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Art.-Nr.: LXMOIWMGISH

Wie man Glück im Schach hat

176 Seiten, kartoniert, Gambit.

12,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Details
Sprache Deutsch
Autor LeMoir, David
Verlag Gambit
Medium Buch
Gewicht 360 g
Breite 17,4 cm
Höhe 22,6 cm
Seiten 176
ISBN-10 1901983781
ISBN-13 9781901983784
Einband kartoniert
Inhalte

Inhalt

004 Symbole

004 Danksagung

005Einleitung: Glück im Schach

010Teil 1: Der Ausbruch aus dem Gefängnis

020 1 Typische Fehler der überlegenen Seite

051 2 Gründe zur Freude - Zusammenfassung

053 3 Wie man sich aus Schwierigkeiten herauskämpft

076Teil 2: Aspekte des Glücks

095 4 Infam!

121Teil 3: Das erfolgreiche spekulative Opfer

125 5 Warum spekulative Opfer?

126 6 Warum scheitern die Verteidiger?

158 7 Motive für spekulative Opfer

169 8 Wege und Methoden

180 9 Wann ist ein spekulatives Opfer kein spekulatives Opfer?

183Schluss: Wie man kein Pech im Schach hat

190 Index der Spieler

191 Index der Eröffnungen

REZENSIONEN DER ENGLISCHEN AUSGABE ("How to be lucky in chess"):

Don't be fooled! Luck has nothing to do with this game of chess. Of course, the writer doesn't appear to be serious when he writes this book, but he is serious when he says that there are things that you can do during a game to ensure that you play to your ability. The book is intended for ordinary players who haven't studied chess a great deal and it gives guidelines for a number of different aspects of your play to minimise your bad luck and maximise your opponents bad luck.

After a short introduction the book is broken up into three major parts followed by a Conclusion. The parts are: Getting Out of Jail; Aspects of Luck, and The Successful Speculative Sacrifice.

This is a book on chess psychology, but it is by no means a dry theoretical book. LeMoir uses many of his own games and many games played by the elite to explain the points he is making. The anecdotes are interesting and the chess positions given are analysed from the perspective of "encouraging your opponents to self-destruct". The production quality is very good and the illustrations lighten the book throughout. An interesting read.

Recommended

Thanks to Australian Chess Forum, Mr. Paul Dunn

Neben sehr überzeugenden Veröffentlichungen mit Eröffnungstheorie erscheinen bei Gambit Publications auch immer mal wieder sehr interessante Bücher zu etwas allgemeineren Themen, als Beispiele seien hier John Watsons "Modern Chess Strategy", "The Road to Chess Improvement" von Alex Yermolinsky oder "The Seven Deadly Chess Sins" von Jonathan Rowson genannt.

Auch das neue "How to be Lucky in Chess" ist sehr bemerkenswert, weshalb wir es aus der Reihe neuer Gambit-Bücher ausgewählt haben, eine Besprechung von "The Main Line French: 3. Nc3" von Steffen Pedersen und "Chess Training for Budding Champions" von Jesper Hall werden wir bei Gelegenheit nachholen.

Damit nun zu David LeMoirs neuem Buch und dem Thema Glück im Schach. Ist der Faktor Glück beim Schach überhaupt relevant?

Schließlich gibt es hier keine Hilfsmittel wie Würfel oder Karten, die durch ihre Unberechenbarkeit jede noch so schöne Strategie über den Haufen werfen können.

Jeder der mal wieder beim Risiko spielen mit einer übermächtigen Armee an einer Handvoll Verteidiger scheitert weiß, was ich meine. Doch schnell entdeckt man auch beim Schach das Tandem Glück / Pech: Glück, dass der Gegner den richtigen Zug nicht gesehen hat, dass man die gewünschte Farbe zugelost bekommt, dass sich der andere auf meine Lieblingseröffnung einlässt usw.

In "How to be Lucky in Chess" beschäftigt sich David LeMoir nun mit der Frage, wie man gemäß dem Motto "Jeder' ist seines Glückes Schmied" das Glück ein wenig erzwingen kann. Oder, wie es der Untertitel ausdrückt, wie man den Gegner ermutigt, sich selbst zu schlagen.

