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Art.-Nr.: LODELUTQGA

Understanding the Queen´s Gambit Accepted

244 Seiten, kartoniert, Chess Stars, 1. Auflage 2015.

20,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

This book presents a Black repertoire based on the QGA. The authors consider the Classical System with 3.Nf3 Nf6 4.e3 e6, but they also offer alternative approaches - building up tension with 4...Bg4, and the destructive 4...a6 aimed at quick equalisation. They pay special attention on the ideas behind the moves, leaving the detailed coverage for the "Step by Step" sections. You'll also find advice against Queen's pawn openings where White refrains from 2.c4.

Alexander Delchev is the European Grand Prix winner in 2004. He has played in many Olympiads for Bulgaria. His best Elo was 2669, current rating - 2604. Delchev is the author of The Most Flexible Sicilian, The Safest Sicilian, The Safest Grünfeld and The Modern Reti. Semko Semkov played for Bulgaria in one Olympiad. He is a chess journalist and theoretician. He has authored Kill K.I.D. and four other books.

Details

Sprache Englisch
Autor Delchev, Alexander
Semkov, Semko
Verlag Chess Stars
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 320 g
Breite 14,5 cm
Höhe 21,5 cm
Seiten 244
Erscheinungsjahr 2015
Einband kartoniert

Inhalte

005 Foreword by the Publisher

006 Introduction

009 Part 1. 1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.e4

010 01. 3.e4 Nc6

037 02. The QGA à la Chigorin

051 03. 3.e4 b5?!

063 Part 2. The Classical System

064 04. The Exchange Variation

087 05. The 7.Bb3 Variation

097 06. The 7.Bd3 Variation

107 07. The Old Main Line

121 08. The 7.a4 Variation

143 09. The 7.b3 Variation

149 10. The 7.e4 Variation

155 11. The Furman Variation

163 Part 3. Deviations From The Classical System

164 12. The Gambit Line

175 13. 4.Qa4+

181 14. Rare Variations

185 Part 4. Alternative Repertoires

186 15. 3.e3

201 16. The 4...Bg4 Variation

219 17. 1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Nf3 a6

227 Ods and Ends

228 18. 1.d4 d5 without 2.c4

Index of Variations

Einen sehr guten Eindruck macht die 2015er Neuerscheinung "Understanding the Queen's Gambit Accepted" auf mich, herausgegeben vom bulgarischen Verlag Chess Stars. Als Autoren ausgewiesen sind Alexander Delchev und Semko Semkov, wobei Delchev im Zuge der Zusammenarbeit "den Hut aufhatte". Er legt aber Wert auf die Feststellung, dass alle Varianten von beiden Autoren geprüft worden sind.

Das Werk ist im typischen Stil der Repertoirebücher von Chess Stars geschrieben worden. Dies bedeutet, dass die einzelnen Systeme in ihren jeweiligen Kapiteln in drei Etappen behandelt werden. Zunächst werden im Bereich "Main Ideas" die im System verfolgten Pläne vorgestellt, es werden typische Strukturen behandelt, Probleme und kritische Linien angesprochen und bisweilen wird zudem eine Einschätzung zum aktuellen Stand der theoretischen Diskussion abgegeben. Hier bekommt der Leser den roten Faden für die jeweilige Spielweise vermittelt, zudem erhält er die Eckpfeiler für seine Orientierung genannt.

Es schließt sich dann der Bereich "Step by Step" an. Dieser enthält die detaillierten Darstellungen der Theorie, somit das Repertoire. Vervollständigt wird das Kapitel durch thematisch gerichtet kommentierte Partien, die "Annotated Games". Sie veranschaulichen den Einsatz des Systems in der Praxis und lehren so den Einsatz der Eröffnung unter ganzheitlichen Aspekten.

