man es von anderen Büchern kennt, unterbricht eine Diagrammstellung die Erörterung. Darunter findet der Leser die zu erfüllende Aufgabe. Dieser soll er sich möglichst auf einem herkömmlichen Brett widmen. Wenn er im Anschluss der weiteren Erörterung folgt, kann er erkennen, inwieweit er den Ideen des Autors nahegekommen ist. Benjamin merkt an einer Stelle an, dass es nicht selten mehrere Möglichkeiten gibt, in seinem Sinne zu Ergebnissen zu kommen. Oft gebe es also nicht weiß oder schwarz, sondern grau.

Besondere Aufmerksamkeit widmet Benjamin auch dem Computereinsatz, sowohl hinsichtlich des Einsatzes von Datenbanken als auch Engines zur Zugberechnung. Hierbei geht es ihm darum, wie der Spieler - dem Motto des Buches getreu "zwischen den Partien" - für sich und in Abhängigkeit von seiner Spielstärke das Beste herausholen kann. Er skizziert konkrete Methoden des Einsatzes und gibt Hinweise allgemeiner Natur. Zwei Beispiele dazu: Zur Arbeit mit Eröffnungen schlägt er das Nachspielen von Meisterpartien vor, um alle Facetten des Systems kennen zu lernen. Findet er für erwartete Alternativen keine Beispiele mehr vor, beginnt seine eigene Analysearbeit. Bei der Analyse eigener Partien soll der Spieler seine Spielstärke nicht außen vor lassen. In dieser Beziehung unterscheidet Benjamin in eine objektive und in quasi eine subjektive Variante der Möglichkeiten. So wäre es ungerechtfertigt, wenn ein Spieler einen eigenen Zug als Fehler anmerken würde, wenn die Engine an dessen Stelle eine lange Variante mit besserem Ergebnis errechnet, die er aufgrund seiner Spielstärke, der begrenzten Bedenkzeit etc. nie hätte finden können.

Dem Anspruch, den Denkprozess des Großmeisters am Brett erkennbar zu machen, werden die einzelnen Kapitel 1 bis 8 nach meiner Einschätzung unterschiedlich ausgeprägt gerecht. Bisweilen stellt Benjamin doch eher Schachtheorie dar, ohne erkennen zu lassen, welche konkreten Anhaltspunkte im gerade besprochenen Beispiel den Ausschlag gegeben haben, um ihn gerade das gezeigte Manöver prüfen zu lassen. Ich konnte häufig nicht erkennen, wie er auf die Idee gekommen ist, ein bestimmtes und mir durchaus bekanntes taktisches Mittel auf seine konkrete Umsetzungsmöglichkeit zu prüfen. Dabei hat es mir auch nicht geholfen, dass innerhalb der Kapitel jeweils Überschriften vor der Behandlung eines Themas eingearbeitet sind.

Das Kapitel 9 gibt dem Leser 40 Tipps bzw. Handlungsempfehlungen. Sie helfen nicht wirklich dabei, die zündende Idee am Brett zu finden, zumal etliche von ihnen sehr allgemeiner Natur sind und schon dem Anfänger mit auf den Weg gegeben werden.

"Better Thinking Better Chess" stellt einige Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers. Es ist mir an einigen Stellen nicht leichtgefallen, den Sinn hinreichend sicher zu erfassen, ohne Hilfsmittel hinzuzuziehen. Allzu oft passiert mir dies bei der Vorbereitung einer Rezension nicht.

Fazit: "Better Thinking Better Chess" ist ein gelungenes Buch. In ihm ist der große Erfahrungsschatz Joel Benjamins als herausragender Spieler und Trainer verarbeitet. Der Ansatz, den Leser die Denkprozesse des Großmeisters erkennbar zu machen, um von diesen lernen zu können, ist ausgezeichnet. Nicht durchgehend gelungen ist es dem Autor allerdings, dieses Motto einzuhalten. An Stellen, für die diese Aussage zutrifft, bleibt es bei der Darstellung besonders der Elemente der Schachtaktik, nur eben ohne eine für mich erkennbare Verknüpfung mit dem spezifischen Denkprozess.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

November 2018


Joel Benjamin ist ein amerikanischer Großmeister, der mit seinen 54 Jahren immer noch über 2500 Elo auf die Waage bringt. Als ich die Ankündigung zu seinem neuen Buch "Better Thinking, Better Chess- How a Grandmaster Finds his Moves" bei New in Chess las, war ich recht begeistert. Ich mag es einfach, wenn starke Spieler aus dem Nähkästchen plaudern und selbst, wenn ihre Bücher für Spieler unter 2000 DWZ angedacht sind, so kann man auch als stärkerer Spieler eigentlich immer etwas aus diesen Werken mitnehmen. Nun halt ich es in meinen Händen und bin leider doch ziemlich enttäuscht.

Die Idee ist eigentlich ziemlich gut. Der Großmeister beleuchtet verschiedene Bereiche der Schachpartie unter dem Aspekt der Variantenberechnung und Zugfindung. Dabei beschreibt er in meinen Augen sehr gut die typischen Fehler, die verhindern, dass man das beste aus der jeweiligen Stellung herausholt. Ich musste jedenfalls häufig zustimmend nicken und denke, das es auch anderen Lesern so gehen wird. Er zeigt diese Defizite anhand von eigenen Partien, Partien von seinen Schülern, aber auch Partien von anderen Großmeistern, in die jeweils kleine Aufgabenstellungen für den Leser eingearbeitet sind. Die Mischung ist recht gut gelungen und obwohl das Buch sehr viele Textpassagen besitzt und das Englisch für mich teils etwas schwieriger zu verstehen war als bei anderen Schachbüchern, fühlte ich mich dennoch gut unterhalten. Bei einem Schachlehrbuch kommt es aber natürlich auch auf die Beantwortung der Frage an, wie der Leser, nachdem er seine Fehler erkannt hat, diese denn abstellen und sich schachlich verbessern kann. In diesem Bereich beginnt die große Enttäuschung. Denn während die Partiebeispiele teils schon recht niveauvoll sind, ich denke, ab 1800 DWZ kann man einiges daraus lernen, sind die Großmeistertipps für mich schon fast reiner Hohn. Da gibt es dann solche Sachen wie "Man soll nicht den erstbesten Zug spielen, den man gesehen hat, sondern erst einmal alle Möglichkeiten prüfen!" oder "Man soll zuerst die zwingenden Züge wie Schachgebote, Schlagzüge oder Drohungen berechnen". Das finde ich etwas mau, denn das wird normalerweise bereits Vereinsanfängern beigebracht, einen Großmeistertitel benötigt man für solche Erkenntnisse jedenfalls nicht. Komischerweise meint GM Benjamin zu letzterem auch noch, dass dieser Satz zuerst in "Forcing Chess Moves" von Charles Hertan aus dem Jahre 2008 formuliert worden sei. Damit brachte er mich zumindest zum Schmunzeln, da dieses Prinzip eigentlich in so ziemlich jedem Lehrbuch zur Schachtaktik vorkommt.

Insgesamt kann man als Leser anhand der großmeisterlichen Ausführungen zwar ganz gut die eigenen Fehler im schachlichen Denken erkennen, aber wie man diese abstellt, lernen allerhöchstens Leser, die noch relativ neu im Schachzirkus sind, diese werden aber von den taktischen Voraussetzungen des Buches ziemlich erschlagen. Aus diesem Grund weiß ich nicht, welche Adressaten das Buch eigentlich hat und kann es auch nicht empfehlen.

IM Dirk Schuh

November 2018

Extract

Better Thinking, Better Chess