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Art.-Nr.: SCF7D
Vergriffen

Fritz 7 / deutsche Version

24,99 €
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Machen Sie sich Freunde

Fritz7 ist mehr als nur ein Schachprogramm. Seit Jahren steht Fritz an der Spitze der internationalen SSDF-Rangliste für Schachprogramme und Brettcomputer. In vielen Turnieren hat Fritz gezeigt, dass er sogar gegen die besten Spieler der Welt mithalten kann. Aber Fritz kann mehr als nur gut Schach spielen. Die ausgezeichnete Ausstattung erlaubt es Anfängern, Vereinsspielern und Schachprofis, Fritz genau so zu benutzen, wie es für die Entwicklung der eigenen Spielstärke richtig ist. Selbst Kasparov kann auf Fritz nicht verzichten: "Ich benutze regelmäßig Fritz, um meine Analysen zu überprüfen." Und dabei ist Fritz nie langweilig. Über 1000 Sprüche und Kommentare des Kabarettisten Matthias Deutschmann sorgen für Unterhaltung und spornen an.

Zugang zu www.schach.de

Neu ist bei Fritz7 der kostenlose Zugang zum Online- Schachserver www.schach.de (Voraussetzung ist ein Internetzugang. Es fallen nur die üblichen Telefon-/ Providerkosten an). Jetzt kann man gegen Schachfreunde aus der ganzen Welt spielen, analysieren, chatten und sich Partien oder Trainingskurse anschauen.

Spielstärkere Engine

Bei der Weiterentwicklung der Engine hat Fritz enorm von den Erkenntnissen aus Turnierteilnahmen (Chess Classic, Holländische Meisterschaft, Wettkampf gegen Robert Hübner) und von der Vorbereitung auf den Wettkampf gegen Weltmeister Kramnik profitiert. Die Engine hat deutlich an positionellem Wissen und an der Beurteilung von Königsangriffen und Königssicherheit gewonnen.

Weltmeister Vladimir Kramnik über die neue Fritz7 Engine:

"Fritz hat sich sehr verbessert. Ich fühle das. Zum Beispiel ist das Verständnis für Königssicherheit besser geworden. Aber auch das allgemeine Positionsverständnis hat sich enorm verbessert.

Verbesserte Oberfläche:

Die komfortable Fritz-Oberfläche wurde in über 40 Funktionen erweitert und verbessert. Die wichtigsten Neuerungen:

Partien und Analyse: Wertungspartie bietet größeren Elo-Bereich an, ShuffleChess + (Fischer) RandomChess möglich, Digital-Uhr mit vier Anzeigen, Bedenkzeiten mit Inkrement (Fischeruhr) in allen Zeitmodi möglich, verbrauchte Zeit wird gespeichert und beim nächsten Start wieder angezeigt (Partieunterbrechung), Überprüfung des Mattmaterials bei Zeitüberschreitung, Erweriterung der Analysefunktionen, u.v.m.

Buch: Zugauswahl im Buch zusätzlich über Zugbewertungen (!,?,etc) steuerbar, Zugumstellungsprobleme im Buch beseitigt (blaue Züge)

Datenbank: Suchmaske: Manöver kombiniert mit Doppelschach und Patt (CB8). Eingabe von Mannschaften beim Speichern möglich, Funktion Turniertabellen erweitert Ausgabe: Stellung als Bild im jpg-Format speichern, Druckvorschau, Ausdruck von farbigen Pfeilen und Feldern in Diagrammen, Automatischer Druck von Ausgangsstellungen ungleich der normalen Ausgangsstellung

Bedienungskomfort: Dialog zur Eingabe der Textkommentare in der Größe veränderbar, Dialog zur Eingabe von Textkommentaren merkt sich letzte Position und Größe Tablebases über Dialog, einstellbar, RecentManager mit den zuletzt benutzten Partien/Datenbanken, Liste der Technical Messages in der Größe veränderbar, Übergabe an CB/Fritz User konfigurierbar, Layout bei EngineMatch, Wertungspartie, Analyse, Autoplayer, Shootout wird gespeichert, Engine Management verbessert

Technik: Kopieren/Installieren von Bäumen größer 4GB (DVD), jetzt max. 4TB, Autoplayer kann nach dem Match automatisch entladen werden (Probleme mit Pipes), Autoplayer funktioniert ohne Buch, mit schreibgeschütztem Buch, mit kleinem Buch, ohne Tablebases, Speichern im PGN-Format verbessert, Infozeile in Testsuite, Standard-Abweichung bei Autoplayer, EngineMatch, Prozentzahl bei Autoplayer, EngineMatch

Anzeige/Design: Zusätzliche Standard-Layouts, Anzeige des Bewertungsprofils als Thermometer

Weitere wichtige Funktionen:

Leicht konfigurierbare Oberfläche im neuen Design. Bretter beliebig skalierbar - in Holz oder Marmor mit drei verschiedenen Figurensätzen. Neue intuitive Menüstruktur. Besseres Eröffnungstraining durch "aktives" Eröffnungsbuch. Analyse und Hilfestellung durch mitlaufende "Kiebitz"-Engines. Speziallayouts: Vollbild und "Mini-Fritz". Aktualisierte und stark erweiterte Fritz-Eröffnungsbibliothek. Erweiterte Datenbankfunktionen - z.B. automatischer Endspielindex. Stark erweiterte Druckfunktionen - z.B. mit Farbdruck von Schachbrettern in Holz- oder Marmordesign. Neue Spezialfunktion für Fernschachspieler: "Stellung ausspielen". Neue Engineturniere: KO-System und Schweizer System. Kombinationserkennung von Dr. Chrilly Donninger in der Partienanalyse. Außerdem: Aktuelle Datenbank mit 350.000 Partien.

