Tel: (02867) 8088 + 8089

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LOMARTSD
Sonderangebot
Restposten

The Sicilian Dragon

kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2005.

Aus der Reihe »Starting Out«

16,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Few would disagree that the Sicilian Dragon is one of the most exciting, high profile and controversial openings in chess history. Right from the very beginning of the game Black chooses to unbalance the position, thus maximising his or her chances of playing for a win. The positions reached are dynamic and of a highly tactical nature, with both players very often going straight for each other's throats in search of a quick-fire knockout blow. In these razor-sharp encounters, it goes without saying that one slip by either side can prove to be fatal. Because of its aggressive nature, the Sicilian Dragon is very popular at all levels of chess, while it received an ultimate seal of approval when Garry Kasparov used it as his main weapon to beat Vishy Anand in a World Championship match.

In Starting Out: The Sicilian Dragon Andrew Martin studies this famous opening in a simplistic way, introducing the crucial initial moves and ideas and taking care to explain the reasoning behind them, something that has sometimes been neglected or taken for granted. As with previous works in the popular Everyman Chess Starting Out series, the reader is helped throughout with a plethora of notes, tips and warnings highlighting the vital characteristics of the Sicilian Dragon and of opening play in general.

  • Written by an opening expert

  • All main lines of the Sicilian Dragon are covered

  • Ideal for the improving player

Details

Sprache Englisch
Autor Martin, Andrew
Verlag Everyman
Reihe Starting Out
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 350 g
Breite 15,2 cm
Höhe 20,8 cm
ISBN-10 1857443985
ISBN-13 9781857443981
Erscheinungsjahr 2005
Einband kartoniert

Inhalte

004 Bibliography

005 Introduction

026 1 The Yugoslav Attack: Introduction

058 2 The Yugoslav Attack: 9 0-0-0 and 9 g4

088 3 The Yugoslav Attack: 9 Bc4

119 4 The Yugoslav Attack: Main Line and Soltis Variation

143 5 The Classical Variation

158 The Modern 6 Bc4

173 The Levenfish Attack

187 Other Tries for White

203 Index of Variations

207 Index of Complete Games

Der englische IM Andrew Martin hat sich auch als Schachtrainer und -autor einen sehr guten Ruf erwor­ben. Diesen bestätigt er mit seinem Band aus der "Starting out"-Reihe von Everyman/Gloucester, welcher die sizilianische Drachenvariante zum Thema hat.

Formal ist das Buch so aufgebaut wie alle seine Vorgänger in dieser Eröffnungs-Serie für Lernwillige: Jedes Kapitel beginnt mit einer all­gemeinen Einführung, sodann wer­den diverse Meisterpartien analy­siert und kommentiert - wobei das für den studienbeflissenen Schach­freund notwendige Wissen klar he­rausgestellt wird -, und am Ende folgt eine kurze "Tbeorie-Zusammenfasung" mit einer Beurteilung der jeweiligen Variante aus heutiger Sicht. Zudem kann der Leser von den zahlreichen, auch graphisch her­vorgehobenen Bemerkungen, Tipps und Warnungen profitieren, welche im Verlauf des Textes immer wieder auftauchen.

In der Einleitung (S. 5-25, mit sechs Beispielpartien und einer zusätzli­chen vollständigen Partie im Text) erfährt der Lernende u.a., dass der Drache im Jahre 1901 von dem rus­sischen Meister Fedor Dus-Chotomirski "erfunden" worden ist, mit der Zugfolge 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 c:d4 4.S:d4 Sf6 5.Sc3 g6, und ei­niges über die grundsätzlich aggres­sive Gangart in dieser Eröffnung, welche nach wie vor große Anzie­hungskraft auf Spitzenspieler und Amateure gleichermaßen ausübt. Vier der acht Kapitel des Hauptteils befassen sich mit dem Jugoslawi­schen Angriff 6.Le3 Lg7 7.f3.

1) Einführung mit frühen Abwei­chungen vom Hauptspiel (S. 26-57, mit 10 Beispielpartien: a) "Dragondorf", eine Mischung aus Drachen- und Najdorf-Variante: 6.Le3 Lg7 7.f3 a6 ; b) Nordische Variante 6.Le3 Lg7 7.f3 Sc6 8.Lc4.0-0 9.Lb3 Ld7 10.De2 ; c) Schwarz spielt 8...Ld7!? anstatt 8...0-0; da­rauf soll dann 9.Lc4 0-0 folgen.

