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Art.-No.: LXEUWFWCNE

Fischer - World Champion!

176 pages, paperback, New in Chess, 3. edition 2009.

€20.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

The Acclaimed Classic about the 1972 Fischer-Spassky World Championship Match (Translation of the original 1972 Dutch edition "De tweekamp Spasski - Fischer 1972"

A NEW edition of this Modern Classic, after the death of Bobby Fischer. Former World Champion Garry Kasparov pays tribute

to his most famous predecessor Bobby Fischer, and Jan Timman wrote a 10-page essay on Fischer, as a new preface.

British Chess Federation: "There is no better book on the most famous of all World Championship matches"

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In 1972 a boy from Brooklyn broke the hegemony of Soviet chess. Bobby Fischer, the greatest genius the game had ever seen, completed his crusade against 'the commie cheaters' by defeating Boris Spassky in Reykjavik. The Match of the Century electrified the world. Chess was front page news everywhere. No one wanted to miss a word, a move or even the slightest detail about the struggle of Bobby Fischer against the terrifying superpower that for decades had exploited its superiority in chess as an irrefutable justification of communism. The Cold War was still an everyday reality, and Fischer appealed to the masses. Bobby was handsome but lonely, brilliant but strange.

  • Almost a year before the first move was made at the board, the infighting started. Fischer stood firm in his whims and wishes. The world looked on in anxiety and anticipation as Bobby quarreled about the venue, the number of games, the prize-fund, the television rights, the cameras, the lighting, the chairs. Would the match be played at all?
  • The acclaimed classic Fischer World Champion! conveys the full drama of the Fischer - Spassky clash, both on and off the board. Finally available in an English edition, it is a blow-by-blow account of the perplexing prelude to the match by the late Max Euwe, the then FIDE President. Euwe's diplomatic skills and iron will saved the match against incredible odds. Fischer World Champion! features the original analyses of the games by Jan Timman, one of the world's finest analysts.
  • Fischer World Champion! will allow the reader to relive one of the great moments in chess history.

Details

Language English
Author Euwe, Max
Timman, Jan
Publisher New in Chess
Edition 3.
Medium Book
Weight 200 g
Width 10.7 cm
Height 16.3 cm
Pages 176
ISBN-13 9789056912635
Year of Publication 2009
Binding paperback

Contents

007 Our greatest knight - by Garry Kasparov

011 A breathtaking model

023 Preface

025 What went before

027 A tense prelude

047 The Games

049 A brief sketch of the course of the match

052-105 Games 1 to 10

106 Photo Gallery

115-171 Games 11 to 21

172 Index of openings

173 Earlier encounters

"Fischer World Champion!" ist die neue englischsprachige Ausgabe zum Jahrhundertwettkampf Fischer-Spassky 1972 in Reykjavik. Das Werk soll Bobby Fischer gedenken, dessen Tod sich im Januar 2009 zum ersten Mal jährte.

Es ist immer wieder spannend zu lesen, wie schwierig es war, den WM-Kampf Wirklichkeit werden zu lassen. Auf rund 19 Seiten findet der Leser die Schilderung Max Euwes, Ex-Weltmeister und damaliger FIDE-Präsident, wie immer wieder neu Einigung zwischen den beiden Seiten, also den Spielern und deren Vertretungen, erzielt werden musste, wie hart das Ringen um den Organisator und damit den Veranstaltungsort war. Neu aufgestellte Forderungen, Bedingungen und Ablehnungen drohten immer wieder gerade erst erreichte Fortschritte zunichte zu machen und taten dies teilweise auch. Das Hin und Her sorgte nicht nur unter den Schachanhängern für Fieber in Erwartung und im Ersehnen des sportlichen Wettstreits. Der WM-Kampf stand mehrfach nicht nur auf der Kippe, in manchen Momenten erschien dessen Realisierung als ziemlich aussichtslos. Schon bevor die erste Partie angesetzt war, hatte sich ein Medienrummel ergeben, den vielleicht nie wieder ein Weltmeisterschaftskampf um die Krone im Schach erleben wird.

