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Art.-Nr.: SCCT14
Vergriffen

Chess Tiger 14.0

50,99 €
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Die Fritz-Familie freut sich über ein neus Mitglied. Chess Tiger 14.0 ist das Programm des Franzosen Christoph Théron. Im Laufe der letzten Jahre konnte Chess Tiger einen enormen Spielstärkezuwachs erzielen. Davon zeugen seine Siege bei einer Reihe international besetzter Turniere: offene Meisterschaft von Spanien 1998 sowie Frankreich 1999 und 2000. Im Herbst 1999 stieg Chess Tiger auf Anhieb als Spitzenreiter in die internationale Wertungsliste für Schachprogramme ein.

Neben Chess Tiger 14.0 enthält die Engine Gambit Tiger 2.0, Gambit Tiger ist eine besonders aggressive Spezialversion von Chess Tiger, die zusätzliches Wissen über den Köngisangriff besitzt und dieses Wissen gnadenlos einsetzt. Gambit Tiger wählt deshalb oft Züge, die andere Programme niermals spielen würden. Die Erfolge dieser unkonventionellen Spielweise sprechen für sich. Im Herbst 2000 gewann Gambit Tiger mit großem Abstand die offene Holländische Meisterschaft. Zuletzt zeigte Ganbit Tiger beim "Linares der Schachprogramme" in Cadaques seine Krallen und belegte hinter Deep Fritz den zweiten Platz. Im Gegensatz zu den direkten Vorgängerversionen unterstützen Chess Tiger 14.0 und Gambit Tiger 2.0 den Mehrvariantenmodus und profitieren zusätzlich von der Nutzung der Endspieldatenbanken.

Systemvoraussetzungen: Pentium 32 MB RAM, Windows 95,98,Me oder Windows NT 4, 2000,

HiColor Grafikkarte.

Christoph Théron‘s ChessTiger is the shooting star among the chess engines. It has gained enormously in strength over the past few years as its impressive victories in several international tournaments have demonstrated: the Open Championship of Spain 1998 as well as the French Open Championships 1999 and 2000 (also compare the games in the Fritz forum on this CD-ROM). In autumn of 1999, ChessTiger entered the ranking list of chess programs (SSDF) and immediately topped the list. Apart from ChessTiger 14.0, the CD also contains GambitTiger 2.0. GambitTiger is a particularly aggres-sive special version of ChessTiger which mercilessly applies its additional knowledge to attack the king. That‘s why GambitTiger often chooses moves which other programs would never play. Yet the success of this unconventional way of playing speaks for itself. In autumn of 2000, GambitTiger won the Dutch Open Championship by a long shot. Recently GambitTiger showed its claws in the "Linares of chess programs" and came second behind DeepFritz. In contrast to their direct predecessors, ChessTiger 14.0 and GambitTiger also take advantage of the endgame databases (tablebases) and support multi-variation mode.

Systemrequirements: Pentium 16 MB RAM, Windows 95, 98, 2000 or NT, CD-ROM, HiColor, Soundkarte, Mouse.

Language (Online-Help + program menu text):

English, German, French, Spanisch, Italian, Swedisch, Dutch (only Menu), Slowenian,

Database: 320,000 games

Details

Sprache Deutsch, Englisch
Autor Théron, Christoph
Hersteller ChessBase
Medium CD
Brettanschlüsse DGT-Brett
Voraussetzung: CPU min. Pentium
Betriebssystem Palm OS, Pocket PC, Windows 2000, Windows 95, Windows NT, Windows Vista, Windows XP

Die Firma ChessBase hat in letzter Zeit für reichlich Furore gesorgt. Die meisten Diskussionen drehen sich um das Match DeepFritz gegen DeepJunior, in dem sich Fritz für einen Wettkampf im Herbst gegen BGN-Weltmeister Kramnik qualifizierte.

