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Art.-Nr.: SXCA8E
Vergriffen

Chess Assistant 8.1 / englisch

129,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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  • Chess Database management system

  • Built-in top playing programs: Chess Tiger 2004, Ruffian, Delfi, Crafty

  • Chess Opening Encyclopedia 2005

  • Internet Chess Assistant Club support

  • 2,710,000 games (by January 1, 2005)

  • Game Service 2004-2006: 2,500 games free every week

Chess Assistant 8.1 is a unique tool for managing chess games and databases, playing chess on the Internet, viewing electronic texts, studying openings, analyzing games, or playing chess against the computer.

  • Database: Chess Assistant 8.1 includes a database of 2,710,000 games that can be automatically updated through the Internet each week with 2,500 new games . Entering games is possible, as well as adding databases in CA, PGN or CBH formats whilst removing any duplicate games.

  • Opening studies: The Chess Opening Encyclopedia 2004 mode includes rich theoretical material on all the openings, more than 8,000 annotations from GM Kalinin and 500,000 expert evaluations to key opening positions. An access to the opening encyclopedia is improved thanks to a new revolutionary mode - Opening Tables, which presents the theoretical material in a familiar form of the encyclopedic table and allows you to replay the opening lines on the chessboard. You can annotate theoretic lines using a new facility for adding\editing variations.

  • Middlegame studies: For middlegame studies, the program provides analysis by a wide variety of chess engines. Built-in playing programs Chess Tiger 2004, Ruffian, Delfi, Crafty and Russian Dragon . Broad opportunities for play and analysis are provided: deep automatic game analysis mode, multi-variant and background analysis, etc.

  • Database and game management: Facilitated with an easy-to-handle drag and drop interface plus a navigation/database browser window, which really - should be - standard for programs of this type. There are also (self understanding for our standards) tools for keeping player and tournament names consistent, and removing doubles from your collection at the highest possible speed and correctness, the entire Market offers at present.

  • Search tools: And of course, all sorts of search tools at your disposal, like searches for material, pawn structures, positions, players, sacrifices, piece movements, statistical analysis, etc.

  • Internet Play: Internet Chess Assistant Club mode - playing through the Internet for free, scheduled tournaments with prizes (from blitz to correspondence), chess training, special chess mail service, Internet access to databases, online-support for Chess Assistant 8 customers, etc.

  • Playing: And as chess playing itself is concerned, you can use Chess Assistant 8 in combination with its built-in engines (Chess Tiger 2004, Ruffian, Delfi, Crafty and Russian Dragon ), or with a wide, additional variety of other engines (Shredder 6, 7 or 8 , even Winboard engines).

Chess Assistant 8.1 includes 3 CDs : program, database, chess data and Video Help.

Details

Sprache Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Hersteller Convekta
Medium CD
Brettanschlüsse DGT-Brett
Druck Diagramm als Text, Diagramm in Grafik, Partie
Funktionen Analyse Partie, Automatische Partiewiederholung, Bibliothek erweiterbar, Dublettensuche, ECO-Anzeige, ECO-Zuordnung, Eingabehilfe, Eröffnungsname, Kommentare, Layout veränderbar, Online-Hilfe, Positionsbaum, Stellungswiedererkennung, Suche nach Stammdaten, Suche nach Stellungen, Varianten
Kopierschutz Unbegrenzte Installationen
Voraussetzung: CPU min. Pentium
Betriebssystem Windows 2000, Windows NT, Windows XP
Platzbedarf Festplatte 1.650 MByte
Anzahl Partien 2,71 Mio.
Exportformate EPD, PGN
Importformate CBF, CBH, EPD, PGN

REZENSIONEN DER ENGLISCHEN AUSGABE!

Der Chess Assistant hat im Heimatland von ChessBase na­turgemäß ein schweres Leben, doch zumindest beim Preis macht sich so­fort ein eindeutiger Vorteil für den Kunden bemerkbar. Für die 179 € (bzw. die 129 € beim Starter-Paket) wird dabei nicht wenig geboten. Da ist zunächst einmal natürlich das Datenbank-Programm Chess Assis­tant selbst. Damit man auch etwas davon hat, werden mehrere Daten­banken mitgliefert. Die Hauptdaten­bank Hugebase enthält mehr als 2,7 Millionen Partien, die Guru-Datenbank mit 600000 dagegen legt den Schwerpunkt auf Partien mit hoch­wertigen Spielern, die Commented enthält 24000 kommentierte Partien, nur im Mega-Paket sind dann noch die Fernschachdatenbank mit 260000 Partien sowie die Nalimov-Endspieldatenbanken mit 6 Steinen enthalten. Das Partienmaterial wird dabei noch auf Wunsch automatisch oder vom Anwender manuell per In­ternet auf den neuesten Stand ge­bracht. Zum Spielen oder für die Analyse stehen dem Anwender von Chess Assistant eine Reihe von En­gines zur Verfügung: Chess Tiger 2004 (sowie einige ältere Versio­nen), Ruffian, Delfi, Crafty und Dragon. Das ist nicht wenig Software fürs Geld!