Das Buch beginnt mit einer Einführung über Glück im Schach, in der wir einen ersten Überblick über die weiteren Themen erhalten.

Dann folgt der erste große Teil des Buches mit der Überschrift "Getting out of Jail": das erste Kapitel bespricht ausführlich typische Fehler der überlegenen Seite, dabei wird auch gezeigt, wie man selbst in schwierigen Stellungen immer noch Gründe für Optimismus finden kann, während danach verschiedene Verteidigungsmethoden besprochen werden, wann man z.B. "alles oder nichts" spielen sollte oder wann eine passive Verteidigung und das Stellen von Fallen aussichtsreicher ist.

Der zweite Teil des Buches ist etwas kleiner und beschäftigt sich dann mit den verschiedenen Aspekten des Glücks, beispielsweise geht es hier um ein vernünftiges Verhalten in Zeitnot oder ein gutes Timing für ein Remisangebot.

Danach folgt ein Rückblick auf wichtige Schachereignisse im 20. Jahrhundert, in denen "Glück" eine wichtige Rolle spielte, der Bogen reicht von Lasker über Tal und Fischer bis hin zu Kasparov.

Der letzte und wieder sehr große Teil behandelt spekulative Opfer: Warum scheitert oftmals die Verteidigung? Welche Gründe gibt es für solche Opfer? Wann und wie soll man zu diesem zweischneidigen Werkzeug greifen?

Zum Abschluß gibt es noch eine Zusammenfassung und ein Spieler- und Eröffnungsverzeichnis. Insgesamt hat der Autor über 100 gut kommentierte und sehr anschauliche Beispiele in sein Buch aufgenommen.

Zu erwähnen sind noch der Stil des Autors, der sein lehrreiches Material sehr unterhaltsam präsentiert, sowie die schönen Zeichnungen und das mit 22,5 x 17,5 cm für Gambit sehr große Format des Buches. Auch die Aufmachung und der Druck sind gelungen.

Fazit: Das Buch zeigt auf sehr praktische und anschauliche Weise, wie man gerade in schwierigen Stellungen dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen kann. Dabei wird neben der rein schachlichen auch gebührend auf die psychologischen Aspekte eingegangen wird.

Mit den vielen Beispielen, den gut verständlichen Erklärungen des Autors sowie der unterhaltsamen Aufbereitung des recht umfangreichen Materials ist das Buch sehr lesenwert und jedem zu empfehlen, der seine Möglichkeiten besser ausnutzen und seine praktische Spielstärke erhöhen möchte.

Schachmarkt, 01/2002

Kann man sein Glück in der Schachpartie zwingen? Kann man durch unerwartete Wendungen aus schlechteren Stellungen mit heiler Haut davonkommen, mit spekulativen Opfern gegnerische Fehler heraufbeschwören? Selbstverständlich kann man das - behauptet der erfolgreiche englische Marketing-Berater und zweimalige Schach-Champion von West-England, David LeMoir, als Spieler und Autor auf 64 Feldern gleichermaßen erfahren. Mit seinem Buch verfolgt er das Ziel, Ursachen und Hintergründe des schachlichen "Dusels" aufzuspüren, und dem Leser Wege zu weisen, wie er seinen persönlichen Glücks-Faktor im Turnier-Schach steigern kann. Er tut dies anhand von 105 sorgfältig ausgewählten und hinreichend analysierten Beispielen aus der Praxis, wobei er an 50 Partien selbst beteiligt war. Im ersten Teil des Buches (S. 10-72) befasst sich der Autor mit dem "Ausbruch aus dem Gefängnis", d. h. wie es möglich werden kann, nachteilige Stellungen zu neutralisieren oder sogar noch "umzubiegen". Als Haupt-Fehler des überlegen stehenden Spielers hat er ausgemacht: Die sich einschleichende Denkfaulheit ("diese Partie gewinnt sich doch von allein"), Ignorieren gegnerischer Pläne, plötzlich aufkommende Nervosität und Konfusion im Angesicht des greifbar nahen Sieges, zu sehr auf Sicherheit spielen, der Wunsch nach einem glanzvollen Abschluss, und schließlich fehlerbehaftete Endspieltechnik.

