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Art.-Nr.: SXRUF2
Vergriffen

Ruffian 2.0

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Ruffian 2.0 von Per-Ola Valfridsson (Schweden) ist das wohl spielstärkste Winboard-kompatible Schachprogramm der Welt (Stand: Dez. 2003). Nicht nur das, sondern auch die frei verfügbare Ruffian 1.0.5 Version führt die Liste der Winboard Engines an. Die Weiterentwicklung der erst vor einem Jahr erstellten Ruffian 1.0.5 Version wird nun in Version 2.0 kommerziell zur Verfügung gestellt. Ruffian 2.0 wird sich mit den stärksten kommerziellen Schachprogrammen der Welt nicht nur messen, sondern auch behaupten können.

  • Kompatibel zum Winboard Protokoll I und II, ferner kompatibel zum UCI Protokoll
  • Eine Linux Version von Ruffian ist im Lieferumfang enthalten
  • 11 Spielstufen mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten
  • Eröffnungsbuch von Prof. Dr. Djordje Vidanovic
  • Mit der GUI Arena 1.0 von Martin Blume

Ruffian 2.0 wurde gegenüber den Versionen 1.0.1. / 1.0.5. deutlich verbessert. Es wurde mehr Schachwissen implementiert und auch in vielen anderen Bereichen hat der Programmierer Fortschritte erzielt. Beispielsweise wurde der Beweglichkeit der Figuren mehr Beachtung geschenkt, sodaß die neue Version jetzt ein aktiverer, positioneller Stil auszeichnet. Die Engine ist in portablem ANSI C geschrieben und wurde auf zahlreichen Plattformen getestet, wie Windows, Mac OS X, Linux, Solaris, Pocket PC und PalmOS.

Ruffian erreicht sehr schnell hohe Suchtiefen und ist damit taktisch sehr schlagkräftig. Sucherweiterungen, Variantenabschneiden sowie die Berechnung allgemein wurden optimiert, damit Ruffian die optimale Spielstärke erreicht. Die besonders wichtige Figurenbeweglichkeit wird erreicht durch die Verwendung vorberechneter Tabellen, die bestimmte Muster und Pläne erkennen können; dies macht einen großen Teil der Stellungsbewertung aus. Ruffian verfügt über sehr viel Endspielwissen und spielt diesen Teil der Partie recht gut. Die Verwendung von Endspieldatenbanken ermöglicht ein zuverlässiges Abwickeln in ein gewonnenes Endspiel.

1:1 WinBoard und UCI Support,

Autoplayer, Fischer Random Chess,

Prozentuelle Abschwächung von Engines,

umfangreiche Turnieroptionen wie PGN

Random, Ruffian ist Lernfähig, ICS Support,

Spielen im Netzwerk, Variantenbrett,

umfangreiche Druckoptionen

Betriebssysteme:

Arena: Win95, 98, ME, NT, 2000, XP

Ruffian: Windows / Linux / Mac OS2

Details

Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch
Autor Valfridsson, Per-Ola
Hersteller Quisinsky
Medium CD
Brettanschlüsse DGT-Brett
Druck Diagramm als Text, Diagramm in Grafik, Partie
Funktionen Analyse Partie, Autoplayer, Berechnungen konfigurierbar, Bibliothek erweiterbar, ECO-Anzeige, ECO-Zuordnung, Elo-Bewertung, Endspieldatenbanken, Eröffnungsname, Layout veränderbar, Lehrfunktion, Lernfähigkeit, Positionsbaum, Spielstil konfigurierbar, Varianten
Kopierschutz Unbegrenzte Installationen
Voraussetzung: CPU min. Pentium
Platzbedarf Festplatte 50 MByte
Anzahl Partien 10.000
Exportformate EPD, PGN
Importformate EPD, PGN
Elo (Hardware) 2636 (Athlon 1200 MHz)

Vor ca. 15 Monaten, im Spätherbst 2002, erschien ein neues Programm in der Computerschachszene. Ja und? werden Sie jetzt denken. Was ist daran so besonders? Gerade der Herbst ist ja bekanntermaßen traditionell mit Neu­erscheinungen gespickt. Was soll dann so besonders sein, wenn ein Programm - noch dazu ein sogenannter Amateur - erscheint? Alles richtig, aber Ruffian 1.0, so der Name des Newcomers erschien nicht einfach nur, er "erschüt­terte" die Szene! Es hatte bis zu die­sem Zeitpunkt und auch danach nicht wieder ein völlig neues, bis dato un­bekanntes Programm gegeben, dem allen Ernstes Chancen auf den ganz großen Wurf, sprich Platz 1 in den gängigen Ranglisten, zugestanden wurden. Angeheizt wurde das Ganze noch dadurch, dass Ruffian wochen­lang durch die Foren geisterte, aber nur wenigen ausgesuchten Personen zur Verfügung stand, die dann - wie ich finde dummerweise - ständig neue Sensationsergebnisse veröffentlichten, in denen fast alle Etablierten der Szene mehr oder weniger vernichtend ge­schlagen wurden. Lediglich Fritz und Shredder wurden gnädigerweise Chan­cen eingeräumt (!), dem Newcomer Paroli bieten zu können. Als das Pro­gramm dann letztlich erschien - kos­tenlos zum Download sogar - löste sich einiges von den Vorankündigun­gen in Wohlgefallen auf. Übrig blieb aber trotz allem ein Programm, das praktisch aus dem Stand mitten unter die etablierten Profis gesprungen war. Danach wurde es zunächst etwas ruhi­ger um Ruffian, es erschien eine feh­lerbereinigte (1.01) und eine auch in der Spielstärke leicht verbesserte Ver­sion (1.05) - das war es dann aber auch schon. Bekanntermaßen wieder­holen sich ja viele Dinge im Leben, und siehe da, wir schreiben den Spät­herbst 2003 und wieder geistern sensa­tionelle Ergebnisse durch die Szene. Hauptdarsteller: wieder Ruffian, dies­mal in der Version 2.0, welches mit großem TamTam für Mitte Dezember als kommerzielles Programm angekün­digt wurde. Ganz so überraschend wie 2002 war das aber nicht, wurde doch schon in den Monaten zuvor klar, dass Per-Ola Valfridsson sein Programm wohl nicht mehr kostenlos abgeben würde. Schließlich kam heraus, dass Ruffian 2.0 auf einer CD zusammen mit der Freeware-GUI "Arena" sowie einigem Beiwerk im Exclusivvertrieb von Schach Niggemann (alleiniger Distributor) erscheinen wird. Diese CD, die zum Preis von knapp 50 Euro erhältlich ist, soll nun Gegenstand der folgenden Rezension sein.