Systemvoraussetzungen: Windows 95/98/ME/OO/NT/XP, Pentium 166 Mhz oder vergleichbar, 20 MB freier unkomprimierter Festplattenspeicher, 32 MB RAM, 1 MB-Graflkkarte, Soundkarte, CD-Laufwerk, Maus, Tastatur

Details

Sprache Deutsch, Englisch, Niederländisch
Autor Morsch, Frans
Hersteller ChessBase
Medium CD
Gewicht 280 g
Brettanschlüsse DGT-Brett
Druck Diagramm als Text, Diagramm in Grafik, Partie, Partie in Datei
Funktionen 3D-Brett, Alternativzüge, Analyse Partie, Analysedatenbank, Autoplayer, Berechnungen konfigurierbar, Bibliothek erweiterbar, ECO-Anzeige, ECO-Zuordnung, Eingabehilfe, Elo-Bewertung, Endspieldatenbanken, Eröffnungsname, Kommentare, Layout veränderbar, Lehrfunktion, Lernfähigkeit, Online-Hilfe, Positionsbaum, Spielstil konfigurierbar, Stellungswiedererkennung, Suche nach Stammdaten, Suche nach Stellungen, Varianten, Zugumstellungen
Soundkartenunterstützung Ja
Kopierschutz CD als Dongle
Voraussetzung: CPU min. Pentium
Betriebssystem Palm OS, Pocket PC, Windows 2000, Windows 95, Windows NT, Windows Vista, Windows XP
Platzbedarf Festplatte 60 MByte
Anzahl Partien 320.000
Exportformate CBF, CBH, EPD, PGN, TXT
Importformate CBF, CBH, EPD, PGN, TXT
Elo (Hardware) 2600 (P400)

Die Schachsoftware Fritz gehört ohne Zweifel zu den Favoriten vieler Schachfreunde. Im Unterschied zu vielen anderen Programmen konnte sich das Zugpferd von ChessBase nicht nur in der spezifischen Computerschachszene etablieren, sondern erfreut sich großer Beliebtheit bei einem sehr breit gefächerten Anwenderkreis. Ob Amateur oder Weltklassespieler: Fritz ist immer dabei. Dafür gibt es natürlich einen guten Grund. Fritz bietet eine unglaubliche Fülle an sinnvollen Spiel-, Trainings- und Analysefunktionen. In Kombination mit den erstklassigen Datenbankfunktionen bekommt der Anwender für einen sehr günstigen Preis eine Allroundsoftware in die Hand, mit der er alle relevanten Anwendungsgebiete abdecken kann. Trotz des komplexen Leistungsumfangs ist das Programm sehr intuitiv und einfach zu bedienen und ein großer Anteil am Erfolg des Programms liegt sicher auch in dem hohen Spaß- und Unterhaltungswert von Fritz. Betrachtet man einmal die Entwicklung des Programms über die Jahre hinweg, überzeugte jedes Release hinsichtlich technischer Innovationen.

Man denke nur z.B. an das seinerzeit revolutionäre Enginekonzept, den äußerst effizient implementierten Positionsbaum, die Sprachkommentierung bei der Autoanalyse, die zahlreichen Hilfestellungen für Anfänger und Hobbyspieler u.v.m. In diesem Jahr feiert Fritz seinen zehnten Geburtstag und natürlich war die Spannung groß, was sich die Hamburger Softwareschmiede für die Jubiläumsversion hat einfallen lassen. Eine ganze Menge, soviel kann vorab schon einmal festgehalten werden.

Der Schachserver

ChessBase hat schon vor Jahren die Bedeutung des Internets erkannt. Mir ist keine andere Firma in der Schachszene bekannt, die z.B. ihre Webseite so liebevoll und intensiv pflegt und betreut. Täglich gibt es neue Nachrichten aus der Schachszene, zahlreiche Tipps und Tricks zu den Softwareprodukten, Programmupdates werden bereitgestellt u.v.m. Neben zahlreichen Neuerungen und Detailverbesserungen am eigentlichen Schachprogramm, deren Beschreibung an dieser Stelle den Seitenumfang der RE deutlich sprengen würde, ist das Highlight die Schnittstelle des Programms zu dem neuen, von ChessBase entwickelten Schachserver. Was konkret ist eigentlich ein Schachserver? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage dürfte vor allem für Schachspieler interessant sein, die bisher wenig Erfahrungen mit Onlineschach machen konnten. Fritz bietet einen vollwertigen Zugang zu einem virtuellen Schachklub, für den Sie lediglich einen funktionierenden Internetzugang und eben den neuen Fritz 7 als Zugangssoftware benötigen. Beim Start des Programms erscheint der Startbildschirm mit zwei Optionen: 1.) Fritz startet wie gewohnt das eigentliche Schachprogramm mit den zahlreichen Spiel- Analyse- und Datenbankfunktionen. 2.) Zu Schach.de führt direkt zu dem neu entwickelten Schachserver von ChessBase. Dies funktionert natürlich nur dann, wenn zuvor eine Internetverbindung via DFÜ-Netzwerk aufgebaut wurde. Auf Schach.de gibt es eine Vielzahl von Angeboten und Inhalten. Die für die meisten Spieler wohl interessanteste Funktion: Man kann über den PC/Internet mit Schachfreunden aus aller Welt live spielen, trainieren oder analysieren.

Das Konzept

Ganz neu ist die Idee natürlich nicht, denn es gibt seit Jahren gut funktionierende Schachserver wie z.B. der Internetschachklub ICC, FICS, ChessNet u.a.. Die von ChessBase entwickelte Serversoftware unter Fritz und die technische Realisierung unterscheiden sich meiner Ansicht nach vor allem in folgenden Punkten von den bisher bekannten Angeboten:

1. Ein wichtiges Kriterium ist meiner Meinung nach die Benutzerfreundlichkeit der Software. Die zuvor erwähnten Server stammen noch aus einer Zeit, in der die Konfiguration und Einstellung aller Parameter keine triviale Angelegenheit darstellte. Auch wenn vieles besser geworden ist, die Konfiguration und Mitgliedschaft auf diesen englischsprachigen Servern ist für Einsteiger und Anfänger keine triviale Angelegenheit. Nach wie vor können viele Funktionen nur über eine zeilenorientierte, DOS-ähnliche Befehlsstruktur bedient werden. Hier hat Fritz 7 mit windowskonformen Dialog- und Hilfefunktionen eindeutig die Nase vorn. Einfacher kann man den Zugang zu einem Schachserver und den Inhalten kaum noch gestalten.