Der im Nachteil befindliche Akteur kann sich aus seiner misslichen Lage befreien durch Herbeiführen von ungleichem Material (Komplikationen schaffen), durch Bauernopfer, durch Anwendung verzweifelter Maßnahmen in verzweifelten Situationen, aber auch durch geduldige passive Verteidigung, und natürlich durch Fallenstellen.

Im zweiten Hauptabschnitt geht der Verfasser den hauptsächlichen Aspekten des "Glücks" nach (S. 73-113): Ausnützen von Zeitnot, psychologisch geschicktes Remis-Anbieten, erfolgreiche Kalkulationen und glückhafte Fehl (!) - Berechnungen. Ein Sonder-Kapitel befasst sich mit den größten Glücksrittern des 20. Jahrhunderts am Schachbrett; nach Auffassung von LeMoir sind dies Lasker, Tal, Fischer (!) und Kasparow. Aber auch bei minderen Geistern hat die Schachblindheit kräftig zugeschlagen:

Stellung: Weiß: Kh2, Td7, Sd4, Ba2 und b3.

Schwarz: Kf7, Tc4, Le7, Ba7, g6, h7.

Schwarz am Zug.

(Diagramm)

Ebralidze - Ragosin, UdSSR - Meisterschaft Tiflis 1937

Schwarz am Zuge (S.90 f) Hier ergab sich folgender erstaunliche Spielverlauf:

40. ...Tc7?? 41. Td5?? Lf6 42. Sb5 Tc2+ 43. Kg3 a6 44. Td7+? Ke8 45. Tc7?? Le5+ 0:1.

Im dritten Hauptteil geht es um erfolgreiche spekulative Opfer, das sind solche, die sowohl den Angreifer als auch den Verteidiger im Unklaren über den möglichen Ausgang lassen, jedoch den Aggressor im psychologischen Vorteil sehen.

Die Ursachen für Fehler des Verteidigers sieht LeMoir im akuten Schockzustand und der damit verbundenen momentanen Unfähigkeit zur nüchternen Analyse, im "Gespenstersehen" bei längerdauernder Verwirrung, in Denkfaulheit und in unzureichendem Verteidigungsgeschick. Die Motive des Opferers sind Abenteuerlust, die Chance zum Ergreifen der Initiative, konsequente Spielführung ("wer A sagt, muss auch B sagen"), Remisfeindlichkeit = Kompromisslosigkeit und natürlich gelegentlich auch der Wunsch, eine Glanzpartie zu produzieren. Der Ablauf der Geschehnisse folgt einer Dreiteilung: Absichten hinter dem Opfer (Mattangriff, Initiative, positionelle Kompensation, Materialgewinn auf lange Sicht) - materielle Investitionen - weiterer Verlauf. Am Ende des Kapitels präsentiert der Autor seine schönste Opferpartie (S. 166 ff mit ausführlichen Anmerkungen):

(Diagramm)

Weiß: Kg1, Dd1, Ta1, Tf1, Le2, Lc1, Sc3, Sd4, a2, b2, c2, e4, f2, g2, h2.

Schwarz: Ke8, Dc7, Ta8, Th8, Lc8, Lb4, Sb8, Sf6, a6, b7, d7, e6, f7, g7, h7.

LeMoir - R. Martin, Bristol-Liga 1967

Weiß am Zuge

8. Lf3! L:c3 9. b:c3 D:c3 10. e5!? D :a1 11. e:f6 g:f6 12. Sf5!! De5 13. Sd6+ Kf8 14.S:c8 d5 15.Lh6+ Ke8 16. Sb6 Ta7 17. S:d5 Sd7 18. Te1 Db8 19. Lg7 Tg8 20. S:f6+ S:f6 21. L:f6 b5 22. L.h5! D c8 23. T:e6+! Kf8 24. Td6?! 1:0 (einfacher war 24. Dd6+ und Matt im nächsten Zuge).