2) Aufbau mit 9.0-0-0 oder 9,g4 (S. 58-87, mit 11 Beispielpartien und 2 zusätzlichen im Text): nach 6.Le3 Lg7 7.f3 Sc6 8.Dd2 0-0 9.0-0-0 folgen die beiderseitigen Königsan­griffe, wobei sich Martin speziell mit 9...d5 10.Kb1! und mit 9...S:d4 10.L:d4 Le6 beschäftigt. Auf 9.g4 empfiehlt der Autor 9...Le6.

3) Der Zug 9.c4, also 6.Le3 Lg7 7.f3 Sc6 8.Dd2 0-0 9.Lc4 (S. 88-118, mit neun Partien und drei zu­sätzlichen im Text): hier geht es meistens weiter mit 9...Ld7 10.0-0-0 und nun 10...Db8 , 10...Da5 oder mit dem "chinesischen Dra­chen" 10... Tb8! , welcher Schwarz am meisten zu versprechen scheint.

4) Alte Hauptvariante oder Parma-Variante 6.Le3 Lg7 7.f3 0-0 8.Dd2 Sc6 9.Lc4 Ld7 10.h4 Tc8 11.Lb3 Se5 12.0-0-0 Sc4 13.L:c4 T:c4 14.h5 S:h5 15.g4 Sf6 16.Kb1!, und Soltis-Variante 6.Le3 Lg7 7.f3 Sc6 8.Dd2 Ld7 9.Lc4 0-0 10.0-0-0 Tc8 11.Lb3 Se5 12.h4 h5! (S. 119-142, mit acht Partien und einer zusätzlichen). In den wei­teren Abschnitten bespricht der Au­tor Varianten mit (meistens) homo­genen kurzen Rochaden:

5) Klassische Variante 6.Le2 Lg7 und nun ein weißer Aufbau mit oder ohne frühzeitiges Le3 und beidseitiger 0-0 (S. 143-157, mit vier Bei­spielpartien).

6) Das moderne 6.Lc4 kann Schwarz mit ...a6 und ...b5 bzw. mit ...Sc6 und ... Ld7 beantworten, wo­bei Martin Letzteres bevorzugt (S. 158-172, mit 5 Partien).

7) Den Löwenfisch-Angriff 6.f4 kann Schwarz mit ...Lg7 erwidern, was e4-e5 zulässt, oder mit ...Sc6 bzw. ...Sbd7, was e4-e5 verhindert. Beide Entwicklungsmethoden sind für Schwarz spielbar (S. 173-186. mit vier Partien).

8) Andere Möglichkeiten für Weiß sind 6.g3 oder die selten vorkom­menden 6.Lg5 , 6.Sd5 und 6.Lb5+?!, wobei die letzten beiden Züge nicht empfehlenswert erschei­nen (S. 187-202, mit fünf Partien). Ein "Starter"-Buch kann den Dra­chen natürlich nicht extenso abhan­deln, aber der Autor versteht es den­noch ausgezeichnet, in seinem Über­blick das Wesentliche herauszustel­len. Der Drachen-Novize wird also mit diesem Band sehr gut bedient, sollte aber zum Verständnis des Tex­tes sein Schul-Englisch nicht verges­sen haben. Für vertiefende Studien verweist Martin auf die umfangrei­che Spezialliteratur.

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 8/2006

____________________

Mit Schwarz Sizilianisch zu spie­len, ist ja nicht ungewöhnlich. Wer aber zur Drachenvariante greift, braucht gute Nerven. Der Angriff von Weiß spielte sich vor einigen Jahren fast von selbst: f3, h4, h5, vielleicht auch g4 und Lh6, Öffnung der h-Linie und Schwarz wird bald matt.

Bobby Fischer schrieb in seinem Buch 'Meine 60 denkwürdigen Parti­en' in den Kommentaren zur Partie Fischer-Larsen (Portoroz 1958), dass in 9 von 10 Partien Weiß gewinnt und schwache Spieler damit Großmeister schlagen.

Er schrieb aber auch, dass die Zeit lehren wird, ob Schwarz die Variante verstärken kann. Inzwischen ist es tatsächlich gelungen, die Drachenva­riante wieder hoffähig zu machen, aber ein halsbrecherisches Abenteuer bleibt sie trotzdem.

In der Reihe 'starting out', die zur Einführung in eine Eröffnung gedacht ist, hat Andrew Martin die Drachen­variante als Thema gewählt und er beginnt seine Ausführungen gerade mit der oben erwähnten Partie Fischer-Larsen. Anhand von 62 Parti­en erläutert er den heutigen Stand der Theorie. Das Buch ist so gut gemacht, dass auch erfahrene Sizilianer daraus Nutzen ziehen können.