Dr. Euwe wird so manches Mal den Moment bedauert haben, in dem er seine Kandidatur zur FIDE-Präsidentschaft verkündet hat!

Diese neue Edition wird von mehreren Vorworten eingeleitet. Den Anfang macht Garry Kasparow, der Fischer als den größten Vertreter des Schachs aller Zeiten würdigt. Ihm folgt Jan Timman mit seinen Ausführungen zur dritten englischen Ausgabe und daraufhin mit seinem Vorwort aus dem Jahre 1972. Sowohl Kasparow als auch Timman beziehen Partien Fischers in ihre aktuellen Beiträge ein, um dem Leser gewissermaßen schon im Vorfeld der Behandlung der WM-Partien dessen Spielkunst näher zu bringen. Das Herzstück des Buches sind, wie es natürlich auch nicht anders sein könnte, die damaligen WM-Partien. Die Kommentierung stammt aus der Feder von Timman. Es ist zu diesen Partien nicht mehr viel zu sagen. Sie sind inzwischen 37 Jahre gespielt, ihre Darstellung im Werk ist eher unter historischen als unter aktuellen Aspekten zu sehen.

Den letzten Teil des Buches bilden die fünf Partien aus den Zusammentreffen der beiden Kontrahenten aus der Zeit vor der Weltmeisterschaft, von denen erstaunlicher Weise Spassky drei gewonnen hat und zwei mit einem Remis endeten. Diese Partien sind, im Gegensatz zu den WM-Partien, spartanisch kommentiert.

Eine Fotogalerie zeigt die schon unzählige Male erschienenen Bilder aus dem Umfeld der Veranstaltung und ihr selbst, die den Zeitzeugen die Erinnerung stärken und den Jüngeren unter den Schachanhängern ein kleines Fenster in die Vergangenheit öffnen.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

Juli 2009

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In diesem, lange vergriffenen Buch, analysiert Jan Timman den epochalen Zweikampf zwischen Boris Spasski und Bobby Fischer. Bei dieser Ausgabe handelt es sich um die 3. erweiterte Auflage des Originals aus dem Jahre 1972. Gegenüber bereits erschienenen Auflagen wartet das Buch mit neueren Analysen von Jan Timman und Gary Kasparov zu dem Titelkampf 1972 auf. Im Vorwort von Jan Timman geht dieser auf seine persönliche Begegnung mit Fischer ein und gibt einige interessante Details preis ( Timman traf Fischer 1990 in Brüssel auf Einladung von Bessel Kok). So zeigte Fischer dem verblüfften Timman einige ausgewählte Stellungen aus den Partien Kasparovs und Karpovs, in denen Fischer wichtige Verbesserungen gegenüber Kasparov/Nikitin fand. So verbessert er eine Variante aus der Partie Ivanchuk-Kasparov, Tilburg 1989 und findet für Schwarz in der Partie Karpov-Portisch, Linares 1989 die entscheidende Rettung. Fischer hatte noch mehr solcher Entdeckungen parat doch leider sind diese, nach heutigem Kenntnisstand, für immer verloren.

Der Hauptteil des Buches besteht in der Analyse des Wettkampfes 1972 um die Schachweltmeisterschaft zwischen Spasski und Fischer. Max Euwe als damaliger Fidepräsident lieferte Hintergrundinformationen zu der Begegnung und schildert die Dinge aus seiner Sicht.

Die wohl bekannteste Partie aus diesem Match dürfte die 6.Partie sein:

\s3 Fischer R - Spassky B [D59]

Reykjavik (6), 1972

1.c4 e6 2.Sf3 d5 3.d4 Sf6 4.Sc3 Le7 5.Lg5 0-0 6.e3 h6 7.Lh4 b6 8.cxd5 Sxd5 9.Lxe7 Dxe7 10.Sxd5 exd5 11.Tc1 Le6 12.Da4 c5 13.Da3 Tc8 14.Lb5 a6 15.dxc5 bxc5 16.0-0 Ta7 17.Le2 Sd7 18.Sd4 Df8 19.Sxe6 fxe6 20.e4 d4 21.f4 De7 22.e5 Tb8 23.Lc4 Kh8 24.Dh3 Sf8 25.b3 a5 26.f5 exf5 27.Txf5 Sh7 28.Tcf1 Dd8 29.Dg3 Te7 30.h4 Tbb7 31.e6 Tbc7 32.De5 De8 33.a4 Dd8 34.T1f2 De8 35.T2f3 Dd8 36.Ld3 De8 37.De4 Sf6 38.Txf6 gxf6 39.Txf6 Kg8 40.Lc4 Kh8 41.Df4 1-0