Die Mindestanforderungen sind mit einem Windows (2000/NT/ME/XP)-PC mit 128 MB RAM und 1 GB freiem Festplattenplatz recht be­scheiden, empfohlen werden von Convekta schon 256 MB RAM und 2 GB auf der Festplatte. Angaben zu irgendwelchen Prozessorgeschwin­digkeiten oder -Versionen werden nicht gemacht, letztlich ist diesbe­züglich wohl auch die Leidensfähig­keit des Benutzers entscheidend. Auf jeden Fall sollten meiner Mei­nung nach die 256 MB nicht unter­schritten werden und weniger als ein Pentium III mit 1 GHz macht auch wenig Spaß! Kurz gesagt, ein halb­wegs aktueller Rechner sollte es schon sein. Auch bei der Bild­schirmauflösung ist weniger eben weniger und mehr ist definitiv bes­ser. Ein Bildschirm mit einer Auflö­sung von 1024*768 wird von Con­vekta empfohlen, ist meiner Mei­nung nach jedoch eher ein Mini­mum. Mein Testsystem jedenfalls hätte eine deutlich höhere Auflö­sung, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Tauscht man Hardware aus, muss man damit rechnen, den Chess As­sistant neu installieren zu müssen. Das ist der einzige Kopierschutz und somit nicht besonders lästig - wenn man nicht gerade seine CDs verlegt. Da ich den Chess Assistant bisher noch nicht kannte, musste ich beim Testen sehr viel mit dem Handbuch arbeiten. Hier muss ich dann auch leider gleich Kritik üben. Die Anleitungen sind häufig leicht fehlerhaft. Der Anwender soll z.B. die "Windowseigenschaften" auswählen, fin­det aber nur die "Fenstereigenschaf­ten". Oder ein Fenster soll durch Rechtsklick+"Splitte" aufgeteilt werden, der Anwender muss nach dem Rechtsklick jedoch zunächst "Modus" und dann erst "Splitte" ausführen. Das Online-Handbuch entspricht im Wesentlichen der ge­druckten Ausführung, der im Ver­gleich ein paar Seiten fehlen. Auch vermisse ich bei einigen Themen ei­ne ausführlichere Anleitung, da ich die Benutzung des Chess Assistant nicht als besonders intuitiv empfin­de.

Doch nach einer Einarbeitungszeit hat man sich an die Abläufe ge­wöhnt und der Chess Assistant zeigt seine Stärken. So kann man auf Knopfdruck eine Übersicht über sei­nen nächsten Gegner mit dessen starken und schwachen Varianten er­zeugen. Auch eine automatische Su­che nach einer Neuerung sowie die automatische Eröffnungskommentierung ist einfach möglich. Ein Er­öffnungsreport lässt sich zu jeder Stellung erzeugen und gibt die di­versen Varianten nebst Bewertungen sowie statistischen Informationen an. Dabei muss der Anwender für die eigentliche komplexe Aufgabe nicht einmal besonders warten. Grund dafür ist eine Datei, die die 10 Millionen analysierten Positionen des Chess Analysis Project enthält und ebenfalls mit dem Chess Assis­tant mitgeliefert wird. Auch die Suchfunktionen sind aus­gereift und schnell. Man kann nach fast schon beliebigen Kriterien su­chen. Möchte man Positionen mit ei­ner bestimmten Materialverteilung oder Partien mit einem Manöver oder einer bestimmten Zugfolge fin­den, wird die Aufgabe vom Chess Assistant genauso souverän und schnell erledigt wie die Suche nach allen 1994 von Kasparow gewonne­nen Weißpartien.

Im Gegensatz zum Hamburger Kon­kurrenten dienen die Engines beim Chess Assistant nicht nur zur Analy­se, sondern auch zum Spielen. Somit ist der Erwerb eines reinen Schach­programms nicht mehr nötig. Die mitgelieferten Engines können übri­gens bei Bedarf um Winboard- oder UCI-(Universal Chess Interface-) Engines erweitert werden. Wer mag, lässt die Engines Turniere spielen, statt selbst die Niederlagen zu kas­sieren.

Selbstverständlich kann der Anwen­der die "klassischen" Anwendungs­beispiele problemlos nutzen. Partien nachspielen, eingeben, abspeichern, suchen, kommentieren, ausdrucken, analysieren lassen ist (fast) kein Problem. Der Ausdruck mehrerer ausgewählter Partien nämlich führt - etwas unerwartet - zum Ausdruck al­ler Partien eines Datensatzes. Das lässt sich natürlich umgehen (indem die ausgewählten Partien zunächst in einen Datensatz kopiert werden), ist aber umständlich und letzlich ein­fach eine Falle, in die wohl jeder Chess Assistant-Anwender früher oder später einmal tappen wird.

