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Art.-Nr.: SCDF8
Vergriffen

Deep Fritz 8

99,90 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Pünktlich zur Computer-WM 2003 in Graz ist er da: der neue Deep Fritz 8. Und wie! Die Fritzprogrammierer haben sich mächtig ins Zeug gelegt, Ergebnis: Deep Fritz 8 ist deutlich stärker als alle bisherigen Fritz-Versionen, Auch auf einem normalen Singleprozessorsystem ist Deep Fritz 8 seinem kleinen Bruder Fritz 8 deutlich überlegen, Auf einem Dualsystem rechnet Deep Fritz 8 gleich 85% schneller als Fritz 8 und erreicht daher eine noch bessere Leistung. Den erneuten Spielstärkezuwachs verdankt Deep Fritz 8 dabei vor allem dem weiter verbesserten positionellen Verständnis sowie verbesserter Endspieltechnik. Gleichzeitig hat Deep Fritz 8 auf seinem ureigenen Terrain, der taktischen Schlagkraft, natürlich nichts eingebüßt. Zudem wurde das Eröffnungsbuch kontinuierlich weiter verbessert.

Im Lieferumfang von Deep Fritz 8 ist neben der WM-Engine und dem WM-Buch die aktuelle Oberfläche der Fritz 8 WM Edition enthalten, Also inklusive aller neuen Funktionen, Das neue "Chess Media System" bietet Schachtraining in einer neuen Dimension: Es verbindet Videobild, Ton, Notation, Text und synchrone Schachbrettgrafik. Besser kann man Schach nicht präsentieren! Und das stilvolle SD-Schachzimmer sorgt für die richtige Atmosphäre. Im Lieferumfang enthalten ist der kostenlose Zugang (12 Monate) zum Schachserver Schach.de. Zudem lässt sich jetzt das DGT-Schachbrett zum Spielen langer Partien auf Schach.de einbinden.

Details

Sprache Deutsch, Englisch
Autor Morsch, Frans
Hersteller ChessBase
Medium CD
Brettanschlüsse DGT-Brett
Druck Analyse in Datei, Diagramm in Grafik, Partie
Funktionen 3D-Brett, Analyse Partie, Analysedatenbank, Automatische Partiewiederholung, Autoplayer, Berechnungen konfigurierbar, Lehrfunktion, Online-Hilfe, Spielstil konfigurierbar
Soundkartenunterstützung Ja
Kopierschutz Unbegrenzte Installationen
Voraussetzung: CPU min. Pentium
Betriebssystem Windows 2000, Windows NT, Windows XP
Platzbedarf Festplatte 8 MByte
Exportformate CBF, CBH, EPD, PGN
Importformate CBF, CBH, EPD, PGN
Elo (Hardware) 2786 (Athlon 1200 MHz)

Wenn man über die Spitze im Compu­terschach liest, diskutiert oder schreibt, fällt fast immer der Name "Fritz". Die "Macher" haben es geschafft mit Fritz einen "Namen" in der Szene zu etab­liern, der auch dann immer für höchs­te Qualität steht, wenn das eigentliche Spielprogramm, also die Engine "Fritz" gerade mal nicht auf der Pole­position steht. Letztlich ist das aber für die Meisten - mit Ausnahme der "Freaks" - nicht so wichtig, wer gera­de im Computerschach oben steht. Viel wichtiger sind die so genannten "Events", also außergewöhnliche und somit werbewirksame Veranstaltun­gen. Diese spielen sich aber nicht im "Mikrokosmos Computerschach" al­lein ab - denn wen außer den Freaks interessiert schon, wer in Leiden, Graz oder sonst wo gewonnen hat oder wer in einer reinen Computerrangliste an 1 steht? - sondern meist da, wo mensch­liche auf künstliche Intelligenz trifft. Und da, genau da ist fast immer der Name "Fritz" zu hören, wenn es darum geht, wer gegen Kasparow, Kramnik und Co. antreten soll und wird. Und das alles, obwohl Fritz, egal ob "Deep" oder "Single", derzeit im Computerschach bestenfalls noch die Nr. 2 hinter Shredder ist!! Außer Fritz hat bisher nur Junior einmal gegen Kasparow gespielt, und das vermutlich auch nur, weil Fritz im gleichen Jahr von Kramnik "belegt" war und Kas­parow seinem Erzrivalen nicht nach­stehen wollte. Ende 2003 war es dann aber wieder so weit: Fritz durfte gegen Kasparow in einem Wettkampf über 4 Partien antreten und erreichte ein 2:2. Über dieses Match wurde in der RE bereits ausführlich berichtet. Es war gleichzeitig ein Test für das neue "Chess Media System" (Spielen und Trainieren in einer "virtual reality") welches seit Herbst in alle aktuellen ChessBase-Programme - also natürlich auch in Deep Fritz 8 - eingebaut ist.