Arena

Arena ist eine Benutzeroberfläche (GUI) für Schachengines, die als Free­ware im Internet (www.playwithare na.com) angeboten wird. Der Autor, Martin Blume aus Deutschland, hat es geschafft, in sensationell kurzer Zeit eine gut ausgestattete, in einigen Be­reichen fast perfekte GUI zu program­mieren. Ermöglicht wurde dies u.a. auch dadurch, dass man als User die Entwicklung quasi "live" verfolgen und ständig aktuelle Vorversionen, so­genannte "Beta"-Versionen herunterla­den und ausprobieren konnte. Naturge­mäß ergibt sich dadurch ein umfang­reiches Feedback der Anwender, das der Autor für sich nutzen kann, um sei­ne Software ständig weiter zu entwi­ckeln und zu verbessern. Hier gebührt Martin Blume ein großes Lob, weil er versucht, alle Anregungen und Wün­sche der User umzusetzen. Das gelingt logischerweise nicht in allen Fällen (Computerschachfreaks sind häufig et­was zu anspruchsvoll), aber grundsätz­lich glaube ich, dass er mehr als 90% umsetzen konnte. Genaue Zahlen weiß ich natürlich nicht, daher ist diese Zahl natürlich mit Vorsicht zu genießen. Tatsache ist aber, dass sich Personen aus über 100 Ländern (!) an der Testar­beit beteiligt und somit maßgeblich zum Gelingen des Projektes beigetra­gen haben. Eine Stärke der "Arena" ist die Kompatibilität zu gängigen Stan­dards im Computerschach. Bei den Formaten werden die im Internet sehr verbreiteten "EPD" bzw. "FEN" (für Stellungen) und "PGN" für Partien un­terstützt. In Bezug auf die Engines, also die verfügbaren Schachprogramme, werden die Protokolle "Winboard" I + II, sowie das "UCI"-Protokoll (UCI = Universal Chess Interface) unterstützt. Somit stehen theoretisch derzeit ca. 200 Winboard-Engines und etwa 40 UCI-Engines unter Arena zur Verfü­gung. Über Sinn und Unsinn derartiger Massen an Programmen (wird dort je­des Mal das "Rad neu erfunden"? - ich glaube nicht) kann man sicher streiten. Sinnvoll erscheint mir, die absolut bes­ten Programme und einige "schwache" (damit man auch selbst mal eine Chan­ce hat!) zu nutzen, die vielen "Mittelklasse"-Programme kann man einfach nicht alle runterladen, installieren, nut­zen oder sogar testen. Dass so viele Programme (frei!) zur Verfügung ste­hen, hat aber mit Arena an sich nichts zu tun und soll den überzeugenden Eindruck, den diese GUI vermittelt, in keinster Weise schmälern. Die beiden genannten Protokolle (Winboard und UCI) wurden unter Arena übrigens 1:1 eingebunden. Ein Adapter, wie unter anderen Oberflächen nötig, ist hier nicht erforderlich. Somit ist auch die Einbindung der Motoren insgesamt sehr einfach und komfortabel. Ein wei­teres Highlight von Arena ist die Un­terstützung des so genannten "FRC" (= Fischer Random Chess = Auslosung der Grundstellung). Derzeit dürfte Are­na diese Schachvariante als einzige GUI Supporten. Allerdings bieten nur fünf der genannten 200 Engines dies ebenfalls an, was aber natürlich voll­kommen ausreicht, es sei denn, Sie wollen simultan gegen viele Rechner antreten.....

Weitere Ausstattung

  • Arena unterstützt den Schachserver "ICS" (= Internet Chess Server), einen der am stärksten frequentierten Server zum Spielen, Chatten oder Verfolgen von aktuellen Veranstaltungen und Wettkämpfen.

  • Gute Datenbankfunktionen mit aus­reichend ausgeprägten Suchmechanis­men. Der Datenbankbereich ist - wenn man auf diesem Niveau davon spre­chen kann - eine Schwäche der "Are­na". Allerdings sollte man den Vorsprung, den andere Programmierer bzw. Firmen (ChessBase!) speziell in diesem Bereich haben, nicht außer Acht lassen. Und abgesehen davon:

Was nicht ist, kann ja noch werden!
  • Wenn Sie mehrere Computer Ihr eigen nennen und gerne Wettkämpfe mit Programmen veranstalten, die nicht unter Arena laufen, wird es Sie freuen, dass der Autoplayer (Verbindung von zwei Computern via Null-Modem-Ka­bel) von Arena unterstützt wird. Das Feature ist vor allem deswegen interes­sant, weil die derzeit besten Program­me aus dem Hause ChessBase (Ausnahme: Shredder, der ist UCI-kompatibel) nicht unter Arena laufen. Umge­kehrt läuft Ruffian 2.0 (z.B.) natürlich unter den CB-GUIs ab Fritz 7 (Januar 2002). Optimale Voraussetzungen hat ein Programm naturgemäß unter der "eigenen" GUI. Wenn also mehrere PCs zur Verfügung stehen und genü­gend Zeit vorhanden ist, kann man die­se Variante durchaus in Betracht zie­hen. Die meisten Tester - so auch ich -binden Ruffian und andere Engines aber in aller Regel unter einer Oberfläche von Fritz oder Shredder (also ChessBase) ein, zumindest für die Tests gegen die dort beheimateten Pro­gramme (Fritz, Junior, Hiarcs, Shred­der, List, Anaconda, Nimzo usw.). Ob

