Tel: (02867) 8088 + 8089

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LOKONKOE

Königsgambit ...

richtig gespielt

256 Seiten, gebunden, Beyer, 1. Auflage 2012.

22,80 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Das Königsgambit ist eine scharfe Eröffnung, in der Weiß Material für andere Vorteile opfert.

Sein strategisches Hauptziel besteht darin, durch das Bauernopfer auf f4 das Zentrum über d2-d4 zu besetzen, was ihn eine schnelle Figurenentwicklung und einen alsbaldigen Königsangriff erreichen lässt.

Das Gambit gehört zu den ältesten Eröffnungen überhaupt und wurde bereits im Schachbuch von Lucena (1497) erwähnt und im Werk des Spaniers Ruy Lopez de Segura 1561 mit seinem Name versehen.

Die Folge 1. e4 e5 2. f4 war vor allem im 18. und 19. Jahrhundert eine sehr beliebte und gefährliche Waffe gegen Schwarz. Es wurden viele schöne Partien damit gespielt, in denen ein Opferangriff mit Erfolg gekrönt wurde. Zu den bekanntesten gehört ein Duell zwischen Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky in London 1851. Diese sogenannte "Unsterbliche Partie“ kann der Leser wie auch andere beeindruckende Beispiele der Angriffskunst im Buch bewundern (Beispielpartie Nr. 22).

Auch in der Gegenwart wird das Königsgambit von bekannten Schachspielern in der Turnierpraxis eingesetzt, besonders von den Anhängern eines taktisch geprägten und scharfen Spiels. Zu seinen treuesten Anhängern gehören Boris Spasski, Nigel Short, die Schwestern Polgar und Hikaru Nakamura, die allesamt mit dieser Waffe viele wertvolle Siege errungen haben. Beliebt ist das Königsgambit auch im Fernschach.

Das Königsgambit bietet Weiß in der Turnierpraxis schöne Angriffschancen, weil die Verteidigung für Schwarz nicht einfach ist und zudem besonders diese Eröffnung oft mit einem Überraschungseffekt gespielt werden kann.

Die Autoren sind Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann. Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher weltweit bekannt. Bekemann ist ein erfahrener Fernschachspieler und PR-Manager des Deutschen Fernschachbundes e.V. sowie Autor von zwei Büchern über Gambiteröffnungen.

Unsere Autoren bringen Ihnen mit dem Königsgambit eine interessante Eröffnung nahe, die Ihnen in der Praxis viel Freude machen wird und zudem schöne Erfolge verspricht.

Details

Sprache Deutsch
Autor Bekemann, Uwe
Konikowski, Jerzy
Verlag Beyer
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 520 g
Breite 15,3 cm
Höhe 21,5 cm
Seiten 256
ISBN-13 978-3-940417-26-8
Erscheinungsjahr 2012
Einband gebunden

Inhalte

009 Z eichenerk lärung

010 Vorwort

012 Das Königsgambit - seine Geschich t e , se i n W esen, seine K ra ft

014 Einführung

014 1.e4 e5 2 . f4 exf4

021 Kapitel 1: 2...Lc5 3 .S f3 d6

035 Kapitel 2: 2...d5 3.exd5

048 K apitel 3: 2...d6

050 K apitel 4: 2...Df6

053 Kap i tel 5: 2...Sf6

056 Kapitel 6: 2...Dh4+

060 Kapitel 7: 2...Sc6

062 Kapitel 8: 3 .L c4

067 Kapitel 9: 3 .S c3

069 K apitel 10: 3... d 6

079 Kapitel 11: 3...h6

084 Kapitel 12: 3...Le7

088 Kapitel 13: 3...Sf6

092 Kapitel 14: 3...d5

108 Kapitel 15: 3...Se7

112 Kapitel 16: 3...Sc6

116 Kapitel 17 : 4.L c4

136 Kapitel 18: 5 .S g5

140 Kapitel 1 9: 5...Sc6

143 Kapitel 20: 5...d6

150 Kapite l 2 1 : 5...d5

154 Kap i tel 22: 5.Lg7

162 Kapite l 23: 5...De7

166 Kapitel 24: 5...Le7

168 Kapitel 25 : 5...h5

179 Kapite l 26: 6 . d4

188 Kapitel 27: 6 .L c4

196 Kapitel 28: Beispielpartien

Ein Buch ausschließlich und dazu noch umfassend über Königsgambit genießt Seltenheitswert.

Das einzige in Deutsch gedruckte Buch neueren Datums zum Königsgambit ist das im Joachim-Beyer-Verlag 2012erschienene "Königsgambit - richtig gespielt“ als Koproduktion von Vielschreiber Jerzy Konikowski und Fernschachspieler sowie -funktionär Uwe Bekemann. Diese 250-Seiten-Arbeit ist ordentlich, ermöglicht einen guten Überblick und Einstieg ins Thema und gibt den Stand der Theorie um die Jahrhundertwende wieder. Neues bietet das Buch dabei nicht allzu viel, Neuerungen und Eigenanalysen bleiben bis auf wenige Ausnahmen aus, und im Sprachduktus wirkt es etwas altbacken.

