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Art.-No.: SXCHA30WINSP
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Chess Academy 3.0 Startpaket

€60.84
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Chess Academy ´98 Datenbank- und Lernprogramm Startpaket

Version 3.0 (2. Auflage) für Windows 3.1; Win 95/98; Windows NT 4.0

inklusive zwei Lernmodule "Strategie und Kombinationen, mit drei Datenbanken auf CD-ROM (ca. 1 Mio. Schachpartien) zum besonders günstigen Einstiegspreis von 119,00 DM

- solange Vorrat reicht -

Details

Language German, English
Author Braslavsky, Yaroslaw
Manufacturer Chess Academy
Medium DVD, CD, 3,5"
Print diagram as graphic, game
Functions analyse database, annotations, ECO-classification, layout configurable, online help, search for names, tournaments etc., search for positions, transpostions
Sound Board Yes
Copy Protection 20 installations
Required CPU ab 386
Operating System Windows 3.11, Windows 95
Required HD space 4 MByte
Number of games 523,247
Export PGN
Import CBF, PGN

Chess Academy ´98

In gänzlicher neuer Aufmachung kam zum Jahresanfang 1998 die Chess Academy ´98 (Version 3.0) auf den Markt. Neu ist neben dem Umstieg auf Windows (3.1 oder 95; eine spezielle Version für Windows NT 4.0 ist gleichfalls lieferbar), daß der Hersteller nun das Lehrprogramm mit seinem Datenbankprogramm gekoppelt hat und beides in einem Paket und vor allem unter einer Oberfläche zu einem attraktiven Preis anbietet.

Die Installation des Basisprogramms ist nunmehr zwanzigmal möglich. Die Datenbanken und die mitgelieferten Lehrmodule sind sogar beliebig oft installierbar. Angenehm ist, daß das gesamte Programmpaket inkl. Minimalinstallation der Selekt- Datenbank mit 78.000 Partien nur 7 MB Speicherplatz benötigt. Möchte man hingegen die Profi-Datenbank komplett auf der Festplatte installieren, benötigt man stolze 125 MB + 4 MB für das Basisprogramm. Da die CD bei der Arbeit mit der Datenbank ohnehin ständig benötigt wird, bedeutet eine Minimalinstallation bei der Geschwindigkeit heutiger CD-ROMs keinen gewichtigen Nachteil mehr.

Beide Programmteile haben eine ansprechende und klar strukturierte Benutzer-oberfläche erhalten, deren einzelne Elemente überwiegend frei konfigurierbar sind (Farben, Größe der Fenster, Schriftsätze etc.). Jedes "Programm" läuft dabei in seinem eigenen Fenster ab. Als Sprachen sind bislang Englisch und Deutsch vorhanden. Auf ein Handbuch wurde leider verzichtet; wenn der Benutzer nicht weiter weiß, kann er jederzeit eine kontextbezogene Hilfefunktion aufrufen.

Zusätzlich liegt dem Programm eine Diskette mit sämtlichen Hilfetexten bei, die separat installiert oder auf Wunsch ausgedruckt werden können.

Das Datenbankmodul arbeitet leider noch mit dem alten Partiedatenbestand, aufgeteilt in die drei Datenbanken "Selekt", "Super" und "Profi", der auf dem Stand von 1996 ist. Die größte der Datenbanken ("Profi") beinhaltet immerhin 523.207 Partien, wobei die kleineren allerdings komplett in der Profi-Datenbank enthalten sind. Weitere Update-Datenbanken sind auf Diskette verfügbar. Natürlich sind diese Datenbanken doublettenfrei und es wurden einheitliche Schreibweisen eingehalten.

Das "Datenbankprogramm" besitzt sämtliche modernen Möglichkeiten, die der verwöhnte Benutzer von heute erwarten kann. Neue Speichermöglichkeiten, wie etwa Medaillen, Programm/Mensch-Unterscheidung, Titel, e-Mail und vieles mehr lassen einiges erwarten! Der vorhandene Partiedatenbestand (Stand Anfang 1998) ist jedoch noch nicht unter alle diese Kriterien einsortiert. Selbstverständlich kann in der Suchmaske nach allen möglichen Kriterien (auch verbunden) gesucht werden. Auch Kommentare, Varianten etc. werden nun gefunden bzw. gespeichert und in eigenen Dateien zur vorhandenen Datenbank abgespeichert. Daß dabei die Geschwindigkeit bei Suchoperationen nicht gelitten hat, ist mehr als erfreulich.

Werden mehrere Partien in der Liste markiert, können bis zu acht Partien gleichzeitig aufgerufen werden. Ein Verschmelzen dieser Daten zu einer Partie ist allerdings nur in der Form eines Baumes möglich. Gänzlich neu sind hingegen die sogenannten Trainingsfunktionen. Hierbei wird der Spieler aufgefordert eine Partie oder eine Stellung aus dem Gedächtnis nachzuspielen, bzw. aufzubauen. Ein Analysebrett kann ebenfalls jederzeit aufgerufen werden. Ein Analysemodul, das taktische Fehler aufzeigen könnte, gibt es leider nicht.

