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Art.-Nr.: LOPALKOE
Vergriffen

Königsindisch

Verblüffen Sie Ihre Gegner!

299 Seiten, gebunden, Everyman, 1. Auflage 2010.

Aus der Reihe »Gefährliche Waffen«

19,95 €
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Dieser Artikel ist sowohl bei uns als auch beim Verlag bzw. Hersteller ausverkauft. Wir können ihn daher auch nicht mehr bestellen.

Die Königsindische Verteidigung gehört seit Langem zu den aufregendsten und aggressivsten Eröffnungssystemen im Turnierschach. So ist es kein Zufall, dass legendäre Kreativspieler wie Bronstein, Fischer und Kasparow Anhänger von Königsindisch waren und aktuelle Jungstars wie Radjabow gerade diesem System vertrauen, wenn es darum geht, Gewinnpartien aufs Brett zu zaubern.

Damit Sie sich im Dschungel der Theorie nicht verirren und für Ihre Gegner weniger berechenbar werden, haben sich im vorliegenden Band drei Spezialisten zusammengetan, um Schwarz- und Weißspielern dabei zu helfen, im Königsinder mit wenig erforschten Ansätzen zum Erfolg zu kommen. Hierzu zählen Überraschungsmanöver wie 7 ... Sh5 in der Klassischen Variante und 6 ... e5 oder 8. h4 im Vierbauernangriff. Aber seien Sie gewarnt: Die Reihe Gefährliche Waffen ist nichts für die Zaghaften - Mut, Risikobereitschaft und gute Nerven sollte man schon mitbringen, will man das hier Erlernte in die Praxis umsetzen.

Der Großmeister Glenn Flear und die Internationalen Meister Richard Palliser und Jelena Dembo haben sich nicht nur als Turnierspieler, Trainer und Fachjournalisten einen Namen gemacht, sondern auch als Verfasser hochgelobter Schachbücher. Sie gelten als absolute Eröffnungsexperten und sind bekannt für unkonventionelles Denken und ausgefallene Ideen.

Vorwort Die Königsindische Verteidigung ist seit Langem eine der aufregendsten Eröffnungen im Turnierschach. In gewisser Weise geht tatsächlich etwas Magisches von ihr aus; wir alle können auf brillante und opferreiche Gewinnpartien verweisen, die Spieler wie Bronstein, Geller, Fischer, Nunn, Kasparow und Radjabow mit diesem aggressiven Eröffnungssystem aufs Brett gezaubert haben. Deshalb überrascht es wenig, dass sich der Königsinder bei Spielern aller Leistungsstufen großer Beliebtheit erfreut, was mich darauf hoffen lässt, dass die Ideen, die wir im Folgenden präsentieren, auf breite Resonanz stoßen.

Entsprechend der Philosophie von Gefährliche Waffen werden Sie in diesem Band nicht nur Neues finden, wie zum Beispiel den Zug 7...Sh5 in der Klassischen Variante, sondern auch rehabilitierte Ideen, wie zum Beispiel 6...e5 gegen den Vierbauern-Angriff. Die Ideen, die wir hier vorstellen, sind jedoch keineswegs nur für Schwarzspieler bestimmt. So werden wir Ihnen für Weiß einige gleichermaßen gefährliche wie aussichtsreiche Varianten im Vierbauern-Angriff bieten, ebenso wie ein eher strategisch ausgerichtetes Awerbach-Repertoire.

Die Kreativität meiner Koautoren hat mich über das gesamte Projekt hinweg sehr beeindruckt, und ich freue mich bereits darauf, ihre sorgfältig recherchierten Ideen in meinen eigenen Partien zum Einsatz zu bringen! Glenn Flear schrieb die Kapitel 3, 4, 9 und 10; Jelena Dembo steuerte die Kapitel 1, 6,12,13 und 14 bei; für den Rest (sprich die Kapitel 2, 5, 7, 8 und 11) zeichne ich selbst verantwortlich.

Wie immer, wenn es um die Reihe Gefährliche Waffen geht, hat uns die Arbeit an diesem Buch sehr viel Spaß gemacht. Deswegen hoffe ich, dass es unseren Leserinnen und Lesern ebenso viel Vergnügen bereiten wird, das vorliegende Material zu studieren, wie wir Freude daran hatten, die damit verbundenen Ideen zu entwickeln und zu analysieren.

