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Art.-Nr.: LOKORTSAOD

A Practical Black Repertoire with d5, c6 - Vol 1

The Slav and Other Defences

308 Seiten, kartoniert, Chess Stars, 1. Auflage 2017.

21,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

In Volume 1 Kornev's choice of arms against 1.d4 d5 2.c4 is one of the most popular openings in modern chess practice - the Slav Defence. Besides, he considers in detail how to meet opening set-ups where after 1.d4 d5 White refrains from an early c2-c4: 2.Bg5, as well as 2.Nf3 Nf6 3.Bg5 and 2.Nf3 Nf6 3.g3. Another topic is the ever growing in popularity The London System (2.Bf4 and 2.Nf3 Nf6 3.Bf4).

Kornev does not confine himself to dry variations, he also aptly explains the ideas behind them. Thus his book should serve a wide range of players - from club amateurs, up to grandmasters. The Slav-Caro-Kann connection allows Black to sidestep many opening variations. For example, after 1.d4 d5 2.Nc3 he simply goes 2...c6, avoiding the main line of the Veresov System which arise after 2...Nf6 3.Bg5. In the London System after 1.d4 d5 2.Bf4 c5 3.e3, Black could directly exchange on d4 - 3...cxd4 4.exd4, obtaining a harmless sideline of the Caro-Kann - 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 4.Bf4.

Alexei Kornev is an international grandmaster and coach. In 2001 he took the silver in the Russian Cup Final. He is also the winner of a number of international tournaments. Highest ELO so far - 2582.

For many years, he has been senior coach of the junior chess school in the city of Vladimir. His students are often among the winners of the Russian junior championships for boys and girl.

Kornev is the author of:

A Practical Black Repertoire with Nf6, g6, d6

A Practical Withe Repertoire with 1.d4

Rossolimo and Friends

Details

Sprache Englisch
Autor Kornev, Alexei
Verlag Chess Stars
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 360 g
Breite 14,5 cm
Höhe 21,5 cm
Seiten 308
ISBN-13 978-6197188141
Erscheinungsjahr 2017
Einband kartoniert

Inhalte

006 Preface

Part 1. 1.d4 d5 2.c4 c6

010 1 - Rare; 3.e3 Nf6

016 2 - 3.Nc3 Nf6 Rare; A) 4.Bg5 dxc4; B) 4.e3 e6

023 3 - 3.cxd5 cxd5 A) 4.Bf4 Nc6; B) 4.Nc3 Nf6

034 4 - 3.cxd5 cxd5 4.Nf3 Nf6 Rare; 5.Nc3 Nc6

Part 2. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6

055 5 - 4.Nbd2 Bf5 Rare; A) 5.e3 e6; B) 5.g3 e6

063 6 - 4.g3 Bg4 A) 5.Ne5 Bf5; B) 5.Bg2 e6

077 7 - 4.Qc2 dxc4 Rare; A) 5.e4 b5; B) 5.Qxc4 Bf5

097 8 - 4.e3 Bg4 Rare; A) 5.Nbd2 e6; B) 5.cxd5 Bxf3; C) 5.Qb3 Qb6; D) 5.Nc3 e6

111 9 - 4.e3 Bg4 5.h3 Bh5 A) 6.Nbd2 e6; B) 6.g4 Bg6 7.Ne5 e6; C) 6.cxd5 cxd5; D) 6.Nc3 e6

Part 3. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6

132 10 - Rare; 5.Qb3 dxc4 6.Qxc4 b5 A) 7.Qb3 Nbd7; B) 7.Qd3 Bb7

139 11 - 5.g3 dxc4 Rare; 6.Bg2 Nbd7 A) 7.a4 Bb4; B) 7.0-0 b5

150 12 - 5.cxd5 exd5 Rare; A) 6.Bg5 h6; B) 6.Qc2 g6

Part 4. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.e3 a6

168 13 - Rare; A) 6.h3 Nbd7; B) 6.Bd2 c5; C) 6.a3 Nbd7

179 14 - 6.Be2 dxc4 7.a4 c5

188 15 - 6.Bd3 dxc4 7.Bxc4 b5

206 16 - 6.c5 Nbd7

210 17 - 6.b3 Bb4

220 18 - 6.Qc2 c5

Part 5. 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 e6 5.Bg5 dxc4

231 19 - Rare; 6.a4 Bb4

238 20 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 A) 9.exf6 gxh4; B) 9.Bg3 Nd5