Timmans Analysen sind legendär und genauso wie in seinem "Timman anlysiert Großmeisterpartien" dringt der holländische Großmeister tief in die kritischen Stellungen ein und fördert unbarmherzig die Wahrheit ans Tageslicht. Das Buch liefert neueste Erkenntnisse zu dem Zweikampf und den Partien, würdigt die Leistung beider Matchteilnehmer und unterhält den geneigten Leser auf bestmögliche Weise. Nicht umsonst wurde dieses Buch in der Vergangenheit als bestes Turnierbuch über die WM 72 bezeichnet!

"Mit Fischer Tod hat das Schach seinen größten König verloren" (Gary Kasparov im Vowort).

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

Juli 2009

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Rezensionen zur Vorauflage:

"Besser spät als nie" war der erste Gedanke, der mir nach dem Lesen von "Fischer World Champion!" durch den Kopf ging, denn es dauerte nicht weniger als 30 Jahre, bis dieser holländische Klassiker nun erstmals auch in einer englischen Ausgabe erschien. Doch dieses schöne Buch macht die lange Wartezeit schnell vergessen und lässt den Leser noch einmal hautnah an einem der faszinierendsten Zweikämpfe der Schachgeschichte teilnehmen.

Blicken wir noch einmal auf die Vorgeschichte zurück: Spassky gehörte bereits Ende der 50er zur absoluten Weltspitze und hatte es 1969 im zweiten Anlauf endlich geschafft, den für seine Verteidigungskunst berühmten Petrosjan vom WM-Thron zu stoßen.

Fischer hingegen hatte nach seinem Ausstieg aus dem Interzonenturnier 1967 in Sousse wenig von sich hören lassen und trat erst 1970 wieder ins Rampenlicht, das allerdings gleich richtig. Ein 3:1 Sieg gegen Petrosjan im Mini-Match im Rahmen des Wettkampfes UdSSR gegen den Rest der Welt sowie haushohe Siege in Rovinj, Buenos Aires und vor allem beim Interzonenturnier in Palma de Mallorca.

Damit hatte er sich erstmals für die Kandidatenkämpfe qualifiziert, das Jahr 1971 sollte weitere Sensationen bringen: Seinen ersten Gegner Taimanov fertigte Fischer gnadenlos mit 6:0 ab, und auch seinem zweiten Gegner Larsen war nicht einmal ein Remis vergönnt, wieder endete der Wettkampf 6:0!

Im Kandidatenfinale schlug Fischer in der ersten Partie auch "den besten Torhüter der Welt" Tigran Petrosjan und schraubte damit seine unglaubliche Siegesserie auf 19 gewonnene Partien in Folge, und das gegen Spieler der Weltklasse!

In der nächsten Partie schlug Petrosjan aber zurück, Fischer wirkte angeschlagen und es folgten drei Remis. Doch wieder konnte Fischer eine Serie starten, gewann die nächsten vier Partien und siegte letztlich klar mit 6,5-2,5, der WM-Kampf gegen Spassky war erreicht.

Damit ist die Ausgangsstellung dieses Buches erreicht, alles weitere ist Geschichte und wird in "Fischer World Champion!" ausführlich und überzeugend aufgearbeitet:

Die monatelangen Verhandlungen und Querelen, der Medienrummel, der das Match schon im Vorfeld zum Wettkampf des Jahrhunderts", zum Kampf vom West gegen Ost werden ließ, die ständige Gefahr, dass das Match platzen könnte, das Fehlen Fischers bei der Eröffnungsfeier, die erneute Verschiebung des Beginns um neun Tage, Fischers Weigerung, zur zweiten Partie anzutreten, sein überraschendes Auftauchen zur dritten Partie trotz dreier gebuchter Rückflüge ...