Einige allgemeine Ratschläge an den lern- und glücksbeflissenen Leser beschließen den flüssiggeschriebenen, kurzweiligen, sowohl vom schachlichen Inhalt als auch vom psychologischen Gehalt des Dargebotenen her hochinformativen und hochinteressanten Band: Körpertliche Fitness (vermeidet Fehler durch vorzeitig einsetzende Müdigkeit), ein materieller Vorteil per se garantiert noch nicht den Gewinn, beachte typische Remis-Mechanismen (z.B. ungleiche Läufer im Endspiel), keine Konfusion zulassen, kampfbereit bleiben, Zeitnot vermeiden u. a. m.

Der Vater des Verfassers, Ken LeMoir, hat zur Auflockerung der Textpassagen einige nette Cartoons beigesteuert, die den imaginären Hybrid-Spieler Laskarow (eine Mischung aus Lasker und Kasparow, den beiden größten Glücksrittern im weltweiten Reiche Caissas) zeigen, wie er einen grundsoliden, harmlosen Gegner mit allen Tricks bekämpft. Der höchst unterhaltsam gestaltete Band kann mit gewöhnlichen Schul-Englisch-Kenntnissen problemlos genossen werden.

Dr. W. Schweizer, Rochade EUROPA, 12/01

Kann man sein Glück in der Schachpartie zwingen? Kann man durch unerwartete Wendungen aus schlechteren Stellungen mit heiler Haut davonkommen, mit spekulativen Opfern gegnerische Fehler heraufbeschwören? Selbstverständlich kann man das - behauptet der erfolgreiche englische Marketing-Berater und zweimalige Schach-Champion von West-England, David LeMoir, als Spieler und Autor auf 64 Feldern gleichermaßen erfahren. Mit seinem Buch verfolgt er das Ziel, Ursachen und Hintergründe des schachlichen "Dusels" aufzuspüren, und dem Leser Wege zu weisen, wie er seinen persönlichen Glücks-Faktor im Turnierschach steigern kann. Er tut dies anhand von 105 sorgfältig ausgewählten und hinreichend analysierten

Beispielen aus der Praxis, wobei er an 50 Partien selbst beteiligt war.

Im ersten Teil des Buches (S. 10-75) befasst sich der Autor mit dem "Ausbruch aus dem Gefängnis", d.h. wie es möglich werden kann, nachteilige Stellungen zu neutralisieren oder sogar noch "umzubiegen". Als Haupt-Fehler des überlegen stehenden Spielers hat er ausgemacht: Denkfaulheit ("diese Partie gewinnt sich doch von allein!"), Ignorieren gegnerischer Pläne, plötzlich aufkommende Nervosität und Konfusion im Angesicht des greifbar nahen Sieges, zu sehr auf Sicherheit spielen, der Wunsch nach einem glanzvollen Abschluss, und schließlich mangel- und fehlerhafte Endspieltechnik.

Der im Nachteil befindliche Kombattant kann sich aus seiner misslichen Lage befreien durch Herbeiführen von ungleichem Material (Komplikationen schaffen), durch Bauernopfer, durch Anwendung verzweifelter Maßnahmen in verzweifelten Situationen, aber auch durch geduldige passive Verteidigung, und natürlich durch das beliebte Fallenstellen. Im zweiten Hauptabschnitt geht Le-Moir den hauptsächlichen "Aspekten des Glücks" nach (S. 76-120): Ausnützen von Zeitnot, psychologisch geschicktes Remis-Anbieten, erfolgreiche Kalkulationen und glückhafte Fehl (!) -Berechnungen. Ein Sonderkapitel befasst sich mit den größten schachlichen Glücksrittern des 20, Jahrhunderts: Nach Auffassung des Autors sind dies Lasker, Tal, Fischer (!) und Kasparow. Aber auch bei minderen Geistern hat die Schachblindheil schon kräftig zugeschlagen:

Stellung: Weiß: Kh2, Td7, Sd4, Ba2, b3.

Schwarz: Kf7, Tc4, Le7, Ba7, g6 und h7.