History

Frans Morsch gehört sicher zu den ab­soluten Pionieren im Computerschach. Seit Fritz Anfang der 90er-Jahre ge­hören seine Programme zum Besten was es gibt. Speziell im Datenbankbe­reich waren seine Schöpfungen der Konkurrenz meilenweit voraus, der Abstand hat sich über die Jahre zwar verringert, ganz aufgeholt haben die Anderen aber immer noch nicht. Seit Version 5 (1997/98) dominierte Fritz dann auch spielstärkemäßig. Platz 1 in allen bedeutenden Ranglisten mit weni­gen kurzen Unterbrechungen. Seit eini­ger Zeit hat der den Platz an der Sonne allerdings an Shredder verloren. Seit Version 7, noch mehr nach dem Update auf 7.04 dominiert dieses Programm praktisch alle Ranglisten und Turniere. Daher hat Frans' Schöpfung derzeit ein kleines Tal zu durchschreiten aber der Autor wird sicher alles daran setzen, wieder Nr. 1 zu werden. Mit der vorlie­genden Version - soviel sei vorab schon verraten - ist dies trotz einiger Fortschritte (noch) nicht gelungen. Auch gegen Gegner aus Fleisch und , Blut konnte Fritz herausragende Erfolge erzielen, erwähnt seien nur die Frankfurt Chess Classics und das 4:4 (nach 1:3 Rückstand) im bereits oben erwähnten Wettkampf gegen Wladimir Kramnik sowie das aktuelle 2:2 gegen Kasparow. Für die Dominanz von Fritz bzw. nunmehr Shredder gibt es m.E. Gründe: j

Beide sind konstant gut bei praktisch allen Bedenkzeiten. Dies ist ein we­sentliches Merkmal für ein so ge­nanntes "Spitzenprogramm". Egal ob Blitz-, Schnell- oder Turnierschach, sie liegen immer im Spitzenfeld und leisten sich praktisch keine Ausreißer nach unten. Das war bei Shredder nicht immer der Fall, wurde das Pro­gramm doch lange als "schwacher" Blitzer unter den Computerprogram­men bezeichnet. Dies ist mittlerweile vorbei. Umgekehrt war Fritz lange als "schnell und dumm" verschrien, auch davon ist nichts mehr übrig ge­blieben.

  • alle ChessBase-Programme besitzen ein sehr effektives Buchlernen. Dies macht sich besonders bei langen Par­tieserien, die für Ranglisten gespielt werden bemerkbar

  • Fritz ist nicht nur mehr taktisch stark sondern hat auch im positionellen Bereich sowie vor allem im Endspiel zugelegt. Für Shredder gilt der umge­kehrte Fall. Beide sind inzwischen sehr ausgeglichen und perfekt ausba­lancierte Engines.

  • Beide sind auch auf vornehmlich "ungeliebter" Hardware stark. So­wohl Fritz als auch Shredder spielten (angeblich) auf Intel immer besser als auf AMD (die SSDF testet seit länge­rem nur noch auf AMD K6 bzw. Ath­lon) und trotzdem führt Fritz bzw. jetzt Shredder auch diese Rangliste seit Jahren fast ohne Unterbrechung an. Letztlich hat sich die Diskussion "Intel oder AMD" in Wohlgefallen aufgelöst. Gespielt wird auf der Ma­schine, die die besten Voraussetzun­gen, sprich Power satt, bietet. Dass AMD derzeit die schnellsten CPUs hat, dürfte klar sein, zumindest was die "MHZ pro Euro"-Wertung an­geht. Intel ist aber im Bereich der Mehrprozessorsysteme immer noch führend und somit bei Turnieren wie in Graz erste Wahl.