Das Duell der beiden Deeps verlief sehr spektakulär: Junior spielte äußerst aggressiv und opferte eigentlich computeruntypisch regelmäßig Bauern. Das Ergebnis dieses Sturmlaufs war eine eindrucksvolle 5:0 Führung für Junior. Danach schien es aber fast, als hätte sich Fritz nun auf die Spielweise seines Gegners eingestellt. Nun begannen Juniors Angriffe ins Leere zu laufen, der Vorsprung schmolz dahin, und zu guter Letzt hatte Fritz die Nase vorn. Allerdings ist es sehr bedauerlich, dass nur Fritz und Junior diese Chance erhielten, denn auch einige andere Spitzenprogramme wir z.B. Shredder, der bekanntlich regelmäßig die Computer-WM-Turniere gewinnt, Nimzo oder der Newcomer ChessTiger hätten dies allemal verdient. Letzterer ist übrigens nzwischen auch unter den Fittichen von ChessBase, die natürlich auch eine CD mit Chess Tiger 14.0 herausgebracht haben. Die Benutzerobefläche stammt wir bei den anderen ChessBase-Programmen von Fritz, hier gibt es also nichts neues zu berichten.

Mit zur CD gehört neben einer stark auf Königsangriffe ausgerichteten Version von Chess Tiger namens Gambit Tiger 2.0 noch eine Datenbank mit über 300.000 Partien, davon 8.900 mehr oder weniger ausführlich kommentiert, ein Eröffnungsbaum aus fast 190.000 Partien und etwa 40MB Tablebases zu allen Endspielen mit maximal vier Steinen, da Tiger jetzt auch auf Tablebases zugreifen kann. Eine interessante Option zur Einstellung der Engine ist die Funktion "Gegner ist Mensch", mit der Tiger besser auf menschliche Blockadestrategien reagieren können soll.

Schach-Markt 4/2001

Chess Tiger 14 als Fritz-Engine (Auszüge), Teil I

April 2001 - Rezension (Auszüge) von Peter Schreiner

Bei der Besprechung von Rebel Tiger im Februar haben wir dieSchachprogramme Chess Tiger und Gambit Tiger von Christophe Theron vorgestellt. In der Computerschachszene erfreuen sich beide Programmversionen größter Beliebheit. Dafür gibt es einen guten Grund: beide Programme bieten Computerschach auf allerhöchstem Niveau. Persönlich hat mich vor allem die Tatsache beeindruckt, dass die beiden Schachengines ein völlig unterschiedliches Spielverhalten demonstrieren und trotzdem Topleistungen erbringen.

Chess Tiger ist ein sehr solide agierendes Programm, dessen positionelle Spielweise stark an die legendären Qualitäten der früheren Genius-Programme erinnert. Chess Tiger hingegen ist ein energischer Angreifer, der jede Gelegenheit nutzt, ein druckvolles Angriffsspiel aufzuziehen. Ein Schwachstelle des vor einigen Monaten von der Schröder B.V. veröffentlichten Programms war das etwas antiquiert wirkende User-Interface mit teilweise sehr eingeschränktem Funktionsumfang und die fehlende Implementierung aktueller Techniken.

Beide Programme laufen jetzt unter der Ägide von ChessBase als Engine für das bewährte Inferface von Fritz. Kurz vor Redaktionsschluss habe ich jeweils eine Beta der Programme bekommen und konnte mich davon überzeugen, daß beide Engines einwandfrei unter dem Fritz-Interface laufen. Im Gegensatz zum Original profitiert das Programm natürlich sehr von dem üppigen Funktionsumfang der Fritz-Oberfläche und beinhaltet zusätzlich essentiell wichtige Verbesserungen. Nehmen wir z.B. den Endspielbereich. Das von uns seinerzeit besprochene Chess Tiger demonstrierte zwar ein ausgezeichnetes Endspielverhalten, bot aber keine direkte Schnittstelle zu den Endspieldatenbanken von Eugene Nalimov, der TableBases. Nachdem einige Zeit darüber diskutiert wurde, ob ein Programm eventuell von den Zugriffen auf die TableBases unnötig ausgebremst wird, hat sich die Diskussion erledigt. Bei einem halbwegs effizienten Zugriff profitieren die Programme in einem früheren Problembereich mächtig von den Informationen aus den Endspieldatenbanken. Im Unterschied zu Rebel Tiger kann Chess Tiger die Informationen aus den Nalimov-Datenbanken jetzt - wie alle anderen Top-Programme - nutzen.