2. Die wichtigen Server sind durchweg englischsprachig. Damit sind vor allem ältere Anwender überfordert. Für den Fritz-User stellt sich das Problem nicht. Sämtliche Einstellparameter und Bedienungselemente kann er in seiner ihm vertrauten Landessprache und Programmumgebung bedienen.

3. Sehr übersichtlich und für den Einsteiger nachvollziehbar ist das in der Software implementierte Raum-Konzept. Mann kann sich den Server wie ein riesiges Gebäude vorstellen, in dem es Räume mit den unterschiedlichsten schachlichen Aktivitäten gibt. Neben dem eigentlichen Turniersaal gibt es andere Foren, in denen spezielle Aktivitäten stattfinden. z.B. gibt es einen speziellen Raum, wo nur Computer spielen, ein Analyseforum, einen Raum für technische Fragen usw. Sehr übersichtlich ist die Strukturierung der Räume in einer explorerähnlichen Ansicht. Man erkennt auf Anhieb, "wo was los ist" und wie viele Teilnehmer sich jeweils in einem Raum aufhalten.

4. In den Räumen gibt es "Plakate", die hier einfach mit HTML-Dokumenten realisiert sind. Zukünftig wird man in jedem Raum News, Tipps und technische Informationen vorfinden.

5. Es ist natürlich klar, dass sich das Spiel auf dem Server von dem Besuch in einem "nomalen" Schachklub vor allem durch den Wegfall der direkten persönlichen Begegnung unterscheidet. Im Unterschied zu anderen Servern kann man sich hier direkt einen Eindruck davon verschaffen, mit wem man es auf der anderen Seite des Schachbrettes zu tun hat. Der direkte Zugriff auf die bisher erzielten Wertungen des Gegners gibt schon einmal eine konkrete Vorstellung davon, wie es um dessen Spielstärke bestimmt ist. Im Idealfall kann man sogar Fotos des Gegenübers und persönliche Informationen sehen, wenn der andere Teilnehmer z.B. ein Porträt zum Upload bereit gestellt oder einige Angaben zur Person gemacht hat. Das erzeugt eine Art von "Clubatmosphäre", die beim Spiel auf anderen Servern fehlt.

Erste Erfahrungen

Im September entschloss sich ChessBase, den Server-Client von Fritz 7 öffentlich zugänglich zu machen. Grund: Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Software und die Anbindung lediglich von einem kleinen Kreis ausgewählter Tester genutzt. Es stellt aber einen gewaltigen Unterschied dar, ob das System den Spielbetrieb von 10-15 Leuten verkraftet oder von einer großen Anzahl von Powerusern in Anspruch genommen wird. Kritisch war neben der Funktionalität der Software vor allem die Frage, ob der neu entwickelte Server einer professionellen Nutzung gerecht wird. Im September war es dann soweit. Auf der Website von ChessBase und im CSS-Forum wurde auf den ersten Download der Clientsoftware hingewiesen. Im Unterschied zu der mir vorliegenden Beta-Version des Programms war der klassische Spielteil von Fritz 7 mit Spiel-, Analyse- und Datenbankfunktionen abgeklemmt. Während der Anwender im Startbildschirm der Finalversion entscheiden kann, mit welchem Modul er arbeiten möchte (Fritz startet das Schachprogramm, Zu Schach.de startet die Serversoftware), war in der Beta der klassi-sche Spielteil deaktiviert. Es war klar, dass es bei dem Betatest vor allem darum ging, die Funktionalität des Spielbetriebs auf dem Server gründlich zu testen. Kurz vor Redaktionsschluss konnte man nach einigen Wochen Dauerspielbetrieb auf einige Erfahrungen zurückgreifen. Die wohl wichtigste Erkenntnis: Der Spaß- und Suchtfaktor ist extrem hoch! Die begeisterte Zustimmung und intensive Nutzung durch viele Anwender lässt keinen anderen Schluss zu. Es ist einfach zu verführerisch, dass man quasi zu jeder Zeit Schachpartner findet, die Zeit und Lust auf eine Partie haben. Auf den Ablauf im praktischen Spielbetrieb gehen wir später noch ausführlich ein.

Installation und Zugang

Eine der Stärken des Systems ist ohne Zweifel das unproblematische Handling für den User. Die zeigt sich bereits beim Zugang zu dem System. Wenn man nach der Installation das Fritz-Programm startet, kann man - wie bereits zuvor beschrieben - entscheiden, ob man mit dem "normalen" Schachprogramm oder auf die Inhalte des Servers zugreifen will. Grundbedingung für den Zugang zu Schach.de ist lediglich ein stabiler Internetzugang, der über das DFÜ-Netzwerk konfiguriert sein muss. Die Inhalte auf dem Server selber sind kostenfrei und nicht gebührenpflichtig. Außer den Kosten für Telefon, Provider und dem Obolus für Fritz 7 fallen also keine weiteren Kosten an. Verdeutlichen wir die Vorgehensweise einfach an der realen Praxis. Nehmen wir an, Sie haben soeben Fritz 7 installiert und möchten jetzt einmal einen Blick auf die Inhalte des Servers "riskieren". Aktivieren Sie zuerst einmal die Verbindung zum Internet, sonst ist natürlich kein Zugriff möglich. Auf dem Desktop befindet sich ein Icon, bzw. eine Verknüpfung zu Fritz 7. Mit einem Doppelklick starten Sie das Programm und klicken jetzt auf die Option Zu.Schach.de. Damit starten Sie das Login auf dem Server. Beim ersten Besuch gibt es einige Formalitäten zu erledigen, die Sie über den Eingabedialog erledigen. Keine Sorge, die Prozedur ist unkompliziert und kostet nur wenig Zeit.

Für erste Versuche mit dem Schachserver reicht der Zugang als Gast völlig aus. Sie haben so die Möglichkeit, sich ohne weitere Formalitäten auf dem Server umzuschauen und die angebotenen Inhalte zu testen. Wenn alle Inhalte des Servers genutzt werden sollen, muss wie bei einer Bank ein eigenes Konto mit den persönlichen Zugangsdaten eingerichtet werden. Keine Sorge, auch dieses Vorgehen kostet nur wenig Zeit und ist nicht mit Kosten verbunden. Ein Klick auf die Option Neues Konto anlegen startet die nachstehend abgebildete Dialogbox, in denen man die benutzerspezifischen Daten für den Zugang eingeben kann.