Richard Palliser,

York, Januar 2009

Details
Sprache Deutsch
Autor Dembo, Yelena
Flear, Glenn
Palliser, Richard
Verlag Everyman
Reihe Gefährliche Waffen
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 500 g
Breite 15,2 cm
Höhe 22,8 cm
Seiten 299
ISBN-13 9783942383028
Erscheinungsjahr 2010
Einband gebunden
Inhalte

005 Vorwort

006 Vorstellung der Reihe

009 1 Angriffsstrategien gegen die Fianchetto-Variante

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sf3 Lg7 4.g3 c5)

027 2 Dem Vierbauernangriff zum Trotz: 6...e5

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f4 0-0 6.Sf3 e5)

045 3 Bauern, die Druck ausüben

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f4 0-0 6.Sf3 c5 7.dxc5)

071 4 Showdown!

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f4 c5 6.d5 0-0 7.Sf3 e6 8.dxe6)

092 5 Erweiterter Vorstoß im Zentrum

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f4 0-0 6.Sf3 Sa6 7.e5)

125 6 Immer langsam mit dem d-Bauern!

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 0-0 5.f3 Sc6)

137 7 Ein Coup auf d4

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Ld3 Sc6 6.Sge2 Sd7)

154 8 Nach vorn mit dem h-Bauern!

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sge2 Sbd7 6.Sg3 e5 7.d5 h5)

169 9 Einengen und provozieren!

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Le2 0-0 6.Lg5)

198 10 Weitere Einengungsmanöver mit dem Awerbach-System

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Le2 0-0 6.Lg5 Sa6)

215 11 Die Karklins-Ilincic-Variante

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 Sh5)

244 12 Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 1

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 Sbd7 8.Le3 Te8)

264 13 Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 2

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 Sbd7 8.Dc2 Sh5)

277 14 Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 3

(1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 Sbd7)

294 Index der Varianten

299 Index der Partien

Für die Königsindische Verteidigung braucht man Vertrauen und Kennt­nisse. "Gefährliche Waffen - Königsin­disch" bietet eine Aufsatzsammlung voller Anregungen, allerdings bleibt ein Dilemma: Jenen, die sich schon mit grundlegenden Fragen zu dieser Eröffnung beschäftigt haben, liefert dieser Titel höchstens ein paar Anstö­ße. Andere aber, die zum ersten Mal ein Königsindisch-Buch in der Hand halten, verstehen vielleicht nicht, was denn schon dabei sein soll, im Klas­sischen System mit weißem Sf3 und Le2 mal ...Sbd7 zu ziehen statt des populäreren ...Sc6. Die Varianten sind das Studium wert, dennoch halte ich ein Buch wie "Beat the Kid" von Jan Markos für sinnvoller, weil es mehr in die Tiefe geht und sinnvolleres Wissen vermittelt. Die Königsindisch-Ausgabe der "Gefährlichen Waffen" vermittelt zwar gute Ideen, doch kön­nen sie nur Ausgangspunkt einer wei­teren Untersuchung sein.

Am besten gefallen mir die Kapitel für Schwarz gegen das Fianchetto mit frühem ...c5, außerdem die Abhand­lungen zu ...Sbd7 und die Vorschläge gegen Sämisch oder gegen die Sge2-Variante. Profis lesen solche Aufsätze vielleicht nur quer, weil sie bereits wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Die übrigen Leser müssen da vorsich­tiger sein.

Ein Beispiel: Das anregende Kapitel über ...Sb8-d7 im Klassischen System wird in drei Teilen angeboten, und gegen Tf1-e1 versucht Schwarz neuerdings ...Dd8-e7 nach vorgeschalte­tem ...c6. In der Variante 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 Sbd7 8.Te1 c6 9.Tb1 De7 10.Lf1 Sh5 geht es nun weiter mit 11.b4 nach dem Vorbild von Hauser (1903) - Arm­brust (2205), Kassel 2003 (Remis in 49 Zügen).

Frage: Wie relevant ist diese Informa­tion? Wie relevant ist 11.b4 und auch 10...Sh5? Ich vermute, wichtig ist vor allem der Zug 9...De7. Dann selbst auf Schatzsuche gehen und erfor­schen, was nach alter Väter Sitte pro­biert wurde oder ausprobiert werden könnte. Möglich aber auch, dass das Buch tatsächlich davon ausgeht, dies sei eine kritische Stellung.

Beim Nachschauen in der Datenbank fiel auf, dass Wladislaw Newednitschi neulich im Mai beim Bosna-Open auf 8.Te1 statt des quasi selbstverständ­lichen 8...c6 mit 8...Te8 reagierte. Vorgänger: Petrosjan, Boleslawski, Waganjan... gar nicht schlecht. Auch Tscheparinow war dabei. Interessant auch, dass dieser nach 9.Lf1 mit 9... h6 weiterspielte und gegen Wang Yue verlor. Wie kommt man auf 9...h6 in der Stellung? Und welchen Plan ver­bindet Schwarz konkret mit 9...a6 (Waganjan, Newednitschi)? Vielleicht sind es Erörterungen wie diese, die ei­nen weiterbringen. Fragt sich nur, ob man ohne Lektüre des vorliegenden Bandes auf diese Fragen gekommen wäre.