Aufgrund der bisher vorliegenden Ergebnisse muss man konstatieren, dass die beiden Engines von Christophe Theron in der absoluten Topliga des Computerschachs mitspielen. Beide Engines agieren auf allerhöchstem Niveau und es ist spannend und schachlich ungemein anregend, sich mit den gleichstarken, aber völlig unterschiedlich spielenden Engines zu beschäftigen. Bei den von ChessBase ausgelieferten Engines Chess Tiger 14.0 und Gambit Tiger 2.0 handelt es sich um die aktuellsten Versionen. Abgesehen von der Fritz 6-Oberfläche war kurz vor Redaktionsschluss über den weiteren Lieferumfang des Programms noch nichts bekannt.

Chess Tiger 14 + Gambit Tiger 2 - ein superstarkes Gespann!

Mai 2001 - von Peter Schreiner (Auszüge) Teil II

Die Schachengines Chess Tiger 14.0 und Gambit Tiger 2.0 von dem französischen Programmierer Christophe Theron sind zur Zeit das beliebteste Diskussionsthema in der Szene des Computerschachs. Dafür gibt es einen sehr guten Grund: nachdem man in den letzten Jahren davon ausgehen konnte, dass die Spitzenprogramme mehr oder weniger auf dem gleichen Level agieren, zeigt es sich, dass insbesondere das Programm Chess Tiger 14.0 geradezu beeindruckende Resultate gegen die elektronische Konkurrenz erzielt, die das "Gleichgewicht der Kräfte" nachhaltig erschüttern. Der typische RE-Leser (Anmerkung: = Rochade Europa; siehe online-Katalog "Zeitschriften) wird als aktiver Schachspieler mit Sicherheit auch andere Anforderungen an sein Schachprogramm stellen.

Sicher, eine hohe Spielstärke gegen andere Computerprogramme ist ein wichtiges Indiz für die erste Einschätzung, noch viel wichtiger ist für den aktiven Schachspieler neben dem Spaßfaktor vor allem hohe Zuverlässigkeit und präzise Analyseergebnisse. Der Autor der beiden Engines, Christophe Theron, lebt auf der Karibikinsel Guadeloupe und befindet sich momentan in einer kreativen Hochphase, die für den Anwender mit dem angenehmen Nebeneffekt einhergeht, dass gleich zwei absolute Top-Programme vom gleichen Autoren zur Verfügung stehen, die sich zwar durch den Spielstil unterscheiden, aber in der Summe der Eigenschaften in etwa auf gleich hohem Niveau agieren. Wir haben die beiden Engines bereits im Artikel Chess Tiger 14 (1) kurz charakterisiert ......

Mittlerweile haben gleich drei Hersteller - Schröder B.V, Convekta und ChessBase - die Qualitäten und das Potential der Tiger-Engines erkannt und bieten diese unabhängig voneinander an. Einige Stichproben belegen, dass sich die Engines vom Spielverhalten kaum unterscheiden und nur minimale Abweichungen aufweisen. Insofern hängt es vom Geschmack des Anwenders ab, unter welchem Interface er die Engines einsetzt. Die Performance bleibt auf jeden Fall identisch und wird von den unterschiedlichen Oberflächen nicht nachteilig beeinflusst.

Gambit Tiger 2.0

Wer gerne selbst gegen sein Programm spielt, wird mit Gambit Tiger 2.0 voll auf seine Kosten kommen. Das Programm verfügt ganz offensichtlich über eine effiziente Implementierung typischer Angriffsmotive und innerhalb der Bewertungsfunktion wird der Faktor Initiative offensichtlich mit einem Extrabonus honoriert. Aus diesem Grund schreckt die Engine völlig computertuntypisch auch vor Materialopfern nicht zurück, um die Initiative zu erringen. Diesen Ansatz gab es bereits einmal vor einigen Jahren in extremer Form bei dem Programm ChessSystem Tal von Chris Wittington. Bei diesem Programm war es in der Regel so, dass sich echte "Genieblitze" und sehr schön vorgetragene Angriffe immer wieder in schöner Regelmäßigkeit mit grauenhaften Einstellern und positionellen Patzern abwechselten. Die von Christophe Theron entwickelte Engine ist bedeutend ausbalancierter, was sich u.a. auch in hervorragenden Ergebnissen gegen andere Programme dokumentiert, die in der Regel taktische Ungenauigkeiten präzise widerlegen. Charakteristisch für Gambit Tiger 2.0: wenn ein Opfer gebracht wird, dann gibt es dafür auch einen plausiblen Grund. ......