- und wenn überhaupt, wie viele -Einbußen in Kauf genommen werden müssen, ist nicht nachweisbar, m.E. läuft z.B. Ruffian 2.0 (und um den geht es hier und heute ja in erster Li­nie) absolut einwandfrei unter Fritz und Co. Als "Entschuldigung" für ein evtl. schwaches Abschneiden lasse ich dies allerdings sowieso nicht gelten, weil z.B. für Ruffian auch unter CB viele gute Ergebnisse - allerdings auch "schwächere" - vorliegen. Optimal ist sicherlich die Kombination: zwei Rech­ner, Autoplayer, Permanent Brain (=Denken während der Gegner am Zug ist) und die eigene GUI. Und na­türlich müssen die Rechner auch noch optimal ausgestattet sein. Nur dieses "Wunschdenken" geht leider an der Realität völlig vorbei. Im allgemeinen steht in den Arbeitszimmern oder Hobbyräumen nämlich nur ein, evtl. auch etwas betagterer PC, der "neben­bei" auch noch für Internet, Office, Spiele etc. genutzt wird. Falls eine zwei­te Maschine zur Verfügung steht, ist das häufig ein Notebook, welches meist (etwas) leistungsschwächer (oder sehr teuer, gleiche Leistung kostet da schnell mal das Doppelte!) ist. Somit kämen eh keine aussagekräftigen Ver­gleiche zu Stande. Nach diesem Exkurs zum Autoplayer und in die Wunschwelt der Freaks komme ich nun zurück zur "Arena" und deren Ausstattung.
  • Arena unterstützt das elektronische Schachbrett "DGT", das einfach an den PC angeschlossen und anschliessend unter Arena eingebunden werden muss, um eine Partie auf einem tur­niergroßen Holzbrett gegen Ruffian und Co. spielen zu können. Allerdings ist das ein nicht ganz preiswertes Ver­gnügen!

  • Als nützliche Utilities stehen unter Arena u.a. das Programm "EloStat" zur Berechnung von ELO-Zahlen von Frank Schubert und ein Benchmark-Test ("Axon Bench") zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit des PCs zur Verfügung.

  • Arena kann derzeit ca. 17 Sprachen "sprechen". Die Übersetzungen wur­den meist von Testern und Anwendern aus den verschiedenen Ländern erstellt, was die Globalität dieses Projektes ein­mal mehr unterstreicht. Welche Spra­chen unterstützt werden, können Sie dem Handbuch (Booklet) entnehmen.

  • Die grafische Darstellung der GUI in Bezug auf Farben, Grafiken, Hinter­grundgestaltung, Figurensätze und, und, und können Sie praktisch frei wählen und Ihrem Geschmack entspre­chend einrichten.

  • Es werden auf Wunsch umfangreiche "LOG-Files" erstellt, in denen im Nachhinein praktisch alle Aktionen des Programms nachvollzogen werden können. Besonders für die Fehlersuche (sofern doch irgendwann mal nötig) ein nicht zu unterschätzendes Feature.

  • Wenn Sie einmal gegen eine Engine spielen möchten, die kein eigenes Er­öffnungsbuch vom Autor mitgeliefert bekommen hat, bzw. diese Engine in ein Turnier oder einen Wettkampf ein­binden wollen, können Sie unter Arena eigene Bücher erstellen und diese den betreffenden Programmen zur Verfü­gung stellen. Selbstverständlich sind auch die Bücher der Engines - sofern vorhanden - problemlos nutzbar.

  • Ein speziell für Tester sehr interes­santes Feature sind die umfangreichen Turnierfunktionen von Arena. Neben den beliebten Wettkämpfen (Engine gegen Engine) ist es auch möglich, kleine oder große Turniere auszurich­ten. Ob Sie dabei lieber Rundenturnie­re durchführen möchten oder das "Schweizer System" bevorzugen ist egal, unter Arena können Sie dies alles problemlos bewältigen. Auch "Einer gegen Alle" (bei ChessBase heißt diese Funktion "Spießrutenlauf') ist mög­lich, was besonders dann Sinn macht, wenn Sie nur eine Engine testen und auf die Partien der anderen Programme untereinander verzichten können.

  • Weitere Highlights, die ich hier kurz erwähnen möchte: Arena beinhaltet ein Variantenbrett, auf dem Sie während der Analyse Ihre Ideen ausprobieren können, ohne die Stellung auf dem "Hauptbrett" zu verändern. Dieses Analysebrett ist auf Grund seiner Funktionsvielfalt und dem einfachen Handling Berichten vieler User zufol­ge derzeit das Beste seiner Art auf dem Markt. Spielen im Netzwerk, umfang­reiche Druckoptionen, einfacher Stel­lungsaufbau sowie umfangreiche Ana­lyseoptionen seien hier nur am Rande erwähnt. Sehr sinnvoll und wichtig finde ich, dass unter Arena der freie und der benötigte Arbeitsspeicher stän­dig angezeigt wird. Dadurch hat der User die Möglichkeit ggfs. den gelade­nen Engines etwas weniger oder -wenn genug frei ist - auch etwas mehr Speicher zur Verfügung zu stellen. Durch eine Reduzierung kann das für die Leistung eines Schachprogramms verheerende "Swapping", also das Auslagern von Programmteilen auf die Festplatte vermieden werden. Da die Zugriffszeit einer Festplatte aber er­heblich höher ist als die eines Spei­cherbausteins, wird der PC durch das ständige Hin und Her derart ausge­bremst, dass das Schachprogramm nur noch einen Bruchteil seiner Leistung bringen kann. Ein einfaches Beispiel mag dies verdeutlichen: Auf einem Rechner mit 256 MB RAM und instal­liertem Windows XP (heute Standard) steht Ihnen nach dem Hochfahren und Laden aller Treiber etc. schon nur noch etwas mehr als die Hälfte (!!) von den 256 MB zur Verfügung. XP nimmt sich allein schon mehr als 100 MB weg, weitere nützliche (und sinnvolle!) Programme und Progrämmchen (zu er­kennen an den diversen Symbolen in der Taskleiste) tun ihr Übriges. Die Il­lusion, man könne WinXP mit 64 oder 128 MB Speicher vernünftig betreiben, dürfte damit wohl vom Tisch sein. Wenn Sie also 256 MB haben, stehen Ihnen nach dem Start bestenfalls noch 128 MB zur Verfügung. Davon abzie­hen müssen Sie noch den Speicherbe­darf der GUI (Arena ist allerdings nicht so gierig wie manche Konkur­renz!) und den Cache (= Zwischen­speicher) für die Nutzung der End­spieldatenbanken. Für vernünftig di­mensionierte Hashtabellen, die für Analysezwecke und im Endspiel sehr wichtig sind, bleibt dann nicht mehr genug übrig, erst recht dann nicht, wenn Sie zwei Programme gleichzeitig (z.B. für einen Wettkampf) laden möchten. Mit diesen doch recht langen Ausführungen zu einem auf den ersten Blick unscheinbaren Feature der Are­na-GUI möchte ich Sie, liebe Leserin­nen und Leser, mal wieder auf die Be­deutung eines ausreichend dimensio­nierten Arbeitsspeichers hinweisen. Speicher ist momentan immer noch sehr günstig. Sollten Sie trotzdem die Mehrausgabe (z.B. bei Neukauf eines Rechners) scheuen, kann ich Ihnen nur raten, ggfs. beim Prozessor eine Stufe runterzugehen und das gesparte Geld in RAM zu investieren, denn davon können Sie eigentlich nie genug ha­ben!! Auch die schnellste CPU wird nicht weiterhelfen, wenn, bedingt durch Mangel an Speicher, eine lang­same Festplatte oder eine altersschwa­che Grafikkarte quasi durch einen "Flaschenhals" muss.