Stärken besitzt das Buch nicht zuletzt in seinem äußeren Erscheinungsbild. Das kleinformatige Buch ist sehr ordentlich gebunden und mit einem verstärkten Einband versehen. Das ist bei der Flut an englischen Titeln nicht selbstverständlich, die üblichen Softcoverbücher gehen mit der Zeit aus dem Leim und verbiegen nach dem ersten Durcharbeiten. Nicht so diese deutsche Wertarbeit, die bequem in der Jackentasche mitzuführen ist, gut in der Hand liegt, ein gediegenes Schriftbild aufweist und stabil ist. Es wartet sogar mit einem Leseband auf!

In 27 Kapiteln werden alle wichtigen Themen rund ums Königsgambit abgehandelt, die alle mit einer kurzen Zusammenfassung und meist mit einer Empfehlung enden. Kapitel 28 bilden dann komplette Partien aus mehr als hundert Jahren Königsgambit, die beispielhaft die Geschehnisse in den einzelnen Varianten verdeutlichen sollen und die verständlich und nicht allzu sehr in Details ausufernd kommentiert sind.

Das Buch richtet sich besonders an Neueinsteiger im Königsgambit, die sich einen Überblick verschaffen wollen, sowie an den durchschnittlichen Vereinsspieler und bietet eine gute Orientierung in dieser komplizierten, schwer zugänglichen Eröffnung.

Negativ ist zu bemerken, dass sich das Autorenduo allzu gern aus der Verantwortung zieht. Öfters ist sinngemäß zu lesen: ein Zug wäre zu riskant, daher wird er ausgeklammert. Oder: "dieses Abspiel hat einen schlechten Ruf, deshalb werden wir es hier nicht betrachten“(!) Statt Antworten zu bieten bleibt der Leser mit Fragen zurück. Zusammenfassende Urteile unter Varianten sind gern mit Platitüden angereichert, ein Beispiel: " ... Diese Variante wird in der Praxis häufig angewandt. Der Läufer auf c4 kann gefährlich werden, weil er den Punkt f7 angreift“. Aha, da horche ich als Leser auf! Lc4 wird in der Variante indes aus einem ganz anderen Grund gespielt, als f7 anzugreifen, das ist höchstens ein Nebeneffekt, der eventuell auch bedeutsam sein könnte, es geht primär aber um den Punkt d5. Was hat ein Amateurspieler davon, wenn er den Nebeneffekt als Hauptgrund erklärt bekommt? Hilft ihm das, die Eröffnung besser zu verstehen? Wohl kaum.

Auch allgemeine, einführend strategische Themen und Richtlinien fallen eher spärlich aus. Das Wesen der Eröffnung wurde dem Leser m.E. in älteren Büchern zum Thema schon mal besser dargestellt, zum Beispiel im Sportverlag-Klassiker aus den späten 6oern Paul Keres: "Dreispringerspiel bis Königsgambit“. Ausnahmespieler Keres, der ein phantastisches dynamisches Gespür besaß, bringt die Zusammenhänge der Eröffnung auch heute noch gut rüber.

Desweiteren gehen Konikowski/Bekemann mit Zugumstellungen nicht immer souverän um. So gibt es zum Beispiel ein kleines Kapitel über 2. ... d6 3.Sf3 exf4. Hier empfehlen die Autoren (nach 4.d4 g5) 5.Lc4 mit guten Aussichten für den Weißen. In einem anderen Kapitel, das Bobby Fischers Idee 1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 d6 abhandelt, wird dieselbe Stellung erreicht, die schon vor vielen Seiten (kurz) abgehandelt wurde. Das merken weder Autoren noch Schlussredaktion. Hier wird nach 4.d4 g5 zum bekannten Hauptzug 5.h4 geraten, in einer Anmerkung wird dann noch 5.Lc4!? erwähnt (was zuvor in gleicher Stellung den Vorzug erhielt!), aber nur "für den mutigen Spieler ... “ kurz erörtert. Vor allem im Labyrinth dieser vielfältigen Zugumstellung mit/ohne ... h6, ... d6, bzw. den Zügen g3, Sc3 oder Lc4 bei Weiß sind Konikowski/Bekemann total überfordert, da muss dann desöfteren der Verweis auf "eine unklare Stellung“ bzw. die Empfehlung "nur für besonders mutige Spieler!“ herhalten. Das zeigt sich auch im Inhaltsverzeichnis, das irreführend geraten ist und keinen Variantenindex bietet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch mit Einschränkungen zu empfehlen ist. Nicht zuletzt seine Handlichkeit und der Umstand, dass es derzeit kein aktuelleres, besseres Buch zum Thema in Deutsch gibt, sprechen für eine Anschaffung. Es bietet aber keine abschließenden Schlüsse, liefert eher Grundlagen, die den Leser zu einer Vertiefung anregen.

(IM Frank Zeller)

Königsgambit ...