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Art.-No.: SCUPALT80
Out of Production

ChessBase Update < 7.0 -> 8.0 / deutsch

€102.50
Incl. 19% Tax, excl. Shipping Cost

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Einsendung des alten Datenträgers (original CD oder Diskette) erforderlich.

Eine automatische Abfrage der Vorversion (wie bei Fritz 6) erfolgt nicht. So können die Kunden die alten Versionen von ihrer Festplatte löschen und erhalten auch als Updatekunde eine CB 8.0 Vollversion.

ChessBase ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den ambitionierten Amateur von nebenan.

Das kann ChessBase:

  • Speichert Partien mit allen Varianten, Text- und Audiokommentaren

  • spielt Videos ab

  • zeigt Partien nach Eröffnung, Spieler oder Turnier

  • erzeugt Turniertabellen, Statistiken zu Spielern und Eröffnungen

  • fügt Partien zu einer Eröffnungsübersicht zusammen

  • erstellt Spieler-Dossiers mit allen verfügbaren Informationen

  • zeigt Hauptvariante, kritische Variante, Motive und Pläne zu jeder beliebigen Eröffnungsstellung

  • speichert Varianten der mitgelieferten Analyse-Engines in der Partie ab

  • sucht nach Materialverteilungen, Stellungen und Manövern

  • findet Matt, Patt und Schach in Schlussstellungen

  • klassifiziert Partien nach selbstdefinierten Mittel- und Endspielstrukturen

  • druckt Partien oder Eröffnungsübersichten mit Diagrammen im Mehrspaltensatz oder tabellarisch aus und vieles mehr.

Neu in ChessBase 8.0:

  • Datenbankbrowser im Stil des Windows-Explorers

  • frei konfigurierbares Brettfenster

  • neue Tabellennotation für das Eröffnungsrepertoire

  • optimale Einbindung der Analyse-Engines

  • Datenbanklisten

  • voll integrierter Zugriff auf die Chessbase Online-Datenbank

  • Spielerlexikon um 300% erweitert

  • Druckvorschau

  • automatischer E-Mail-Versand von Stellungen, Partien oder Datenbanken

  • Verwaltung von Mannschaftskämpfen

  • intelligente Suche nach Opferkombinationen

  • automatische Übergabe von Partien an Fritz 6

  • Suche in Varianten

Lieferumfang:

  • Programm

  • Handbuch (Broschüre für die ersten Schritte; Anleitung weitestgehend über online-Hilfe)

Systemvoraussetzungen (minimale):

  • Pentium 133

  • 32 MB RAM

Windows 95 / 98 oder 2000

Details

Language German
Manufacturer ChessBase
Medium CD
Print diagram as graphic, game, game to file
Functions ana­lyse game, annotations, au­to­ma­tic re­play, correspondence chess administration, ECO-classification, layout configurable, move assistant, online help, position tree, search for doubles, search for names, tournaments etc., search for positions, tea­ching op­tion, variations
Copy Protection unlimited installations
Required CPU min. Pentium
Operating System Palm OS, Pocket PC, Windows 2000, Windows 95, Windows NT, Windows Vista, Windows XP
Required HD space 10 MByte
Export CBF, CBH, PGN
Import CBF, CBH, PGN, TXT

Das ohne jeden Zweifel etablierteste Datenbankprogramm stammt von der Firma ChessBase aus Hamburg, die bereits seit

vielen Jahren unangefochtener Marktführer mit dem gleichnamigen Datenbanksystem aus der eigenen Entwicklungsabteilung ist. Wenn man sich mit aktiven Schachspielern über optimale Vorbereitung, effizientes Eröffnungstraining und "Schachinformation pur" unterhält, dann dreht sich alles um das deutsche Datenbankprogramm. Der hohe Bekanntheitsgrad in der Szene ist den Entwicklern natürlich nicht in den Schoß gefallen, sondern in erster Linie das Resultat aus einer Kombination von harter Arbeit, Ideenreichtum und der umfassenden Berücksichtigung von den Ansprüchen des aktiven Schachspielers.