Fazit Arena:

Angesichts der Unmenge an Features, die diese Schachoberfläche bietet, kann ich in diesem Artikel nur einen Abriss der wichtigsten Dinge präsen­tieren. Arena hat noch einiges mehr zu bieten, das können Sie mir glauben! Die Ausstattung ist auf einem derart hohen Niveau angesiedelt, dass man schon fast in ungläubiges Staunen ver­setzt wird, wenn man mit Arena spielt, arbeitet oder analysiert. Um so er­staunlicher, dass die GUI absolut kostenlos aus dem Internet heruntergela­den werden kann!! Die Tatsache, dass die hier besprochene CD ca. 50 Euro kostet, hat mit Arena an sich ja nichts zu tun, denn man bezahlt ja in erster Linie für Ruffian und die Bücher. Noch erfreulicher ist aber, dass Arena auch zukünftig nicht nur weiterentwi­ckelt, sondern auch weiterhin kostenlos angeboten wird. Zumindest wird dies von den "Machern" immer wieder beteuert und ich habe aus heutiger Sicht auch absolut keinen Grund, an dieser Aussage zu zweifeln.

Ruffian:

Kommen wir nun zum eigentlichen Schachmotor, dem schwedischen Pro­gramm "Ruffian 2.0" von Per-Ola Valfridsson. Über die Vorgeschichte habe ich bereits in der Einleitung berichtet, wobei ich betonen möchte, dass der eher bescheidene und zurückhaltende Per-Ola mit dem ganzen Brimborium um sein Programm (sowohl 2002 als auch 2003) nichts zu tun hatte, dafür waren und sind andere zuständig (herzliche Grüße nach Trier in diesem Zusammenhang!). Schauen wir uns nun einmal an, wie sich Ruffian bei verschiedenen Testern so geschlagen hat.

Heinz Walz: verbessert, ca. 40 ELO (Aktivschach, 1 GHZ-PC, eigene Bü­cher, CB-GUI)

Gerhard Sonnabend: deutlich besser, +70 ELO (Aktiv, Vorgabestellungen, CB-GUI)

CSS-Rangliste: leicht verbessert, max. 30 ELO (Blitz/Aktiv, 2,8 GHZ, CB-GUI, Vorgabestellungen). Insgesamt kann man das Programm re­lativ schwer beurteilen. Die Ergebnisse auch anderer Tester schwanken von kaum verbessert bis deutlich stärker. Relative Einigkeit besteht darin, dass Ruffian 2.0 offensichtlich kein guter Blitzer ist und längere Bedenkzeiten (mind. Aktivschach) benötigt, um in Fahrt zu kommen. Uneins ist man da­rin, ob man das Programm nun kaufen soll. Auch da las ich in den Foren fast alles, von "Musskauf' bis "muss ich nicht haben". Auch in Bezug auf die Spielstärke konnten sich die Tester und Freaks wie so häufig nicht einigen. Ei­nige waren enttäuscht, andere zufrie­den und einige (wenige) begeistert. Bei mir erzielte Ruffian 2 folgende Er­gebnisse (1,3 GHZ, Aktivschach 30

Min. + 10 Sek./Zug, eigene Bücher, Ruffian mit general.ctg von ChessBase um besser mit Ruffian 1.05 verglei­chen zu können):

