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Art.-Nr.: LXFABTLIC
Vergriffen

True Lies in Chess

265 Seiten, kartoniert, Quality, 1. Auflage 2007.

19,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

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For Lluis Comas Fabrego chess is about more than just winning as many games as possible, it is a creative search for the truth, in True Lies in Chess Comas Fabrego takes on the challenging task of separating the truth from lies in chess literature. Guided by many practical examples and clear advice, the readers will learn how to reduce the complexity of chess towards the essential features of each position, and so improve their play.

The author argues that in modern chess the tendency to prefer concrete analysis to the written word is dangerous. Humans are incapable of finding the correct move by brute-force calculation like a computer. We must simplify the problem by focusing on the elements that our judgement tells us are most significant. Comas Fabrego shows how his creative approach has helped him find many novelties in the opening, particularly concentrating on the Na6-lines of the King's Indian in which he is a renowned expert.

Lluis Comas Fabrego is a grandmaster and has twice been Spanish Champion. This is his first book for Quality Chess.

____________________________________________________

Very few chess books are able to make an original contribution about the strategic side of chess, but that is the aim of this remarkable book. The dog­mas of chess, which have been established for more than a century, are rarely questioned despite the clear evolution in the style of top class chess. By taking an irreverent look at the supposed absolute truths of chess, Comas Fabrego judges the validity of established rules and strategic con­cepts.

Details

Sprache Englisch
Autor Fabregó, Lluis Comas
Verlag Quality
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 330 g
Breite 16,9 cm
Höhe 23,9 cm
Seiten 265
ISBN-10 9197600571
ISBN-13 9789197600576
Erscheinungsjahr 2007
Einband kartoniert

Inhalte

005 Bibliography

006 List of symbols

007 Foreword

009 CHAPTER I - Do not Trust the Classics

009 The tip of the iceberg

015 Dogmatic = Limited

017 Some more rigour would not be amiss...

019 Applying what has been learnt

020 Challenging the heavyweights

024 Nobody is without sin

029 CHAPTER II - Middlegame Motifs

029 I. The blockaded passed pawn

030 Minority attack

032 An excellent example

034 Reality is always more complex than theory

039 II. Jupiter and its satellites: the f-file versus the strong point on e4

044 Can you dance?

045 What are you telling me?

046 The thin (and subtle) line between prophylaxis and passivity

051 CHAPTER III - Final Conclusions?

052 Neither so simple nor so clear

057 The empire strikes back

060 Exchanging queens (the relation between the opening and the endgame)

066 New ideas in the pipeline

069 CHAPTER IV - How are Opening Novelties Born?

069 Episode I: The analysis of a model game as a source of inspiration

073 Episode II: First-hand impressions

074 Episode III: Preconceptions

076 Episode IV: The devastating influence of preconceptions 077 Episode V: Building new paths

079 Episode VI and last: Applying the ideas so far discussed to modern positions

081 The practical test

082 Long-term structural and positional advantages versus time

085 Applying the new concepts to opening theory

091 Time versus Material: positional pawn sacrifices in the opening

095 Thanks Mr Dvoretsky: Prophylaxis and logic in the opening

096 I leave before I get kicked out

098 Is it possible to completely neutralize the opponent's initiative?

103 CHAPTER V - The Opening According to Me - or Why I like ...Na6 in the King´s Indian

104 Creating something new

105 Line 1: Playing à la Petrosian

107 Line 2: Other nuances of the move Bg5

110 Line 3: Near the storm

114 Line 4: In the eye of the hurricane

115 White gets rid of the black knights

118 White only exchanges one enemy knight

119 Miscellany: Three stories

119 1. Evaluations change

119 2. Whatever happened to... ?

121 3. A Chess Symphony

125 CHAPTER VI - The Others

"Wahre Lügen im Schach - denke selbständig": dieser kryptische Titel ziert das Erstlingswerk des spani­schen GM Lluis Comas Fabreco, seines Zeichens zweimaliger spani­scher Einzelmeister.

In seinem ziemlich unkonventionel­lem Buch geht es Fabreco vor allem darum zu zeigen, dass es im Schach um mehr geht, als möglichst viele Partie- und Turniersiege zu sammeln, nämlich um die aufrichtige Suche nach der Wahrheit (im Partieverlauf) und darum, diese (in der Schachlite­ratur) von Fehlaussagen abzugren­zen, die meist aus Oberflächlichkeit oder aus Eigenliebe diverser Autoren nicht selten getroffen werden. Hier eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Kapitel:

1) "Misstraue den Klassikern" (S. 9-28): Fabrego beklagt vor allem den überstrengen, einengenden Dogma­tismus, welcher kreativitätsmindernd wirkt; zudem bekommen selbstgefällige Kommentatoren wie Botwinnik ihr Fett weg.