Über die Vorgeschichte des Wettkampfes berichtet ausführlich Max Euwe, der als damaliger FIDE-Präsident direkt an den Verhandlungen beteiligt war und natürlich bestens geeignet ist, den verwirrenden Ablauf der Ereignisse darzulegen.

Nach einem kurzen Überblick über den Wettkampf folgen dann die 21 Partien aus diesem Match. Als Kommentator fungiert Jan Timman, der spürbar Freude an den gehaltvollen und umkämpften Partien hat und diese ebenso ausführlich wie anschaulich erläutert.

Wie vorbildlich der prominente Großmeister dabei vorging deutet schon der Umfang von rund 120 Seiten für diese Partien an, wobei der zweispaltige Druck recht kompakt wirkt und so auch Platz für einige Diagramme ließ.

Schach-Markt 4/2002 VERSPÄTET, LEICHT VERÄNDERT, NOCH IMMER GUT

Lange Zeit war dies Buch ein Geheimtipp. Max Euwes und Jan Timmans 1972 erschienenes Gemeinschaftswerk De Tweekamp Spasski -Fischer 1972 gilt als eines der besten Bücher über den legendären Wettkampf überhaupt, war aber seit langem nur durch Zufall in Antiquariaten zu finden. Jetzt liegt es dreißig Jahre nach seiner holländischen Erstveröffentlichung mit Fotos ergänzt in englischer Übersetzung vor. Euwe liefert als damaliger FIDE-Präsident einen Insiderbericht über die Vorgänge hinter den Kulissen und Timman analysiert die zwanzig Partien des Wettkampfes. Vorangestellt ist den Partien eine kurze Betrachtung des Matchverlaufs, in der Timman auf die schlechte Form Spasskis zu Beginn des Wettkampfs verweist, die er auf den vorangehenden Nervenkrieg zurückführt. Laut Timman fand Spasski erst in der 10. Partie zu seiner wahren Stärke zurück und erwies sich danach als ebenbürtiger Gegner. Allerdings zu spät.

Der gute Ruf des Buches besteht zurecht. 1972 war Timman noch kein bekannter Großmeister, sondern ein aufstrebender Jungstar und seine Schachleidenschaft merkt man den Kommentaren an. Die Partien sind gründlich und kritisch analysiert, wobei Timman den strategischen Inhalt der einzelnen Partien meist knapp kommentiert, um dann mit vielen Varianten konkret zu werden. Der Schwerpunkt der Kommentare liegt auf dem Mittel- und Endspiel; die Eröffnung wird meist kurz mit einigen damals theoretisch relevanten Partien erörtert und in den Zusammenhang des Wettkampfs und der Wettkampfvorbereitung gestellt.

Wer sich mit den Partien dieses legendären Matches beschäftigen möchte, findet hier reichlich Material.

Also alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Denn etwas merkwürdig erscheint die Bearbeitung des 30 Jahre alten holländischen Originals. Timman selbst hat einmal gesagt, das Schöne an einem Buch wie Jan Timman analysiert Großmeisterpartien sei, dass er mit jeder neuen Übersetzung etwas ergänzen und wichtige Verbesserungen einarbeiten könne. (Vgl. New in Chess, 1990,3, S.85).

Nun, dieses Interview liegt bereits einige Zeit zurück und bei Fischer World Champion¹, ist Timman von dieser Praxis abgewichen. Er selbst gibt im Vorwort zur englischen Ausgabe an, die Endspiele in der 1. und in der 21. Partie mit neuen Analysen ergänzt zu haben. Stillschweigend vom holländischen Original abgewichen wurde jedoch auch bei den Partien 4. und 10. Hier hat man das Original mit den Analysen aus Jan Timman analysiert Großmeisterpartien ersetzt, die in etlichen Punkten anders sind.