Schach-Markt 2/2006

_____________

The International Master Andrew Martin presents in this latest 'starting out' book an impressive overview of the Dragon, Black's most direct attacking system of the Sicilian opening, covered with all of the most important major lines packed in a Hugh collection of 62 model games, all in the context of easy understanding but all with enough text for a good understanding of the material.

Now and then Andrew Martin even comes with interesting opening suggestions and has no fear to cover fashionable lines as the razor sharp line of Soltis that runs after the moves : 1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 g6 6.Be3 Bg7 7.f3 Nc6 8.Qd2 Bd7 9.Bc4 0-0 10.0-0-0 Rc8 11.Bb3 Ne5 12.h4 h5 13.Bg5 Rc5 14.g4 hxg4 15.f4 Nc4 16.Qe2 Qc8 17.h5 or an exciting alternative as (1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 g6) 6.Bg5!? This all and more is well covered between these 62 games where many of them are from the year 2004.

Conclusion: A fine book to get involved with the Dragon!

With kind permission of the author John Elburg (www.chessbooks.nl)

_________________________

Die Zeitschrift "Schach" hat neue Rezensenten! Am besten gefällt mir Wilhelm Schlemermeyer, mit etwas Glück werden wir ihn auch bald in dieser Rubik als neuen Autor begrüßen können.

Etwas verwundert hat mich ein Text von IM Stefan Reschke: er stellt Mängelberichte aus für Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. So geschehen bei der Rezension von "Starting out: the Sicilian Dragon" von Andrew Martin in "Schach" 3/06.

Erstens - Literaturliste prüfen: Was? Experts vs. The Sicilian nicht dabei und Dorian Rogozenkos Chessbase-Monographie auch nicht? Schlecht. Edward Dearing's "Play the Sicilian Dragon" fehlt. Punktabzüge in der B-Note. In der Einleitung die wichtigsten Vertreter der Variante nicht genannt? Ganz schlecht. An der Einleitung wird ferner bemängelt, sie informiere den getreuen Leser nicht, dass sich nicht jeder Spieler dazu eigne, diese Variante zu spielen, es fehle die Warnung, man dürfe keine Angst haben und brauche starke Nerven, ferner viel Zeit zum analysieren und ein gutes Gedächtnis.

Andernorts muss fast jeder Gebrauchsgegenstand mit der Warnung versehen werden, dass sich Babys daran verschlucken können.

Der Verfasser schließt mit dem Fazit: "Nach der Lektüre wird der vermeintliche Drachenneuling eher 'die Flucht' ergreifen, denn er sieht sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die er mit diesem Buch nicht lösen kann."

Weshalb "Die Flucht" in Anführungen gesetzt ist, weiß ich nicht, aber dem Fazit des Autors IM Stefan Reschke kann ich mich auch sonst nicht anschließen. Wer bitteschön kauft ernsthaft ein Drachenbuch für viele Euren, noch dazu in englischer Sprache, wenn er nicht einmal weiß, dass Opferangriffe ein ständiges Thema sind oder die Spiele eher scharfen Charakter haben?

Das Drachenbuch von Andrew Martin richtet sich an jene, die sich der Variante als Neulinge nähern wollen und kommt aus einem Haus, dass sich nicht viermal überlegt, ob schon wieder ein neues Schachbuch auf den Markt geworfen werden soll oder lieber doch nicht. Die Bücher erscheinen in einer günstigen Paperback-Ausgabe, kosten aber richtig Geld. Heutzutage ist die Halbwertszeit von Eröffnungsbüchern im Vergleich zur Ära von Ludek Pachmann, Max Euwe, Rolf Schwarz und dem Sportverlags-Komitee ohnehin drastisch gesunken.

Mir zum Beispiel gefällt die Einleitung ganz gut. Nicht der Text, sondern sechs Beispiele illustrieren, worum es beim Drachen geht, nämlich ums mattsetzen, aber eindeutig verstößt dieses Buch gegen die deutsche Einleitungsverordnung und gegen die deutsche Literaturlistenverordnung obendrein.

Andrew Martin veröffentlicht sehr viel. Der Mann hat eine gute Vermittlungsgabe, er lehrt und hält Vorträge und schreibt Bücher. Die "King's Indian Battle Plans" waren nur mäßig, aber seine Sendungen auf Radio Chessbase sind sehr gut. Er ist ein guter Autor für die vielen 1700er auf dieser Welt und auch für Spieler wie mich, die von einigem ein bisschen was wissen und von vielem sonst wenig, die aber neugierig auf Informationen sind.