Ruffian 2.0 gegen

Deep Junior 8.0 10,5: 9,5

Fritz 8.0.0.5 10,5: 9,5

Tiger 14 10,5: 9,5

Deep Fritz 8.0 7,5:12,5

Shredder 7.04 7,0:13,0

List 5.04 10,5: 9,5

Tiger 15 gambit 8,5:11,5

Hiarcs 9.0 8,5:11,5

Rebel 12.00.01 9,0:11,0

Nimzo 8.0 13,0: 7,0

200 Partien, aber wirklich beurteilen kann man das Programm beim besten Willen nicht. Natürlich reicht diese Zahl auch dafür nicht aus, aber es fällt mir sogar schwer, eine eindeutige Ten­denz festzustellen. Knappen Siegen ge­gen drei Top-Programme stehen klare Niederlagen gegen die derzeit Besten gegenüber. Lediglich gegen Hiarcs 9 hatte ich persönlich mit einer höheren Schlappe gerechnet. Dafür müsste ein so genanntes Spitzenprogramm eigent­lich gegen Rebel 12 gewinnen und Amateurkollegen wie List deutlicher distanzieren. Bleibt also nur übrig weiterzutesten und darauf zu hoffen, dass es nach 400 oder 600 Partien deutli­chere Tendenzen gibt. Insgesamt gehö­re ich zur Gruppe derjenigen, die zu­mindest von den reinen Ergebnissen eher enttäuscht sind und mehr erwartet hatten. Vielleicht waren diese Erwar­tungen - geschürt durch die Vorankün­digungen und einen Turniersieg bei der Holl. Meisterschaft in Leiden - auch einfach nur überzogen. Je höher das Niveau eines Programmes, desto schwieriger ist es, es weiter zu verbes­sern. Ausnahme scheint nur Shredder zu sein, dessen Autor mit fast jeder Version ziemlich deutliche Steigerun­gen erzielen konnte. Trotzdem bleibt natürlich die Frage nach den Ursachen, die natürlich auch im Internet nach den ersten schwächeren Ergebnissen ge­stellt wurde. Das gibt mir Gelegenheit, einmal auf diverse "Entschuldigun­gen" und "Erklärungsversuche" (teil­weise abenteuerlich!!) einzugehen, die dort zu lesen waren. Immer wieder gern genommen wird "Kurze Be­denkzeiten liegen dem Programm XY - hier Ruffian 2.0 - nicht". Das mag sein, nicht jedes Programm ist ein guter Blitzer, ebenso ist nicht jedes Programm mit langer BZ gut. Auch Shredder galt lange als "schlechter" Blitzer (immer relativ zu anderen Pro­grammen, nicht im Vergleich mit uns Patzern), wurde aber auch in dieser Disziplin mittlerweile auf Top-Niveau gebracht (mehrfacher Blitz-WM!). Und genau das unterscheidet ein Spit­zenprogramm (und diesen Anspruch hat R2 ja wohl!) von einem "Allerwelts-Durchschnitts-Massen-Programm". Wirkliche Spitzenprogram­me sind bei allen BZ und unter allen Bedingungen gut, deswegen heißen sie so. Ist übrigens bei Menschen nicht wirklich anders......Auch häufig zu le­sen war "Mit der Fischer-Uhr kommt Ruffian 2 nicht zurecht!" Auch hier gilt: ein Spitzenprogramm muss mit allen Schach- und BZ-Vari­anten klarkommen und vorne mitmi­schen (nicht unbedingt immer der/das Beste sein, das verlangt niemand!). Auch die GUI ist ein ständiger Stein des Anstoßes. Nur unter Arena kann Ruffian 2 wirklich zeigen was es kann, unter anderen Oberflächen seien Prob­leme vorprogrammiert. Abgesehen da­von, dass niemand wirklich in der La­ge war das auch nur halbwegs schlüs­sig nachzuweisen, kann ich nur sagen, dass Arena sicher den unbestreitbaren Vorteil hat, ohne Adapter klarzukom­men. Komisch ist in diesem Zusammenhang nur, dass der eigene, kosten­lose Vorgänger (1.05) damit offenbar vergleichsweise weniger Probleme hatte, wenn er unter CB oder Shredder classic eingebunden war!! "Der ver­wendete PC ist zu langsam" ist ein "Argument", welches auch immer ger­ne mal wieder ins Feld geführt wird, wenn das getestete Programm bzw. dessen Ergebnisse nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Häufiges Ver­wenden eines Argumentes macht es aber nicht besser, oder anders ausge­drückt: Ich halte das für Unsinn! Na­türlich sollte man ein modernes Pro­gramm nicht auf einer Uralt-Maschine von vor 5-10 Jahren testen. Wenn ein Programm aber mit einem bestimmten Prozessortyp nicht klarkommt, ist es schlecht programmiert, und das glaube ich bei Ruffian einfach nicht! Abgese­hen davon gibt es gute und schwächere Ergebnisse sowohl auf AMD als auch auf Intel (P3 oder P4). Heinz Walz z.B. testet auf einem nach heutigen Maßstä­ben "langsamen" 1-GHZ PC und hat gute Ergebnisse. Andere testen auf 2 oder 3 GHZ und haben schwächere. Wie passt das zusammen? Lügt einer? Natürlich nicht!! Der Hardwarewahn ist nur einfach völlig übertrieben. Wichtig ist, dass alle Programme glei­che Bedingungen haben, dann ist die­ses Argument hinfällig.

Fazit Ruffian 2:

Meine eigenen Ergebnisse (auch mit längeren BZ) sind nicht so berau­schend, andere Tester haben bessere, manche ähnliche. Insgesamt ist das Programm nicht leicht zu beurteilen. Speziell bei der Analyse und im End­spiel werden durchweg ausgezeichnete Leistungen gebracht, die leider nicht konstant im Partieschach umgesetzt werden. Hierdurch zeichnen sich Spit­zenprogramme aber aus. Konstant gut unter allen Bedingungen, aber vor al­lem auch über einen längeren Zeitraum (daher "konstant"!!), nur dann wird man sich in den gängigen Ranglisten behaupten können. Dies ist bei Ruffian 2 nach meinen bisherigen Resultaten leider nicht der Fall. Selbst wenn er seinen Vorgänger um die immer wie­der mal kolportierten 50-70 ELO über­treffen sollte, ist es bis zur absoluten Spitze noch ein gutes Stück. Und die Konkurrenz, speziell Shredder bzw. sein Autor Stefan Meyer-Kahlen, schläft nicht und wird sich weiterentwickeln. Im kommenden Heft werde ich Ihnen anhand des brandneuen Shredder 8 aufzeigen können (oder werde es zumindest versuchen), wie groß der Vorsprung unter den hiesigen Bedingungen ist.

Abschlussfazit CD:

Die Antwort auf die im Titel gestellte Frage lautet: "Ja"! Die CD kostet be­kanntermaßen knapp 50 Euro. Das ist für ein sehr starkes Schachprogramm mit einer herausragenden Oberfläche ein völlig angemessener Preis. Daher würde ich dem Endprodukt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis be­scheinigen, zumindest was den Ver­gleich zur direkten, kommerziellen Konkurrenz angeht. Das ist die eine Seite. Leider hat die Sache einen m.E. gravierenden Haken. Das Sahnestück auf dieser CD ist eindeutig die GUI, also Arena. Die Engine ist sehr gut, aber nicht überragend, hier gibt es ein­deutig bessere Programme. Nun ist aber ausgerechnet die GUI kostenlos und wird es auch bleiben! Und der Vorgänger von Ruffian 2.0, also die 1.05er Version ebenfalls. Die Zugaben (einige Eröffnungsbücher, einige End­spieldatenbanken) sowie eine aus der­zeitiger Sicht nur leicht verbesserte Engine lassen den Preis von 50 Euro wiederum als deutlich überhöht er­scheinen. Klar widerspreche ich mir hier eigentlich selbst, aber man muss halt den Unterschied zwischen dem Vergleich zur kommerziellen und zur freien Konkurrenz im "eigenen Haus" sehen. Und da sieht dieses Produkt nun mal ziemlich schlecht aus, wobei ich sagen muss, dass das auch für andere kommerzielle Produkte Gültigkeit hat. Die Messlatte, die Arena und Ruffian 1.05 gelegt haben, ist halt sehr hoch. Aber der Programmierer schläft nicht und wird sicher bei Gelegenheit eine verbesserte Version auf den Markt bringen. Falls es dann ein preisgünsti­ges oder sogar kostenloses Update (Download) geben sollte, steht einem Kauf zu einem späteren Zeitpunkt si­cher nichts im Wege. Daher kann ich Ihnen nur raten, sich Arena incl. eini­ger Programme (Ruffian, SOS 4 etc.) herunter zu laden (www.playwithare- na.com) und die 50 Euro in das nach ersten Tests absolut stärkste Programm (Shredder 8) zu investieren. Doch dazu mehr im nächsten Heft....