Wenn man bei Fritz von "Schwächen" reden kann, so war und ist es seine "Unfähigkeit" einmal ein wirklich wichtiges Turnier, wie z.B. eine WM zu gewinnen. 2003 in Graz war es dann fast soweit, aber zuerst rettete sich Shredder mit viel Glück in den Stichkampf und dort verdarb Fritz, nach einem Remis in der ersten Partie, in der zweiten zu allem Überfluss auch noch eine klar bessere (wohl gewonne­ne) Stellung erst zum Ausgleich und misshandelte dann auch noch das End­spiel, sodass der Sieger und WM - mal wieder - Shredder hieß. Glück gehört natürlich speziell bei kurzrundigen Turnieren auch dazu, deshalb sollen obige Zeilen die insgesamt souveräne Vorstellung von Shredder in Graz auch nicht schmälern, andererseits sollte der Tatsache, noch nie ein wichtiges Tur­nier gewonnen zu haben, nicht allzu viel Bedeutung zugemessen werden.

Svstemvoraussetzungen

Grundsätzlich läuft Deep Fritz 8 natür­lich auch auf "normalen" PCs mit ei­nem Prozessor ab 233 MHZ und 64 MB RAM. Der Spielstärke und Ar­beitsgeschwindigkeit zuliebe sollten Sie das dem Programm aber nicht an­tun. Besonders die Grafikkarte wird unter Deep Fritz 8 stark gefordert, be­sonders wenn Sie die neuen 3D-Bretter etc. nutzen. Idealbedingungen findet Deep Fritz naturgemäß auf einer Mehrprozessormaschine vor. Bisher haben sich diese PCs aber immer noch nicht am Markt durchgesetzt und wer­den hauptsächlich für Server genutzt. In Privathaushalten dürften Dual-Sys­teme immer noch Exoten sein. Dabei haben Sie einige unbestreitbare und nicht unerhebliche Vorteile, sowohl für Schach als auch für die ganz normale Arbeit am Computer. So ist es bei­spielsweise problemlos möglich auf ei­ner CPU ein Schachprogramm laufen zu lassen und auf der anderen im Inter­net zu surfen oder andere Arbeiten zu erledigen. Diese Arbeitsteilung wird vom Betriebssystem organisiert und überwacht. Dies funktioniert bei einem Single-PC zwar theoretisch auch, geht aber stark zulasten der Performance und Stabilität des Systems, wenn ein Prozessor gleichzeitig ein Schachpro­gramm und z.B. Word bedienen soll, da ja beide den Rechner exclusiv für sich beanspruchen und sich somit stän­dig in die Quere kommen. Unter Computerschachfreaks werden Mehrpro­zessor-PCs allerdings immer beliebter. So ist es z.B. möglich ein Engine-match mit "Permanent Brain" (rechnen während der Gegner am Zug ist) aus­zutragen. Allerdings möchte ich hier auch die Nachteile nicht verschweigen. Grundsätzlich ist ein derartiges System deutlich teurer als ein Normal-PC. Dies liegt vor allem daran, dass in aller Regel dort Intelprozessoren - und dann gleich 2 davon! - eingebaut sind, die wesentlich mehr kosten als gleich­wertige von AMD. AMD-Dualsysteme sind allerdings auch im Kommen, weil mittlerweile die Athlon MP-CPUs in größeren Stückzahlen verfügbar sind. Letztlich muss jeder Anwender selbst entscheiden, ob sich die Mehrausgabe für ein Dualsystem lohnt, m.E. ist man mit einem sehr schnellen Single-PC besser bedient und kann das gesparte Geld in bessere Ausstattung (mehr RAM, 2. Festplatte oder bessere Gra­fikkarte/Monitor) oder gar in einen zweiten Rechner, z.B. ein Notebook investieren und diesen für die "norma­le" Arbeit nutzen. Natürlich sind Note­books deutlich teurer, aber für ein "Ar­beitstier" muss es ja nicht ein tragbarer 3GHZ-Bolide sein, da reicht ein 400 MHZ-Gerät vollkommen aus. Das hat dann den Vorteil, dass der Haupt-PC in erster Linie für Schach genutzt werden kann und nicht mit anderen Aufgaben "belästigt" wird. Der guten Ordnung halber muss ich noch erwähnen, dass die Nutzung mehrerer Prozessoren nur mit einem entsprechenden Betriebssystem möglich' ist! Das bedeutet, Sie müssen Windows NT, Windows 2000 oder Windows XP Professional Ihr eigen nennen, was die Kosten weiter in die Höhe treibt. Unter Win95, 98, ME und auch dem derzeit am weitesten verbreiteten Xp Home wird nur eine CPU angesprochen. Sollten trotzdem mehr davon im Gerät sein treibt das nur die Stromkosten, nicht aber die Leistung in die Höhe.....