Bereits Mitte der Achtziger erkannte der ChessBase-Chef Matthias Wüllenweber das Potential des Personal-Computers zur optimalen Vermittlung und Aufbereitung von schachspezifischen Informationen. Seit dieser Zeit wird das Programm konsequent weiterentwickelt und jede neue Version war bisher eine beeindruckende Demonstration in Punkto Innovation, Ausstattung, intuitiver Benutzerführung und höchstem programmtechnischen Können.

Dies gilt natürlich auch uneingeschränkt für die neueste Version ChessBase 8.0, die mit einer Fülle von Detailverbesserungen und einem brandneuen Interface daherkommt. Diese Vorschau entstand auf der Basis einer Beta-Version, die mir freundlicherweise von Matthias Wüllenweber zur Verfügung gestellt wurde. In Anbetracht des hohen Bekanntheitsgrades erübrigt es sich, die hinlänglich vorgestellten Features der Vorgänger-Versionen erneut in epischer Bandbreite zu beschreiben.

ChessBase 8.0 kann alles, was seine Vorgänger auch konnten, nur sind viele bekannte Funktionen verfeinert und noch eleganter implementiert. Das man mit dem Programm riesige Datenbestände nach ausgeklügelten Kriterien durchforsten und auswerten kann, dürfte jedem Leser bewusst sein. Im folgenden Text werden daher vor allem die markantesten Neuerungen beschrieben.

Beim neuen ChessBase 8.0 wurde (genau wie beim "kleinen Bruder" Fritz 6.0) sowohl das Interface als auch die Benutzerführung völlig neu konzipiert. Im Unterschied zum Vorgänger gibt es jetzt drei unterschiedliche Fenstertypen, welche quasi als eigenständige Anwendungen laufen und jederzeit über die Taskleiste aktiviert werden können.

Das Datenbankfenster

Beim Erst- bzw. Neustart landet man beim "Eingangsportal" des Programms, dem neu gestalteten Datenbankfenster, dessen Funktionsweise sich sehr gut mit dem Windows-Explorer vergleichen lässt. In der "Zentrale" von ChessBase 8.0 findet man vor allem Funktionseinträge, die zur Verwaltung und Pflege der Datenbanken (z.B. öffnen, durchsuchen, usw.) zwingend notwendig sind. Das Layout ist dem Windows-Explorer nachempfunden. Der Arbeitsbereich ist in zwei Hauptfenster unterteilt. Im linken Fenster sieht man alle installierten Datenträger mit der entsprechenden Verzeichnisstruktur. Im rechten Fenster werden - falls vorhanden - die entsprechenden Datenbanken angezeigt.

Ein besonders häufig genutzter Eintrag im Verzeichnisfenster wird der Eintrag "Meine Datenbanken" sein. Hier können benutzerdefiniert die entsprechenden Verknüpfungen zu häufig genutzten Datenbanken festlegt und diese entsprechend schnell beim Start des Programms aufrufen werden. Zusätzlich kann in einem separaten Fenster die Partienliste mit der jeweils aktiven Datenbank angezeigt werden. Häufig genutzte Funktionen ruft man per Mausklick über die unter den Menüs integrierte Schnellstartleiste mit den aussagekräftigen Buttons ab.

Anhand der in den Menüs integrierten Funktionseinträge wird schnel klar, dass dieses Arbeitsfenster quasi die "Zentrale" des Programms darstellt. Alle essentiellen Operationen zur Datenbankverwaltung (wie z.B. löschen, kopieren, usw.), oder auch die Grunddialoge für die Programmoptionen sind hier abzurufen. Der Zugriff auf Datenbanken und die Einstelloptionen ist gegenüber dem Vorgänger bedeutend vereinfacht und noch anwenderfreundlicher.

