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Art.-Nr.: SXCA40UPDDOS
Vergriffen

Chess Assistant 4.0 Update von Dos

51,13 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Details

Sprache Deutsch, Englisch, Spanisch
Hersteller Convekta
Medium CD
Druck Diagramm in Grafik, Partie
Funktionen 3D-Brett, Analyse Partie, Analysedatenbank, Automatische Partiewiederholung, Bibliothek erweiterbar, Dublettensuche, ECO-Anzeige, ECO-Zuordnung, Eingabehilfe, Eröffnungsname, Kommentare, Layout veränderbar, Online-Hilfe, Positionsbaum, Suche nach Stammdaten, Suche nach Stellungen, Varianten, Zugumstellungen
Soundkartenunterstützung Ja
Kopierschutz Unbegrenzte Installationen
Voraussetzung: CPU min. 486
Betriebssystem Palm OS, Pocket PC, Windows 2000, Windows 95, Windows NT, Windows Vista, Windows XP
Platzbedarf Festplatte 7 MByte
Anzahl Partien 1.005.925
Exportformate PGN
Importformate CBF, CBH, EPD, PGN

Seit Anfang April 1999 kann der Kunde die deutsche Version 4.0 des Chess Assistant käuflich erwerben. Die Verpackung verspricht nicht nur eine deutlich größere Datenbank mit nunmehr 1.005.925 Partien (zuzüglich der bekannten Elite-Datenbank), sondern natürlich auch eine nochmals reichhaltigere Ausstattung.

Nach der Installation empfängt das Programm den Nutzer der bisherigen Version zunächst mit dem vertrauten Bild. Äußerlich hat sich im Gegensatz zum Vorgänger nicht allzu viel getan - dies war aber auch nicht notwendig. Die Oberfläche des Chess Assistant mit ihrem Explorer-ähnlichen "Verzeichnisbaum" am rechten Rand sowie den Fenstern mit Karteikartenreitern und den bei Mauskontakt hervortretenden Icons wirkt sehr modern und übersichtlich.

Die mitgelieferte große Datenbank liegt zusätzlich als riesiger Baum vor. Statistiken, Kommentierungsmöglichkeiten, das Format der Daten und praktisch sämtliche Grundfunktionen haben sich nicht verändert. Importiert werden können neben den bereits bekannten Formaten (altes CA-Format *.BFI, *.PGN und *.CBF) zusätzlich *.cbh-Daten. Damit ist der Chess Assistant das erste Programm, das mit den "neuen" ChessBase-Datenbanken umgehen kann. Leider hat sich jedoch die Verschlossenheit gegenüber den Fremdformaten nicht verändert. Ein Export ist nur in das PGN-Format und Textdateien (Word- und RTF-Format) vorgesehen und selbst das Bearbeiten von PGN-Daten wird beschränkt auf die letzte Partie!? Hier wird der Nutzer unnötig gegängelt, um das eigene Format zu schützen.

Dafür gibt es nunmehr eine erweiterte Bearbeitungsmöglichkeit für eigene Datenbanken. Die in der letzten Version schmerzlich vermißte Funktion, Datenbanken von unerwünschten Doubletten zu reinigen, ist in der Version 4.0 vorhanden. Positiv ist festzustellen, daß nicht nur einzelne Datenbanken auf Doubletten, sondern auch zwei Datenbanken auf gemeinsame Partien hin untersucht werden können. Eine überaus nützliche Funktion vor dem Importieren fremder Partien. Leider gibt die Funktion, die in der (schlecht übersetzten!) Anleitung "Duplikate finden" genannt wird, ansonsten einige Rätsel auf. In der Grundeinstellung kann das Programm nämlich keine einzige doppelte Partie finden. Erst nachdem der Nutzer unter "Vergleiche Titel" bzw. "Vergleiche Haupttexte" Optionen vorgegeben hat, läßt es sich zum Start bewegen. Die Geschwindigkeit und die Anzahl gefundener Doubletten liegt dabei im Mittelfeld vergleichbarer Programme, die einstellbaren Optionen sind hingegen vielfältig. Leider haben sich jedoch offensichtlich zwei kleine Programmfehler in die Doublettensuche eingeschlichen. Zum einen werden bei Anwahl der Regel "erzeuge automatisch minimale / maximale Datensätze" zwei Fenster mit den Titeln "Nötige Partien" bzw. "Übrige Partien" erzeugt, während bei der Regel "erzeuge automatisch wesentliche/unwesentliche Datensätze" nach dem Vorgang die Fenster "Minimal" und "Maximal" auf dem Bildschirm erscheinen. Neben dem diesem eher harmlosen Verwechslungsfehler gibt es aber noch einen zweiten gravierenderen. Die meisten Doubletten findet das Programm, wenn man unter "vergleiche Titel" keine Optionen vorgibt, sondern nur die "Haupttexte" (= Notationen) vergleichen läßt. Wiederholt man den Vorgang ein zweites Mal stellt man jedoch fest, daß nunmehr wesentlich weniger Doubletten gefunden werden und auch die Zeiten sich ändern. Eine Nachprüfung ergab, daß beim zweiten Durchgang intern offensichtlich wieder die Einstellungen, die unter "Vergleiche Titel" ursprünglich gemacht worden waren, herangezogen werden, obwohl sie nicht angekreuzt sind. Hiergegen hilft zum Glück ein erneutes manuelles Zurücksetzen, welches aber nicht vergessen werden darf!