Angenehm und komfortabel ist, daß die Datenbankliste nach jeder Spalte im Handumdrehen geordnet werden kann; eine Funktion, die man spontan bei anderen Datenbanken vermißt!

Kopierte Partien werden in sogenannte Datasets gepackt und können von dort gespeichert, bearbeitet oder konvertiert werden. Hier sind auch sehr nützliche statistische Funktionen und die schon angesprochene Baumdarstellung vorhanden.

Import-Filter sind für das PGN und CBF-Format vorhanden. Partien mit eingegebenen Stellungen als Ausgang werden jedoch nicht akzeptiert, Kommentare jeder Art werden beim Import leider unterdrückt. Als Exportfilter ist nur PGN verfügbar. Außerdem ist der Exportvorgang auf 65530 Partien begrenzt und eine komplette Datenbank kann grundsätzlich nicht auf einmal konvertiert werden. Eine vollständige Datenbank minus eine Partie ist hingegen problemlos umwandelbar! Importiert werden können allerdings beliebig große Datenbanken.

Gut sind beliebige Eingaben für Sprache oder Figurenkürzel. Auch das Notationsfenster mit beliebigem Anklicken von Zügen und Listen- oder Spaltenanzeige entspricht gehobenem Standard.

Sehr umfangreich sind die neuen Druckfunktionen: Nunmehr können beliebig viele Partien als Listen oder im Spaltensatz und mit Figurensymbolen ausgedruckt werden. Dabei können die Anzahl der Spalten, die Abstände, die Partie-Nummern, die Koordinaten, die Kopfzeile etc. komfortabel eingestellt werden. Kommentare und eingebettete Diagramme sind ebenfalls kein Problem, wenngleich die Konkurrenz aus Hamburg hier noch einige wenige Einstellungsmöglichkeiten mehr bietet. Dafür können aus der Baumdarstellung heraus sehr schnell Partien inklusive Diagramme an den Verzweigungspunkten gedruckt werden, ohne daß diese Stellungen manuell markiert werden müßten. Die Druckaufbereitung dauert recht lange, doch dafür gibt es eine Druckvorschau mit Lupenfunktion, was der Papierverschwendung entgegen wirkt. Insgesamt läßt das Datenbankkonzept praktisch keine wichtigen Funktionen vermissen und kann auch durchaus mit einigen innovativen Neuerungen aufwarten.

Das Tutorprogramm läuft ebenfalls in einem eigenen Fenster und kann zusätzlich zur Datenbank aufgerufen werden. Die Funktionen sind mit denen der DOS-Version fast identisch, mit zwei Ausnahmen. Es gibt nun ein Analysebrett, auf dem beliebige Varianten erprobt werden können, und auch am Ende eines Beispiels können beliebig Züge zurückgenommen werden. Die Darstellung und Funktionen sind gegenüber der DOS-Version allerdings wesentlich gefälliger, leider können im Tutor aber keine Züge durch einfaches Anklicken in der Notation angesprungen werden. Der Hersteller sah dies wohl nicht als sinnvoll an, da die Beispiele methodisch durchgearbeitet werden sollen. Eine Elo-Auswertung der erzielten Punkte ist nach wie vor nicht möglich. Immerhin gibt es aber eine einfache Zählung der erzielten Punkte und es werden "Schach-Oskars" für gelungene Lösungen verteilt.

Im Zuge der Umstellung auf Windows wurden auch einige Module sprachlich aufgewertet, alte Module der DOS-Version werden beim Update kostenlos ausgetauscht. Da bereits beim Basisprogramm über 350 Lehrbeispiele mitgeliefert werden, braucht nicht sofort ein Modul hinzugekauft zu werden. Sehr positiv ist, daß das Angebot an Modulen mit aktuell 23 (Stand Februar 1998) sehr umfangreich ist. Es gibt sechs Strategiemodule, drei Module nur mit Studien, die gesamten Enzyklopädien (außer Eröffnungen) aus dem Informator-Verlag auf insgesamt 12 Modulen und zwei Module mit Kombinationen. Damit bietet die Chess Academy gegenüber ihren Konkurrenten einen deutlichen und nicht zu unterschätzenden Vorteil. Dies nicht nur, was die schiere Menge an Beispielen angeht, sondern Stichproben ergaben auch schachliche Leckerbissen, die keinen Vergleich scheuen müssen, wenn sie nicht sogar Maßstäbe in diesem Punkt setzen. Positiv vermerkt werden kann auch, daß wahrscheinlich noch im Laufe des Jahres 1998 drei weitere Module erscheinen werden, die dem Strategiebereich zugeordnet werden können.

Angemerkt werden sollte noch, daß selbstverständlich wieder ein Editor zum Erstellen eigener Beispiele eingebaut ist.

Insgesamt kann die Verbindung von Datenbank und Lehrprogramm durchaus überzeugen. Was man vermißt, ist lediglich eine Möglichkeit, die Partien des Datenbankprogramms auch für den Editor des Lehrprogramms zu verwenden.

Test: CSS 1/98

Startpaket mit 384 Lernbeispielen

Chess Academy 3.0 Startpaket