Kurzname: Hier wird der Spielername (Handle) eingetragen, der für die anderen Teilnehmer in der Spielerliste sichtbar sein wird. In der Betaphase konnte man sich von dem Einfallsreichtum überzeugen, den einige Teilnehmer bei der Auswahl ihrer Namen an den Tag legen. Das ist akzeptabel, man sollte allerdings vermeiden, sich unter den Namen von berühmten Großmeistern oder bekannten Schachprogrammen einzuloggen.

E-Mail: Die E-Mail-Adresse wird in erster Linie benötigt, falls man sein Passwort vergisst. Auf Grund der teilweise negativen Erfahrungen in manchen Internetforen dient die Mailadresse auch dazu, den Server vor Missbrauch zu schützen. Zugänge ohne gültige Mailadresse werde nach einiger Zeit gelöscht. Falls Sie die Sorge haben, dass Sie bei Angabe der Mailadresse mit Werbemails überflutet werden, kann hier direkt Entwarnung gegeben werden. ChessBase versichert ausdrücklich, dass die angegebene Mailadresse nicht für Werbezwecke benutzt wird.

Vor- und Nachname: Diese Angaben sind nicht zwingend vorgeschrieben. Es spricht aber aus Gründen der Fairness nichts dagegen, wenn man diese Angaben macht. z.B. kann man bei einer Herausforderung durch einen Spieler diese Info abfragen und sieht auf Anhieb, mit wem man es auf der anderen Seite des Bretts zu tun hat. Die bisher vorliegenden Erfahrungswerte zeigen ganz deutlich, dass Spieler mit anonymen Handles weniger Akzeptanz bei den anderen Teilnehmern finden.

Nation, geografische Daten: In diesem Abschnitt gibt man die Nation und die geografischen Eckdaten an. In der Regel ist es möglich, seine Heimatstadt aus einer vordefinierten Liste abzurufen, die entsprechenden Länge-und Breitegrade werden dann automatisch übernommen. Falls Sie ihre Stadt in der Liste nicht finden, findet man in dem Raum Technical Support auf dem Server rasch Hilfe. Die Angabe dieser Daten dient u.a. dazu, dass Ihr Gegner auf einer Karte nachschauen kann, wo Sie ihren Lebensmittelpunkt haben. Dazu später noch mehr.

Wertungs- und Titeldaten: Diese Angaben sind freiwillig und werden vor allem für Sonderranglisten und -preise (z. B. bester Jugendspieler, beste Dame usw.) benötigt.

Bild senden: Auch diese Information ist freiwillig, sollte aber unbedingt genutzt werden. Sie können Ihr Porträt auf den Fritz7-Server hochladen. Zur Zeit muss es noch im BMP-Format sein, zukünftig wird die Client-Soft-ware aber auch die Anzeige von JPEG´s unterstützen. Das Porträt kann - wie die Benutzerdaten - jederzeit geändert oder ausgetauscht werden. Wozu dient nun die Grafik. Ganz einfach, Auf Wunsch kann der Gegner sich auch visuell einen Eindruck davon verschaffen, gegen wen er da gerade antritt. Keine Zukunftsmusik: mit Sicherheit werden in nicht allzu ferner Zukunft auch bewegte Bilder usw. integriert.

Persönliche Informationen

Hier können Sie einige persönliche Angaben machen. Wenn Sie z.B. bevorzugt Partien mit längerer Bedenkzeit spielen, können Sie diese Information genauso eintragen wie philosophische Abhandlungen. Im Klartext: Es steht Ihnen frei, was Sie den anderen Teilnehmern über sich preisgeben wollen.

Nach der Eingabe aller Anwenderdaten erscheint der Dialog Kennwort festlegen. Falls man sein Passwort vergessen hat, kann man per E-Mail eine Gedächtnisstütze anfordern. Pro Anwender sind übrigens maximal drei Konten möglich.

Die Räume

Wichtig zum Verständnis des Fritz7-Schachservers sind die unterschiedlichen virtuellen Räume, die in einer explorerähnlichen Ansicht im Fenster Räume dargestellt werden. Hinter jedem Eintrag findet man in einer eckigen Klammer einen Zahlenwert. Der Wert zeigt Ihnen an, wie viele Teilnehmer sich gerade in einem Raum aufhalten.

Wenn ein Raum "betreten" (angeklickt) wird, erscheint zuerst einmal eine kurze Beschreibung der Aktivitäten in diesem Raum. Als Default ist der Hauptspielsaal eingestellt, d.h. beim Einloggen auf den Server gelangt man automatisch in den Spielsaal, wo sich erfahrungsgemäß die meisten Teilnehmer tummeln. Am oberen Rand klickt man auf den Eintrag Spieler, um eine Liste mit allen Anwesenden zu erhalten.

Spätestens an diesem Punkt werden Sie selbst mit dem frisch gewählten, eigenen Spielernamen in der Liste aufgeführt. Man kann die Liste übrigens mit einem simplen Mausklick nach Name, Elozahl, Nation, Entfernung usw. sortieren. Wenn man einen Spieler anklickt und "Persönliche Informationen" (Rechtsklick) abruft, bekommt man die von ihm frei gegebenen Informationen wie das Porträt usw. angezeigt. Sie werden mit Sicherheit häufig zu einer Partie herausgefordert, sobald Sie in der Liste aufgeführt sind.