In "Step by Step" liegt der Erörterung ein Baum aus Haupt- und Nebenvarianten zugrunde. Textliche Aussagen, Analysen und Partiefragmente fügen sich in dieses Gerüst ein. Analysen und Nebenvarianten werden teilweise recht weit in die Tiefe gestoßen, bilden aber dennoch nicht den Schwerpunkt der Darstellungen. Für mich ist "Understanding the Queen's Gambit Accepted" ein Vorzeigebeispiel dafür, wie ein Eröffnungsbuch gestaltet werden kann, das den Leser den Stoff wirklich verstehen lassen will. Die Autoren legen einen ganz besonderen Wert auf Erklärungen und Erläuterungen, sodass der Leser eigentlich immer weiß, warum etwas auf dem Brett geschehen sollte oder eben auch nicht. Indem Züge und Variantenauf der einen Seite und Erläuterungen etc. auf der anderen eine qualifizierte Einheit bilden, hat der Leser eine ausgezeichnete Chance auf einen klaren Lernerfolg. Auch das Einprägen von bestimmten Zugfolgen wird erleichtert, da diese nicht isoliert erscheinen, sondern eben mit den Textaussagen "eine Geschichte erzählen".

Zu den verwendeten Quellen zählen auch "Playing 1.d4 - The Queen's Gambit" von Lars Schandorff und "Grandmaster Repertoire 1 - 1.d4 volume one" von Boris Awruch. Mehrfach verbessern Delchev und Semkov darin ausgesprochene Empfehlungen bzw. ergänzen diese um neue Linien etc. Das Werk verspricht damit auch einen Mehrwert für den Leser, der das Angenommene Damengambit, das "Queen's Gambit Accepted", längst zu spielen weiß und sich vor allem für Updates seines schon qualifizierten Repertoires interessiert.

Die "Annotated Games" stammen, von Ausnahmen abgesehen, aus unseren Tagen. Dabei sind auch im Fernschach gespielte Beispiele vertreten.

Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis, auf die Ebene der Abschnitte beschränkt, zeigt das folgende Bild:

Teil 1: 1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.e4

Teil 2: The Classical System (Anmerkung: Hier geht es um die Alternativen nach 1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Sf3 Sf6 4.e3 e6 5.Lxc4 c5.)

Teil 3: Deviations from the Classical System

Teil 4: Alternative Repertoires

Teil 5: Odds and Ends.

Auf diese Abschnitte verteilen sich insgesamt 18 Kapitel.

Eine kleine Sonderrolle nimmt der Abschnitt mit der Überschrift "Alternative Repertoires" ein. Das hier vorgestellte "alternative Repertoire" basiert auf Delchevs Favoriten für sein eigenes praktisches Turnierspiel.

"Understanding the Queen's Gambit Accepted" ist aus der Warte von Schwarz geschrieben. Entsprechend hat Delchev mit Unterstützung durch Semkov das Repertoire inhaltlich zusammengestellt. Im Rahmen der für den Nachziehenden ausgesprochenen Repertoireempfehlungen ist das Werk natürlich auch für den Spieler mit Weiß zu nutzen.

Ein Variantenverzeichnis am Ende des Buches ist ansprechend ausführlich und damit eine gute Orientierungshilfe über alle Inhalte hinweg.

Noch ein Wort zur Sprache: Wie schon der Buchtitel anzeigt, ist das Werk in Englisch geschrieben. Es stellt eher niedrige Ansprüche an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers. Mir sind einige Fehler in Grammatik und Rechtschreibung aufgefallen. Anders als gewöhnlich können diese mein Vertrauen in die Stichhaltigkeit der Ausführungen in diesem Fall nicht beeinträchtigen. Diese Auffälligkeit dürfte eher an den Umständen liegen. Englisch ist nicht die Muttersprache der beiden Autoren und ein Muttersprachler scheint bei der Fertigung des Manuskriptes nicht mitgewirkt zu haben.

Fazit: Ich bewerte "Understanding the Queen's Gambit Accepted" mit einem "gut gelungen". Das Werk besticht durch eine sehr qualifizierte Anleitung des Lesers, wie die einzelnen Systeme zu spielen sind. Das Repertoire scheint mir solide und up to date zu sein. Bisweilen kommuniziert es mit den Inhalten anderer aktueller Werke und verbessert und ergänzt darin ausgesprochene Empfehlungen auch.

Auf allen Niveauebenen des Klubspielers sollte das Buch von Nutzen sein können.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Dezember 2015


Ich muss gestehen, dass ich vom angenommenen Damengambit nie viel hielt. Wenn Weiß nach 1.d4 d5 2.c4 spielt, möchte er doch, dass man schlägt und warum sollte man ihm den Gefallen tun?