Die "Starting out"-Serie ist als Einführung gedacht. Das Konzept ist durchzogen von praktischen Hinweisen, Verdichtungen, und Warnungen ("Never play ... Sb6 in the King's Indian" - so eine mit einem Totenkopf versehenen Warnung von Joe Gallagher, nachdem er ... Sb6 gezogen hatte und mit der Ausnahme die Regel bestätigte.) - Zum Beispiel weist Martin darauf hin, dass der Weg nach b2 häufig über Opfervarianten (f3, e4, g4) erzwungen werden muss. "Na toll", denkt jeder, der schon mal den Drachen gesehen hat. "Stark!", denkt jeder, der den Drachen noch nie gesehen hat.

Andrew Martin hat kein brilliantes Werk geschrieben, aber ein brauchbares. Man kann damit bis auf Landesliga-Niveau spielen, und eigentlich geht es doch auch um die Ideen, die vermittelt werden, und die sind immer wieder frisch. Zum Vergleich: IM Reschke schätzt (wie auch ich) aus der "Starting out"-Serie Gallaghers Buch über die Königsindische Verteidigung, aber auch dieses Buch hatte eine Menge Lücken. "The Dynamic English" von Tony Kosten hatte damals in "Schach" eine schlechte Kritik bekommen, aber einige IMs haben ihr Repertoire darauf abgestimmt. Auf die Ideen kommt es an, und die Feinarbeit muss jeder selbst kalibrieren - jeder wie er kann.

Von ganz anderer Natur ist zum Beispiel das Drachen-Buch von IM Edward Dearing. Es ist eine gewissenhafte Arbeit, aber ich mag sie nicht. Sie bot auch keine Überraschungen für jene, die sich nur beiläufig für diese Variante interessieren. Zwar ist sie nicht vergleichbar mit Andrew Martins Werk, dazu ist sie zu ernsthaft und zu seriös. Anderes Kaliber, anderes Format, anderes Publikum. Das ist so wie die "FAZ" mit dem "Spiegel" vergleichen. Dennoch mag ich Dearings Drachenbuch nicht. Erstens, weil ich nicht glaube, dass Dearing die Dinge so gut abschätzen kann wie sagen wir Golubev, Nunn oder Khalifman zum Beispiel, zweitens weil sich dieser Autor im Zweifelsfalle selbst auf andere Autoritäten berufen muss anstatt etwas kraft eigener Autorität selbst abzuschätzen. Drittens, weil ich vieles davon schon woanders gesehen hatte, bevor ich das Buch in den Händen hielt. Dennoch hat Dearing gerade in Berlin bedeutende Fürsprecher. Als Drachen-Anfänger würde ich wahrscheinlich dennoch zu Golubevs "Easy Guide to the Dragon" von 1999 greifen, aber auch Rogozenkos CDs sind in Ordnung und nur selten muss mal die eine oder andere Variante nachgebessert werden.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen (Khalifman, Delchev, Golubev, Sakajew, Keilhack etc.) werden immer mehr Eröffnungsbücher von Nicht-Autoritäten geschrieben. Manchmal sind sie sogar richtig gut wie Bronzniks Buch über die Tschigorin-Verteidigung im Damengambit. Irgendwo war schon zu lesen, dass Rogozenko die Autorität für Sweschnikow sei oder für den Drachen, weil er Monographien über diese Eröffnungen veröffentlicht hat. Die Autoritäten sind immer noch die stärksten Praktiker dieser Variante, so viel Zeit muss sein, und auf deren Partien wird sich allgemein berufen. Um auf Andrew Martin zurückzukommen: seine Bücher mögen nicht so gewichtig sein, aber sie haben ihr Publikum. Sie sind unterhaltsam geschrieben und vermitteln wesentliche Merkmale der Stellung anhand vieler Verdichtungen und Pointierungen. Das ist ihre Schwäche, aber auch ihre Stärke.

In seiner prima Rezension auf Chess Today hat GM Mikhail Golubev sich ein wenig darüber gewundert, wie großzügig Andrew Martin mit Ausrufe- und Fragezeichen umgeht, und dass Martin die Variante 9.0-0-0 Ld7 für stark hält, aber diese Gelassenheit steht gerade einem echten Drachen-Experten unter den Publizisten gut an. Golubev erkannte schnell, dass Rogozenkos CD in der Literaturliste fehlt und auch sein eigener profunder Aufsatz aus den "Experts vs. the Sicilian", aber dass die Ideen schon aufgenommen wurden, hat er eben auch erkannt. Ansonsten meinte auch Golubev großzügig-gelassen, dass sich die meisten Drachen-Adepten gewohnheitsmäßig ohnehin alles Mögliche schnappen, um in jeder Publikation vielleicht eine oder sogar zwei neue Ideen zu finden.