Online spielen

Im Fenster Herausforderungen wird eine eingehende Herausforderung mit einem kleinen roten, nach unten zeigenden Pfeil gekennzeichnet. Eine Herausforderung, die sich an alle anwesenden Spieler richtet, wird miteinem kleinen scharzen Pfeil gekennzeichnet. Auch in diesem Fenster gibt es in den Spalteneinträgen Informationen über den Gegner, die Spielkonditionen, Elozahl und die Bedenkzeiten, Sie haben die Möglichkeit, die Herausforderung anzunehmen, abzulehnen oder die Konditionen zu ändern. Wenn Sie einmal verschnaufen möchten, klicken Sie einfach die Option Pause an. In der Spielerliste wird jetzt unter Status gekennzeichnet, dass Sie eine Pause machen wollen und keine Herausforderungen wünschen. Die Konditionen für eine Partie sind in einem Dialog festgelegt. Weitungspartien werden grundsätzlich für die Berechnung einer Elozahl herangezogen. Interessant ist neben den Bedenkzeiten die Option Eröffnungszüge senden. Der Herausforderer kann eine beliebige Zugfolge oder Partie an den Gegner senden. Sie können diese Züge entweder manuell eingeben oder aus einer Datenbank laden. Wenn eine Herausforderung angenommen wird, erscheint ein normales Fritz-Schachbrett, auf dem man wie gewohnt seine Züge eingeben kann. Faszinierend dabei ist für mich, dass die Zugübertragung ohne jegliche Verzögerungen vonstatten geht. Egal ob der Gegner in Deutschland, in den USA, Australien oder wo auch immer sitzt. Der Trick: Die Daten, sprich Informationen über Züge, Bedenkzeiten usw. werden nicht über den Server von ChessBase transferiert. Die Client-Software stellt eine Direktverbindung zwischen den beiden Spielern her, d.h. die IP-Adressen werden ausgetauscht und die beiden Spielpartner können verzögerungsfrei agieren. Diese technisch elegante Lösung stellt ein gewaltiges Plus gegenüber anderen Schachservern dar. Unter Fritz 7 ist es natürlich möglich, bei laufenden Partien zu kiebitzen und diese live mitzuverfolgen. Fritz 7 übermittelt also die Partieinformationen auch an den Schachserver, aber nur dann, wenn die Ressourcen dies zulassen. Vorrang hat eindeutig eine flüssige Verbindung zwischen den Spielpartnern. Ein weiteres Beispiel für das praxisorientierte Konzept des Schachservers ist z.B. die Option, bestimmte Teilnehmer als Freund zu kennzeichnen. Es ist wie im richtigen Leben: manche Leute mag man, andere nicht. Sie können einen bestimmten Spieler mit dem Attribut Freund kennzeichnen oder ihn konsequent ignorieren. Falls ein "Freund" eintritt, werden Sie mit einem akustischen Signal und einer Meldung darauf hingewiesen. Ein Spieler, den Sie ignorieren möchten, kann Ihnen keine Mitteilungstexte im Chatfenster und keine Herausforderung zuschicken. Die etwas nüchterne Beschreibung dieser elementaren Funktionen möchte ich an einem praktischen Beispiel erläutern, das sehr anschaulich zeigt, wie interessant das Spielen auf dem Fritz 7-Server sein kann. Anfang Oktober tummelte ich mich wieder einmal auf dem Server und bekam die Herausforderung zu einer 3 Minuten-Blitzpartie von einem Teilnehmer mit dem Handle Doccy. Groß war die Überraschung, als ich die persönlichen Informationen meines Herausforderers abfragte. Es war kein Geringerer als der bekannte englische Großmeister Dr. John Nunn. Nachdem ich in der ersten Partie den Fehler machte, gegen Dr. Nunn dreist Sizilianisch zu spielen (er setzte mich im 23. Zug matt) konnte ich in der Revanchepartie etwas länger durchhalten:

  • O Doccy - Amateur Wertungspartie, 3m + Os 03.10.2001

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6 4.e5 Sfd7 5.f4 c5 6.Sf3 Sc6 7.Le3 cxd4 8. Sxd4 Sxd4 9.Lxd4 Lc5 10.Dd2 Lxd4 11.Dxd4 Db6 12.Dxb6 Sxb6 13.Sb5 Kd8 14.0-0-0 Ld7 15.Sd4 a6 16.Ld3 Tc8 17.b3 Ke7 18.Thf1 g6 19.g4 h5 20.f5 gxf5 21.gxf5 Thg8 22.fxe6 fxe6 23.Tf6 Tcf8 24.Txf8 Txf8 25.Tg1 Le8 26.Tg7+ Tf7 27. Txf7+ Lxf7 28.Kd2 Sd7 29.Sf3 Sc5 30.Ke3 Sxd3 31.cxd3 b6 32. Kf4 Lg6 33.d4 Kf7 34.a3 Kg7 35. Kg5 Lc2 36.b4 Lg6 37.Sh4 Lf7 38.Lg2 1:0

Auf Schach.de sind solche Überraschungen möglich und man hat die Chance, auch einmal gegen einen Großmeister spielen zu dürfen.

Kiebitzen

Wer kennt ihn nicht? Den lästigen Kiebitz, der sich im Schachklub in die laufende Partie einmischt und ungefragt seinen Senf zur laufenden Partie abgibt. Auch auf dem Schachserver kann man kiebitzen, also eine laufende Partie live mitverfolgen. Besonders wenn Großmeister spielen, ist man als schachlicher Normalverbraucher häufig überfordert. Um eine Partie mitzuverfolgen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder man aktiviert über den Reiter Partien die Liste mit den laufenden Spielen oder man geht über Zuschauen an das Brett. Wie im Spielmodus werden die Züge ebenfalls verzögerungsfrei auf dem Brett ausgeführt. Im Unterschied zu den beiden aktiven Spielern kann man eine oder mehrere Schachengines im Analysemodus hinzuschalten und hat immer die laufenden Bewertungen eines Schachprogramms zur aktuellen Brettstellung im Blick. An dieser Stelle möchte ich noch einmal dezidiert darauf hinweisen, dass den Spielern keine Möglichkeit zur Verfügung steht, eine Schachengine um einen dezenten "Tipp" zu bitten. Auf das Thema Schummeln und Spielen mit Computerunterstützung gehen wir noch ausführlich ein. Die üblichen Fritzfunktionen wie Multivariantenmodus, Analyse beschneiden stehen uneingeschränkt zur Verfügung. Will man durch die Notation navigieren, um einige Stellungen zu analysieren, muss man mit STRG-U die automatische Übertragung ausklinken. Jetzt kann man durch die Notation scrollen und mithilfe der Engine und des speziellen Analysebrettes nach Herzenslust analysieren. Wenn man erneut STRG-U drückt, landet man wieder in der Liveübertragung der Partie. Effizienter ist es meiner Meinung nach, wenn man die Partie einfach abspeichert und nachträglich analysiert. Die Spieler bekommen übrigens im Fenster Zuschauen sehr genau mit, wer bei der Partie kiebitzt bzw. zuschaut. Das Chatfenster ist hier nur für die Kiebitze gedacht, damit die Spieler nicht durch Kommentare oder unerwünschte Einmischung gestört werden.