2) "Mittelspiel-Motive" (S. 29-50): Der Autor weist anhand einiger Bei­spiele die Relativität scheinbar eherner Prinzipien auf, etwa die Merk­male blockierter Freibauer, Minori­tätsangriff, Prophylaxe (die leicht zu Passivität führen kann).

3) "Endgültige Schlussfolgerun­gen?" (S. 51-68): in diesem Ab­schnitt werden einige Endspiel-Dog­men unter eine kritische Lupe ge­nommen, etwa die oft behauptete Überlegenheit des Läufers gegen­über dem Springer, oder die Bezie­hung zwischen Eröffnung und End­spiel mit der Schnittstelle des Da­mentausches.

4) "Wie entstehen Eröffnungs-Neuerungen?" (S. 69-102): Laut Fabreco entwickelt sich ein komplizierter Prozess von der Analyse einer Mo­dellpartie über erste Eindrücke und Vor-Annahmen bis hin zur Inspirati­on und schließlich zur praktischen Erprobung. Zudem müssen folgende Punkte beachtet werden: Zeitfaktor versus Struktur- und Positionsvortei­le, Prophylaxe und Logik in der Eröffnung, Neutralisieren der gegneri­schen Initiative. Die Beispiele stam­men vornehmlich aus dem Damen­gambit, Nimzo-Indisch und Grünfeld-Indisch.

5) "Die zu mir passende Eröffnung - oder warum ich ...Sa6 im Königsin­der mag" (S. 103-124): Der Verfas­ser erläutert anhand eigener Partien sein Lieblings-System, in welchem ihm der Status eines anerkannten Experten zukommt.

6) "Die Anderen" (S. 125-160): Das Schlusskapitel schlägt gewisserma­ßen den Bogen zurück zum Anfang, indem hier acht Partien russischer und sowjetischer Koryphäen in ex­tenso analysiert werden: Tschigorin, Boboljubow, Rauser, Bondarewsky, Boleslawsky, Keres, Ragozin (der Intimus Botwinniks) und Furman (der langjährige Trainer Karpows). Der Verfasser stellt hier explizit Paul Keres heraus als leuchtendes Vorbild für objektive Kommentierung eige­ner Partien, der auf der Suche nach Wahrheit stets auch seine eigenen Fehler schonungslos aufgezeigt hat. Fabrego belegt seine Thesen und An­sichten anhand von 20 ausgewählten vollständigen Meisterpartien und 49 Partie-Ausschnitten (teils auch von ihm selbst gespielte), die er allesamt höchst sorgfaltig analysiert und kom­mentiert, und beweist somit aus­drücklich sein Credo der Wahrheits­suche. Überdies bezieht er psycholo­gische Faktoren mit ein und rät durchgehend zum selbständigen und selektiven Denken am Brett.

Wer das unkonventionell-erfrischen­de Debütwerk des Spaniers in Gänze verstehen will, sollte unbedingt der englischen Sprache mächtig sein. Erst dann wird er in reichlichem Maße Nutz und Frommen - auch für seine eigene Auffassung vom Schach - aus diesem ungewöhnli­chen Buch ziehen, welchem man ei­ne baldige Übersetzung ins Deut­sche wünschen möchte.

Mit freundlicher Genehmigung

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 4/2008

_______________________

Autor GM Lluis-Komas Fabrego ist zweimal spanischer Meister gewesen und veröffentlicht nun sein erstes Buch für Quality Chess.

Worum geht es in diesem Buch?

In erster Linie um die kreative Suche nach der Wahrheit im Schach. Das bezieht sich sowohl auf Partiekommentare berühmter Großmeisterkollegen als auch auf rein strategische Probleme im Schach. Fabrego übernimmt die schwierige Aufgabe, die Wahrheit von der Lüge in der Schachliteratur zu trennen. Die Lehrsätze des Schachs, die vor mehr als einem Jahrhundert gegründet worden sind, werden trotz der klaren Evolution im Stil des Spitzenklassenschachs selten befragt. Indem er einen unehrerbietigen Blick auf die angenommenen absoluten Wahrheiten des Schachs nimmt, rüttelt Fabrego an der Gültigkeit von feststehenden Regeln und strategischen Konzepten.