Wolfgang Battig, Rochade Europa 03/2004

Review by R. Pawlak on www.chessreviews.com

Reviewed February, 29th 2004.

Ruffian 2.0 is a chess engine that was recently released by Schach Niggemann , a distributor of chess products that is based in Germany. This CD contains the most recent releases of Ruffian, along with the original free version (it contains Ruffian 1.0.1, 1.0.5, 2.0.0, and Ruffian Leiden 2003). When you purchase the CD, you will also be sent two more new versions of Ruffian (2.0.2 and 2.1), which will arrive via e-mail.

Ruffian is compatible with a wide variety of standard engine communications protocols, including UCI, Winboard and Winboard II. The CD also contains the Arena GUI , which represents the best free playing interface available at the current moment. In addition to the above windows compatible engines, the CD contains a linux version of Ruffian, that can be used with Xboard.

A full windows install takes 120M, but you can cut this back by not installing some of the spoken move announcements for other languages. The CD will also install tablebases (4-piece), so if you have them, do a custom install, and uncheck the option to copy the tablebase over to your hard drive. If you do both these things (leave off tablebases and extra announcements), your total install will be about 72M. Included in this are the Ruffian opening books, created by long time computer chess personality Djordje Vidanovic.

The Arena GUI I will avoid discussing too many specifics of this GUI, since it can be freely downloaded if one so desires. I do think it has several very strong points in its favor. Perhaps the most important is the very quick and easy engine setup that requires virtually no intervention (or research) on the part of the user. As many of you know, setting up certain winboard engines can take a bit of research. Arena makes this process very easy by providing a nice setup file for just about every winboard engine out there. Arena can also search your hard drive for engines, and automatically set them up for you (very nice!).

I also felt that the opening book controls were very easy to use. There are three very straightforward sliders (plus some other threshold settings) that control engine play from the book: Priority, Number of games, and Win percentage. While it is perhaps more difficult to directly edit the books, it is very easy to setup handicapped games and the like, using Arena's book controls. In other words, professional opening book authors (and there are a few out there) might wish for more features, but for the overwhelming 99.5% of everyone else, the controls will be very convenient.

While Arena is especially strong from a playing, and even engine tournament standpoint, its support for ICS play is still in its infancy. However, it does support a couple of interesting features for engine authors. One of these is the ability to talk to an engine using the ICS "tell" command. To my knowledge, this is not supported by any other ICS interface at this time.

In terms of analysis, multivariation mode is supported, as is automatic full game analysis. The latter is somewhat limited, so this particular GUI may not be your best choice for game analysis. However, once again, there are a couple of unique features that some people may appreciate. One is an analysis board that is accessible from the right-click context menu. This board is even functional when using k-best mode.

Arena also supports quite a few engine vs. engine features, and it is one of the stronger areas of the program. In addition to the standard functions (i.e. round robin and swiss tournaments) there is autoplayer support, and sophisticated game evaluation logging. In effect, the GUI can watch for changes in the game evaluation, and save these critical positions to an EPD file. This makes it easier for engine developers to tune their engines, and find bugs and/or mis-evaluations. You can set the threshold (if value decreases X centipawns), and the number of moves (within X moves) in which the change in evaluation happens. If you choose a high value for the threshold (say 300) only big blunders are saved to the EPD file.

I would also give Arena high marks for its many user interface settings. It offers full control of colors for just about every aspect of the GUI. Arena can also use True Type fonts for display of pieces, so this makes the board display very clean and easy to read. And for those that don't want to play with an on-screen board, full DGT support is provided.

And last, but not least, Arena has a very vibrant user community. There are continuous enhancements being made to the GUI, and new engine books, settings, etc are constantly being offered on their website . They also have a very interesting forum there, and it is a good resource for arena users.

The Ruffian Engine The following text is taken from Schach Niggemann's website:

Ruffian is a fast program that reaches high search depth very quickly, and this gives it excellent tactical abilities. Extensions, pruning and evaluation have been carefully tuned to maximize Ruffian's playing strength. Mobility is based on precalculated tables that can recognize special patterns; this is one of the major evaluation terms. Ruffian has a lot of endgame knowledge and can play endgames fairly well. With the combination of endgame tables, Ruffian knows when to convert to a winning endgame. Search is based on iterative deepening, principal variation search algorithm (PVS), extension, SEE, transposition tables, recursive null-move and forward pruning .

Based on my research, I think Ruffian is probably a better engine to use at longer time controls. Also, in some of my blitz engine vs engine tournaments, I noticed that Ruffian sometimes did not do so well when matched against engines that really place a lot of time pressure on their opponents (i.e. Tiger). Surely this is an issue of time management rather than quality of play. In terms of strengths, Ruffian knows how to utilize passed pawns well, and it seems especially good in positions that are unclear, or that have doubled isolated pawns. One weakness that I noted in version 2.0 was a propensity to move the pawns around its king, thus creating holes to be exploited. However, this looks to be fixed in versions 2.0.2 and 2.1.0.

It bears noting that Ruffian scores well against both deep Fritz, and the King (Chessmaster). If you consider that these two engines are probably found on more hard drives than any other, you quickly realize that Ruffian provides a nice alternative opinion for users of these two programs.

Incidentally, I also feel that I should comment on the various iterations of Ruffian. In the course of doing this review, I looked at a number of Ruffian games that were downloaded off the web, and played on my computer. In general, I place more faith in the tournaments that other experts ran, rather than my own (there are many gotchas to running a fair eng-eng tournament). It was not easy for me to form a consistent opinion on Ruffian's style and strength, after looking at all the different versions. My gut feeling is that version 2.0.2 may be the best all around performer (and play the most solid chess) of the lot, but it is really impossible for me to tell for sure. If you want to do your own research, a good starting post is this information by Frank Quisinsky.

Nowadays, the GUI and the chess engine have been decoupled. Thus you have the choice of either using Ruffian under the included Arena GUI, or using it with your favorite program. Since arena is both Winboard and UCI compatible, it can be used with Chessmaster (as a Winboard engine), Fritz (Winboard or UCI), and Chess Assistant (Winboard or UCI). If you use the engine for analysis purposes, my recommendation is to install it as a UCI engine, since that offers better control over the engine by the GUI. For example, in Chess Assistant 7 , multivariation mode is only supported if Ruffian is configured as a UCI engine.