Wenn man die Partien von Computern gegen starke Menschen kritisch unter die Lupe nimmt, muss man sich damit abfinden, dass uns die elektronische Konkurrenz im taktischen Bereich deutlich überlegen ist. Selbst bei der Analyse von Partien auf höchstem Niveau weisen die Programme den Spielern immer wieder taktische Ungenauigkeiten nach. Als ureigene Domäne des Menschen wird das kreative, vorausschauende Schach mit langfristiger Bewertung angesehen. Gerade in diesem Bereich zeigt die Engine erstaunliche Leistungen, die beim Kenner weit mehr Eindruck hinterlassen, als dies z.B. bei forcierten, langzügigen Mattansagen der Fall ist. .....

(Aufgrund des an Stellungsmustern demonstrierten Spieleigenschaften ... ) gehen wir davon aus, dass Gambit Tiger 2.0 aufgrund seiner spezifischen Spieleigenschaften im Spiel gegen Menschen nicht so leicht auszurechnen und daher ein besonders unangenehmer Spielgegner ist. Auch mit typischem Computerschach ist es nicht so leicht, dem Programm beizukommen. ....

Chess Tiger 14.0

Die Standard-Engine Chess Tiger 14.0 ist in vielen Bereichen mit der zuvor besprochenen Gambit-Engine identisch. Der Hauptunterschied liegt in der Bewertungsfunktion beider Engines. Daraus resultiert ein stilistisch unterschiedliches Spielverhalten. Während Gambit Tiger 2.0 Experte für Königsangriffe und Initiative ist, agiert Chess Tiger 14.0 weniger aggressiv, dafür aber bedeutend positioneller und solider. Es gibt daher etliche Stellungstypen, in denen Chess Tiger 14.0 besser wie sein angriffslustiger "Bruder" abschneidet. ...

Fazit:

Obwohl beide Engines ein stark abweichendes Spielverhalten an den Tag legen, sind sie absolut gleichwertig. Der Spielstil von Chess Tiger 14.0 ist eindeutig positionell und auf Solidität angelegt, während Gambit Tiger 2.0 auf einer soliden positionellen Basis eine deutlich höhere Risikobereitschaft an den Tag legt. Beide Engines ergänzen sich aus diesem Grund sehr gut. Aufgrund der bisher vorliegenden Ergebnisse muss man konstatieren, dass die beiden Engines von Christophe Theron in der absoluten Topliga des Computerschachs mitspielen. In der Analyse ist es spannend und schachlich ungemein anregend, sich mit den in etwa gleichstarken, aber völlig unterschiedlich spielenden Engines zu beschäftigen. Die zwei Engines gehören meiner Ansicht nach zwingend zur Grundausstattung jedes Schachspielers, der intensiv mit seinem Schachprogramm arbeitet und Wert auf einen ausgewogenen Spielstil und Top-Spielstärke legt.

DER CHESS TIGER 14 IST DA Ein Kurzbericht über das derzeit stärkste Schachprogramm von Marcus Kästner

Der ChessTiger schickt sich an das zu werden, was Nimzo vor einigen Jahren war, nämlich das am weitesten verbreitete kommerzielle Schachprogramm. Fast monatlich gab es irgendwo eine neue Nimzo-Variante zu bewundern. Nimzo fand man seinerzeit gleichzeitig als Engine für Chessbase, MCS und Winboard, als eigenständiges Programm Nimzo 98 bzw. Nimzo 2000 und die Engine werkelte in einem humoristischen multimedialen Schachprodukt (mit vielen Videos) namens Schach-Champ oder so ähnlich. Parallelen sind durchaus beim Tiger zu erkennen. Tiger gibt es bisher als Rebel-Tiger mit eigener GUI, sowie als Engine für den Chess Assistant und neuerdings auch für Chessbase. In Kürze kann man dann den Tiger 14 sogar für Palm-Computer und Pocket-PCs erwerben. Damit dürfte der Chess Tiger, vor zwei Jahren noch ein reines Amateurprogramm, eine weltweite Marktpräsenz haben, die Ihresgleichen sucht.