Erweitert wurden auch die Indizes, die natürlich global editiert werden können. Das Programm merkt sich nämlich die zusammengeführten Werte und stellt diese in einer Übersicht ähnlich dem Explorer dar. Damit ist es nicht nur möglich, Namen auch wieder auseinander zu dividieren, sondern (noch besser!) die Übersicht kann wie eine Schablone auch für fremde Datenbanken genutzt werden, um in dieser Index-Werte zu editieren. Auf diese Weise ist es möglich, einmal vorgenommene Zusammenfassungen auf beliebige neue Datenbestände zu übernehmen, ohne daß diese erneut manuell editiert werden müssen. Hier hat man bei Convecta wirklich mitgedacht.

Neuerungen gibt es auch beim Baum, der nach wie vor das Sahnestück des Programms darstellt. Die gewohnte Darstellung desselben hat sich praktisch nicht geändert, neu ist hingegen, daß es nunmehr zusätzlich einen sogenannten "direkten Baum" gibt, in dem Suchoperationen deutlich schneller ablaufen. Dies wird dadurch erreicht, daß in diesem Baum lediglich die Stellungen gespeichert werden, die wenigstens zweimal vorkommen. Außerdem ist in diesem Baum noch eine weitere Möglichkeit vorgesehen, die jedoch nicht ganz das hält, was man sich davon verspricht: Der Eröffnungsreport. Wer einmal den selbstgenerierten Eröffnungsreport von ChessBase 7.0 gesehen hat, wird von der entsprechenden Funktion beim Chess Assistant enttäuscht sein. ChessBase sucht kritische Varianten, listet starke Spieler, die die entsprechende Eröffnung gespielt haben und bietet entsprechende Statistiken an. Zusätzlich können die zu dem jeweiligen Absatz gehörenden Partien direkt aus dem Report heraus aufgerufen werden. Die gleichnamige Funktion beim Chess Assistant liefert weder so umfangreiche Informationen, noch ist die Form vergleichbar. Es werden nur einige wenige Hauptvarianten dargestellt und die entsprechenden Bewertung aus einer Datenbank abgerufen. Immerhin enthält diese spezielle Datenbank Bewertungen für 70.000 Stellungen und ist damit ausreichend groß. Sollten einem bestimmte Bewertungen nicht zusagen, können diese selbstverständlich manuell editiert werden. Auch das Hinzufügen neuer Bewertungen für noch nicht klassifizierte Stellungen ist selbstverständlich möglich. Auf Basis dieser Bewertungsdatenbank kann der Chess Assistant zudem Neuerungen in hinzugekommen Datenbestände aufstöbern und automatisch kommentieren.

Überhaupt ist die freie Konfigurierbarkeit eines der wesentlichen Merkmale des Chess Assistant. Praktisch alle Optionen können vom Benutzer beliebig definiert werden. So können benutzerdefinierte Index-Dateien erstellt und sämtliche visuellen Einstellungen den eigenen Bedürfnissen angepaßt werden.

Ähnlich offen zeigt sich das Programm bei der Unterstützung eigener Analysen durch interne oder externe Schachprogramme. Mit dem Chess Assistant werden Dragon und Crafty ausgeliefert. Diese können nicht nur eine laufende Partie analysieren (endlich!), sondern auch eine Stapelanalyse durchführen und eine (schnelle) Fehlersuche durchführen. Zusätzlich kann gegen Dragon und Crafty auch mit einer festen Zeitvorgabe selbst gespielt werden. Diese Option ist allerdings wohl nur für kurze Analysen gedacht, denn Permanent Brain, weitere Spielstil-, Level- oder andere Vorgaben sucht man vergebens. Immerhin benutzen die Schachprogramme die interne Bewertungsdatenbank als Eröffnungsrepertoire. Zusätzlich können noch Rebel 7 bis 10, M-Chess Pro 5 bis 8, Genius 4, Hiarcs 3 bis 7 und Generic EPD zur externen Analyse eingesetzt werden. Hierzu wird intern die zu analysierende Position als EPD abgespeichert und das entsprechende Schachprogramm anschließend mit der zu bearbeitenden Stellung aufgerufen. Schließt man das Programm, kann die Computeranalyse direkt als Kommentar in die Stellung übernommen werden. Die Unterstützung des Genius 5 scheitert aber noch genau in der gleichen Weise, wie beim Vorgänger und sämtlichen Lehrprogrammen aus dem Convecta-Verlag (Verknüpfungsfehler).

Keinen relevanten Einschränkungen unterliegen dafür die Druckfunktionen, die denjenigen von ChessBase 7.0 oder der Chess Academy vergleichbar sind.

Weitere Funktionen sind eine überaus schnelle Suche, umfangreiche Indizes, hervorragende Kommentierungsmöglichkeiten, Turniertabellen, eine Liste mit den Namen sämtlicher Eröffnungen und, und, und ...

Mit diesem Bericht sind die Funktionen und Möglichkeiten des Chess Assistant nicht annähernd abschließend beschrieben; das Programm bietet deutlich mehr als die Grundfunktionen einer Schachdatenbank, wenngleich einige wenige Funktionen nicht ganz so komfortabel arbeiten, wie entsprechende Features der Konkurrenz. Fehlen dürfte selbst dem engagierten Schachspieler allerdings kein wesentliches Merkmal mehr. Kritikpunkte gibt es denn auch nicht sehr viele. Eine optionale Integration der Lernmodule würden wir uns noch wünschen, sowie endlich die Aufgabe der Beschränkungen im Bereich fremder Dateiformate. Einige innovative Funktionen wie die Bewertungsdatenbank oder die Explorer-ähnliche Darstellung in einigen Fenstern können hingegen nur beglückwünscht werden.

Fazit: Der Chess Assistant kennt keine Beschränkungen bei der Zielgruppe. Sowohl der Datenbankanfänger, als auch der Profi findet keine funktionellen oder technischen Einschränkungen. Die Konkurrenz aus Hamburg findet im Chess Assistant einen echten Konkurrenten.

Chess Assistant 4.0 Update von Dos