Lieferumfang/Preise

Deep Fritz 8 wird auf einer CD gelie­fert und kostet im Ersterwerb stolze 99,90 €. Sollten Sie bereits Deep Fritz 7 besitzen können Sie dieses für 69,90 € updaten lassen. Genaue Modalitäten dazu erfahren Sie direkt bei ChessBase oder beim Fachhändler Ihrer Wahl. Zusätzlich erhalten Sie ein riesiges, optimiertes Eröffnungsbuch im Baumformat (ca. 240 MB) und eine Datenbank j mit ca. 500.000 Partien. Speziell im 3D-Bereich hat sich einiges getan, kommt DF 8 doch mit der brandneuen Oberfläche von der "Fritz 8 WM-Edi­tion" daher. Dazu später aber noch mehr. Geliefert wird das Ganze zusam­men mit einer Bedienungsanleitung in einer ansehnlichen CD/DVD-Box.

Ausstattung

Zu diesem Thema hat es in der RE in der Vergangenheit viele Ausführungen gegeben, sowohl Kollege Peter Schrei­ner als auch meine Wenigkeit haben über die Programmoberfläche ausführ­lich berichtet. Daher im folgenden nur die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und natürlich einige bemerkenswerte Neuerungen.

  • Konsequente Unterstützung der rech­ten Maustaste. Praktisch jedes Bild­schirmelement enthält ein darauf ab­gestimmtes Menü.

  • Die Oberfläche ist in großen Teilen vom Benutzer selbst gestaltbar, so­wohl in Bezug auf die Farbgebung als auch was die Fenstergestaltung angeht. Zwar nicht ganz so konsequent umgesetzt wie z.B. bei Shreder 6 classic, bei dem wirklich jedes Fenster frei positionierbar ist, aber doch vollkommen ausreichend. Lei­der ist ein bekannter und schon län­ger vorhandener Bug in der GUI im­mer noch nicht behoben. Wenn man nämlich Änderungen am Layout vornimmt, in dem man sich die GUI den eigenen Wünschen entsprechend einrichtet, bleiben diese Änderungen nach einem Neustart nicht komplett erhalten. Dies ist einigermassen läs­tig, wenn der User seine Einstellun­gen in Teilen ständig neu anlegen muss.

  • Der Anwender kann für häufig be­nutzte Funktionen eigene Shortcuts, also Tastenkombinationen, einrich­ten, sodass nicht jedes Mal in den umfangreichen Menüs und Unterme­nüs herumgeklickt werden muss

  • Seit den ersten Versionen Ihrer Pro­gramme ChessBase im Bereich "Da­tenbankfunktionen für Schachpro­gramme" absolute Referenz. Daten­banken können nach allen erdenkli­chen Kriterien durchsucht und bear­beitet werden. Desweiteren ist es möglich Eröffnungs-, Mittelspiel-und Endspielschlüssel anzulegen. Beim Speichern von Partien ist die Eingabeschablone in den letzten Jah­ren stetig erweitert worden, beson­ders in Bezug auf die Turnierdaten. Löschen von Einzelpartien und meh­reren "in einem Rutsch" stellt auch kein Problem dar. Zusammenfassend kann man sagen, dass es derzeit kein reines Schachprogramm gibt, dass mit dieser Datenbankfunktionalität insgesamt auch nur annähernd mit­halten kann, allerdings würde es dem Programm gut tun, wenn ChessBase sich entschließen könnte, weitere Funktionen des Hauptprogramms nach und nach auch in die Schach­programme einzubauen. Als Beispiel sei hier die Vereinheitlichung von Spielernamen genannt.

  • Neben den reinen Matches zwischen 2 Engines bietet die ChessBase-GUI schon seit einigen Jahren die Mög­lichkeit, komplette Turniere durch­zuführen. Neben Rundenturnieren können auch solche nach Schweizer System oder in KO-System vollauto­matisch mit einer vordefinierten Teil­nehmerschar durchgeführt werden. Auch die Teilnahme von Menschen ist hier ausdrücklich vorgesehen, was dieses bewährte Feature nochmals deutlich aufwertet. Besonders für Tester interessant ist die Option "Spießrutenlauf', wobei die als erstes geladene Engine gegen alle danach folgenden antritt.

  • Im Bereich der Engines werden seit Januar 2002 und somit natürlich auch unter Deep Fritz 8 UCI-Engines (Universal Chess Interface von Ste­fan Meyer-Kahlen und Rudolf Hu­ber) unterstützt. Winboard wird aktu­ell nicht mehr supportet, allerdings können diese zahlreichen Engines mittels eines speziellen Adapters als UCI-Engine angesprochen werden.