245 21 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 9.Nxg5 hxg5 10.Bxg5 Nbd7 11.exf6 Bb7 Rare; 12.g3 Qb6 13.Bg2 0-0-0 14.0-0 c5 15.d5 b4 16.Rb1 Qa6

255 22 - 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Bh4 g5 9.Nxg5 hxg5 10.Bxg5 Nbd7 11.exf6 Bb7 12.g3 Qb6 13.Bg2 0-0-0 14.0-0 c5 15.d5 b4 16.Na4 Qb5 17.a3 Nb8 18.axb4 axb4 A) 19.Be3 Bxd5; B) 19.Qd4 Nc6; C) 19.Qg4 Bxd5

Part 6. 1.d4 d5 without c4

268 23 - A) 2.c3 c5; B) 2.Nc3 c6; C) 2.e3 Nf6; D) 2. e4 de; E) 2.Bg5 h6

281 24 - A) 2.Bf4 c5; B) 2.Nf3 Nf6 3.Bf4 c5

288 25 - 2.Nf3 Nf6 Rare; 3.Bg5 Ne4

298 26 - 2.Nf3 Nf6 3.g3 c6

305 Index of Variations

Alexei Kornev ist ein russischer Schachgroßmeister und -trainer. Zudem hat er zuletzt einige interessante Eröffnungsbücher für den Chess Stars Verlag verfasst. Sein letztes Projekt war ein kämpferisches Schwarzrepertoire in zwei Bänden, das auf der Königsindischen und der Pirc-Verteidigung basierte und auf den schwarzen Feldern spielte. Nun sollen mit "A Practical Black Repertoire with d5, c6 1" die weißen abgedeckt werden. Im vorliegenden ersten Band geht es um slawische Abspiele nach 1.d4 d5, in Band 2 soll dann die Caro-Kann-Verteidigung nach 1.e4 c6 folgen und auch die Englische Eröffnung und Retiabspiele nach 1.Sf3 dürften dort besprochen werden.

Nach 1.d4 d5 wird natürlich vorrangig der Zug 2.c4 besprochen, aber auch die Damenbauernspiele wie das Londoner System werden abgehandelt. Auf die Waffe gegen eben dieses derzeit recht populäre System war ich sehr gespannt, aber die häufigste Zugfolge nach 1.d4 d5 2.Lf4 c4 3.e3 transponiert nach cxd4 4.exd4 in das Abtauschsystem der Caro-Kann-Verteidigung nach 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 4.Lf4, welches erst in Band 2 besprochen wird. Ich muss mich da also gedulden.

Viel spannender ist aber eh der Slawischkomplex nach 1.d4 d5 2.c4 c6.