Als der Tiger vor gut eineinhalb Jahren in der Version 12 auf den Markt kam, schlug er ein wie eine Bombe und eroberte auf Anhieb kurzzeitig den ersten Platz in der schwedischen Liste. Das ist in der ganzen Geschichte der Schwedenliste noch nicht ein einziges Mal vorgekommen. Die Version 13 war dann nochmal eine drastische Verbesserung zur 12, doch bevor diese Version richtig in den gängigen Listen auftauchte, schob Christophe Theron schon die Version 14 nach, die, das kann ich vorweg nehmen, derzeit das absolute Maß im Computerschach ist.

Mit der Version 14 ist der Tiger endlich Tablebase- und Mehrvariantenfähig geworden. Chessbaseanwender können sich freuen, die Tiger-Engine gibt es nun auch für Fritz zum Preis von DM 99,--. Noch mehr können sich jedoch die Käufer von Rebel 11 freuen. Sie kommen in den Genuß eines KOSTENLOSEN Updates! Das Update beinhaltet nicht nur Verbesserungen der GUI, sondern darüberhinaus auch noch die Vollversion von Tiger 14 nebst Gambit Tiger 2.0! Auch für den Chess Assistant gibt es übrigens ein kostenloses Engine-Update

Welche Version man besitzt ist im Grunde egal. Tests haben gezeigt, daß auch die Engine von Chessbase und Chessassistant 100% mit der Originalversion unter der Rebel-Tiger GUI übereinstimmt. Auch die Versionen für Palm und Pocket-PC werden bei gleicher Suchtiefe gleiche Züge und Bewertungen ausgeben. Christophe hat offenbar, im Gegensatz zu anderen Programmierern, überhaupt keine Probleme mit der Portierung seines Programmes.

Was die Spielstärke betrifft, so ist der neue Tiger gelinde gesagt phänomenal. Das betrifft vor allem die unteren Spielstufen. Im Blitz kann ihm keiner das Wasser reichen. Century 3 wurde mit 10:0 abserviert und selbst Blitzkönig Fritz 6a hatte ein 13,5:6,5 für Tiger zu schlucken. Auch jedes andere Programm war völlig chancenlos. Selbst Dualprogramme auf Dualrechnern konnten den Tiger 14 nicht im Zaum halten. Während Deep Fritz wenigstens fast noch Ausgleich schaffte, ging Deep Shredder mit 64:44 klassisch unter. Eine beeindruckende Blitz-Performance. Man kann nehmen, was man will, Tiger 14 ist nicht zu knacken. Nimmt man jedoch längere Bedenkzeiten, so schmilzt der Klassenunterschied dahin. Während im Aktivschach die Konkurrenz immer noch klar beherrscht wird, sieht es auf der Turnierstufe nur noch nach einem hauchdünnen Vorsprung aus. Deep Fritz und Deep Shredder wurden nach 10 Partien jeweils ganz knapp geschlagen, gegen Century 3 gab es ein Unentschieden.