  • Zugang zum Schachserver ist natür­lich auch dabei, der kostenfreie Zu­gang ist mittlerweile allerdings auf 12 Monate begrenzt. Natürlich bietet die ChessBase-GUI noch viele weitere Möglichkeiten, auf die hier aber nicht explizit eingegan­gen werden kann. Moderne Schach­oberflächen (s.auch "Arena") sind mittlerweile derart komplex, dass es unmöglich ist, alle Funktionen zu ken­nen oder gar zu beurteilen. Zwei der wichtigsten Neuerungen möchte ich Ihnen aber im folgenden einmal näher bringen. Es handelt sich hierbei um neue 3D-Features und das "Chess Me­dia System". Nach dem Programmstart sieht die DF8-GUI zunächst erst mal aus wie man es von den aktuellen ChessBase-Programmen gewöhnt ist. Die Neuerungen sind zunächst mal verborgen. Erst wenn man den Menü­punkt "Reales 3D Brett" anklickt und danach noch die "Einstellungen" anwählt kommt ein neuer Dialog zum Vorschein. Hier können Sie z.B. die Auflösung von Brett und Figuren an Ihre Graflkkarte anpassen. Neu in die­sem Bereich sind die Layouts "Ägyp­ten" und "Room". Besonders der Raum hat es mir angetan. Man kann in das Bild hereinzoomen um z.B. das Brett zu vergrößern oder wieder zu­rück um einen Komplettüberblick zu erhalten. Mittels rechter Maustaste kann man durch das Zimmer "spazie­ren" und die Details an den verschie­denen Wänden anschauen. Will man wie üblich das Brett drehen um aus schwarzer Sicht zu spielen wird man flugs auf die andere Seite des Tisches versetzt und sieht den Raum dann aus dieser Perspektive. Faszinierend ist auch die Detailgenauigkeit des Gan­zen, wie z.B. ein durch das Gewicht der Bücher etwas durchhängendes Re­galbrett oder die detailgetreue Schach­uhr. Glückwunsch an die Programmie­rer!! Wie bereits oben erwähnt zerrt dieses Feature wie auch das folgende sehr an den Systemressourcen. Wenn es zu ruckelig oder quälend langsam läuft, liegt das vermutlich an einer ver­alteten Grafikkarte. Falls Sie die "3D-Welten" häufig nutzen möchten, soll­ten Sie dann ggfs, über eine neue Gra­fikkarte - passende Modelle gibt es ab ca. 50 € - nachdenken. Sonst macht das Ganze nämlich schon bald keinen Spaß mehr und das wäre doch schade! Das andere Highlight seit der WM-Edition ist das so genannte "Chess Media System" ein Schachtrainings-programm der neuesten Generation. Voraussetzung hierfür ist allerdings der Windows Media Player 9.0 der auf neuen PCs enthalten ist. Falls nicht können Sie bei Microsoft kostenlos he­runterladen. Mit dem reinen Abspielen von Videos ist es aber nicht getan, bei Deep Fritz 8 sind Bild, Ton etc. mit dem Brett sychronisiert! Besonders für Schachkurse auf dem Server ist dieses Feature von großer Bedeutung. Mit dem Chess Media System werden Er­klärungen eines Schachlehrers oder Schachtrainers als Video (Film) oder Audio (Ton) mit Vorführungen auf dem Brett synchron abgespielt. Das Chess Media System wurde bei der Fritz 8 WM-Edition erstmals für den mitgelieferten 10-teiligen Anfänger­kurs verwendet und dürfte DAS Schachlernsystem der Zukunft sein. In diesem Einsteigerkurs vermittelt Björn Lengwenus, Lehrer, Schachtrainer und Mitautor von Fritz&Fertig das Elementarwissen für Anfänger, die Schach lernen wollen. Mit dem Chess Media System lassen sich aufgezeichnete Schachlektionen abrufen. Dabei wer­den Vorführungen auf dem Brett zusammen mit einem erklärenden Video - oder Audiokommentar eines Schach­lehrers, Trainers oder einfach eines Großmeisters, der seine jüngst gespiel­te Glanzpartie zeigt und erklärt, wie ein Film abgespielt. Die Lektion kann an jeder Stelle gestoppt und von dort wieder gestartet werden. Der Lernende sieht und hört den Lehrer und schaut ihm dabei zu, wie er Positionen, Züge, Manöver, Strukturen, Eröffnungen oder Endspiele auf dem Brett demonst­riert. Das ist fast so, als stünde der Trainer leibhaftig vor einem!