Wie einst Martin Luther, der seine 95 Thesen an das Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg anschlug, so hämmerte Fabrego die Aussage "Vertrauen sie nicht den Klassikern!" gleich vor sein erstes Kapitel und macht auch nicht Halt vor solchen Koryphäen wie Nimzowitsch oder auch Watson. Kritisch hinterfragt er Aussagen von Nimzowitsch in seinem Buch "Mein System" und belegt anhand der Partie Janowski-Nimzowitsch, wie oft einseitig analysiert und kommentiert wurde. Anhand der Partie Spassky-Gligoric, Sarajewo 1986, zeigt der Autor, was bei zuviel Glauben an starren Regeln herauskommt (Kommentar des Autors):

Spassky,B (2610) - Gligoric,S (2515) [C49]

Sarajevo (3), 1986

[Lluis Comas Fabrego]

1.e4 e5 2.Sc3 Sf6 3.Sf3 Sc6 4.Lb5 Lb4 5.0-0 0-0 6.d3 d6 7.Lg5 Lxc3 8.bxc3 De7 9.Te1 Sd8 10.d4 Curiously enough this is the position Nimzowitsch shows to demonstrate his precepts in his famous book. 10...Lg4 11.h3 Lh5 12.g4 Lg6 13.d5! The Russians have no respect for the classics! 13...c6 Following Nimzowitsch´s famous rule Black opens the c-file to expose Whites´s static weakness, especially the doubled pawns. 14.Ld3 cxd5 15.exd5 Let´s analyse the position. Despite White having carried out the stigmatized advance d4-d5, he has a strategically winning position. Why? We already know the drawbacks of White´s situation. Let´s have a look now at its merits: 1.The d5-pawn greatly limits the black forces mobility between flanks, in particular that of the d8-knight. 2.The pin against the knight on f6 is extremely unpleasant. 3.White threatens a pawn expansion on the kingside with Sf3-d4 and f2-f4-f5 4.If Black tries to create a square on b7 for his badly placed knight on d8 by b6, in many lines White has the unpleasant manoeuvre Sf3-d4-c6 5.If Black, by means of an evasive manoeuvre with his Queen, allows his kingside pawns to be doubled with Lxf6 gxf6, he exposes himself to a tremendous kingside attack because of the ease with which white can bring his pieces there, thanks to the space advantage that the move d4-d5 has provided him with. 15...e4 16.Lxe4 Lxe4 17.Dd4 Se6 18.Dxe4 Sxg5 19.Dxe7 Sxf3+ 20.Kf1 Sxe1 21.Txe1 Sxd5 22.Dxb7 Sf4 23.Te7 Tab8 24.Dxa7 g5 25.Dd4 White ended up winning easily. This was enough for me to lose faith in the classics!1-0

In einem anderen Kapitel beschäftigt sich der Autor mit bestimmten Strategemen, wie zum Beispiel dem blockierten Freibauer. Fabrego untersucht verschiedene Stellungen dieses Typs unter Berücksichtigung der Kernaussagen von Nimzowitsch und Watson. Diesbezüglich untermauert er seine eigenen Ansichten mit detaillierten Untersuchungen und stellt so manches Dogma schier auf den Kopf! Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen, Schachstrategie ändert sich nicht von Heute auf Morgen. Über so manches könnte man stundenlang kontrovers diskutieren und vielleicht war das auch ein Anliegen des Autors, für reichlich Gesprächsstoff wird das Buch sicher sorgen.

Weitere Kapitel des Buches beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie Eröffnungsneuerungen entstehen und ein großer Abschnitt ist dem System 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 Sa6 im Königsinder gewidmet, Fabrego ist anscheinend ein ausgezeichneter Kenner dieser Variante.

Für wen ist das Buch geeignet?

Meiner Meinung nach für fortgeschrittene Vereinsspieler ab einem Level von ca. 1800 DWZ die genügend Motivation mitbringen für das teilweise doch recht anstrengende Englisch.

Fabrego wird mit seinem Buch vielleicht die eine oder andere Kritik einstecken müssen, doch jede neue Idee wird zuerst kritisch beäugt. Ich persönlich finde das Buch sehr inspirierend, man muss nicht immer der Meinung des Autors sein, um zu erkennen, dass er ganz neue Wege in der Schachstrategie einschlägt, die es zu erkunden wert sind.