Die Anregung zu ...Sbd7 ist gut, doch die kritischen Varianten muss man sich schließlich selbst erschließen. Antwortet Weiß wie bei Khalifman empfohlen mit Le3, gibt es keine wei­teren Fragen, doch die Alternative 8.Te1 ist für Schwarz strenger, als das Buch glauben machen möchte. Da helfen auch die guten Namen bei Vor­gängerpartien nicht, denn auch gute Spieler haben manchmal Glück mit einer schlechtgewählten Variante.

Fazit: "Gefährliche Waffen - Königs­indisch" ist vor allem als Ergänzungs­lektüre und Impulsgeber interessant.

Mit freundlicher Genehmigung

Fernando Offermann, Schach-Welt 7/2010

**********

In einer deutschen Übersetzung hat das britische Verlagshaus Everyman Chess jüngst aus der Reihe "Dangerous Weapons" (auf Deutsch: Gefährliche Waffen) den Band über den Königsinder auf den deutschen Markt gebracht. Dieser Schritt ist sehr zu begrüßen, versetzt er doch auch diejenigen Spieler, die über keine ausgeprägten Englischkenntnisse verfügen, in den Lage, von diesem Werk zu profitieren.

Schon auf den ersten Blick gibt es einen deutlichen Unterschied zur englischen Originalausgabe, und zwar einen positiven. Das Buch ist gebunden und nicht kartoniert. Der Leser erhält "etwas ganz Festes" in die Hand!

Für die Inhalte zeichnet sich das Autorentrio Richard Palliser, Glenn Flear und Yelena Dembo zu etwa gleichen Teilen verantwortlich. Typisch für alle Bücher dieser inzwischen gut etablierten Reihe ist das Ziel, dem Leser einen Reigen an Eröffnungsalternativen anzubieten, die sich außerhalb der ausgetretenen Pfade bewegen. Hierbei kann es sich um neue Ideen handeln, aber auch um neu bewertete bekannte Züge. Auch kann es um trickreiche Überleitungen in andere Systeme gehen, die dem Gegner weniger zupass kommen können oder um Überraschungseffekte, was im Fernschach eher im Rapid-Bereich gelingen dürfte, sonst aber natürlich im Nahschach. Nicht alle Vorschläge müssen garantiert gesund sein, auf jeden Fall aber dürfen sie nicht klar nachteilig sein. So zielen manche Vorschläge auch auf den Einsatz im Blitzschach ab.

Ob von ihm bevorzugte Systeme von den Inhalten dieses Werkes erfasst sind, wird der Leser am besten anhand der folgenden Inhaltsübersicht einschätzen können. Die Autoren decken folgende Zugfolgen ab (in Klammern dahinter der Titel des Kapitels):

  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sf3 Lg7 4. g3 c5 (Angriffsstrategien gegen die Fianchetto-Variante)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. f4 0-0 6. Sf3 e5 (Dem Vierbauernangriff zum Trotz)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. f4 0-0 6. Sf3 c5 7. dxc5 (Bauern, die Druck ausüben)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4.e4 d6 5. f4 c5 6. d5 0-0 7. Sf3 e6 8. dxe6 (Showdown!)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. f4 0-0 6. Sf3 Sa6 7. e5 (Erweiterter Vorstoß im Zentrum)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 0-0 5. f3 Sc6 (Immer langsam mit dem d-Bauern!)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Ld3 Sc6 6. Sge2 Sd7 (Ein Coup auf d4)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Sge2 Sbd7 6. Sg3 e5 7. d5 h5 (Nach vorn mit dem h-Bauern!)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Le2 0-0 6. Lg5 (Einengen und provozieren!)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Le2 0-0 6. Lg5 Sa6 (Weitere Einengungsmanöver mit dem Awerbach-System)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Sf3 0-0 6. Le2 e5 7. 0-0 Sh5 (Die Karklins-Ilincic-Variante)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Sf3 0-0 6. Le2 e5 7. 0-0 Sbd7 8. Le3 Te8 (Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 1)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Sf3 0-0 6. Le2 e5 7. 0-0 Sbd7 8. Dc2 Sh5 (Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 2)
  • 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 5. Sf3 0-0 6. Le2 Sbd7 (Die Rückkehr von ...Sbd7: Teil 3)

Markante Stellen werden mit den üblichen Bildchen einer Kanone, eines Blitzes, von Spielwürfeln und eines aufgeschlagenen Buches gekennzeichnet. Diese haben die Bedeutungen:

Kanone: Gefährliche Waffe! Kennzeichnet eine Partie, Variante, Untervariante oder Stellung, worin die gefährliche Waffe den erhofften Effekt erzielt.