Nach einer einfachen Registrierung erhält der Anwender kostenlos Zu­gang zum Chess Assistant Internet Club und kann dort mit beliebigen Zeitkontrollen Partien oder Turniere spielen sowie bei anderen Partien kiebitzen. Auch ist der Chess Assis­tant für den Zugang zum Internet Chess Club bereits vorkonfiguriert.

Der Anwender erhält für 129 € bzw. 179 € ein komplettes Schachsystem mit Datenbankprogramm, Datenban­ken, Engines und Updates übers In­ternet. Der Funktionsumfang ist groß, die Suchgeschwindigkeit auch, der Preis dagegen verhältnismäßig klein. Abschrecken kann da allen­falls die doch nicht immer einfache Bedienung.

FM Thomas Schian, Rochade Europa 3/2006

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Was braucht der aktive und ambitionierte Vereins- und Turnierschachspieler von heute zur effizienten Gestaltung bzw. Unterstützung seines häuslichen Schachtrai­nings? Auf Anhieb fallen mir da mehrere Dinge ein, als da wären

  • ein ausgereiftes Datenbanksystem, welches trotzdem - eine entsprechende Einar­beitungszeit vorausgesetzt - gut zu bedienen ist

  • viel Partienmaterial, welches ständig aktualisiert wird

  • ein oder mehrere starke Schachprogramme zur Analyseunterstützung und zum Spiel

In Anlehnung an die Werbung eines bekannten Schokoladenherstellers für seine 'Überraschungseier könnte man jetzt sagen: "Gleich drei Wünsche auf einmal, das geht nun wirklich nicht!" Nein?? Doch es geht!! Schon mit den Vorgängern 6.0 und 7.0/7.1 hatte die russische Firma Convekta ein Datenbankprogramm präsen­tiert, welches trotz komplexer Bedienung und extrem vielen Features durchaus das Zeug hatte den Marktführer "ChessBase" Konkurrenz zu machen. Die be­rühmte "knochenlose eierlegende Wollmilchsau", ein Tier also welches gleichzei­tig Milch, Wolle, Eier und Fleisch gibt hat zwar bisher niemand erfunden bzw. ge­züchtet - das gilt auch für Computerprogramme - dennoch kommt der Chess As­sistant dem Traum von einem universellen Schachsystem schon recht nahe. Schon Version 6 und 7 hatten so viele neue Funktionen und erhebliche Verbesserungen, was kann man da von der 8er-Version schon noch erwarten? Glauben Sie mir, da gibt es Einiges! Die Ideen jedenfalls, so scheint es, gehen den Programmierern in der Softwareschmiede aus Russland nicht aus.

