Tel: (02867) 8088 + 8089

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LOKONSTSW2B3
Sonderangebot

Sabotaging Sicilian, French, Caro-Kann 2.b3

The Queenside Fianchetto Factor

144 Seiten, kartoniert, Russel, 1. Auflage 2018.

17,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

In the first full book to examine 2.b3 against the Sicilian, French and Caro-Kann, mainlines, interesting sidelines and current theory are reviewed. In addition, what actually happens in modern practice is surveyed.

The authors are optimistic for White, and concentrate on the best continuations while trying to be objective. It is in that spirit that they conclude that 2.b3 is sound against the Sicilian, fun against the French, and curious against the Caro-Kann. In all three cases, the objective is to sabotage Black’s play, to take him out of his comfort zone. The word “sabotage” has historically derived from throwing a clog into machinery, or in other words, throwing a monkey wrench in the works; here the wrench is a queenside fianchetto.

White aims his light-square bishop toward the right flank; he typically delays Ng1-f3 so that he may play Qd1-f3 or advance his f-pawn, and use his light-square bishop to build a full-scale kingside attack. Queenside castling often occurs, hoping for a kingside pawn storm. Yet, despite all these characteristics of 2.b3, White may still retains the option of d2-d4 for a more conventional-looking 1.e4 opening.

With 2.b3, you will have one more arrow in your theoretical quiver to battle Black. And, like it or not, Black will be compelled to do deal with the queenside fianchetto factor.

About the Authors

Jerzy Konikowski is one of the most prolific chess authors in the world with dozens of publications in several languages to his credit. He holds the FIDE Master title as well as titles in correspondence chess and chess composition.

Marek Soszynski is a Master of Philosophy and co-author of the best-selling and widely acclaimed How to Think in Chess .

Details

Sprache Englisch
Autor Konikowski, Jerzy
Soszynski, Marek
Verlag Russel
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 200 g
Breite 15,1 cm
Höhe 22,8 cm
Seiten 144
ISBN-13 978-1-941270-83-7
Erscheinungsjahr 2018
Einband kartoniert

Bei der Wahl einer Eröffnung spielen neben der Korrektheit eines Systems auch andere Aspekte eine Rolle, zum Beispiel ob mit normaler Bedenkzeit gespielt wird oder in einem Blitzturnier, welche Vorlieben, Stärken und Schwächen des kommenden Gegners man kennt, ob man einen Sieg braucht oder ein Remis reicht und nicht zuletzt auch das Überraschungspotenzial, das die zu treffende Entscheidung verspricht. Eröffnungswaffen, auf die man nur bei einer gerade passenden Gelegenheit zurückgreift, sollte jeder universal tätige Spieler im Köcher haben. Wenn eine solche Spezialwaffe dann auch noch mit wenig Studium der Theorie erlernt werden kann, ist dies ein zusätzlicher Pluspunkt.

Das Autoren-Duo Jerzy Konikowski und Marek Soszynski hat in einem schmalen Büchlein mit dem Titel "Sabotating the Sicilian, French and Caro-Kann with 2.b3" ein Repertoire ausgearbeitet, das auf der Idee basiert, ganz früh in der Partie den Damenläufer mit 2.b2-b3 zu befreien und dann zu fianchettieren. Indem es gegen die Sizilianische, die Französische und die Caro-Kann-Verteidigung eingesetzt werden kann, eröffnet es dem Anziehenden die Chance, seinen Gegner gleich in drei Eröffnungs-Boliden aus dessen Komfortzone zu zerren. Die Aussicht, dass er selbst sich besser in diesem Eröffnungsgewässer auskennt als sein Gegner, ist alles andere als klein.

Allerdings kommen Konikowski und Soszynski zu dem Schluss, dass ihre Idee nicht gegen alle drei genannten schwarzen Systeme gleich gute Möglichkeiten eröffnet. Gegen die Sizilianische Verteidigung halten sie den weißen Aufbau für gesund. Den Spaßfaktor sehen sie gegen Französisch im Vordergrund und gegen Caro-Kann ist das behandelte Fianchetto etwas suspekt. Ganz am Rande schauen sie auch noch kurz auf den Einsatz gegen die Skandinavische Verteidigung, raten aber inhaltlich davon ab.