Mit ihrem Buch "Understanding The Queen`s Gambit" aus dem Chess Stars Verlag haben mich Großmeister Alexander Delchev und der Internationale Meister Semko Semkov aber umgestimmt und das ging sogar soweit, dass ich letzte Woche bereits den Praxistest im Turnierschach absolviert habe. Die Eröffnungsphase war dabei kein Problem. Ich schaffte sogar ein Remis gegen einen Großmeister, obwohl ich 2 Varianten in der Eröffnung vertauscht hatte.

Das Buch ist in vier Teile plus einen Anhang unterteilt. Dabei werden die weißen Antworten 3.e4, 3.Sf3, 3.Sc3, 3.e3 und auch 3.Da4+, 3.g3 und auch 3.Sa3 untersucht.

Das Bemerkenswerte ist die Flexibilität der Repertoirevorschläge. Man kann einerseits recht dynamische Stellungen anstreben, die GM Delchev selbst im Turnierschach schon häufig erprobt hat, aber auch höchstsolide. Nach 3.e4 wird zum Beispiel 3. ...Sc6 empfohlen. Nun hat man aber nach 4.Sf3 einerseits die Möglichkeit zu 4. ...Lg4, was zu einer recht festen Stellung führt, man kann aber auch dem kämpferischeren 4. ...Sf6 folgen, das komplexere Stellungsbilder anstrebt . Die Autoren zeigen dabei auch Übergänge und deren Nuancen zwischen den beiden Systemen auf, die das Verständnis beim Leser deutlich erhöhen. Wer 3. ...Sc6 noch zu ruhig findet, kann auch 3. ...b5 spielen. Das wird ebenfalls durchleuchtet, aber höchstens als Überraschung empfohlen.

Noch flexibler geht es nach dem Hauptzug 3.Sf3 zu. Das klassische System nach 1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Sf3 Sf6 4.e3 e6 5.Lxc4 nimmt den größten Teil des Buches ein und wird sehr gut erklärt. Wer, wie ich, zu faul ist, sich das alles zu merken, kann aber auch 4. ...Lg4 spielen. Nach 5.Lxc4 e6 6.Db3 muss man zwar einen Bauern opfern, bekommt aber nach 6. ...Lxf3 7.gxf3 c5 8.Db7 Sbd7 gute Kompensation, was auch ich in einer meiner Turnierpartien beim Praxistest zeigen konnte, als ich gegen einen Gegner mit 2170 Elo allein mit dem durch das Buch vermittelte Wissen bereits in der Eröffnung klar besser stand und auch schnell gewann. Für Leute, die mit Schwarz gerne remisieren, gibt es dann auch noch ein Kapitel über 3. ...a6. Die Idee ist, mit b5 an dem c4 festzuhalten, ihn dann aber doch abzugeben und dabei soviel Leben aus der Stellung zu saugen, dass die Stellung zum drögen Remis verkommt. Man muss dabei sehr präzise spielen, aber verliert dann halt auch nicht.

Durch diese Flexibilität hat jeder Leser selbst die Möglichkeit, sich sein Repertoire je nach den eigenen Bedüfnissen in dieser oder jener Variante zusammenzustellen.

Sehr gut ist auch, dass neben den vielen Analysen ebenfalls einige allgemeine Erklärungen den Weg in das Buch gefunden haben. So wird hier und da erklärt, welche Figuren man jeweils behalten oder tauschen sollte, oder wie die Ideen in der jeweiligen Bauernstruktur aussehen, was sehr hilfreich ist.

Abgerundet wird das Ganze durch den Anhang, in dem die Damenbauernspiele kurz beleuchtet werden. Die Abhandlung ist kurz, aber zeigt gute Ideen gegen die gängigsten Systeme nach 1.d4 d5, in denen Weiß auf c4 verzichtet.

Insgesamt ist dies ein starkes Buch. Man merkt einfach, dass die Autoren Ahnung von der Materie haben und über massig Erfahrung mit dem angenommenen Damengambit verfügen. Zudem ist hier für jeden Spielertyp etwas dabei und man kann problemlos zwischen den Varianten wechseln, da alle auf einem hohen Niveau analysiert werden. Eine gewisse Spielstärke sollte beim Leser vorhanden sein, aber ich denke, dass man ab 1700 gut mit dem Buch arbeiten kann.

IM Dirk Schuh

Oktober 2015

Extract

Understanding the Queen´s Gambit Accepted