Das Listenfenster

Nach einem Doppelklick auf ein Datenbanksymbol im "CB-Explorer" öffne sich das Listenfenster der entsprechenden Datenbank, das wiederum unter ChessBase 8.0 als eigenständige Anwendung läuft. Im Listenfenster befinden sich über der Liste elf "Reiter", also Schalter, über die man rasch nach den unterschiedlichen Kriterien auf die Inhalte der jeweiligen Partiendatenbank zugreifen kann.

Ein Klick auf "Partien" ruft die entsprechende Partienliste auf, in der ma Blättern, Filtern oder sie nach vielfältigen Kriterien sortieren kann. Spieler-Turnierindex, Kommentatorenverzeichnisse und vor allem die Eröffnungs- oder Themenschlüssel kann man jetzt mit einem Mausklick schneller aufrufen. Auch im Listenfenster steht neben den Menüs eine kontextbezogene Schnellstartleiste zum Abruf bestimmter Funktionen zur Verfügung.

Das Brettfenster

Besonders wichtig ist das Brettfenster, also der Arbeitsbereich, in der der Anwender Partien eingeben, nachspielen, analysieren, kommentieren oder nach Vergleichspartien suchen kann. In diesem Arbeitsbereich treten die Vorzüge der neuen Benutzerschnittstelle am deutlichsten zutage. Innerhalb des Brettfensters können mehrere Informationsfenster ein- oder ausgeblendet werden; man kann diese Fenster in der Größe ändern oder verschieben.

Dies war beim Vorgänger auch möglich, es gibt aber einen kleinen, aber feinen Unterschied, der die Arbeit bedeutend erleichtert: sämtliche Fenster "docken" automatisch aneinander an und der Anwender wird nicht mehr mit dem lästigen "Überlappen" mehrerer gleichzeitig geöffneter Fenster konfrontiert. Das Procedere zum Anpassen der Größe dürfte vielen Anwendern bereits von den Schachprogrammen Fritz 6 oder Junior 6 geläufig sein. Einfach mit der Maus die Trennleiste zwischen zwei Fensterflächen ziehen und auf die gewünschte Größe einstellen. Sämtliche anderen Fenster passen sich dabei automatisch an die neue Einstellungen an.

ChessBase ist ein sehr komplexes Programm. Aus diesem Grund wird es in der Praxis häufig vorkommen, dass man das Programm für sehr unterschiedliche Aufgaben einsetzt. Wie bei Fritz 6 kann der User benutzerdefinierte Layouts für verschiedene Einsatzgebiete erstellen, speichern und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt wieder laden. Überhaupt merkt man erst bei genauerem Hinsehen, wie viele subtil versteckte Neuerungen und Verbesserungen integriert wurden. Neben der gelungenen Brettgrafik stehen innerhalb des Brettfensters folgende Informationsfenster zur Verfügung.

Notation

Am oberen Rand des Notationsfensters finden sich Reiter, über die man benutzerdefiniert die Anzeige der Züge einstellen kann. Es ist z.B. möglich, über die Reiter direkt im Fenster von der Anzeige der Spielzüge zur Anzeige eines Positionsbaums zu wechseln. Eine wesentliche Verfeinerung ist die Implementierung der tabellarischen Ansicht für das eigene Eröffnungsrepertoire mit dem Reiter Tabelle im Notationsfenster.

Diese Ansicht eignet sich ausgezeichnet für die übersichtlich Darstellung von Partien, die umfangreiche Eröffnungskommentare besitzen. Solche Eröffnungskommentare kann man leicht mit ChessBase erzeugen, indem man z.B. alle Partien einer bestimmten Variante miteinander verschmilzt. Unterhalb der Tabelle erscheint in einem kleinen Fenster ein separater Anzeigebereich.