Gegen den passenden Gegner auf das Brett gebracht wird die Überraschung 2.b2-b3 in Blitzpartien jeden Gegenüber wertvolle Zeit kosten und zu Fehlern verleiten, nicht nur als Antwort auf ein schwarzes 1 ... c7-c5.

Jerzy Konikowski ist ein überaus erfahrener Autor und ausgewiesener Eröffnungsexperte; Marek Soszynski ist in der Philosophie beheimatet und hat schon als Ko-Autor des sehr anerkannten Werkes "How to Think in Chess" viel Anerkennung geerntet.

Die Autoren haben ihre Arbeit in 21. Kapitel gegliedert, die um insgesamt 30 kommentierte Partien ergänzt werden. Die Hälfte der insgesamt 144 Buchseiten widmet sich dem Bereich der Sizilianischen Verteidigung.

Die einzelnen Kapitel werden regelmäßig kurz eingeführt, indem die jeweils behandelte Idee skizziert wird. Abgeschlossen werden sie von einer ebenfalls kurzen wertenden Zusammenfassung.

Das Buch spricht meines Erachtens nicht den Anfänger im Schach an, sondern den Spieler, der bereits das Klubniveau oder mehr erreicht hat. Dies ergibt sich nicht nur daraus, dass die vorgestellten Eröffnungswege keine Anfängerwege sind, sondern auch aus der Darstellung der Theorie. Diese arbeitet mit vielen Varianten, die nicht selten auch länger sein dürfen. Die Autoren gehen auf die wichtigsten Aspekte auch textlich ein, indem Sie Pläne, Vorzüge und Nachteile von Wegen oder Einzelzügen aufzeigen oder auch ein Stellungsurteil abgeben. Allerdings muss der Leser schon genügend eigenes Spielverständnis aufbringen, um die so gestalteten Informationen gut aufnehmen zu können.

In den praktischen Partien haben auch ganz Große im Schach am Brett gesessen. So sind mit Beispielen u.a. auch Carlsen, Kramnik, Spasski und Aronjan vertreten. Auch im Fernschach ausgetragene Duelle sind abgebildet, was bestätigen mag, dass 2.b2-b3 unter den oben genannten Maßgaben auch unabhängig von einer engen Bedenkzeit Chancen beinhaltet.

Wer sich wegen nur geringer Fremdsprachkenntnisse in einem englischsprachigen Umfeld nicht allzu wohl fühlt, wird trotzdem ohne besondere Schwierigkeiten mit "Sabotating the Sicilian, French and Caro-Kann with 2.b3" arbeiten können, eben weil das Buch nicht mit langen und schwierigen Texten aufwartet.

Fazit: Wer eine Spezialwaffe gegen Sizilianisch, Französisch und Caro-Kann sucht, die ganz gezielt für bestimmte Anlässe eingesetzt werden kann, wird bei 2.b2-b3 fündig und von "Sabotating the Sicilian, French and Caro-Kann with 2.b3" genügend in die Systeme eingeführt. Nicht zuletzt für einen Einsatz in Duellen mit einer verkürzten Bedenkzeit erhält der Leser Spielweisen an die Hand, in die er sich mit nur recht wenig Aufwand einarbeiten kann.

Uwe Bekemann,

Deutscher Fernschachbund

September 2018


Wenn irgendwo wer seltene Varianten in Verbindung mit 1.e4 anpreist, bin ich sofort dabei. So sehr mir halboffene Stellungen auch gefallen, so aufwändig ist es mittlerweile, selbst gegen Spieler, die 300 oder mehr Wertungspunkte weniger als ich haben, vernünftig aus der Eröffnung zu kommen. In meinen Augen gibt es da dann nur zwei Alternativen. Entweder sieht man sich kritische Varianten so gut an, dass man keine Vorbereitungen mehr fürchten muss oder man spielt unbekannte Varianten mit Gift und würfelt vor der Partie, welche man denn heute mal spielt. Ich gestehe, dass ich letzteres bevorzuge. Ich mag einfach Abwechslung.