Im Vorwort erklärt der Autor kurz seine Beweggründe für dieses zweite Repertoire. Das erste war recht zweischneidig, aber manchmal möchte man doch etwas solider spielen. Ich würde noch hinzufügen, dass manche Menschen einfach immer gerne etwas solider spielen, weshalb ich auf dieses Repertoire durchaus gespannter als auf das erste war. Als ich dann aber das Variantenverzeichnis prüfte, klappte mir kurz die Kinnlade herunter. Während Schwarz zum Beispiel nach der ruhigen modernen Hauptvariante nach den obigen Zügen und 3. Sf3 Sf6 4.e3 mit Lg4 zwar die in meinen Augen solideste Variante wählt, dieser dann nach 5.h3 mit Lh5 statt des häufigeren Lxf3 etwas mehr Pepp verleiht, fand ich noch sehr passend. Nach 4.Sc3 weicht er allerdings erst mit e6 in die Halbslawische Verteidigung ab, was in meinen Augen kein richtiges Slawisch mehr ist, und empfiehlt dann nach dem zweiten Hauptzug 5.Lg5 das extrem scharfe Botwinniksystem nach dxc4 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Lh4 g5 9.Sxg5 hxg5 10.Lxg5 Sbd7 11.exf6. Diese Variante wurde 2015 bereits von Lars Schandorff in seinem Buch "The Semi-Slav" aus dem Quality Chess Verlag thematisiert und ich stehe nochimmer zu dem, was ich damals dazu in meiner Rezension schrieb. Auf Fernschachebene ist diese Eröffnung eine solide Wahl, weil sie quasi in den Remistod analysiert wurde. Die Varianten sind so konkret, dass gerade Schwarz eigentlich gar nicht kreativ werden kann, ohne gleich eine Verluststellung zu riskieren. Dass jemand diesen Theoriewulst in einem soliden und auch praktischen Repertoire vorstellt, grenzt in meinen Augen an Wahnsinn. Ich möchte dazu nur eine Beispielvariante angeben, damit sich jeder selbst ein Bild dazu machen kann. Nach den obigen Zügen geht es weiter mit 11. ...Lb7 12.g3 c5 13.d5 Db6 14.Lg2 0-0-0 15.0-0 b4 Dieser Zug ist Selbstmord, wenn man sich die entstehenden Stellung nicht sehr genau angesehen hat. Es gibt nun zwei Hauptzüge. Ich nehme mal mit 16.Tb1 die moderne Wahl der Meister, aber Sa4 ist natürlich immer noch sehr häufig und ähnlich komplex. Es entstehen jetzt extreme Komplikationen nach Da6 und 17.dxe6. Schwarz hat hier, soweit ich das beurteilen kann, immer nur recht wenig Auswahl an brauchbaren Zügen. Es geht weiter mit Lxg2 18.e7 Lxf1 19.Kxf1 Lxe7 20.fxe7 Tdg8 21.Se4 Lars Schandorff empfiehlt hier jetzt Txg5, das relativ forciert in einer Zugwiederholung endet, unser Autor möchte lieber c3+ sehen, zu dem Schandorff noch schreibt, dass die entstehende Stellung in einer praktischen Partie recht furchterregend für Schwarz aussieht. Am Ende ist sie aber dann doch wieder Remis. Nach c3+ 22.Kg1 Txg5 23.Sxg5 Dg6 24.bxc3 Dxg5 25.De2 De5 26.Da6+ geht es noch einige Zeit weiter. Schwarz muss einzige Züge finden und dann gibt es das Remis. Weicht Schwarz ab, steht er sofort unangenehm. Der Autor schreibt zu dieser Art des Auswendiglernschach, dass es heutzutage leider so ist, dass manche Varianten zu Tode analysiert wurden, aber die Frage, warum er sowas dann in seinem Buch empfiehlt, beantwortet er leider nicht. Dabei gilt gerade der Slawische Komplex derzeit als recht gesund und muss nicht zwangsläufig in der Halbslawischen Verteidigung und schon gar nicht im Botwinniksystem enden. Damit beweist der Autor in meinen Augen zum ersten Mal keine gute Wahl.

Ansonsten bietet er hier ein lückenloses Eröffnungsrepertoire, in dem Schwarz solide steht, Weiß aber auch nicht ganz so einfach sein Remis erzielen kann. Zwar gibt es keine vollständigen Partien, aber die Analysen reichen eigentlich immer ins Mittelspiel und teils gar bis ins Endspiel. Wichtige Gegebenheiten der Stellung oder Ideen und Pläne werden immer wieder kurz und knapp angerissen, damit man diese nicht nur aus den gezeigten Varianten extrahieren muss. Einzig das Botwinniksystem passt nicht so richtig in das Buch, kann aber natürlich gegebenenfalls ersetzt werden. Als theoriearme Alternative biete ich mal das Kamskysystem nach 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 Db6 an, das 5.Lg5 erstmal verhindert und nach 5.e3 oder 5.Dc2 Lg4 folgen lässt, wonach Schwarz mit e6 und Sbd7 danach sehr solide steht. Das ist nicht so kritisch wie die Buchvarianten, aber man darf hier sehr früh selber denken und kann es recht schnell in der Praxis ausprobieren, ohne gleich überfahren zu werden.