Ich finde, ein Drachenbuch ist für die "Starting out"-Serie absolut erforderlich. Sicher war das Buch über Königsindisch in dieser Reihe besser, auch das über Benoni, aber dieses Buch hier ist nicht schlecht, es geht eben nur nicht besonders in die Tiefe. Eben weil es Buch für den ersten Überblick ist. Überhaupt braucht man mehr Bücher für Novizen. Man werfe nur einen Blick auf die Partien, die heutzutage geblitzt werden auf den Servern dieser Welt, dann sieht man: Bedarf an Schachkultur ist immer.

(Zur Verfügung gestellt vom Schachversand Niggemann )

Bewertung des Autors: drei Sterne (von fünf möglichen)

Autor: Fernando Offermann,

Berliner Schachverband, 11. März 2006

----------------------------------------------------

Die Aussicht auf ein gut strukturiertes Einführungs­buch zur Drachenvariante (meiner Lieblingseröff­nung) versetzte mich in Hochstimmung. Ich träum­te von einer ähnlich guten Einführung wie Starting Out: The Kings Indian von Joe Gallagher, im gleichen Verlag 2002 erschienen.

Leider wurde ich sehr unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Bei der Lektüre der Bibliographie fällt auf, daß wich­tige Drachenbücher bzw. -CDs vom Autor nicht ver­wendet wurden: Aargard/Shaw: Experts vs. The Sicilian (Quality Chess 2004) mit einem ausgezeichne­ten, fast fünfzigseitigen Artikel Golubevs zu 9. 0-0-0 d5 bzw. 9... S:d4, Rogozenkos für jeden Drachenfan essentielle CDs 1 und 2 (ChessBase 2004) sowie Dearing: Play the Dragon (Gambit 2004). Dieser erste Eindruck setzt sich fort - teilweise allzu oberflächlich wird mir hier der Drache präsentiert. So fehlen schon in der zwanzigseitigen Einleitung einige wichtige Angaben: nicht jeder ist zum Beispiel geeignet, die Drachenvariante zu spielen, da sie eini­ge Anforderungen (keine Angst, gute Nerven, viel Zeit zum analysieren und ein gutes Gedächtnis) an den Spieler stellt. Es wird zudem nicht ein Großmei­ster genannt, der sich um die Entwicklung der Vari­ante verdient gemacht hat.

Vielschreiber Andrew Martin hat sich mit diesem Buch keinen Gefallen getan. Ein Blick in die aktuelle MegaBase zeigt auch klar, daß er eigentlich mehr im ,,Beschleunigten Drachen" zu Hause ist. Zu diesem Thema veröffentlichte er 2003 unter dem Label Bad Bishop Chess Videos eine gute Einführung (Accelerated Dragon Assault).

Nach der Lektüre wird der vermeintliche Drachen­neuling eher ,,die Flucht" ergreifen, denn er sieht sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die er mit diesem Buch nicht lösen kann. Anmerken möchte ich jedoch noch, dass die Bearbeitung der Klassischen Varianten vergleichsweise gut ist, was die Bewertung etwas rettet.

Stefan Reschke, Schach 3/2006

The International Master Andrew Martin presents in this latest 'starting out' book an impressive overview of the Dragon, Black’s most direct attacking system of the Sicilian opening, covered with all of the most important major lines packed in a Hugh collection of 62 model games, all in the context of easy understanding but all with enough text for a good understanding of the material. Now and then Andrew Martin even comes with interesting opening suggestions and has no fear to cover fashionable lines as the razor sharp line of Soltis that runs after the moves : 1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 g6 6.Be3 Bg7 7.f3 Nc6 8.Qd2 Bd7 9.Bc4 0-0 10.0-0-0 Rc8 11.Bb3 Ne5 12.h4 h5 13.Bg5 Rc5 14.g4 hxg4 15.f4 Nc4 16.Qe2 Qc8 17.h5 or an exciting alternative as (1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 g6) 6.Bg5!? This all and more is well covered between these 62 games where many of them are from the year 2004. Conclusion: A fine book to get involved with the Dragon!

With kind permission of the author John Elburg (www.chessbooks.nl)

The Sicilian Dragon