Darum bin ich auch froh, dass ich mit "Sabotaging the Sicilian, French & Caro-Kann with 2.b3" von FM Jerzy Konikowski und seinem Co-Autor Marek Soszynski aus dem Russellverlag neues Futter bekam.

Das Büchlein bringt es gerade mal auf 144 Seiten und erklärt schon im Titel deutlich, worum es geht. Weiß soll gegen drei der häufigsten Verteidigungen nach 1.e4 ( nur nach 1.e4 e5 erschien es den Autoren zu hart, auf 2.b3 zu bestehen) mit dem Läuferfianchetto am Damenflügel Druck Richtung Königsflügel entwickeln. Ich habe mich vor einiger Zeit schon mit dieser Idee befasst und sie lediglich gegen Französisch häufiger mal gespielt. Nichtsdestotrotz ergibt sich hier einiges an frischem Wind. Versucht Schwarz, nach 1.e4 c5 2.b3 mit Sc6 3.Lb2 e5 den Läufer zu hemmen, kann Weiß mit 4.Lc4 direkt gegen f7 pressen und später mit f4 Druck gegen das schwarze Zentrum aufbauen. Wenn Schwarz aber ruhiger mit e6 spielt, ergeben sich mit Lb5 Stellungen, die an Nimzoindisch mit vertauschten Farben erinnern, nur dass unser Bauer auf e4 weiter vorne steht als jener auf e6. Da sich Schwarz bei der Französischen Verteidigung nach 1.e4 e6 schon früh mit dem e-Bauern festgelegt hat, gefiel mir das nach 2.b3 folgende Reti-Gambit mit d5 3.Lb2 dxe4 4.Sc3 immer am besten unter den hier vorgestellten b3-Eröffnungen. Nach 4. ...Sf6 5.De2 Lb4 6.0-0-0 De7 7.Sxe4 fand ich aber die Empfehlung Sbd7 von GM Emanuel Berg aus "The French Defence Volume Three" etwas störend. Schwarz deckt den Sf6 ab und plant danach, mit a5, La3, a4 anzugreifen. Konikowski und Soszynski empfehlen hier 8.g4 mit einer unklaren Stellung. Ich würde ihre Variante gerne weiter ausführen, aber sie endet bereits im achten Zug. Gegen Caro-Kann habe ich 2.b3 nie ernst genommen, aber hier kann Weiß nach 1.e4 c6 2.b3 d5 3.Lb2 dxe4 4.Sc3 Lf5 5.Sge2 Sf6 6.Sg3 wohl wirklich den Ausgleich halten und den Gegner auf unbekanntes Terrain locken.

Die Struktur des Buches finde ich aber wenig überzeugend. Zwar ist es sympathisch, dass die Autoren schon damit zufrieden sind, wenn Weiß am Ende der Eröffnungsphase nicht schlechter steht, aber statt eines Repertoirebuches gegen die drei Eröffnungen wird hier jede noch so abwegige Idee genannt, ihr Haken aber oft nur in Fußnoten analysiert, als ob es nebensächlich wäre, dass sie einfach nicht funktioniert. Zudem werden viele Partiefragmente in den Fußnoten ellenlang aufgebläht, um dann an einer willkürlichen Stelle abzubrechen und im besten Falle noch Vorteil zu reklamieren, als wäre alles davor zwingend. Die Grundidee, erst ein kommentiertes Variantengerüst mit Partiefragmenten zu errichten und dieses dann mit kommentierten Beispielpartien abzurunden, finde ich sehr gut, aber die Kommentare sind meist extrem belanglos und die Beispielpartien werden ebenfalls mit langen Partiefragmenten aufgebläht. Trotz der nur 144 Seiten kann man die Hälfte des Buches getrost weglassen, weil dort recht minderwertige Ideen behandelt werden, während dann die wirklich wichtigen zu oberflächlich gehalten sind, um zu überzeugen.

Insgesamt zeigen die Autoren viele Ideen auf, haben hier aber ein recht unausgegorenes Werk veröffentlicht, das den Leser mehr verwirrt als ihm weiterzuhelfen.

IM Dirk Schuh,

August 2018

Extract

Sabotaging Sicilian, French, Caro-Kann 2.b3