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Art.-Nr.: SXMCP80
Vergriffen

MChess Pro Version 8.0

50,11 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

Dieser Artikel ist sowohl bei uns als auch beim Verlag bzw. Hersteller ausverkauft. Wir können ihn daher auch nicht mehr bestellen.

Der bekannte Klassiker unter den PC-Schachprogrammen, jetzt in der achten Auflage.

  • Neuartige Schachlehrer-Funktion
  • ELO-Stufen - das Programm spielt so stark, wie Sie es wollen
  • Verbesserte Lernfunktionen und Bewertungssystem
  • Deutlich größeres Eröffnungsbuch mit über 600.000 Stellungen
  • Spielstärke ca. 40 ELO-Punkte höher als M-Chess 7.1
  • Mit dem bekannt angriffsfreudigen Spielstil der MChess-Programme

Details

Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Schwedisch, Spanisch
Autor Hirsch, Marty
Hersteller Hirsch
Medium CD
Brettanschlüsse RS232
Druck Analyse in Datei, Partie, Partie in Datei
Funktionen Alternativzüge, Analyse Partie, Analysedatenbank, Automatische Partiewiederholung, Autoplayer, Berechnungen konfigurierbar, Bibliothek erweiterbar, ECO-Anzeige, Elo-Bewertung, Endspieldatenbanken, Eröffnungsname, Lehrfunktion, Lernfähigkeit, Spielstil konfigurierbar, Stellungswiedererkennung, Suche nach Stammdaten, Zugumstellungen
Kopierschutz CD-Abfrage alle 14 Tage
Voraussetzung: CPU min. 386
Betriebssystem DOS, Windows 3.11, Windows 95
Platzbedarf Festplatte 6 MByte
Anzahl Partien 3.297
Exportformate EPD, PGN
Importformate EPD, PGN
Elo (Hardware) 2483 (MMX)

M-Chess Pro war schon immer ein Programm, das einen zwiespältigen Eindruck hinterließ: Einerseits hat es einen wirklich faszinierenden Spielstil, andererseits liegen die Grundlagen für die aktuelle Version bereits im Jahr 1993 - also fünf Jahre zurück -, was selbst im Automobilbau einen langen Modellzyklus darstellen würde.

Wie alle modernen Programme wird M-Chess auf CD ausgeliefert, die Installation läuft problemlos ab und hinterher finden sich nicht einmal 5 Megabyte neue Dateien auf der Festplatte. Der Grund ist simpel: Auch in seiner achten Version ist M-Chess Pro ein DOS-Programm reinsten Wassers. Sogar die Farben sind dieselben wie bei M-Chess 7. Eigentlich unnötig zu erwähnen ist mittlerweile, daß dennoch ein Betrieb unter Windows 3.1 oder Windows 95/98 problemlos möglich ist. Große Hash Tables nimmt M-Chess dabei glücklicherweise unter DOS bzw. Im DOS-Modus von Win 95/98 selbständig; ein umständlicher Start mittels Startdiskette oder im sogenannten X-Modus einzig zum Zwecke großer Hash Tables (maximal 60 Megabyte) ist daher nicht notwendig. Dafür kann M-Chess unter Windows lediglich 40 oder 60 KiloByte Hash Tables benutzen und diese werden noch nicht einmal ohne Benutzereingriff angesprochen. Hierfür ist es nämlich notwendig, M-Chess mit dem Kommando MCP8/1 oder MCP8/2 zu starten. Für Nutzer, die mit DOS nicht (mehr) umgehen können, ist dieses Vorgehen zum Glück in der Anleitung gut beschrieben.

M-Chess Pro 8 läuft nach wie vor völlig problemlos mit Chrilly Donningers Autoplayer zusammen. Im weiteren kann vermeldet werden, daß M-Chess auch mit dem PC-Brett Chess 232 und als Analyseprogramm im Chess Assistant läuft. Ferner versteht M-Chess das PGN- und das EPD-Format. Für ausreichende Kompatibilität ist also gesorgt. Leider kann M-Chess jedoch nichts mit dem alten ChessBase-Format (.cbf) anfangen. Daß die Datenbankfunktionen sich ferner auf eine einfache Suchfunktion für Spielernamen beschränken, eine Kommentierung aber beispielsweise nicht zulassen, nimmt nicht nur ein Tester mit Groll zur Kenntnis.

