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Art.-Nr.: SCF4CDE
Vergriffen

Fritz 4 Win / english version

5,09 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Details

Sprache Englisch
Autor Morsch, Frans
Hersteller ChessBase
Medium CD
Druck Analyse in Datei, Diagramm in Grafik, Partie
Funktionen 3D-Brett, Alternativzüge, Analyse Partie, Analysedatenbank, Automatische Partiewiederholung, Berechnungen konfigurierbar, ECO-Anzeige, ECO-Zuordnung, Elo-Bewertung, Endspieldatenbanken, Eröffnungsname, Kommentare, Layout veränderbar, Lehrfunktion, Lernfähigkeit, Online-Hilfe, Spielstil konfigurierbar, Stellungswiedererkennung, Suche nach Stammdaten, Varianten, Zugumstellungen
Soundkartenunterstützung Ja
Kopierschutz CD-Abfrage alle 10 Starts
Voraussetzung: CPU ab 386
Betriebssystem Windows 3.11, Windows 95
Platzbedarf Festplatte 7 MByte
Anzahl Partien 30.000
Exportformate CBF, PGN
Importformate CBF, PGN
Elo (Hardware) 2337 (P90)

Mit Fritz 4, einem reinen Windows-Programm (für Win 3.1 oder 95) wurde der bereits mit der ChessBase Datenbank eingeleitete Trend weiter verfolgt.

Allerdings weicht das Design der Fenster teilweise vom gewohnten Windows-Standard ab. Zwar sind die einzelnen Bildschirmelemente (Brett, Notation, Analyse, Kommentarfenster, Buttons und eine grafische Darstellung der Bewertung während der Partie) übersichtlich in eigenen Fenstern dargestellt, doch fehlen die typischen Pull-Down-Menüs. Sie erscheinen beim Anklicken der Schaltflächen ("Buttons") am unteren Bildschirmrand. Deren Aufteilung ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig (warum stehen "Buch laden" und "Buch-Einstellungen" beispielsweise im Stufen-Menü?), aber man wollte wohl die von Fritz 3 bekannte Belegung der Menüs beibehalten.

Das von ChessBase für Windows bekannte Schachbrett ist in fünf verschiedenen Größen einstellbar, die übrigen Fenster lassen sich nur in der Höhe verändern, nicht aber in der Breite, die automatisch an den jeweils vorhandenen Platz angepaßt wird. Das Fenster mit der grafischen Darstellung der Stellungsbewertung - die sogenannte "Fieberkurve" der Partie - ist leider nur in einer höheren Bildschirmauflösung als in der Standard-Auflösung (640x480) darstellbar. Die Oberfläche erscheint nicht mehr so klar gegliedert wie in früheren Versionen. Dies kann jedoch durch Abschalten nicht benötigter Fenster ausgeglichen werden. Damit erschöpfen sich die Kritikpunkte am neuen Design aber auch schon im wesentlichen.

Erfreulicherweise sind die meisten Tastenkürzel geblieben, so daß die Umstellung vom alten auf den neuen Fritz überraschend schnell gelingt.

Wirklich Revolutionäres gab es anläßlich der Markteinführung hingegen bei der Ausstattung des neuen Fritz zu bewundern. Zunächst einmal sind alle Funktionen des alten Fritz auch im neuen enthalten, bis auf die Funktion "Nächstbester Zug". Diese wurde ersetzt durch die Möglichkeit mehrere Hauptvarianten gleichzeitig berechnen zu lassen, wie es schon das Fritz 3-Analysemodul für ChessBase konnte. So ist der "Verlust" dieser Funktion sicherlich zu verschmerzen.

Die augenfälligste Neuerung ist wohl das 3D-Schachbrett. Zwar gibt es 3D-Schachbretter auch bei anderen Programmen. Doch häufig sind dort die Figuren nur gewöhnliche Bitmap-Grafiken, die bei Veränderung der Größe des Brettes entweder zu groß oder zu klein erscheinen. Bei Fritz hingegen läßt sich nicht nur das Brett von jedem Blickwinkel und aus jeder Entfernung betrachten, sondern das Verhältnis der Figuren zum Brett bleibt immer gleich. Der Fachmann spricht von Vektorgrafiken. Bei einem mit vielen Figuren besetzten Brett hat jedoch der Prozessor auch viel zu rechnen, was sich auf einem langsamen Computer mit dementsprechender Geschwindigkeit beim Bildschirmaufbau bemerkbar macht.

Fritz 4 zeigt sich aber nicht nur anders gewandet als sein DOS-Vorgänger, sondern vor allem überaus kommunikativ. Bei fast allen Schachprogrammen verläuft der Dialog recht einseitig. Dem Programm werden die Wünsche seines Benutzers durch Anklicken bestimmter Menüs vermittelt und dieses "handelt" danach. Bei Fritz ist ein erster Schritt in die andere Richtung gemacht worden (der jetzt mit Fritz5 weiter verfolgt wurde!). Beim Einschalten wird der wagemutige Benutzer vom Programm mit Namen und einem lockeren Spruch begrüßt. Während einer Partie bietet das Programm bei Zügen, die seiner Meinung nach nicht gut sind, Hilfestellung in mehreren Stufen an und läßt dem Spieler die Wahl, diese auch zurückzunehmen oder trotz Warnung fortzusetzen.