If you do go with the UCI setup, you'll find that the Ruffian 2.0 eng file supports just a few user controls. They include whether Ruffian should use the GUI's book, or its own, as well as a command to clear Ruffian's hash tables, and to set the playing level (there are 11 levels of strength, with 11 being the highest). I wonder if the latter is an oblique reference for Spinal Tap fans.

Final Thoughts My overall impression of this package is positive. Arena certainly represents a viable option for those seeking an easy to use setup for playing various winboard and UCI engines. Much attention has been paid to engine compatibility, and the quick setup capability makes for a very pain free way to experiment with the wide spectrum of free engines out there.

Additionally, I feel that UCI is definitely a standard worth supporting. And the people behind this CD deserve some credit (and support) for bringing another strong UCI engine to the marketplace. Ruffian installs easily under a variety of GUIs. I tried it under both Fritz and Chess Assistant 7.1, and had no problems what so ever. All in all, this is a very professional package.

Languages Supported in User Interface Romanian, French, English,Hungarian, Catalan, Czech, Dutch, Polish, Portuguese, Russian, Slovak, Swedish, and Turkish.

Copy Protection Update 2.0.2 and 2.1.0 require the original CD.

Ruffian - nie gehört? Zugegeben, dem Schreiber dieser Zeilen ging es bis vor Kurzem genauso. Wir haben uns im Bereich Software gelegentlich darüber beklagt, dass es durch die regelrechte Monopolstellung von ChessBase bei Schachprogrammen kaum Neues über Benutzerober­flächen zu berichten gibt.

Schließlich werden dort ja Junior, Shredder, Nimzo und Co. stets mit der sehr schönen, aber eben immer einheitlichen Fritz-Oberfläche ausge­stattet.

Nun sorgt die aufstrebende Schach-Engine Ruffian für angenehme Ab­wechslung, weshalb wir uns dieses Produkt ein wenig genauer anschauen wollen.

Bei Ruffian handelt es sich also wie gesagt um eine Schach-Engine. Sie wurde vom Schweden Per-Ola Valfridsson entwickelt und konnte im letzten Jahr in zwei Turnieren ihre Spielstärke unter Beweis stellen: Ruf­fian gewann die ,Dutch Open Com­puter Chess Championship' und ein vom Internet Chess Club organisier­tes Turnier von Schachprogrammie­rern.

Da Ruffian nicht von ChessBase herausgegeben wird erwartet uns hier also eine eigene Benutzeroberfläche, die sich ,Arena' nennt.

...

Arena ist eine Benutzeroberfläche, die im Internet als Freeware angebo­ten wird. In Zusammenarbeit mit vie­len anderen Nutzern wurde sie von Martin Blume weiterentwickelt und kann nun als gemeinsame Basis für Programmierer weltweit dienen, die hier ihre Engines testen und gegen­einander antreten lassen können.

Entsprechend gut ist Arena in die­sem Bereich ausgerüstet und unterstützt die Protokolle Winboard I & II sowie UCI.

Dadurch bietet Arena die Möglichkeit, über 200 frei verfügbare Engines einzusetzen. Als Datenbank­format wird PGN genutzt, wofür Are­na natürlich Such-Optionen bereit­stellt.

Die Partien können kommentiert und mit Varianten ergänzt werden, als Unterstützung können Sie dabei auf insgesamt vier verschiedene Versionen der Ruffian-Engine oder anderen Extras wie speziell für Ruffian entwi­ckelte Eröffnungsbücher, Nalimov-Tablebases für Endspiele mit maxi­mal 4 Steinen und zwei Datenbanken mit über 17.000 Partien zugreifen.

Außerdem können Sie mit Ruffian und Arena nicht nur Shuffle-Schach spielen, sondern auch die von Ex­Weltmeister Fischer propagierte ,960'-Version, die durch eine Regel-Ergänzung auch Rochaden erlaubt.

Ruffian unterstützt einen Autoplay­er (zur Verbindung zweier PCs) oder den Einsatz eines DGT-Brettes, und es gibt auch weitere Extras wie z.B.: ELO-Berechnungen, 18 Intros, Zugansagen, insgesamt 17 Sprachen für die Oberfläche (z.B. Englisch, Französisch, Russisch,Türkisch ...), ein Variantenbrett, umfangreiche Druckoptionen und noch einiges mehr.

Übrigens ist Ruffian auf dieser CD auch in einer Linux-Version enthal­ten. Last nut not least können Sie das Duo Ruffian/Arena auch zum Spielen gegen andere Schachfreunde oder Programme via Internet einsetzen.

Alles in allem fällt das Fazit sehr positiv aus. Natürlich verlangt eine neue Oberfläche ein wenig Zeit, um sich mit den Möglichkeiten und Funktionen vertraut zu machen, doch sollte das bei Ruffian Dank des übersichtlichen Aufbaues und einer deutschsprachigen Bedienungsanlei­tung kein Problem sein.

Die starke Engine, die Optionen für Winboard-Engine-Freunde und der faire Preis von 29,95 Euro runden das angenehme Erscheinungsbild von Ruffian/Arena ab.

Schachmarkt 02/2004

Review by R. Pawlak on www.chessreviews.com

Reviewed February, 29th 2004.

Ruffian 2.0 is a chess engine that was recently released by Schach Niggemann , a distributor of chess products that is based in Germany. This CD contains the most recent releases of Ruffian, along with the original free version (it contains Ruffian 1.0.1, 1.0.5, 2.0.0, and Ruffian Leiden 2003). When you purchase the CD, you will also be sent two more new versions of Ruffian (2.0.2 and 2.1), which will arrive via e-mail.

Ruffian is compatible with a wide variety of standard engine communications protocols, including UCI, Winboard and Winboard II. The CD also contains the Arena GUI , which represents the best free playing interface available at the current moment. In addition to the above windows compatible engines, the CD contains a linux version of Ruffian, that can be used with Xboard.

A full windows install takes 120M, but you can cut this back by not installing some of the spoken move announcements for other languages. The CD will also install tablebases (4-piece), so if you have them, do a custom install, and uncheck the option to copy the tablebase over to your hard drive. If you do both these things (leave off tablebases and extra announcements), your total install will be about 72M. Included in this are the Ruffian opening books, created by long time computer chess personality Djordje Vidanovic.