Systemvoraussetzungen/Lieferumtang/Kopiersehutz

ChessAssistant (im Folgenden werde ich zumeist die Abkürzung "CA" benutzen) ist ein sehr umfangreiches, mächtiges Programm mit unendlich vielen Funktio­nen. Dementsprechend sind auch die Anforderungen an den genutzten PC nicht gerade gering. Convekta gibt als Mindestvoraussetzung einen IBM kompatiblen PC mit 128 MB RAM und 1 GB freiem Festplattenspeicher an. Weitere Selbst­verständlichkeiten wie VGA-Grafik, Maus und CD-Laufwerk erwähne ich hier nur der guten Vollständigkeit halber. Empfohlen wird allerdings ein PC mit 256 MB und 2 GB Platz auf der Platte, ein DVD-Laufwerk sowie eine Auflösung von mindestens 1024 x 768 Bildpunkten. Auch hier also nichts wirklich Besonderes. Das DVD-ROM ist dann nötig, wenn Sie das "Mega-Paket" kaufen und die mit­gelieferten Endspieldatenbanken (3-, 4- und 5-Steiner, ca. 7 GB) nutzen wollen. Ansonsten reicht ein "normales" CD-Laufwerk aus. Der relativ hohe Platzbedarf auf der Festplatte erklärt sich aus der Tatsache, dass möglichst alle Datenbanken und Variantenbäume auf diese kopiert werden sollten. Falls bei Ihnen - was bei heutigen Festplattenkapazitäten eher selten passieren dürfte - der Platz doch ein­mal knapp werden sollte, können Sie die Datenbanken auch direkt von der CD betreiben. Dies ist m.E. aber nur eine Notlösung, weil ein Bearbeiten und Verän­dern der Daten damit natürlich nicht möglich ist. Wenig aussagekräftig finde ich die Angabe von Convekta "IBM kompatibler PC", denn dies könnte theoretisch auch ein 486er sein.... Etwas Genaueres wäre schon wünschenswert gewesen. Aus meiner Sicht sollte der verwendete PC mindestens ein Pentium 3 mit 1 GHZ Takt sein, 256 MB (besser noch 512 MB) Speicher haben und eine Auflösung von mindestens 1024 x 768 Pixeln bieten. Dies betone ich deshalb, weil es bei dieser Auflösung eigentlich schon recht eng auf dem Monitor wird. Neben einem (schnellen Rechner ist vor allem also eine Kombination aus leistungsstarker Gra­fikkarte und großem Monitor (mind. 15 Zoll bei TFT-Flachbildschirmen bzw. 17 oder 19 Zoll bei "normalen" Röhrenmonitoren) sehr wichtig. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus - probiert habe ich es nicht! - dass das Programm auch unter den herstellerseitig genannten Voraussetzungen läuft, ggf. sind aber Abstriche bei der Geschwindigkeit und Darstellung zu machen. Ich "reite" auf diesem Punkt deshalb so ausführlich rum, weil mir durchaus bewusst ist, dass in vielen Arbeitszimmern noch ältere Hardware - zumeist anstandslos - ihren Dienst tut. Aufgrund der etwas schwammigen Aussagen von Convekta sind so möglicherweise Enttäuschungen vorprogrammiert wenn das Programm nicht oder nur zäh und langsam läuft. Diese möchte ich Ihnen möglichst ersparen! Die Installation des Pro­gramms gestaltet sich erfreulich einfach. Nach dem Einlegen der 1. CD (insge­samt werden 3 CDs und je nach geordertem Paket auch eine DVD geliefert) star­tet das Setup-Programm automatisch. Nachdem Sie Ihren Namen und den Lizenz­schlüssel eingetippt haben, können Sie noch das Installationsverzeichnis und die zu installierenden Programmteile auswählen. Grundsätzlich gibt es zwei unter­schiedliche Pakete. Im sogenannten "Starter-Paket" ist neben "CA" und einigen Demoprogrammen eine große Datenbank mit 2.675.000 Partien (Stand bis Okto­ber 2004), diversen Videos mit Hilfedateien sowie eine Spielerdatenbank mit Bil­dern und Biografien enthalten. Im "Mega-Paket" werden zusätzlich die oben er­wähnten Endspieldatenbanken auf DVD und eine große Femschach-Datenbank mit ca. 525.000 hochwertigen Partien geliefert. Grundsätzlich sollten Sie soviel wie möglich auf die Festplatte installieren, weil diese neben der Möglichkeit die Daten zu bearbeiten auch erheblich schnellere Zugriffszeiten bietet als eine CD oder DVD. Dadurch läuft das Programm deutlich flüssiger. Der Kopierschutz ist akzeptabel gelöst. Sie dürfen das Programm unbegrenzt installieren, eine CD-Ab­frage erfolgt nicht. Die Installationsdateien können auf einer anderen Festplatte gesichert werden und bei Bedarf (z.B. nach der Reparatur eines Festplattencrashs) zurückgespielt werden. Dieses Backup ist allerdings nicht auf anderen Computern lauffähig, dort müsste eine separate Installation erfolgen. Wenn Sie Ihren Compu­ter aufrüsten (z.B. die Festplatte tauschen, aber nicht wenn Sie nur etwas RAM nachrüsten) ist eine Neuinstallation erforderlich. Das ist der eigentliche Kopier­schutz, mit dem man ganz gut leben kann. Also bewahren Sie Ihre Original-CD gut auf, aber das dürfte bei hochwertiger Software sowieso selbstverständlich sein!

Updates/Preise

Neben den wöchentlichen Partielieferungen sind auch Programm-Updates und Patches erhältlich ( www.chessassistant.com ) Aktuell gibt es einen Patch der CA 8.0 auf 8.1 aktualisiert, dieser ist in 4 Sprachen zu bekommen. Die Datei muss in Ihren CA-Ordner kopiert und von dort gestartet werden. Halten Sie die Original-CD und Ihren Lizenzschlüssel bereit, da diese während der Installation abgefragt werden. Wichtigste Neuerung ist sicher, dass neben dem eigenen Server nun auch wieder der wohl am weitesten verbreitete Internet Schachclub (ICC) unterstützt wird. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Preise für Chess Assistant 8 sehr mo­derat. Die Vollversion kostet entweder 129 € oder 179 € (Mega-Paket). Updates vom direkten Vorgänger (7.x) gibt es für 75 € und auch Besitzer älterer Versionen als 7.x kommen nicht zu kurz, erhalten Sie doch das Programm für 99 €.

Was gibt es Neues?

Bei einem so umfangreichen Programm wie dem "CA" gibt es immer etwas Neu­es zu entdecken. Selbstverständlich beinhaltet CA 8/8.1 alle Features des Vorgän­gers und noch vieles mehr. Bevor ich auf die einzelnen Programmteile ausführli­cher eingehe, hier zunächst eine Liste der Neuerungen:

  • Neue Analyse-Engines: Chess Tiger 2004 (allein schon ca. 40 € wert), Ruffian, Delfi, Crafty und Dragon. Auch ältere Tiger-Versionen incl. Tiger 15 und Gam­bit Tiger sind dabei.