Wenn man innerhalb der Tabelle einen bestimmten Zug anklickt, erscheint der Rest der Notation inkl. aller Varianten. Beim Nachspielen der Tabellennotation springt der Cursor automatisch zu einem kleinen Notationsfenster, wenn man den rechten Rand der Tabelle erreicht hat. Noch komfortabler kann man die Navigation in verzweigten Eröffnungsansichten kaum noch gestalten.

Eine weitere Verbesserung besteht darin, dass man direkt zur Anzeige eines vorher zu ladenden Positionsbaums umschalten und damit direkt eine weitere wertvolle Orientierungshilfe bei der Bewertung eines bestimmten Eröffnungssystems konsultieren kann. Sehr gut!

Spielerlexikon

Im Lieferumfang von ChessBase 8.0 wird ein neues Spielerlexikon mit weit über 11 000 Bildern enthalten sein. Der Anwender kann festlegen, ob die Photos der Spieler im Brettfenster angezeigt werden sollen. Falls die entsprechenden Daten im Lexikon enthalten sind, kann man per Mausklick auf ein Photo umgehend einen "virtuellen" Ausweis des betreffenden Spielers sehen. Im "Personalausweis" gibt es übrigens die entsprechenden Buttons zum Aufruf eines Spielerdossiers oder des Eloprofils.

Buchfenster

Beim Eröffnungsstudium ist es ungemein nützlich, wenn man sich zusätzlich zu der Notation noch eine Ansicht mit einem Positionsbaum einblenden kann. In ChessBase 8.0 ist der direkte Vergleich zwischen einem Positionsbaum, der alle in einer bestimmten Stellung gespielten Züge anzeigt, sowie der Partienotation möglich.

Damit aber noch nicht genug. Es gibt noch ein weiteres Fenster, das diese vorbildliche Informationspolitik optimal abrundet: das Buchanalysefenster. Im Unterschied zum Positionsbaums, der zu einer Stellung alle bekannten Züge inkl. Erfolgsstatistik anzeigt, wird die Information in diesem Fenster um die Darstellung kompletter Varianten erweitert!

Hinter jeder Variante steht die Anzahl der mit einer bestimmten Variante gespielten Partien und mit einem Prozentwert wird die Erfolgsquote aus der Sicht von Weiß gekennzeichnet. Mit einem Rechtsklick kann man kontextbezogene Funktionen aufrufen. Diskret versteckt findet man in dem PopUp-Menü die Funktion Kritische Variante.

ChessBase 8.0 berechnet die kritische Fortsetzung, wenn beide Seiten auf Basis der Statistik immer den optimalen Zug ausführen. Diese Schlüsselvariante wird in roter Farbe angezeigt. Dass man die Schlussstellung dann per Mausklick anschauen, bzw. mit einem Doppelklick auf dem Brett ausführen kann, rundet den Informationsgehalt vorbildlich ab.

Referenzdatenbank

Hier werden sämtliche Partien aus der Referenzdatenbank aufgelistet, in denen die Brettstellung vorkam. Mit einem Klick auf einen Listeneintrag wird die Partie ohne Rückfrage in das Notationsfenster übernommen, zur Originalpartie kommt man mit einem Klick auf den Schalter Originalpartie zurück. Diese Funktion eignet sich ausgezeichnet dazu, wenn man die Entwicklung des Spielverlaufes einer bestimmten Variante anhand von mehreren Partien miteinander vergleichen und auswerten will.

Diese Arbeit wird noch bedeutend erleichtert, wenn man den Schalter "Züge" anklickt. Diese Funktion erstellt eine Statistik, die vom Informationsgehalt dem des Positionsbaumes ähnelt. Den Unterschied zwischen den Verfahren versteht man schnell, wenn man berücksichtigt, dass zur Anzeige eines Positionsbaums ca. 60 Byte pro Stellung anfallen.