"Ich kritisiere einfach die Tatsache, dass die Beispiele, die in den Theorie-Handbüchern erscheinen, sehr oberflächlich analysiert werden, und dass wir immer wieder dieselben finden". (Fabrego)

Es gibt eben gute und schlechte Schachbücher, in dem einen wird objektiv analysiert, in dem anderen nimmt man es mit der Wahrheit eben nicht so genau. Aber ich glaube, dass sowohl der Leser als auch der Rezensent über genügend Urteilsvermögen verfügen, um solche Bücher voneinander zu trennen. Fabrego´s Buch regt auf alle Fälle zum kritischen Hinterfragen und eigenem kreativen Denken an, alleine dafür ist eine Anschaffung des Werkes gerechtfertigt.

Fazit:

Ein kritisches Buch das zum Nachdenken anregt und für reichlich Zündstoff sorgen wird. Fabrego bricht mit den alten Klassikern und reißt die Mauern der althergebrachten Schachtheorie mit Hammerschlägen ein. Empfehlenswert für alle kritischen Geister und Vordenker, allem Neuen aufgeschlossenen und Spielern, die nach der Wahrheit im Schach suchen!

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

The Spanish chess crack GM Lluís Comas Fabregó searches in this latest Quality Chess book for the definitive truth and warns the reader to be careful with the printed words. He invites the reader to be creative and to think and research for himself. Lluís Comas Fabregó starts with a fascinating classic and well the game between Janowski and Nimzowitsch, St Petersburg 1914. But first some wise words from the author: The next game, analyses and notes are from the books My System and Chess Praxis by Aron Nimzowitsch, and from Secrets of Modern Chess Strategy by John Watson. Naturally I have added own opinions and corrections. The whole game gets around 4,5 pages of text and the text in this book is small! But I have a remark about the use of unreadable letter types to the main chapters in this book they are really awful. But back to the game which is really very well analysed especially after move 12 ... Nh7?! (1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.e3 b6 5.Bd3 Bb7 6.Nf3 Bxc3+ 7.bxc3 d6 8.Qc2 Nbd7 9.e4 e5 10.0-0 0-0 11.Bg5 h6 12.Bd2 Re8 13.Rae1} This move gets nearly three pages of text and the new idea from Lluís Comas Fabregó 13..c6! is a creative master move. I citrate: This is quite an original alternative, which no other has author has pointed out. Black prepares to answer white’s plan {removing the knight from f3 followed by the advance of the f pawn} with a break in the centre, leading to complex play. Other games and fragments in this chapter {Do not trust the classics} are Spassky - Gligoric Sarajevo 1986,Tarrash - Schlechter Leipzig 1894, Istratescu - Klinova, Wijk aan Zee {fragment} Botvinnink - Geller Budapest 1952 {fragment} and Botvinnink - Smyslov, Moscow 1958. The material in this book is based on six chapters, besides Do not trust the classics, Middlegame motifs, Finale Conclusions, How are opening novelties born, The opening according to me or why I like ..Nc6 in the King´s Indian and others. In chapter two,True lies in chess there is one of the most famous endings in chess included and well the game Lasker - Chigorin, Hastings 1895. Interesting are the comments to this game from Lluís Comas Fabregó; Lastly, I would like to attack this position from a new point of view: most books talk about the tremendous battle of the bishops against the knights that took place in it; for me the main actors in this game were the rooks, and their fierce fight to reach favourable positions and neutralize the action of the enemy heavy pieces, and it is from this new perspective that I would like the reader to confront the analyse of this game. One of the greatest pleasures from Lluís Comas Fabregó is his pet line in the King’s Indian with the black knight to a6 {1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.Nf3 0-0 6.Be2 Na6} and he spends around 21 pages to give his secrets away. The last chapter of this book is dedicated to the memory of a series of exceptional chess players from the old Soviet Union who have been unfairly underrated by Western literature. Lluís Comas Fabregó prefers players in this chapter as Chigorin, Rauzer, Bogoljubow, Boleslavsky, Bondarevsky, Levenfish, Ragozin, Kholmov, Furman, Averbakh, Simagin,Tolush, Lilienthal ... Here I found the game from the great Dzindzichashvili against Furman, Baku 1972 which is good for nearly five pages of text and where Lluís Comas Fabregó writes so instructively: This game is significant because it shows the potential of using ideas rather than just calculating moves to analyse a position.

Conclusion: A magnificent written work from Lluís Comas Fabregó!

With kind permission of the author

John Elburg

August 2007

Extract

True Lies in Chess