  • Riesige Datenbank mit 2.675.000 Partien, ca. 24.000 davon kommentiert

  • Game Service 2004-2006: Das bedeutet, dass Sie bis 2006 jede Woche ca. 2.500 Partien aus dem Internet herunterladen können! Dies ist ein toller Service, blei­ben Sie so doch immer aktuell.

  • Die "Chess Opening Encyclopedia 2004" enthält jede Menge hochwertiges Theoriematerial über alle Eröffnungen, mehr als 8000 Kommentare und Anmer­kungen von Großmeistern sowie ca. eine halbe Million Einschätzungen (Bewer­tungen) von Eröffnungsexperten für Schlüsselpositionen. Der Zugriff auf diese Enzyklopädie wurde durch einen revolutionären Modus, die so genannten "Ope­ning Tables" deutlich verbessert. Das theoretische Material wird in der bekann­ten Form der "Enzyklopädie der Schacheröffnungen" präsentiert wobei die Eröffnungsvarianten auf dem Schachbrett am Bildschirm nachgespielt werden können. Weiterhin können Sie eigene Anmerkungen einfügen bzw. bestehende Kommentare bearbeiten. Auch hierfür gibt es ein neues Tool.

  • Chess Assistant hat einen eigenen Internet-Server, auf dem Sie kostenlos Schach spielen können. Es werden auch Preisgeldturniere (vom Blitz- bis zum Fern­schach), Schachtraining, Internetzugriff auf Datenbanken sowie ein Online-Sup­port für registrierte "CA 8"-Kunden angeboten.

  • Endspieldatenbanken mit 6 Steinen (Nalimov) über Internet zugänglich bzw. er­hältlich

  • Das "CA"-Entwicklerteam hat einen Video-Kurs programmiert. Dadurch sollen die User bei der Arbeit mit Chess Assistant unterstützt werden.

  • Neue, stark erweiterte und verbesserte Such- und Zugriffsfunktionen für Daten­banken. Es gibt mittlerweile über 100 eingebaute Suchkriterien für alle Phasen einer Partie (Eröffnung, Mittelspiel, Endspiel). Darauf werde ich im 2. Teil noch näher eingehen.

  • Neue Spieler-Datenbank (ebenfalls multimedial unterlegt) mit Bildern von 800 Topspielern sowie deren Turnierdaten geordnet nach Jahr bzw. Turnier.

  • "Chess Analysis Project" (CAP) mit mehr als 10 Millionen analysierten Positio­nen. Import von weiteren Analysen (Updates) ist vorgesehen. Das komplette "CAP" ist allerdings nur im Mega-Paket vorhanden (ca. 450 MB), im Starter-Pa­ket ist eine reduzierte Variante (ca. 122 MB) integriert.

  • Online Support via Internet (Menü "Help/Online"), dieser steht allerdings nur registrierten Benutzern zur Verfügung. Die Registrierung kann wahlweise über das Internet oder per Post (die Adresse steht im gedruckten Handbuch) erfolgen.

  • Sehr viele weitere kleinere und größere Verbesserungen, auf die hier im Rahmen des Artikels allerdings nicht explizit eingegangen werden kann, wie überhaupt ein derartig komplexes Programm wie Chess Assistant sich einer "kompletten" Rezension entzieht.

Nach diesen ganzen Einführungen und Informationen sowie dem Überblick über einige (die wichtigsten!) Neuerungen möchte ich den Teil 1 des Chess Assistant-Reviews beschließen. Im 2. Teil , der im kommenden Heft folgen wird, werde ich ausführlich auf die vielen Funktionen des Programms eingehen

Wolfgang Battig, Rochade Europa 07/2005

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Chess Assistant 8.1 Englisch im Praxistest

Gerade in Deutschland ist die ChessBase-Datenbank der Platzhirsch, den es in der Gunst der Käufer zu schlagen gilt. Der neueste Versuch stammt vom russischen Programmiererteam von Convecta Ltd.. Chess Assistant 8.1 in der so genannten Starter-Version lag uns zum Test vor.

Lange hatte ich mich mit Chess Assistant nicht mehr beschäftigt. Zu übermächtig war die Marktpräsens von ChessBase. Da war die Präsentation von Version 8.1 eine gute Gelegenheit alte Vorurteile und vorgefasste Meinungen 'mal wieder auf die Probe zu stellen.

Vor der Installation muss sich der Nutzer zunächst einmal Gedanken um sein gekauftes Paket machen. Beiden Paketen gemein ist neben dem eigentlichen Programm und dem aus den Vorgänger-Versionen bekannten Positionsbaum, eine riesige Datenbank mit 2.710.000 Partien (davon 26.338 kommentiert), eine weitere und Multimedia-Files. Das Mega-Pack bietet zusätzlich eine Fernschach-Datenbank mit Positionsbaum und Nalimov Tablebases mit drei bis fünf Steinen. Das Installationsprogramm bietet übrigens auch für die Starter-Version die Option der Fernschach-Datenbank an, was nur durch einen Abbruch und Neuinstallation zu beheben ist. Also Beipackzettel lesen. Übrigens waren sämtliche Hilfe- und Programmdateien bis Anfang August 2005 nur auf Englisch vorhanden, eine deutsche Version soll aber bald zur Verfügung stehen.