The Arena GUI I will avoid discussing too many specifics of this GUI, since it can be freely downloaded if one so desires. I do think it has several very strong points in its favor. Perhaps the most important is the very quick and easy engine setup that requires virtually no intervention (or research) on the part of the user. As many of you know, setting up certain winboard engines can take a bit of research. Arena makes this process very easy by providing a nice setup file for just about every winboard engine out there. Arena can also search your hard drive for engines, and automatically set them up for you (very nice!).

I also felt that the opening book controls were very easy to use. There are three very straightforward sliders (plus some other threshold settings) that control engine play from the book: Priority, Number of games, and Win percentage. While it is perhaps more difficult to directly edit the books, it is very easy to setup handicapped games and the like, using Arena's book controls. In other words, professional opening book authors (and there are a few out there) might wish for more features, but for the overwhelming 99.5% of everyone else, the controls will be very convenient.

While Arena is especially strong from a playing, and even engine tournament standpoint, its support for ICS play is still in its infancy. However, it does support a couple of interesting features for engine authors. One of these is the ability to talk to an engine using the ICS "tell" command. To my knowledge, this is not supported by any other ICS interface at this time.

In terms of analysis, multivariation mode is supported, as is automatic full game analysis. The latter is somewhat limited, so this particular GUI may not be your best choice for game analysis. However, once again, there are a couple of unique features that some people may appreciate. One is an analysis board that is accessible from the right-click context menu. This board is even functional when using k-best mode.

Arena also supports quite a few engine vs. engine features, and it is one of the stronger areas of the program. In addition to the standard functions (i.e. round robin and swiss tournaments) there is autoplayer support, and sophisticated game evaluation logging. In effect, the GUI can watch for changes in the game evaluation, and save these critical positions to an EPD file. This makes it easier for engine developers to tune their engines, and find bugs and/or mis-evaluations. You can set the threshold (if value decreases X centipawns), and the number of moves (within X moves) in which the change in evaluation happens. If you choose a high value for the threshold (say 300) only big blunders are saved to the EPD file.

I would also give Arena high marks for its many user interface settings. It offers full control of colors for just about every aspect of the GUI. Arena can also use True Type fonts for display of pieces, so this makes the board display very clean and easy to read. And for those that don't want to play with an on-screen board, full DGT support is provided.

And last, but not least, Arena has a very vibrant user community. There are continuous enhancements being made to the GUI, and new engine books, settings, etc are constantly being offered on their website . They also have a very interesting forum there, and it is a good resource for arena users.

The Ruffian Engine The following text is taken from Schach Niggemann's website:

Ruffian is a fast program that reaches high search depth very quickly, and this gives it excellent tactical abilities. Extensions, pruning and evaluation have been carefully tuned to maximize Ruffian's playing strength. Mobility is based on precalculated tables that can recognize special patterns; this is one of the major evaluation terms. Ruffian has a lot of endgame knowledge and can play endgames fairly well. With the combination of endgame tables, Ruffian knows when to convert to a winning endgame. Search is based on iterative deepening, principal variation search algorithm (PVS), extension, SEE, transposition tables, recursive null-move and forward pruning .

Based on my research, I think Ruffian is probably a better engine to use at longer time controls. Also, in some of my blitz engine vs engine tournaments, I noticed that Ruffian sometimes did not do so well when matched against engines that really place a lot of time pressure on their opponents (i.e. Tiger). Surely this is an issue of time management rather than quality of play. In terms of strengths, Ruffian knows how to utilize passed pawns well, and it seems especially good in positions that are unclear, or that have doubled isolated pawns. One weakness that I noted in version 2.0 was a propensity to move the pawns around its king, thus creating holes to be exploited. However, this looks to be fixed in versions 2.0.2 and 2.1.0.

It bears noting that Ruffian scores well against both deep Fritz, and the King (Chessmaster). If you consider that these two engines are probably found on more hard drives than any other, you quickly realize that Ruffian provides a nice alternative opinion for users of these two programs.

Incidentally, I also feel that I should comment on the various iterations of Ruffian. In the course of doing this review, I looked at a number of Ruffian games that were downloaded off the web, and played on my computer. In general, I place more faith in the tournaments that other experts ran, rather than my own (there are many gotchas to running a fair eng-eng tournament). It was not easy for me to form a consistent opinion on Ruffian's style and strength, after looking at all the different versions. My gut feeling is that version 2.0.2 may be the best all around performer (and play the most solid chess) of the lot, but it is really impossible for me to tell for sure. If you want to do your own research, a good starting post is this information by Frank Quisinsky.

Nowadays, the GUI and the chess engine have been decoupled. Thus you have the choice of either using Ruffian under the included Arena GUI, or using it with your favorite program. Since arena is both Winboard and UCI compatible, it can be used with Chessmaster (as a Winboard engine), Fritz (Winboard or UCI), and Chess Assistant (Winboard or UCI). If you use the engine for analysis purposes, my recommendation is to install it as a UCI engine, since that offers better control over the engine by the GUI. For example, in Chess Assistant 7 , multivariation mode is only supported if Ruffian is configured as a UCI engine.

If you do go with the UCI setup, you'll find that the Ruffian 2.0 eng file supports just a few user controls. They include whether Ruffian should use the GUI's book, or its own, as well as a command to clear Ruffian's hash tables, and to set the playing level (there are 11 levels of strength, with 11 being the highest). I wonder if the latter is an oblique reference for Spinal Tap fans.

Final Thoughts My overall impression of this package is positive. Arena certainly represents a viable option for those seeking an easy to use setup for playing various winboard and UCI engines. Much attention has been paid to engine compatibility, and the quick setup capability makes for a very pain free way to experiment with the wide spectrum of free engines out there.

Additionally, I feel that UCI is definitely a standard worth supporting. And the people behind this CD deserve some credit (and support) for bringing another strong UCI engine to the marketplace. Ruffian installs easily under a variety of GUIs. I tried it under both Fritz and Chess Assistant 7.1, and had no problems what so ever. All in all, this is a very professional package.

Languages Supported in User Interface Romanian, French, English,Hungarian, Catalan, Czech, Dutch, Polish, Portuguese, Russian, Slovak, Swedish, and Turkish.

Copy Protection Update 2.0.2 and 2.1.0 require the original CD.

Ruffian 2.0