Diese Hilfestellungen sind aber nicht nur in immer gleichen, kurzen Kommentaren gehalten, sondern es handelt sich tatsächlich um zusammenhängende Sätze, die situationsabhängig und schachlich fundiert sind. Eine solche Computer-Kommentierung in natürlichem (Schrift)deutsch, stellte ein echtes Novum dar und ist darüberhinaus ein erstaunliches Stück Programmierkunst.

Für den Enthusiasten des Computerschachs sorgt jedoch weniger die sprachliche Kommentierung von Partien durch das Programm als vielmehr eine andere Funktion für Begeisterung. Das Herzstück von Fritz 4, der Programmteil also, der nur für die Berechnung der Züge zuständig ist (neudeutsch "chess-engine") ist nämlich auswechselbar. Sinnbildlich gesprochen kann Fritz 4 also ein "neues Modul" eingesetzt werden, "das Brett" (die Oberfläche) bleibt aber immer das gleiche. So ist es beispielsweise möglich, auch Fritz 3 unter der Oberfläche von Fritz 4 laufen zu lassen. Zur Freude des Benutzers werden denn auch gleich drei verschiedene Engines mitgeliefert. Fritz 4, Fritz 3.1 und Fritz 1.2 für schwächere Spieler. Weiterhin laufen auch andere Programme unter der Fritz-Oberfläche. Der als Analysemodul zu ChessBase einsetzbare Doctor? wurde durch Fritz 4 zu einem spielfähigen Programm. Die konsequente Weiterentwicklung dieser Philosophie hat bei Fritz5 und der Hiarcs 6.0 engine, die gegenwärtig das spielstärkste Schachprogramm überhaupt darstellt, ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden.

Die Oberfläche kann aber nicht nur eine Engine verwalten, sondern (ein besonderer Vorteil von Windows!) gleich mehrere. So ist es etwa möglich, für das Mittelspiel Fritz 4 mit 128 Kilobyte Hash einzusetzen und im Endspiel das Hiarcs-Programm mit vier Megabyte Hashtables spielen zu lassen (ausreichend Hauptspeicher vorausgesetzt). Auch an die Tester hat man gedacht und eine Möglichkeit des vollautomatischen Spiels zwischen zwei Engines geschaffen, wobei natürlich sämtliche Partien fein säuberlich in einer eigenen Datei protokolliert werden.

Die schon bei Fritz 3 hochgelobten Datenbankfunktionen wurden deutlich überarbeitet. Sie entsprechen nun weitgehend denjenigen von ChessBase für Windows. Lediglich die Funktion "Stellung suchen" ist nicht vorhanden. Dafür sind sämtliche von ChessBase bekannten Schlüssel nutzbar und die bisherigen Grenzen für die Dateigröße der geladenen Datenbank sind entfallen. Als willkommene Zugabe kann man nun Partien inklusive eingebetteter Diagramme im Zwei-Spaltensatz drucken. Man benötigt somit nicht unbedingt ChessBase für Windows, wenn man lediglich einige Partien inklusive Diagrammen ordentlich zu Papier bringen möchte.

Daß eine Soundkarten-Unterstützung, eine vollautomatische Analyse von Partien oder ChessBase-Datenbanken und auch ein Import von PGN-Dateien geboten wird, sei nur noch am Rande erwähnt.

Wo sind denn nun die Kritikpunkte?

Eine kleine Anmerkung muß sich das Analysefenster gefallen lassen. Nachdem Fritz gezogen hat, erscheinen sofort die weiteren Analysen aus dem "Permanent Brain" im Fenster. Wer also nach einer nächtlichen Untersuchung einer Stellung unachtsam den Zug abruft, den das Programm bis dato für den besten hält, verliert die Informationen zum bisherigen Rechenvorgang. Ein kleines Manko, das in der nächsten Version nicht mehr auftauchen sollte.

Weiterhin unbrauchbar ist auch die Funktion "früher Buchwechsel" im Zusammenspiel mit den Power-Books. Ist diese Option eingeschaltet, zieht Fritz auf 1.d4 zum Beispiel häufig 1...h6. Dies liegt jedoch nicht am Schachprogramm, sondern an den Eröffnungsbüchern und soll bei den nächsten Power-Books beseitigt sein.

Fritz 4 kostet jetzt nach Erscheinen der neuen Fritz5-Software nur noch 98,00 DM inklusive der drei Fritz-Engines und Endspieldatenbanken. Für nur wenig Geld kann man also den alten Fritz mit Updatemöglichkeit auf Fritz5 erwerben.

  • CD inklusive Fritz 3

Fritz 4 Win / english version