Die Lektüre des Programm-Manuals fördert denn auch weitere Programmneuerungen zu Tage. Als Analyse-Engines werden nun Chess Tiger 2004, Chess Tiger 14.0, Chess Tiger 15.0, Ruffian, Delfi, Dragon, Crafty, Gambit Tiger I und Gambit Tiger II beigelegt. Die mitgelieferte Eröffnungsreferenz umfasst nunmehr als 500.000 bewertete Positionen. Einen einfachen Zugriff hierauf erlauben Eröffnungs-Tabellen im klassischen Enzyklopädie-Format. Ähnlich ChessBase wird auch mit dem Chess Assistant ein Zugang zu einem Schach-Server (ICC) gewährt und eine angeblich "intelligente" Kommentierungs-Funktion soll es ermöglichen, Partien automatisch mit Text-Kommentaren zu versehen. Um den Überblick zu behalten sind ferner diverse Video-Tutorials verfügbar und die Suchfunktionen wurden erheblich erweitert.

Tatsächlich sind die beiden Programme im Bereich der Funktionen ziemlich deckungsgleich. Ähnlich den großen Office-Paketen scheint eine gewisse Sättigung bei den Features eingetreten zu sein. Man vermisst bei keinem Programm eine wichtige Funktion. Auch erscheint es nicht so, dass eines der beiden Programme sich funktionell wesentlich vom Konkurrenten absetzen kann. Lediglich in einem Punkt übertrifft der Chess Assistant seinen Konkurrenten eindeutig: Die Engines dienen nicht nur der Analyse, sondern es lassen sich auch Partien gegen diese spielen, Test-Suites automatisch lösen und Engine-Turniere durchführen. Hierfür sind bei ChessBase die Spielprogramme, sprich Fritz & Co zuständig. Bei den Russen sind hingegen nicht nur die vorgegebenen Engines nutzbar, sondern auch weitere Engines wie etwa Genius 4 und 5, M-Chess Pro, sowie jede UCI- oder Winboard-Engine.

Im Folgenden wollen wir jedoch weniger einen Funktionstest als vielmehr einen Praxisvergleich anstellen.

1. Test: Partien eingeben / nachspielen Die einfachste, aber auch wichtigste Funktion einer Schachdatenbank ist die Speicherung und Wiedergabe von Partien.

Bei den riesigen Datenbanken, die den Programmen standardmäßig beiliegen, werden die meisten Spieler wohl mehr Partien nachspielen, als selbst eingeben. Bei beiden Programmen geschieht das Nachspielen am einfachsten per Tastatur, alternativ aber auch gerne per Maus. Ärgerlich ist beim Chess Assistant allerdings, dass Varianten erst nach der Vornahme einer entsprechenden Einstellung in dem etwas überfrachteten Optionen-Menü auch mit der Tastatur erreicht werden können. Die Programm-Oberfläche selbst wirkt ebenfalls etwas überhäuft. In der Grundeinstellung werden dem Benutzer sämtliche offenen Datenbanken, Partien, Reports etc., das Nachspielbrett, die Stammdaten der Partie, die Notation und der korrespondierende Abschnitt der so genannten CAP, der Eröffnungsreferenz, angezeigt. Auch bei ChessBase lassen sich diverse Zusatzinformationen neben Brett und Notation holen, aber zunächst bleibt der Bildschirm leerer bzw. übersichtlicher, je nach sprachlicher Vorliebe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich als klassischer Chess Assistant-Benutzer die Leere kritisiert hätte.

Bei ChessBase lässt sich die Analyse-Engine in einer Partie zur Unterstützung zuschalten, beim Chess Assistant natürlich auch, diese ersetzt allerdings den Variantenbaum.

Ähnlich dicht beisammen liegen die Kontrahenten bei der Partieeingabe: In beiden Fällen wird der Benutzer durch eine intelligente Eingabehilfe unterstützt. In beiden Programmen gelang es beispielsweise mühelos und ohne Fehler eine Hauptvariante des geschlossenen Spaniers durch Ein-Klick-Eingaben mit der Maus fehlerfrei bis nach dem 15. Zug einzugeben. Bei ChessBase ist auch immer noch die Tastatureingabe möglich, aber wer nutzt die schon? Eine Merkwürdigkeit betraf aber die Tatsache, dass einige Partien zwar in der Vorschau zu sehen, aber nicht in einem eigenen Fenster zu laden sind?! So ließ sich beispielsweise Partie Nr. 15 der Commented Database auch in vielfachen Versuchen nicht dazu bewegen, in einem eigenen Fenster zu starten. Ein ebenfalls einmaliges Feature stellt die Verschmelzung mehrerer Partien in ChessBase dar. In einem Fenster lassen sich mehrere ineinander verschachtelte Spiele anzeigen. Eine von mir sehr häufig verwendete Funktion und eine Anregung an den Schach-Assistenten!