Die übrige Ausstattung ist keineswegs ärmlich: Bereits der Vorgänger konnte Stellungsarchive automatisch abarbeiten, Eröffnungsbücher aus PGN-Datenbanken erstellen, Bewertungs- und Spielparameter ließen sich in weiten Grenzen verändern, die Namen von Eröffnungen wurden angezeigt, es gab eine Lernfunktion, der Benutzer konnte eigene Bücher erstellen etc, etc... Alle diese Funktionen besitzt natürlich auch M-Chess Pro 8.0. Darüber hinaus gibt es nun einen einfachen Schachlehrer, der darauf hinweist, wenn der Benutzer einen Fehler begeht und die Rücknahme anbietet. Ob ein Fehler vorliegt, entscheidet der Lehrer einzig anhand des sogenannten Schwellwertes, den der Benutzer frei einstellen kann. Tiefgehende strategische Erläuterungen darf man daher nicht erwarten, lediglich eine dürftige Anzeige der erwarteten und der neuen Hauptvariante beglücken den überraschten Benutzer.

Neu ist die Möglichkeit der Vorgabe einer bestimmten Elozahl, mit der M-Chess spielen soll. Beim Start bestimmt M-Chess anhand des Prozessors, der Hash Tables, der verwendeten Bibliothek und des Permanent Brains die Spielstärke, mit der das Programm maximal spielen kann. Nunmehr ist es möglich M-Chess einen Elowert zuzuweisen, der bis zu 700 Punkte unter dem von ihm berechneten zu spielen. Nett, wenn man auch 'mal eine Partie gewinnen will, aber auch keine neue Funktion.

Ansonsten ist die Lernfunktion des Programmes noch einmal überarbeitet worden und es ist möglich M-Chess Remis anzubieten, bzw. einen Gewinn des Spielers zu proklamieren - das wars an Neuerungen! Selbst das Handbuch weiß keine zusätzlichen über die Ausstattung des Vorgängers hinausgehenden Möglichkeiten mehr aufzuzählen. Dafür scheint die Anzeige der Stellungsbewertung und Rechentiefe im Permanent Brain zu fehlen. Doch ein undokumentierter Schalter stellt die alten Verhältnisse wieder her: Der Menüeintrag "Denken zeigen" unter besitzt nämlich drei Stufen. Standardmäßig steht hier ein Pluszeichen, welches bedeutet, daß Bewertung und Rechentiefe nur während des Rechenvorgangs angezeigt werden. Ein weiterer Klick auf "Denken zeigen" (das Pluszeichen bleibt stehen!) Und M-Chess zeigt nun auch im Permanent Brain die gewünschten Informationen.