In der MegaBase gibt es z.B. weit über 400 000 Schachpartien, die mit 1.d4 eröffnet wurden. Prinzipiell kann man natürlich für eine Erfolgsstatistik einen Positionsbaum auf der Basis dieser Partien zu generieren. Auch wenn Festplattenspeicher heute spottbillig und damit ausreichend verfügbar ist, wäre der Aufwand für das Abrufen dieser Information übertrieben.

Der Schalter "Züge" generiert im Unterschied dazu nur eine temporäre Anzeige für die Erfolgsquote der einzelnen Züge, die in Kombination mit der Anzeige der Partien ein weiteres effizientes Hilfsmittel zur Beurteilung einer Stellung darstellt.

Darüber hinaus liefert diese Funktion aber auch Hinweise, die de Positionsbaum nicht darstellen kann. Ein praktisches Beispiel: per Definition werden genau die Züge aus den Partien angezeigt, die im Suchfenster unter "Partien" stehen. Mit einem Rechtsklick in der Partienliste kann man nach dem Eloschnitt sortieren und hat damit die wichtigsten Partien direkt am Anfang der Liste stehen.

Nehmen wir jetzt an, Sie sind ein begeisterter Anhänger des Königsgambits und möchten sich einen ersten Eindruck von der Zugfolge 1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 g5 4.Lc4 verschaffen. Auf der Basis der Referenzdatenbank erkennen Sie, dass der Zug 4...Lg7 (193 Partien) besonders häufig im Jahr 1933 angewandt wurde, während der klassische Zug 4...g5-g4 seinen Zenit im Jahr 1900 hatte. Der Schalter Züge erlaubt also die Schlussfolgerung, dass die ganze Variante nicht mehr aktuell ist und der momentan bevorzugte "Modezug" 4...Lg7 ist.

Ein neuer Zug auf dem Brett führt hier im Unterschied zum Positionsbaum nicht zu einer automatischen Aktualisierung der Anzeige. Dies bedeutet, dass die Suche jeweils neu in der Referenzdatenbank durchgeführt werden muss, was je nach Systemausstattung einige Zeit dauern kann.

Falls ausreichend RAM vorhanden ist, kann man aber mit dieser Funktion flüssig arbeiten. Unter Einstellungen/Grenzen kann der Anwender festlegen, wie viel RAM für die Pufferung großer Teile der Referenzdatenbank zur Verfügung stehen soll. Falls bei Ihnen entsprechende Ressourcen frei sind, sollten Sie den Wert hier möglichst hoch einstellen.

Erstes Fazit

Die neue Benutzerführung überzeugt in allen Bereichen. Als versierte ChessBase-Anwender stellt man bei der Arbeit mit der neuen Version schnell fest, dass unter der ansehnlichen Grafik eine Vielzahl von eleganten Verbesserungen und einfallsreichen Detaillösungen steckt, die auf das Beste dazu geeignet sind, das Training mit der Datenbank noch effizienter und komfortabler zu gestalten.

Das neue Konzept setzt natürlich vom Anwender die Bereitschaft voraus, sich am Anfang intensiv mit der Benutzerführung und den unterschiedlichen Programmmodi auseinander zusetzen. Nach kurzer Zeit kommt man mit dem durch und durch logisch strukturierten System sehr gut zurecht, zumal die Benutzerführung sehr intuitiv ist und die meisten der bekannten Shortcuts durchgängig übernommen wurden.

Onlinefunktionen

Seit einiger Zeit betreibt ChessBase mit nicht unbeträchtlichen Aufwand unter www.chessbase-online.com eine Onlinedatenbank. Dort findet man zur Zeit etwa 1,5 Millionen unkommentierte Partien. Die Firma aktualisiert den Datenbestand in regelmäßigen Abständen mit Partien aus den unterschiedlichsten Quellen, darunter nicht nur aktuelle, sondern auch historische Partien. Wir haben hier bereits mehrfach über diesen vorbildlichen und kostenlosen (!) Service berichtet, der übrigens auch mit einem einfachen Internetbrowser wahrgenommen werden kann.