2. Suchfunktion Die zweithäufigste Funktion dürfte die Suche sein. Bei beiden Programmen sind die entsprechenden Suchmasken zwar sehr voll, aber dafür wird praktisch keine Möglichkeit, Informationen aus der Datenbank zu filtern, vergessen. Eine Positionssuche im Chess Assistant 8.1 in der großen Datenbank mit 2.710.000 Partien ist innerhalb von nur 12 Sekunden geschehen. Ein Verdienst des Variantenbaums. Mit beliebiger Farbwahl, Suche in Varianten und gespiegelten Stellungen braucht die Suche schon 1:46 Minuten. Auch nicht schlecht.

In ChessBase dauert die Suche nach der gleichen Stellung in der vergleichbar großen Megabase 2004 mit 2.610.000 Partien ca. 1:45 Minute. Die zusätzlichen Optionen verlangsamen die Suche dafür nur unwesentlich. Generell kann man aber sagen, dass Suchanfragen aufgrund der besonderen Struktur des Chess Assistant-Datenformats zumeist schneller vonstatten gehen.

3. Eigene Vorbereitung Ein weiterer wesentlicher Grund der Benutzung einer Schach-Datenbank ist die eigene Vorbereitung. Zwei Experimente sollen daher herausgepickt werden. Zum einen die eigene Eröffnungsvorbereitung und zum zweiten die Erstellung eines Reportes über einen potentiellen Gegner.

Beim Chess Assistant ist die Vorgehensweise im ersten Fall so simpel, als säße man nicht am virtuellen Brett, sondern aus einem aus Holz mit einem Buch in der Hand. Im Beispiel wurde der Baum ("Tree") aufgerufen und die folgenden Züge auf dem Brett vorgespielt: 1.e2-e4 c7-c6 2.d2-d4 d7-d5 3.e4-e5 Lf5 4.g4 sodann aus dem Menü den Befehl "Opening Table" ausgewählt und es wird alles angezeigt, was man sich dazu wünschen kann. Die in der Datenbank vorhandenen Züge werden nicht nur mit der Anzahl der vorhandenen Partien, der statistischen Auswertung, Jahr und Elozahl angezeigt, sondern wie beim Spiel gegen einen Schachcomputer sogar mit einer Bewertung in Bauerneinheiten! Diese wird nicht etwa schnell von einer Engine erzeugt, sondern wird wiederum der CAP genannten Datenbank entnommen. Zusätzlich werden die weiteren Fortsetzungen, gewichtet nach Häufigkeit im Spiel der bekannten Tabellen der Enzyklopädien dargestellt. Kommentare zu einzelnen Zügen werden in einem gesonderten Fenster angezeigt und farbig markiert. Da kann man nur sagen: Perfekt! Ich fühle mich subjektiv in dieser Eröffnung sofort sehr stark ...

In ChessBase ist das grundsätzliche Vorgehen zunächst vergleichbar. Züge auf einem leeren Brett eingeben und "Eröffnungsreport" anklicken. ChessBase erstellt nun tatsächlich einen Report mit einer statistischen Auswertung zu Ergebnissen, Elo, Jahren und natürlich den in der Datenbank vorkommenden Zügen zu der Ausgangsstellung. Allein: Ich vermisse eine Anzeige der weiteren Entwicklungen. Ich will schließlich wissen, was für Stellungstypen entstehen können. Immerhin wird aber im Report auch eine Verknüpfung zum Eröffnungsschlüssel angezeigt, der ähnliche Dinge anzeigt, wie die Tabelle beim Chess Assistant. In diesem Bereich würde ich im Ergebnis trotzdem den Chess Assistant bevorzugen, zumal dessen Eröffnungs-Tabelle in Sekunden erscheint, während der Eröffnungsreport bei ChessBase bei einer großen Datenbank durchaus zwei Minuten in Anspruch nehmen kann. Bei häufigem Aufrufen dieser Funktion sollte die Kaffeemaschine reichlich Nachschub an Koffein-haltigen Getränken produzieren.

Die Vorbereitung auf einen einzelnen Gegner geschieht beim Chess Assistant mit dem selbst erklärenden Punkt "Prepare for your opponent". Dieser Menüpunkt fördert eine Übersicht der vom Gegner in der Vergangenheit gespielten Varianten in einer übersichtlichen Tabelle neben einer kurzen Zusammenfassung zu Tage. Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Varianten werden gekennzeichnet ("likes" / "dislikes"). Selbstverständlich lassen sich die einzelnen zu den Varianten gehörenden Partien aus dem Report heraus aufrufen. Leider schweigt sich der Report zu etwaigen kurzfristigen Vorlieben vollständig aus. Anders ausgedrückt, erfährt man aus dem Report heraus nichts darüber, ob eine vielleicht nicht so erfolgreiche Variante nicht vielleicht zuletzt vor zehn Jahren gespielt wurde. Da kann die Vorbereitung komplett in Leere laufen.