Kommunizieren

Chatten ist eine der beliebtesten Anwendungen im Internet. Was bedeutet Chatten? Nichts anderes als eine spontane Unterhaltung im Netz, dabei findet die Unterhaltung über getippte Mitteilungstexte statt. Man klickt einfach einen Besucher an, um ihn direkt und privat anzusprechen. Der Name des Adressaten erscheint über der Eingabezeile des Chatfensters. Nachdem der Adressat ausgewählt wurde, geben Sie in der Eingabezeile den Text ein und schicken ihn mit Enter ab. Natürlich kann man beim Chat auch mehrere Teilnehmer oder alle ansprechen. Um auf eingehende Anfragen zu antworten, genügt es, einfach den angekommen Text anzuklicken, da der Sender direkt als Adressat übernommen wird. Sehr praktisch. Während der laufenden Partie kann man mit dem Gegner chatten, was aber bei Blitzpartien einige Übung mit der Tastatur erfordert. Wenn Sie eine besonders anregende oder interessante Unterhaltung geführt haben, können Sie den kompletten Text via Zwischenablage in eine Textverarbeitung oder einen Editor übernehmen und zur späteren Einsicht abspeichern.

Feinheiten

Wenn man die Spielerliste etwas genauer unter die Lupe nimmt, sieht man links vom Spielernamen kleine Symbole. Diese Symbole kennzeichnen den Rang, also den Status eines Teilnehmers auf dem Server. Nach einer Woche Mitgliedschaft erhält man den Rang Springer, Um den nächst höheren Rang Läufer zu bekommen, ist ein Monat Mitgliedschaft und eine Mindestelozahl von 1600 erforderlich. FIDE-Großmeister erhalten von ChessBase auf Anfrage direkt den Rang König zugewiesen. Ein großer Anreiz für viele Spieler ist die Möglichkeit, sich in Wertungspartien eine Elozahl zu erspielen. Momentan gibt es Wertungszahlen für drei unterschiedliche Modi: 1.) Bullet das sind Partien mit einer Bedenkzeit von weniger als 3 Minuten pro Partie 2.) Blitz gilt für Partien mit weniger als 15 Minuten pro Partie und 3.) Lang alle Bedenkzeiten mit mehr als 15 Minuten pro Partie. Natürlich möchte man im Laufe der Zeit einfach auch wissen, welche Teilnehmer denn zurzeit in diesen Disziplinen besonders erfolgreich gespielt haben. Kein Problem. Unter dem Menüpunkt Top Rating List kann man sich eine Liste inkl. Wertung der besten 100 Teilnehmer anzeigen lassen. Kurz vor Redaktionschluss sorgte der deutsche GM Roland Schmaltz unter seinem Handle Hawkeye für Furore. In Bulletpartien mit 1 Minute pro Partie kam Hawkeye in 32 Partien auf 100 % und eine Wertungszahl von 3740 Elopunkten! Das sind stramme 1200 Punkte mehr als der Zweitplatzierte! Beim "lahmen" 3-5-Minutenblitz fiel Roland Schmaltz dann deutlich ab und kam auf für seine Verhältnisse nur noch "bescheidene" 2800 Elopunkte... Noch ein Wort zum Wertungssystem. Das System arbeitet mit dem Ratingsystem von Ken Thompson, das eine lineare Wichtung der Ergebnisse nach Alter vorsieht. Dies bedeutet, dass aktuellere Ergebnisse stärker als beim klassichen Elosystem berücksichtigt werden. Gleichzeitig wurde ein Schwellwert von 300 Punkten implementiert. Wenn z.B. jemand mit Elo 1300 gegen einen Spieler mit 2600 Elo verliert, wird das wie ein Verlust gegen einen Spieler mit Elo 1600 gewertet.

Die Weltkugel

Ein technischer Leckerbissen ist die Anzeige aller Teilnehmer auf einer Weltkugel. Die Kugel kann beliebig gezoomt werden, zusätzlich kann man die Ansicht mit der Maus drehen und einstellen. Rote Punkte auf dem Planeten markieren den Standort der jeweiligen Teilnehmer, die zurzeit gerade auf dem Server aktiv sind! Fährt man mit dem Mauszeiger über einen Punkt, wird der Name des Teilnehmers eingeblendet. Man sieht also neben den bereits beschriebenen Nutzerinformationen auf einen Blick, wo sich die anderen Teilnehmer befinden. Wenn Sie sich nur für einen bestimmten Teilnehmer interessieren, hilft die Option Auf Karte finden. Umgehend wird der Standort des Teilnehmers auf der Kugel herangezoomt. Die Darstellung glänzt noch mit einigen weiteren Feinheiten. z.B. ist es möglich, die aktuellen Tag- und Nachtzonen auf der Erdkugel anzuzeigen. Wer ein Faible für Astronomie mitbringt, kann sich zusätzlich noch den passenden Standort von Sonne und Mond einblenden. Die Himmelskörper werden exakt dort gezeichnet, wo sie gerade im Zenit stehen. Es ist einfach faszinierend, wenn man sich bewusst macht, dass der Gegner momentan in Argentinien, Australien oder den USA sitzt und man trotzdem verzögerungsfrei gegen ihn spielen kann.