Konsequent und eleganter kann man aber die Suchabfragen mit Hilfe des Datenbankprogramms durchführen, das neben den lokalen Datenbanken auf Wunsch auch die Onlinedatenbank nach Partien durchforstet. Grundvoraussetzung für einen Zugriff ist natürlich eine aktive DFÜ-Verbindung. Der Rest stellt auch für Einsteiger kein großes Problem dar. Man kann die Onlinedatenbank nach Spielern oder nach Positionen Suchkriterien durchforsten.

Der Suchvorgang via ISDN ging erstaunlich flott voran. Offensichtlich sind auf dem Server optimierte Indexdateien vorhanden, die den schnellen Zugriff zu gewährleisten. Aus technischen Gründen gibt es allerdings eine Einschränkung: um den Server vor einer Überlastung zu bewahren, werden hier maximal 1000 Partien aufgelistet. Diese "Einschränkung" kann man mit einer Verfeinerung der Suchkriterien umgehen.

Mit ChessBase 8.0 ist es möglich, eine einzelne Stellung oder Partie mehrere ausgewählte Partien oder komplette Datenbanken via Email zu versenden. Wenn das Emailkonto über einen gängigen Client wie Outlook Express, Netscape usw. verwaltet wird, ist die Prozedur "watscheneinfach."

Nehmen wir einmal an, Sie möchten einem Schachfreund mehrer ausgewählte Partien via Email zusenden. Markieren Sie einfach die entsprechenden Partien in der Partienliste. Via Rechtsklick wird das entsprechende Kontextmenü aufgerufen, wo sich u.a. unter Ausgabe der schlüssige Eintrag "E-Mail" befindet. Das Programm generiert automatisch das Attachment und startet das E-Mail-Programm. Im Grunde genommen muss der User nur noch die Adresse einfügen und die Mail abschicken. Einfacher geht es nun wirklich nicht mehr.

Eine weitere bedeutende Neuerung, bzw. Verbesserung gegenüber der Vorgänger ist Option, ausgewählte Partien inklusive aller Kommentare und eingebetteten Diagrammen in das HTML-Format zu exportieren. Die Aufbereitung und Publikation schachbezogener Dokumente zum Nachspielen mit einem gängigen Internetbrowser ist jetzt ein Kinderspiel. Nehmen wir an, Sie möchten auf einer Homepage Partien aus einem Turnier präsentieren, die der Surfer direkt in seinem Browser nachspielen und analysieren kann. Die Vorgehensweise ist simpel.

Man muss lediglich die entsprechenden Partien in der Liste markiere und ruft per Rechtsklick unter Ausgabe den Menüeintrag Javascript auf ChessBase 8.0 generiert dann automatisch die entsprechende HTML-Seite mit nachspielbarer Notation + eingebetteten Diagrammen und man kann die Inhalte umgehend in Netz stellen. Die Entwickler haben hierbei alle Eventualitäten berücksichtigt und neben den verschiedenen Ausgabeoptionen kann man zusätzlich direkt eine Downloadoption für alle Partien im PGN-Format integrieren. Alternativ kann man auf diese Weise bei der Publikation von Partien im Internet Anwender ansprechen, die kein Schachdatenbanksystem besitzen. Es muss lediglich ein javascriptfähiger Browser installiert sein, eine Voraussetzung, die leicht zu erfüllen ist.

Es ist im Rahmen dieses Artikels nicht möglich, sämtliche Neuerungen im Detail zu beschreiben. Bei der Arbeit mit ChessBase 8.0 stellt sich immer wieder ein "Aha-Effekt" ein, wenn man zum wiederholten Mal eine neue nützliche Funktion oder eine substanzielle Verbesserung bereits bekannter Funktionen entdeckt. Jeder Anwender setzt natürlich bei der Arbeit mit einer Schachdatenbank unterschiedliche Prioritäten. Man möge es mir daher verzeihen, wenn die folgende Auflistung der Neuerungen nicht komplett ist und insbesondere Funktionen enthält, die mir subjektiv besonders wichtig erscheinen.