Ebralidzc - Ragosin, UdSSR-Meisterschaft Tiflis 1937

Schwarz am Zuge (S. 94 f). Hier ergab sich der folgende erstaunliche Spielverlauf: 40. ...Sc7?? 41. Td5?? Lf6 42. Sb5 Sc2+ 43. Kg3 a6 44. Td7+? Ke8 45. Tc7?? Le5+ 0:1. Im dritten Hauptteil (S. 121-182) geht es um erfolgreiche spekulative Opfer, das sind solche, die sowohl den Angreifer als auch den Verteidiger im Unklaren lassen über den möglichen Ausgang, jedoch den Aggressor im psychologischen Vorteil sehen. Die Ursachen für Fehler des Verteidigers sieht LeMoir im akuten Schockzustand und der damit verbundenen momentanen Unfähigkeit zur nüchternen Analyse, im "Gespenstersehen" bei längerdauernder Verwirrung, in Denkfaulheit und im unzureichenden Verteidigungsgeschick. Die Motive des Opferers sind Abenteuerlust, die Chance zum Ergreifen der Initiative, konsequente Spielführung, Remisfeindlichkeit = Kompromisslosigkeit, und natürlich gelegentlich auch der Wunsch, eine Glanzpartie zu produzieren. Der Ablauf der Geschehnisse folgt einer Dreiteilung: Absichten hinter dem Opfer - materielle Investitionen - weiterer Verlauf. Am Ende des Kapitels präsentiert der Verfasser seine schönste Opferpartie (S. 180 ff. mit ausführlichen Anmerkungen):

Stellung: Weiß: Kg1, Dd1, Ta1, Tf1, Lc1, Le2, Sc3, Sd4, B a2, b2, c2, e4, f2, g2, h2.

Schwarz: Ke8, Dc7, Ta8, Th8, Lb4, Lc8, Ba6, b7, d7, e6, f7, g7, h7.

LeMoir - R. Martin, Bristol-Liga 1967

Weiß am Zuge

8. Lf3!? !? Lc3 9. b:c3 D:c3 10. e5!? 11. e:f6 g:f6 12. Sf5! De5 13. Sd6+ Kf8 14. Sc8 d5 15. Lh6+ Ke8 16. Sb6 Ta7 17. S:d5 Sd7 18. Te1 Db8 19. Lg7 Tg8 20. Sf6:+ S:f6 21. L:f6 b5 22. Lh5! Dc8 23. T:e6+! Kf8 24. Td6 1:0 (besser 24. Dd6+ mit Matt).

Einige allgemeine Ratschläge an den lern- und glücksbeflissenen Leser (S. 183-189) beschließen den flüssig geschriebenen, kurzweiligen, sowohl vom schachlichen Inhalt als auch vom psychologischen Gehalt des Dargebotenen her hochinformativen und hochinteressanten Band: Körperliche Fitness (vermeidet Fehler durch vorzeitig einsetzende Müdigkeit), materieller Vorteil per se garantiert noch nicht den Gewinn, beachte typische Remis-Konstellationen (z.B. ungleichfarbige Läufer im Endspiel), keine Konfusion zulassen, kampfbereit bleiben, Zeitnot vermeiden u.a.m. Der Vater des Verfassers, Ken LeMoir, hat zur Auflockerung der Textpassagen einige nette Cartoons beigesteuert, die den imaginären Hybrid-Spieler Laskarow (eine Mischung aus Lasker und Kasparow, den beiden angeblich größten Glücksrittern im weltweiten Reiche Caissas) zeigen, wie er einen grundsoliden, harmlosen Gegner mit allen möglichen Tricks bekämpft.

Der höchst unterhaltsam gestaltete Band kann allen Glücksrittern Caissas und denen, die es werden wollen, wärmstens anempfohlen werden.