IM Dirk Schuh

September 2017


Mit "A Practical Black Repertoire with d5, c6" will Alexei Kornev eine logische Ergänzung zu seiner vor gut einem Jahr abgeschlossenen zweibändigen Serie "A Practical Black Repertoire with Sf6, g6, d6" schaffen, auf die der Spieler mit Schwarz in einer Situation zurückgreifen kann, in der er nicht unbedingt auf einen Sieg spielen muss. Während er damals auf die Königsindische und die Pirc-Verteidigung gesetzt hat, sind es nun die Slawische Verteidigung und Caro-Kann. Der 1. Band mit dem Titel "The Slav and Other Defences" ist der Titel des Auftaktwerkes, dem sich diese Rezension widmet.

Das Buch ist in sechs Teile untergliedert, auf die sich insgesamt 26 Kapitel verteilen. Die ersten 22 Kapitel widmen sich der Slawischen Verteidigung, die restlichen vier allen jenen Spielweisen, in denen Weiß auf den Zug c2-c4 verzichtet. Hier werden dann u.a. das Londoner System, das Blackmar-Diemer-Gambit und der Torre-Angriff behandelt. Das Repertoire ist also gut abgesichert, allerdings sollte der Leser zu den Nebensystemen nicht allzu viel an Material erwarten. In einer Zeit, in der beispielsweise mehrere Spezialwerke zum Londoner System miteinander konkurrieren, kann sich ein Autor wie Kornev nur auf eine Skizze von ausgewählten Hauptideen konzentrieren, die den Nachziehenden nicht viel mehr als vor der völligen Ahnungslosigkeit bewahren können. Für eine bessere Ausstattung gegen weiße Abweichungen muss dann eben zusätzliche Literatur her.

Die erwähnten sechs Teile des Buches sind wie folgt zugbasiert überschrieben:

Teil 1: 1.d4 d5 2.c4 c6

Teil 2: 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6

Teil 3: 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6

Teil 4: 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.e3 a6

Teil 5: 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.Lg5 dxc4

Teil 6: 1.d4 d5 ohne c4.

Ich hatte zuvor schon mehrere von Alexei Kornev geschriebene Bücher rezensiert, deshalb war ich mit einer gehobenen Erwartungshaltung an die Arbeit mit "The Slav and Other Defences" herangegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Kornev gibt sich einmal mehr große Mühe, den Leser die von ihm vorgestellten Systeme verstehen zu lassen. Er erläutert und begründet extensiv, in den Hauptvarianten passagenweise sogar so gut wie jeden Halbzug. Seine Bewertungen sind fast immer substantiell. "Leere" Anmerkungen wie ein isoliertes "Schwarz steht besser" vermeidet er konsequent. Er lässt den Leser nicht im Unklaren, worauf sich sein Urteil stützt, und damit stellt er häufig eine Beziehung her zwischen der bewerteten Stellung und seinen Anmerkungen zuvor, die sich gleichermaßen auf strategische wie taktische Aspekte beziehen. Der Leser soll sein Repertoire erfahren und mit Verstand zu spielen erlernen. Diese Art der Gestaltung stellt sicher, dass "The Slav and Other Defences" einen Adressatenkreis hat, den ich beginnend bereits beim regelfesten Anfänger verorten möchte. Dies gilt zumindest für die Anforderungen an das Verstehen der Ausführungen des Autors.