Lag der Gambit Tiger 1.0 noch gleichauf mit Tiger 13, so fällt der Gambit Tiger 2.0,zumindest im Blitz, deutlich hinter Tiger 14 zurück. Er ist aber immer noch stark genug. Im Blitzen gab es gegen Gandalf 4.32h ein 16:8, gegen Fritz 5.32 jedoch "nur" ein 30:30. Die Domäne des Gambit Tiger 2.0 scheint das Aktivschach zu sein. Sowohl Fritz 6a, als auch Shredder 5 wurden mit 15:5, bzw. 5:1 gnadenlos abgeledert. Im Turnierschach wiederum konnte auch der Gambit Tiger nur einen hauchdünnen Vorsprung vor der Konkurrenz ins Ziel retten. Möglicherweise bringt es eine ganze Menge, wenn man die Einstellung des Gambit Tiger 2.0 auf "aggressiv" verändert. Das war die Grundeinstellung des Gambit Tiger 1 und damit spielte er extrem erfolgreich. Auch Gambit Tiger 2.0 scheint in der Einstellung "aggressiv" vor allem bei längeren Bedenkzeiten wesentlich besser zu sein. Franz Wiesenecker aus Wels gebührt die Ehre das als erster festgestellt zu haben und seine Ergebnisse mit GT2 "aggr." sehen auf einem Pentium 1 GHz bei 60 Züge/60 Minuten wie folgt aus:

6,0 : 4,0 gegen Deep Shredder 5,5 : 4,5 gegen Gandalf 4.32h 6,5 : 3,5 gegen Nimzo 8 7,5 : 2,5 gegen Fritz 6b 8,5 : 1,5 gegen Junior 6a 9,0 : 1,0 gegen Comet B32

Zur Spielweise ist zu sagen, daß der Gambit Tiger wie eh und je ran geht wie Max an die Möhren. Der Tiger 14 spielt zwar ruhiger, aber doch wesentlich aktiver als der Vorgänger T13. Während T12 noch richtig passiv war, spielte T13 schon merklich aktiver. In der Version 14 ist jetzt meiner Meinung nach eine perfekte Mischung aus Aktivität und Passivität zu sehen. Die Dominanz des Tigers resultiert hauptsächlich aus der Suche. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie es Christophe Theron schafft die Suche von Version zu Version derart zu verbessern. Obwohl er wesentlich weniger Knoten macht als Fritz, rauscht er in ähnliche Suchtiefen hinab. Die Art, wie der Tiger den Suchbaum beschneidet, scheint derzeit unerreicht, geradezu genial zu sein. Uri Blass hat vor kurzem ein Eperiment durchgeführt, bei dem er den Tiger 14 gegen Fritz 6b mit vorgegebenen Suchtiefen hat Spielen lassen. Hier die Ergebnisse:

Tiger 14 Fritz 6b

Ply 3 34,5 : 15,5 Ply 4 35,5 : 14,5 Ply 5 29,5 : 20,5 Ply 6 27,0 : 23,0 Ply 7 28,5 : 21,5

Wie man sieht, ist der Tiger bei gleicher Suchtiefe Fritz deutlich überlegen. Allerdings ist genauso sichtbar, daß der Unterschied im Mittel bei zunehmender Suchtiefe abnimmt. Man kann sich deshalb leicht vorstellen, daß bei einer mittleren Suchtiefe von 14-15 Halbzügen auf der Turnierstufe, das Ergebnis sehr ausgeglichen ist. Auch dieser Test bestätigt die Ergebnisse im praktischen Spiel, das heißt die exorbitante Überlegenheit des Tigers auf den unteren Spielstufen, die mit zunehmender Suchtiefe abnimmt.

In der nächsten Ausgabe wird sowohl Tiger 14, als auch Gambit Tiger 2.0 im CET gründlich auf den Zahn gefühlt. Wir werden sehen, ob sich dann die ersten Testeindrücke bestätigen.

Marcus Kästner, ChessBits 13

Die Zeitschrift ChessBits ist zum Preis von 8,00 Euro bei uns erhältlich, das Jahresabo (innerhalb Deutschland, 6 Ausgaben) kostet 45,00 Euro.

Verwaltung von Hashtabellen:

Windows 95/98/ME hat ein 256 MB Limit für einzelne Speicherstücke, was in der Praxis auch die Hashtabellen begrenzt, da die im Prinzip aus einem grossen Stück Speicher bestehen. Bei einem Speicherausbau jenseits der 256 MB Marke ist Windows 2000 anzuraten, ab 512 MB dringend. Das kleine Windows ist dafür nicht konzipiert.

Tiger kann maximal 192 MB Hashtabellen verwalten.

Chess Tiger 14.0