Dr. W. Schweizer Schachbücher werden zunehmend wortlastiger - und das ist gut so. Fünf Sätze tragen gerade für Spieler zwi­schen DWZ 1600 und 2000 oft mehr zum Verstehen bei als fünf Varianten. Doch nicht jedermann besitzt ausreichend englische Sprachkenntnisse. Der ständige Blick ins Wörterbuch wird schnell zum Spaßtöter, denn wer sich freiwillig dem Studium des königlichen Spiel verschreibt, darf zumindest ein wenig Vergnügen erwarten. Dies erkannten der englische Gambit-Ver­lag und der französische Game-Mind-Ver­lag und ließen Werke, die sie für herausra­gend hielten, um einige Monate zeitversetzt ins Deutsche übertragen. Es geht um Trainingsaufbau, den Faktor Glück, Schach­prinzipien auf Topniveau und Methodik der Stellungsbeurteilung. Alles Dinge, die nicht dem kurzen Halbzeitwert einer Eröffnungs­zusammenstellung unterliegen, und die mit mehr Systematik zu verstehen, sich fast je­der Amateurspieler bestimmt mehr als einmal vorgenommen hat. Aber ist man mit der Aneignung von Schachwissen auf sich allein gestellt, gehört einige Willensstärke dazu, dem guten Gedanken Taten folgen zu lassen. Wenn der richtige Ratgeber auf der Ablage neben der vierzehntägigen Schachzeitschrift liegt, kann es vielleicht doch noch was werden. Fünf Bände mit höchst unter­schiedlichen Intentionen sollen vorgestellt werden.

Gleiches Format, gleiche Seitenzahl, aber ein gänzlich unorthodoxes Thema greift sich David LeMoir für "Wie man Glück im Schach hat" heraus. Der Engländer ist auf dem Kontinent sicher weniger bekannt (er war im Jahr 2000 Meister der Grafschaft Norfolk) und sein Anliegen wird eher im Untertitel "Eine praktische Anleitung, wie man seine Gegner zur Selbstzerstörung er­mutigt!" offensichtlich. Das klingt recht marktschreierisch. Doch es wird bald deut­lich, dass ihm als Unternehmensberater ein strukturiertes Herangehen und vor allem eine präzise, keineswegs floskelhafte Spra­che vertraut sind. Neun Kapitel füllen drei Kapitel über Schachunfälle: 1. Der Ausbruch aus dem Gefängnis (warum passieren Miss­geschicke und welche Gegenmittel sind denkbar), 2. Aspekte des Glücks (welche Methoden erzwingen das Glück und wie "in­fam" zwangen große Schachkämpfer wie beispielsweise Lasker oder Tal ihre Gegen­über zu Fehlern) und 3. Das erfolgreiche spekulative Opfer (Übersichten zu Ursachen und Motiven risikoreicher Züge). LeMoir bietet Beispiele aus der Großmeisterpraxis, aber auch eigene Kapriolen aus dem engli­schen Turnierleben. Bei Letzteren fühlt sich der Vereinsspieler eher an den Level seiner Schachpraxis erinnert und mit einem Markerstift wird er bestimmt viele Weishei­ten leuchtend herausstreichen. Am Ende ist es wie bei einem Management-Seminar: Vieles hört sich plausibel an, aber in der Pra­xis wird man nur einen Teil umsetzen kön­nen. Doch dieses Buch kann ein guter Trost­spender sein, wenn es wieder einmal einer Erklärung für eine "unglückliche" Nieder­lage bedarf.

Schachmagazin 64 02/2004

REZENSIONEN DER ENGLISCHEN AUSGABE ("How to be lucky in chess"):

Don't be fooled! Luck has nothing to do with this game of chess. Of course, the writer doesn't appear to be serious when he writes this book, but he is serious when he says that there are things that you can do during a game to ensure that you play to your ability. The book is intended for ordinary players who haven't studied chess a great deal and it gives guidelines for a number of different aspects of your play to minimise your bad luck and maximise your opponents bad luck.

After a short introduction the book is broken up into three major parts followed by a Conclusion. The parts are: Getting Out of Jail; Aspects of Luck, and The Successful Speculative Sacrifice.

This is a book on chess psychology, but it is by no means a dry theoretical book. LeMoir uses many of his own games and many games played by the elite to explain the points he is making. The anecdotes are interesting and the chess positions given are analysed from the perspective of "encouraging your opponents to self-destruct". The production quality is very good and the illustrations lighten the book throughout. An interesting read.

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