Spielmodi

Auf Schach.de gibt es drei Spielmodi: 1.) Mensch 2.) Computer und 3.) Zentaur. In den meisten Räumen sind nur Menschen erlaubt, das Spiel mit Computerhilfe gilt als Betrug. Damit Computerschachfreunde auf ihre Kosten kommen, gibt es extra einen Raum, in denen man eine Schachengine vollautomatisch spielen lassen kann. Eingriffe von menschlicher Seite sind nur zwischen den Partien möglich. Der Bediener kann Remis anbieten, aufgeben oder mit seinem Gegenüber den Abbruch der Partie vereinbaren. Fürs Computerschach gibt es eine eigene Wertungszahl. Besonders interessant ist der Spielmodus Zentaur. Per Definition sind Zentauren menschliche Spieler, die hier offen mit Computerunterstützung spielen. Sie dürfen nicht nur Computerzüge ausführen, sondern während der Partie mit dem Rechner analysieren. Zentauren sind nur in bestimmten Räumen zugelassen. Ein Zentaur entscheidet mithilfe des Eröffnungbuches über die Eröffnung, bestimmt die Bedenkzeiteinteilung des Programms, wechselt oder vergleicht die Engines oder macht gar selbstständige Züge. Die Kunst im Zentaurenschach ist, die Engine durch interaktive Analyse in die kritischen Varianten hineinzuführen, damit kann man drastisch größere Suchtiefen erreichen als ein reines Computerprogramm. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um Advanced Schach, man kann hier einmal selber damit experimentieren, wie sich mithilfe des Computers eine Partie entwickelt.

Problemfall Schachprogramm?

Ein generelles Ärgernis beim Spiel auf allen Schachservern ist die Tatsache, dass einige Spieler ungehemmt mithilfe eines Computers spielen und auch noch stolz auf die erschwindelten Mogelwertungszahlen sind. Die Entwickler vom Fritz7-Server haben alles daran gesetzt, diesen Betrug zu unterbinden. Es ist z.B. nicht möglich, parallel auf dem gleichen Rechner einen Fritz zu starten, wenn man auf dem Server spielt. Natürlich ist es nicht zu verhindern, das ein Teilnehmer ein Programm auf einem zweiten Rechner parallel bedient. Das Spielen mit Computerunterstützung gegen ahnungs- und arglose Gegner ist natürlich auf das Schärfste zu verurteilen und wird auf dem F7-Server streng geahndet. Schach.de verwendet eine Reihe von automatisierten Analysetechniken, um Partien im Nachhinein auf Verwendung von Schachprogrammen zu untersuchen. Es gilt: "In dubio contra reo". Im wiederholten Verdachtsfall wird der Zugang konsequent gesperrt, da Computerbetrug eine erhebliche Beeinträchtigung der Spielkultur auf dem Server darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass die Computerfreaks nachhaltig von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich in den extra dafür eingerichteten Räumen auszutoben.

Ausblick

Der Schachserver wird dynamisch wachsen und konsequent weitergepflegt werden. Viele Funktionen und Inhalte waren zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht realisiert und implementiert. Es wird z.B. möglich sein, Vorträge zu halten, Schachlehrgänge auszurichten, interaktive Schachlektionen und vieles mehr. Das System ist flexibel konzipiert, d.h. ChessBase kann und wird lfd. Änderungen und Erweiterungen an den Inhalten vornehmen. Da der Client lfd. erweitert wird, gibt es eine einfache Möglichkeit, seine Installation auf den neuesten Stand zu bringen. Im Programm gibt es die Funktion Programm aktualisieren, die Fritz 7 automatisch aktualisiert und auf den neuesten Stand bringt. Der momentane Status quo ist mehr als beeindruckend. Schon lange nicht mehr habe ich selbst so viel und aktiv Schach gespielt. Egal wann und zu welcher Uhrzeit ich eine Partie gegen einen Menschen spielen möchte: auf Schach.de finde ich immer einen spielbereiten Partner. So wie das System angelegt ist, ahnt man schon jetzt, wie die Zukunft aussieht. Simultanveranstaltungen gegen Top-Großmeister, Vorträge, Analysen, Schachunterricht - es gibt unglaublich viele Anwen-dungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer haben selbst die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen und das System aktiv mitzugestalten. Ich freue mich schon darauf, Sie auf Schach.de anzutreffen...

Der klassische Fritz

Bei aller Begeisterung über die Schnittstelle zum neuen ChessBase-Server: Fritz 7 ist nach wie vor ein Schachprogramm. Neben zahlreichen Detailverbesserungen an den Funktionen und der Oberfläche enthält das Paket eine brandneue Engine von Frans Morsch, der seit einiger Zeit konsequent sein Programm zum schachlichen Allrounder entwickelt. Betrachtet man sich einmal die Dateigröße der Engine, fällt auf, dass der Umfang im Vergleich zum Vorgänger deutlich angewachsen ist und jetzt 430 KB beträgt (Fritz 6 = 311 KB). Der gewachsene Umfang resultiert u.a. von Algorithmen her, die der Engine vor allem im positioneilen Bereich und in puncto Königssicherheit ein besseres Spielverhalten ermöglichen. Das Hauptziel und die Vorgabe war ein ausgewogenes Spielverhalten in allen Spielsituationen im Turnierschach. Speziell im Hinblick auf das Match gegen GM Kramnik soll das Programm nicht nur offene, scharfe Stellungen gut behandeln, sondern auch in ruhigen geschlossenen Stellungen nicht die Orientierung verlieren. Das Image der früheren Fritz-Versionen (superschnell und effektiv, aber mit nicht viel Wissen ausgestattet) fällt schon lange in den Bereich Historie. Fritz 7 versteht eine ganze Menge von Schach und zeichnet sich meiner Ansicht nach durch ein sehr ausgewogenes Spiel verhalten aus. In Testpartien gegen die hausinterne Konkurrenten Junior und Chess Tiger wurden sichere 60 %-Resultate eingefahren, ein sehr gutes Ergebnis. In zahlreichen, positionell geprägten Teststellungen beweist Fritz 7 nachhaltig sein Positionsverständnis. Einige Beispiele:

(Diagramm)

Botwinnik,M - FIohr,S, 1933

39...d5!! Durch das Bauernopfer schägt Schwarz zwei Fliegen mit einer Klappe: der weiße Läufer mutiert zu einem schlechten Läufer, da ihm der Bauer d5 die Aussicht nimmt, während der schwarze Springer auf einmal große Wirksamkeit entfaltet. 40.cxd5 c5 41.bxc5 bxc5 42.Da3 Sd6 43. Lf1 Kf7 44.Ld3 c4 45.Lc2 c3 46. Db4 Sc4 47.Dxc3 Dc5+ 48.Kh1 Dxd5+ remis

Fritz 7 benötigt für den Schlüsselzug, der für viele Programme sehr schwierig zu finden ist, auf meinem Athlon 1 GHz und 128 MB HashTables gerade einmal 39 Sekunden für den Schlüsselzug.