Blitz: Vorsicht! Weist auf eine sofortige Gefahr für den Spieler hin, der die gefährliche Waffe einsetzt.

Würfelpaar: Würfeln! Kennzeichnet eine Variante oder Untervariante, die eher für Partien mit engem Zeitlimit geeignet sind oder für Spieler, die es lieben, Risiken einzugehen.

Buch: Trickreiche Überleitung: Zeigt die Möglichkeit zur Überleitung in eine andere Varianten an. Es ist eine Waffe von erheblicher Bedeutung, eine abweichende Zugfolge einzusetzen, um den Gegner in Gefilde zu führen, mit denen er weniger vertraut ist.

Die Analysen erlauben ein geeignet tiefes Eindringen in die Materie, sie sind vor allem taktisch geprägt.

Ein Variantenverzeichnis und ein Partienverzeichnis (es gibt 19 vollständig abgebildete Partien, keine Fernpartien) bilden den Schluss des Werkes.

Eine Bibliografie ist nicht enthalten.

Für mich ist das Werk eine Kaufempfehlung.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbnd.de

**********

Rezension zur englischen Originalausgabe "The King's Indian":

Die Reihe "Dangerous Weapons" befasst sich diesmal mit der Königsindischen Verteidigung. Trickreiche Eröffnungswaffen gegen oder mit Königsindisch sind schwer zu finden und deswegen ist es umso erfreulicher, dass nun auch endlich dieser Bereich mit Leben erfüllt wird. Verantwortlich dafür zeichnet das Dreigestirn Palliser/Flear/Dembo, bekannt von zahlreichen anderen Publikationen aus dem Hause Everyman. Auf insgesamt 14 Kapitel wurden die Eröffnungswaffen aufgeteilt, unter anderem diese:

\s31 d4 Nf6 2 c4 g6 3 Nc3 Bg7 4 e4 0-0 5 f3 Nc6, IM Dembo untersucht hier eine sehr seltene Variante gegen Sämisch, ehrliches Fazit der Autorin: Trickreich aber riskant! Folgendes Partiebeispiel zeigt 5 ... Sc6 von seiner besten Seite:

Stein,M - Gutman,L [E70]

Bad Zwesten.2006

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 0-0 5.f3 Sc6 6.Le3 e5 7.Sge2 Sh5 8.d5 Sa5 9.Da4 b6 10.g4 Sf4 11.0-0-0 d6 12.Sg3 a6 13.h4 Ld7 14.Dc2 b5 15.h5 Sxc4 16.Lg1 Tc8 17.hxg6 fxg6 18.Dh2 h6 19.Sge2 Dg5 20.Kb1 b4 21.Sxf4 Dxf4 22.Dxf4 Txf4 23.Lxc4 bxc3 24.Lxa6 Tb8 25.b3 Txf3 26.Le2 Tf4 27.Lh2 Txe4 0-1

GM Glenn Flear läutet zum Showdown mit 1 d4 Nf6 2 c4 g6 3 Nc3 Bg7 4 e4 d6 5 f4 c5 6 d5 0-0 7 Nf3 e6 8 dxe6. GM Moskalenko ist ein Spezialist in dieser Variante und dementsprechend wird auch gleich gezeigt, wie der Meister persönlich mit diesem Zug seine Gegner überfährt.

Hier wie auch in allen anderen Kapiteln des Buches das Fazit: Trickreich, gefährlich, riskant. Einige Sachen wären mir persönlich zu riskant oder auch einfach nur nicht geheuer, aber jeder hat eben einen anderen Geschmack! Für Königsindischjünger ist dieses Buch wahrscheinlich sowieso Pflicht, viele der hier vorgestellten tricky moves habe ich bisher noch nicht woanders gesehen, Anregungen für das eigene Spiel finden sich hier in Hülle und Fülle. Weißspieler sollten sich aber nicht von dem Titel zum Narren halten lassen, zahlreiche Systeme auch für Weiß werden dargeboten! Somit bietet das Buch für beide Seiten viele interessante Anregungen und kreative Ideen für ihr Spiel mit oder gegen Königsindisch. Ein paar grundlegende Englischkenntnisse und ein gewisses Maß an unerschütterlichem Optimismus gepaart mit Abenteuerlust sollte man aber schon mitbringen ...

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

März 2009

Königsindisch

EUR

19.95