Das Spielerdossier bei ChessBase braucht zwar erneut deutlich länger für die Erzeugung, ist dann aber wesentlich aussagekräftiger. Neben Lebensphasen, in denen besonders erfolgreich oder weniger gut gespielt wurde, erfährt man etwas über die gewonnenen Turniere, ausführliche Listen zu jedem häufiger gespielten Kontrahenten und zum Eröffnungsrepertoire. Aus diesem lassen sich dann auch weitere Eröffnungsreports und Listen der Partien generieren, aus denen schnell ersichtlich ist, ob die besonders wenig erfolgreichen Varianten nicht ausschließlich bereits vor Jahren gespielt wurden. Ein klarer Punkt für ChessBase.

4. Kompatibilität und Turnierarbeit Auf Turnieren verwende ich bislang ausschließlich ChessBase zur Partieerfassung und schnellen Auswertung der Turniertabelle. Um es kurz zu machen, das wird auch so bleiben. ChessBase ist einfach unkompliziert. Das fängt beim Import von Partien an. Fremde Partien, die etwa mit einem Schachprogramm gespeichert wurden, werden unproblematisch per Drag and Drop im Datenbankfenster importiert. Heute ist zwar das PGN-Format weit verbreitet, aber früher gab es durchaus auch einmal Text-Dateien zu importieren. ChessBase stellt sich da überhaupt nicht zickig an. Selbst Textdateien mit Spalten (etwa vom alten Genius für DOS) in Langnotation und mit englischen Figurenkürzeln werden einfach über die Zwischenablage und in der Regel brauchbar übernommen. Dass zudem die meisten Schachprogramme zwischenzeitlich ihre Partien gleich im ChessBase-Format abliefern, ist da natürlich ein zusätzlicher Vorteil.

Und der Chess Assistant? Fremde Datenbanken (ChessBase, PGN, Chess Assistant, EPD, ZIP(!?) ) müssen über einen umständlichen Dialog mit lästiger Nachfrage importiert werden. Dies geschieht zwar nach meinen Tests absolut fehlerlos (auch Partien, die mit Stellungen beginnen oder sonstige Besonderheiten aufweisen, werden anstandslos übernommen) und dauert auch nicht lange, ist aber in der Regel irreversibel. Als Export-Format sind nur EPD und PGN vorgesehen. Die Zwischenablage kennt das Programm nur bei Im- und Export einzelner Partien. Da muss dringend nachgebessert werden.

Einen weiteren Minuspunkt kassiert das amerikanische Programm beim Drucken. Der Druck von fünf markierten kommentierten Partien aus der unveränderten "Commented Database" mit gerade einmal 24.000 Partien von der Festplatte auf einem 3 GHz-Rechner wurde ohne Ergebnis nach über 10 Minuten abgebrochen. Eine Untersuchung ergab, dass es notwendig ist, die ausgewählten Partien zunächst in ein Dataset, also eine temporäre Sammlung von Partien, zu verwandeln, sonst versucht das Programm sämtliche Partien der Datenbank zu drucken. Die Markierung wird ignoriert. Das erscheint unnötig kompliziert. Bei ChessBase zeigt sich nach Auswahl von fünf kommentierten Partien aus der Megabase direkt nach der Anwahl des Menüpunktes Drucken die Druckvorschau und auf Wunsch startet der Druck dann auch sofort. Immerhin ist der Druck bei beiden Programmen weitgehend frei zu konfigurieren.

Statt zu drucken, kann übrigens bei beiden Programmen auch eine HTML-Seite erzeugt werden. Ein pfiffiges Script, welches nachspielbare Partien erzeugt, gibt es beim Chess Assistant aber nicht. Die Spiele werden im Fließtext erzeugt.

5. Fazit Der Chess Assistant hat seine Stärken. Die eigene Vorbereitung und das Training werden effizient und mit tollen Funktionen unterstützt. In Teilbereichen gibt es auch durchaus Anregungen für die Konkurrenz aus Hamburg. Warum nicht aus einem Eröffnungsreport heraus ohne Zusatzprogramme 'mal eben die gerade angeschaute Variante in einer Blitzpartie gegen eine Engine erproben? Auch die in der Regel kürzeren Suchzeiten sprechen für den Chess Assistant. Insgesamt wirkt ChessBase jedoch reifer und durchdachter. Es gibt beim Arbeiten einfach weniger Hürden. Hier spielt auch die bessere Übersichtlichkeit eine Rolle.

Wer nun tatsächlich die Anschaffung eines Schach-Datenbank-Programms erwägt, muss vielleicht noch einen Blick in die Brieftasche werfen. Hier spricht nun alles für den Chess Assistant. 129,- für die Starter-Version und 179,- für das Mega-Paket sind im Vergleich schlicht überzeugend.

Karsten Bauermeister, Sept. 2005

Chess Assistant 8.1 / englisch