In schachlicher Hinsicht ist da zunächst einmal der alte M-Chess Zankapfel: Die Eröffnungsbibliothek. Bei M-Chess Pro 5.0 und 6.0 war diese stark auf andere Schachprogramme zugeschnitten und nutzte geschickt deren Löcher in den Büchern. Kritiker sprachen von einer Killerbibliothek, andere halten das für eine gute und legitime Vorbereitung, die übrigens keine Erfindung von Sandro Necchi, dem Eröffnungsexperten von Marty Hirsch ist. Jedenfalls tat die Kritik das Ihre und bewegte das M-Chess-Team dazu, die Bibliothek bei Version 7.0/7.1 breiter zu gestalten. Dieser Trend wurde bei M-Chess Pro 8.0 konsequent weiter verfolgt. Die Eröffnungsbibliothek umfaßt nunmehr über 600.000 Positionen und soll im Bereich vieler offener und halboffener wie etwa Spanisch, Königsgambit, Evans-Gambit, Sizilianisch, sowie bei Geschlossenen Spielen wie etwa dem Benoni, dem Wolga-Gambit, dem Damengambit und anderen stark erweitert worden sein. Das Austesten dieser Änderungen ist praktisch nicht mehr möglich, aber tatsächlich spielt M-Chess nunmehr auch aus der Turnierbibliothek ein wenig abwechslungsreicher - auch ein Weg, vorbereiteten Varianten der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen. So spielt das amerikanische Programm jetzt nicht mehr nur Sizilianisch, Französisch und Caro-Kann gegen 1.e4, sondern zusätzlich offen (1...e5). Gegen 1.d4 werden in Turniereinstellung leider weniger verschiedene Varianten gespielt. In meinen Versuchen wurden nur die Tarrasch-Verteidigung des Damengambits, Benoni und Nimzoindisch gespielt. Wem das nicht reicht, der mag die große Bibliothek benutzen. Beim Ausprobieren zeigte sich auch ein netter kleiner, aber zum Glück völlig harmloser Programmfehler, den auch schon der Vorgänger aufwies: Wenn man sehr schnell Züge abruft (Taste 'm') und wieder zurücknimmt (Taste 'F9'), kann es vorkommen, daß M-Chess durcheinanderkommt.

Die allgemeine Spielstärke wird durch diesen aber nicht berührt. Ich staunte jedenfalls nicht schlecht, als M-Chess Pro 8.0 sich in der Eloliste des Engländers Eric Hallsworth mit 2631 Elopunkten zunächst an zweiter Stelle hinter Hiarcs 7 Beta (2642 Elo), aber noch vor Junior (2613) und Fritz (2594) plazieren konnte. Die Einschätzung in der vielgeschmähten schwedischen Eloliste ist hingegen Wasser auf die Mühlen der Kritiker: "Nur" 2482 Elopünktchen stehen in der Liste vom 24. Dezember 1998 für Martys Programmversion 8.0 zu Buche, 23 Punkte weniger als für M-Chess Pro 6.0 und sogar volle 30 fehlen auf M-Chess Pro 7.1. Jetzt, nachdem Eric Hallsworth diese Ergebnisse in seine Liste hat einfließen lassen, ist M-Chess auch dort gefallen. Da hilft nur selbst ausprobieren: M-Chess gehört unzweifelhaft zu den stärksten Programmen auf dem Markt. Im Partieschach zeigt das Programm zwar durchweg gute Leistungen und hervorragendes Schach, aber eben auch keine besseren Leistungen als der Vorgänger. Herauszuheben ist aber immer wieder der sehr aktive und menschliche Stil des Programms, der es deutlich von anderen Softwareprodukten abhebt. Die amerikanischen Computerschachexperten Komputer Korner und Larry Kaufmann sind sogar davon überzeugt, daß M-Chess im Spiel gegen Menschen das beste Programm überhaupt ist. Die vielen guten Plazierungen, die im Kampf gegen Menschen erzielt wurden (Aegon-Turnier, Wettkampf gegen Efimov, Harvard-Cup) lassen diese Aussage durchaus glaubhaft erscheinen. Gegen andere Maschinen gibt es mittlerweile jedoch bessere Programme.

Die gute Nachricht zuletzt: Nie war M-Chess so preisgünstig wie heute: Der Preis der Software wurde nämlich zur Einführung Ende 1998 auf knapp unter 100,- DM gesenkt. Einen "Blauen" unter dem offiziellen Preis des Vorgängers vor Jahresfrist. Fazit bleibt dennoch: Für das gleiche Geld gibt es anderswo mehr Schach fürs Geld (zum Beispiel Nimzo 99, Rebel 10 oder Chessmaster 6000). Besitzer von M-Chess Pro 7.0/7.1 können sich ein Update getrost sparen, wenn Sie nicht glauben eine der neuen Funktionen unbedingt zu brauchen. Wer noch kein M-Chess besitzt und etwas Abwechslung beim Spiel gegen den Computer sucht, kann bedenkenlos zuschlagen - so günstig gab es M-Chess Pro nämlich noch nie.

Test: ---

MChess Pro Version 8.0