(Diagramm)

Fine,R - Alekhine.A, 1938

Schwarz hat seine Entwicklung nicht abgeschlossen. Weiß muss energisch fortsetzen, sonst verfüchtigt sich sein Entwicklungsvorsprung und damit sein Vorteil. Richtig ist das Linien öffnende 10.f4!, das Fritz 7 bereits nach 15 Sekunden ausspielt.

Die folgende Stellung stammt aus dem "Wettkampf des Jahrhunderts" in Belgrad 1970.

(Diagramm)

Taimanov,M - Uhlmann,W

In schlechten Stellungen sollte man nicht unbedingt das Heil in taktischen Verwicklungen suchen, sondern überlegt maximalen Widerstand entgegensetzen. Eine typische Methode ist die Vereinfachung durch Abtausch. 25... c4! Sieht nach Verzweiflung aus, denn Weiß gewinnt jetzt einen Bauern, dafür erreicht Schwarz eine aktive Platzierung seiner Figuren. 26.Td4 Sc5 27. Txc4 Le6 28.Tb4 a5 29.Tb2 Ld7 30.Tba2 Sb3 31.Td1 Sc5 32.Td4 Se6 33.Tc4 g5 Weiß hat sogar einen zweiten Bauern gewonnen, das harmonische Zusammenspiel der Figuren wurde aber nachhaltig gestört. 34. Ld6 Sc5 35.Sd4 Sxa4 36.Tcxa4 Lxa4 37.Txa4 Txe3 38.Sb5 Te1+ 39. Kf2 Tb1 40.c4 Td7 41.Le5 Td2+ 42.Ke3 Txg2 43.Ke4 Tb4! Schwarz schafft sich jetzt einen Freibauern und damit endgültig Gegenchancen.

44.Txb4 axb4 45.Sd4 Ke7 46.Lc7 Kd7 47.Lxb6 b3 48.Sxb3 Tb2 49. Le3 Txb3 50.Lxg5 Tc3 51.Lf6 Txc4+ 52.Kf5 Tc2 53.h4 Tf2 54.f4 Ke8 55.Kg5 Tg2+56.Kh5 Tg6 57. Lg5 Kf7 58.f5 Tc6 59.f6 Ke6 60. Kh6 Tc7 61.Le3 remis

Den Schlüsselzug 25...c4 spielt Fritz 7 auf meinem Athlon bereits nach 36 Sekunden aus.

Noch ein Beispiel zum Thema typische Angriffsverfahren:

Spielmann - Decker, 1934

1.Lxh7+ Kxh7 2.Sg5+ Kg8 3. Dd 3 Te8 4.Dh7+ Kf8 5.Dh8+ Ke7 6.Dxg7 Kd8 7.Dxf7 Sf8 8.h4 1:0

Vor diesem Stellungstyp warnt jedes Lehrbuch über die Französische Verteidigung und das Läuferopfer auf h7 ist an dieser Stelle elementar. Fritz 7 hat im Unterschied zu vielen anderen Programmen auf meinem Rechner den Durchblick und spielt das Opfer bereits nach 58 Sekunden aus. Neu in der Fritz 7-Engine sind z.B. die zahlreichen Optionen, mit denen man die Parameter der Engine ändern und damit das Spielverhalten beeinflussen kann.

Viele Neuerungen

Eine ausführliche Beschreibung der neuen Features und Optionen im klassischen Spielprogramm von Fritz 7 würde den Rahmen dieser Produktbesprechung bei weitem sprengen. In der kommenden Ausgabe werden wir noch ausführlich auf die zahlreichen Neuerungen im klassischen Spielprogramm von Fritz 7 eingehen und mit praktischen Tipps und Tricks unterstützen. An dieser Stelle möchten wir aber zumindest auf die aus unserer Sicht wichtigsten Neuerungen hinweisen:

  • Shuffle Schach - Fritz 7 bietet jetzt auch diese Schachvariante an. Beim Start einer Partie stehen die Figuren auf unterschiedlichen Feldern. Dies führt zu ungewöhnlichen Stellungskonstellationen, bei denen die bekannten positionellen Muster nicht greifen.

  • Frei definierbare Hotkeys und eine separate Anzeige der Funktionsbelegung der Tastatur

  • Erweitertes Bewertungsprofil mit Balkenanzeige

  • Fischer-Schachuhr mit allen Zeitkontrollen

  • Seitenvorschau beim Ausdruck

  • Ein intelligentes Analysebrett zur Unterstützung von Analysen

  • Digitale Schachuhr mit Anzeige von Gesamtzeit und Zeit pro Zug für beide Seiten

  • Deutliche verbesserte Datenbankfunktionen und Turniertabellen

  • Zeitkontrolle wird mit der Partie gespeichert und wieder geladen

  • Erwartete Züge werden in der Notation gespeichert

  • Informative Anzeigen bei Enginematches, Lösen von Teststellungen usw.

Fazit

Die Jubiläumsausgabe von Fritz7 kostet 99,90 DM und wird bei Erscheinen der vorliegenden RE-Ausgabe bereits im Handel sein. Besonders öffentlichkeitswirksam und aus meiner Sicht sehr gelungen ist der für den Anwender unproblematische Zugang zu dem Schachserver. Das klassische Spielmodul bietet Raum genug für eine adäquate Besprechung, die wir in der nächsten Ausgabe nachholen wollen. Vertiefende Informationen zu dem Programm erhalten Sie überall im qualifizierten Fachhandel oder direkt bei ChessBase unter www.chessbase.de.

Peter Schreiner

Das bekannteste Produkt der Hamburger Firma ist mehr als nur ein Schachprogramm. Mit "Fritz" kann man viele Partien verfassen und große Schachdatenbanken errichten. Sogar starke Spieler wie z. B. Kasparow benutzen "Fritz", um die eigenen Analysen zu prüfen. Das Programm gibt ihnen den kostenlosen Zugang zum Online-Schachserver.

Fernschach Iinternational 02/2002

Fritz 7 / deutsche Version