Auch wenn Kornev sich in seiner Arbeit auf das Verständnis des Lesers konzentriert und kein "Variantenbolzen" provoziert, weiß er natürlich, dass konkreten Zugfolgen in der heutigen Zeit eine hohe Bedeutung zukommt und deren Abspulen in der Partie zur Realität gehört. So weiß er natürlich ebenfalls, dass diese angesichts der explosiven Entwicklung der Eröffnungstheorie teilweise sehr weit in eine Partie führen, und er bedauert dies sogar. Es gibt hierzu eine markante Stelle im Werk, nämlich auf der Seite 253. Hier hat er eine Variante anhand einer Fernpartie bis in den 48 Zug behandelt. Dafür entschuldigt er sich beinahe, indem er Verständnis für einen angesichts dieser Variantenlänge vielleicht enttäuschten Leser aufbringt. Es wirkt dann schon etwas resignativ, wenn er feststellt, dass Computer heutzutage Varianten teilweise bis in eine leblose Wüste entwickeln.

Bevor aber ein falscher Eindruck entstehen mag: Die Tiefe der Betrachtung an dieser Stelle entspricht nicht dem Normalwert in "The Slav and Other Defences".

Kornev schreibt für den Spieler mit Schwarz, für diesen hat er das Repertoire zusammengestellt. Die beachtenswerten Zugalternativen für Weiß sollten also alle aufgenommen sein, während die schwarzen Alternativen nur im Rahmen der Vorschläge und Empfehlungen zu finden sind. Im Rahmen der vom Autor getroffenen Auswahl ist das Werk aber ebenso gut vom Weißspieler zu nutzen. Kornev bemüht sich um neutrale und objektive Aussagen.

Schon für frühere Bücher dieses Autors konnte ich die Aussage treffen, dass er sich intensiv auch auf Fernpartien gestützt hat. So ist es auch diesmal wieder. Zahllose Fragmente stammen aus vor allem ICCF-Turnieren, etliche Male haben dabei auch deutsche Spieler mitgewirkt.

Vielleicht hat diese Auffälligkeit auch sein etwas resignatives Statement beeinflusst, das ich zuvor erwähnt habe?

Erwähnen möchte ich noch, dass "The Slav and Other Defences" sich nicht des typischen Aufbaus für Repertoirebücher des bulgarischen Verlags Chess Stars bedient, in dem das Werk 2017 erschienen ist (Unterteilung der Kapitel in "Quick Repertoire", "Step by Step" und "Annotated Games"). Es folgt einem herkömmlichen Aufbau mit einem Baum aus Haupt- und Nebenvarianten. Partien zur Illustration etc. sind nicht enthalten, der Leser erhält "Theorie pur".

Das Werk ist in Englisch geschrieben, Fremdsprachkenntnisse auf Schulniveau reichen zu einem bequemen Umgang mit ihm aus. Der Wortschatz ist nicht breit angelegt und die Satzkonstruktionen sind möglichst einfach gehalten.

Auf den letzten Seiten des Werkes gibt es ein Variantenverzeichnis, das den Leser bei der Orientierung über alle Stoffbereiche hinweg gut unterstützt.

Fazit: "The Slav and Other Defences" ist der Auftakt zu einer zweibändigen Reihe, über die der Leser mit Schwarz ein logisches Repertoire auf der Basis der Slawischen Verteidigung und Caro-Kann erhalten soll. Das Werk ist unabhängig davon, ob der Leser sich auch den zweiten Band zu Caro-Kann beschaffen wird, gut nutzbar.

Der Leser wird intensiv angeleitet, das vorgestellte Repertoire mit Verstand in der eigenen Partie einzusetzen. Aufgrund der verständlichen Darstellungen und der Erläuterungen, die nicht allzu viel an Vorkenntnissen voraussetzen, ist das Werk eine Empfehlung für Spieler schon ab einer noch recht niedrigen Spielstärke.

Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von der Firma Schach E. Niggemann (www.schachversand.de) zur Verfügung gestellt.

Uwe Bekemann

April 2018

Extract

A Practical Black Repertoire with d5, c6 - Vol 1