Spielstärke

Seit Erscheinen von Fritz 8 ist mittler­weile ca. 1 Jahr vergangen und viele hatten wohl eher schon mit Fritz 9 ge­rechnet. Der ist aber noch (lange) nicht in Sicht. ChessBase hat daher zuerst eine "Deep"-Version seines Bestsellers herausgegeben. Herstellerangaben zu folge soll DF8 auch auf Single-PCs stärker als Fritz 8 oder Deep Fritz 7 sein. Wie ich aber oben schon schrieb, stagniert Frans Morschs Programm aber seit ca. 1 1/2 Jahren ein wenig. Nicht umsonst ist in der schwedischen Liste nur ein marginaler Unterschied zwischen den letzten Fritz-Versionen zu erkennen. Fritz 8 liegt nur 10 Punk­te vor Fritz 7 und sogar 7 Punkte hin­ter Deep Fritz 7! Von den großen Sprüngen der Konkurrenz kann Frans derzeit leider nur träumen, aber auch er wird wieder kommen, da bin ich mir sicher. Somit stellt sich die Frage, ob Deep Fritz 8 sich wirklich von seinen Vorgängern wird absetzen können. Um dies halbwegs beantworten zu können, habe ich in den letzten Wochen 300 Partien mit Deep Fritz spielen lassen. Dabei ergaben sich im Schnellschach auf einem 1,4 GHZ-PC (Athlon XP 1600+) mit 128 MB Hashtables fol­gende Ergebnisse:

Deep Fritz 8 gegen

Tiger 15 gambit 14,0: 6,0

Deep Junior 8 12,0: 8,0

Hiarcs 9.0 12,0: 8,0

Shredder 7.04 9,5:10,5

Rebel 12.00.01 11,0: 9,0

Ruffian 1.0.5 11,5: 8,5

Ruffian 2.0.0 12,5: 7,5

List 5.04 10,5: 9,5

Tiger 14.0 13,5: 6,5

Nimzo 8.0 13,5: 6,5

Aristarch4.21 14,0: 6,0

Anaconda 1.0 15,5: 4,5

Goliath 1.5 13,5: 6,5

Crafty 17.14 16,5: 3,5

Fritz 6a 16,5: 3,5

Auf Partien gegen die direkten Vorgän­ger habe ich verzichtet, die machen im allgemeinen keinen rechten Sinn. Ins­gesamt sehen die Ergebnisse sehr gut aus, besonders der sehr klare Sieg ge­gen beide "Tiger" überrascht ein we­nig. Dem steht nur eine einzige knappe Niederlage gegen Shredder 7.04 entge­gen und die kann ja mal passieren.....

Insgesamt konnte sich das neue Pro­gramm bei mir zwar etwas von den Vorgängern absetzen, Shredder 7.04 als Ranglistenersten konnte es aber nicht wirklich gefährden. Bei anderen Testern sind die Ergebnisse auch nicht besser, teilweise liegt DF 8 dort nur auf einer Höhe mit den Vorgängern.

Von einer "deutlichen" Steigerung kann also keine Rede sein. Vielleicht wird ja Fritz 9 wieder einen größeren Fortschritt bringen.

Abschlussfazit

Wirklich empfehlen kann ich Ihnen Deep Fritz 8 nur, wenn Sie noch kei­nen Fritz haben und ein Mehrprozes­sorsystem haben und die 3D-Features nutzen wollen. Sollte eines dieser 3 Kriterien nicht zutreffen, würde ich das doch recht teure Programm nicht kaufen, sondern den neuen Shredder 8 (s.nächstes Heft) aus dem gleichen Stall.

Der kostet nämlich nur die Hälfte, bietet die selben Möglichkeiten im 3D-Bereich, hat eine "Deep"-Version serienmäßig ohne Aufpreis dabei und ist momentan einfach das beste Programm. Falls Sie doch unbedingt eilnen Fritz haben möchten, ist auch die Fritz 8-WM Edition (ebenfalls von Chess Base) zu empfehlen. Die ist nämlich nur wenig schwächer, hat alle 3D-Funktionen und kostet nur 39,99 €.

Wolfgang Battig, Rochade Europa 03/2004

Deep Fritz 8