Es ist schade, dass Timman auf halbem Wege stehen blieb. Warum nicht die Gelegenheit nutzen, und die damaligen Kommentare durchgängig aktualisieren? Z. B. durch Berücksichtigung später veröffentlichten Materials anderer Autoren und durch eine Prüfung der Analysen durch einen Computer. Dies hätte nicht nur Heinere taktische Ungenauigkeiten korrigiert, sondern auch eine moderne Sicht auf den Wettkampf erlaubt. Und die ohnehin guten Analysen wären noch besser geworden.

Karl 02/2002 Jan Timmans Analysen des Matches Fischer-Spasski erstmals in englischer Sprache, so der Klappentext. Kaum zu glauben, denn zu viel von Timmans erstklassigem Gedankengut zu den Partien spiegelt sich in anderen Kommentaren der längst klassisch gewordenen Partien wider. Tatsächlich finden sich zumindest Timmans Analysen der 4. und 10. Partie identisch in Jan Timman analysiert Großmeisterpartien (Rattmann 1982) - einem herausragenden Werk, das leider längst vergriffen ist (die englische Ausgabe The Art of Chess Analysis, Cadogan, war zumindest bis jüngst noch auf dem Markt).

Doch von vorn. Zunächst erhält für 20 Seiten Max Euwe das Wort. Der damalige Fide-Präsident schildert spannend und detailliert das diplomatische Vorspiel zum Match - das Tauziehen um den Austragungsort, materielle Bedingungen usw. Ein heikler Balanceakt zwischen der russischen Bürokratie, dem amerikanischen Verband sowie dem Sonderling Fischer. Wohltuend ist, dass Euwe, während er etliche diskrete Details aufzählt, von jeglicher moralischer oder sonstiger Wertung absieht. Dabei wäre das Match ohne die diplomatische Meisterleistung Euwes vielleicht niemals zustande gekommen (wobei auch Hauptschiedsrichter Lothar Schmid nicht vergessen werden sollte). Auch Timman bemüht sich in seinen Kommentaren hauptsächlich um eines: Objektivität. In Zeiten, wo täglich neue Rekorde und Weltpremieren hergeredet werden, kann man dies nicht hoch genug ansiedeln. Vom überflüssigen ,,!" im Titel einmal abgesehen, enthält sich das Buch jedweder Sensationshascherei - welche doch gerade hier so verlockend wie einfach gewesen wäre.

Zum schachlichen Inhalt. Timmans Analysen waren seinerzeit brillant, und sie sind es noch heute. Und es ist erfreulich, dass man - von ganz wenigen Korrekturen/Ergänzungen abgesehen - Werktreue bewahrt und die Analysen nicht durch den Computer-Reißwolf gedreht hat. Einige Zeitreise-Paradoxien sind dennoch nicht wegzureden: Man schreibt ein Buch, kümmert sich 30 Jahre lang nicht um die Konsequenzen (Timmans Gedanken wurden zwischenzeitlich von vielen anderen weitergesponnen!) und veröffentlicht es dann nochmal ,,wie neu", als habe es die durch das Buch selbst verursachten Folgen nie gegeben. So erwähnt Timman bei der 6. Partie die Abweichung 14...Db7 und "widerlegt" diese anschließend mit 15. d:c5 und weißem Vorteil nach einigen Zügen. Irgendwo lese ich einen anderen Kommentar zur 6. Partie, dort findet sich die Notiz "14... Db7 15. d:c5 usw., und in Timman(!)-Geller, Hilversum 1973, gewann Schwarz rasch". Offenkundig hatte Geller - damals Spasskis Sekundant - ein Loch in Timmans Analysen gefunden und für sich ausgenutzt. Natürlich ist es grundsätzlich uninteressant, an welchen Stellen man anno 2002 bessere Eröffnungszüge kennt als 1972. Besagte Partie - als direktes "Nachspiel" des Wettkampfes entstanden - hätte aber wohl erwähnt gehört.

Neun Seiten mit s/w-Fotos runden den sauber, aber nicht unbedingt repräsentativ gestalteten Band ab. Der Preis liegt an der oberen Grenze, nur knapp unterhalb des überteuerten englischen Niveaus.

Harald Keilhack, Schach 09/2002

Fischer - World Champion!

EUR

20.95