Dublettensuche

Bei der Interpretation von Informationen ist es zwingend notwendig, dass man als Grundlage einen gepflegten Datenbestand einsetzt, der möglichst einheitliche Schreibweisen für die Spielereinträge, Turniere, usw. und vor allem keine Dubletten enthält. Die sehr ausgeklügelten Statistikfunktionen von ChessBase 8.0 werden beim Einsatz von minderwertigen Datenbeständen abgewertet.

Im Zeitalter des Internets ist der Anwender keineswegs mehr wie i früheren Zeiten auf fertige Datensammlungen angewiesen, sondern wird sich eifrig bei den bekannten Quellen für Partiendownloads bedienen. Ein professionelles Schachdatenbanksystem muss daher einen effizienten Algorithmus zum Aufspüren von Dubletten bieten. Das ist leicht dahingesagt, da es für den Computer eminent schwierig zu beurteilen ist, was denn jetzt eine Dublette ist und was nicht.

Solange Partienotation und Indexeinträge identisch sind, ist die Aufgab für das Programm noch recht einfach zu lösen. Was aber tun, wenn eine Partie mehrfach in der Datenbank vorhanden, aber mit unterschiedlicher Notationslänge gespeichert ist? Im Prinzip muss der Suchalgorithmus 2 wesentliche Entscheidungen treffen, wenn er auf vermeintliche Dubletten trifft: Sind die beiden Partien wirklich Dubletten? Die Kriterien für eine Entscheidung basieren auf den Parametern, mit denen das Tool gestartet wurde. Falls die Partien wirklich Dubletten sind, welche Partie soll als gelöscht markiert werden? Ein Mensch wird beim Vergleich der Partien leicht die Übereinstimmung erkennen, für den Rechner sieht das anders aus.

Innerhalb von ChessBase 8.0 kann man mit den gleichen Parametern wie beim Vorgänger in engen Grenzen festlegen, was eine Dublette ist und nach welchen Kriterien eine oder mehrere Partien als Dubletten bewertet werden. Der Suchalgorithmus arbeitet im Vergleich zum CB 7.0 deutlich effizienter. Testweise habe beide Versionen mit den gleichen Parametern auf eine recht gut gepflegte, 1,4 Millionen umfassende Partiendatenbank, angesetzt:

Ergebnis:

Chessbase 7.0 = 614 Dubletten

Chessbase 8.0 = 2877 Dubletten

Beim Vergleich der zur Löschung markierten Partien wurde schnel deutlich, dass die neue Dublettenfunktion von ChessBase 8.0 deutlich effizienter arbeitet und damit eine verlässliche Hilfe bei der Bearbeitung neuer Daten darstellt.

Kontextmenüs

Hervorheben möchte ich neben der neuen Benutzerführung diekonsequente Implementierung der Kontextmenüs, über die man mit einem Rechtsklick zur Arbeitsituation passende Funktionen aufrufen oder Einstellungen vornehmen kann. Klicken Sie z.B. einmal mit der rechten Maustaste auf eine Partienliste, um die entsprechenden Funktionen einzublenden, die sich auf die Bearbeitung der Liste beziehen.

Hier möchte ich auf den extrem nützlichen Eintrag "Sortieren" hinweisen. Man kann die Listeneinträge nach 15 unterschiedlichen Kriterien, z.B. Ergebnis, ECO, Weiß, Zügezahl usw. sortieren und anzeigen lassen. Besonders hilfreich finde ich auch das Kriterium "Stärkere Elo", das automatisch die wichtigen Partien an den Anfang der Liste stellt. Ebenfalls nützlich: die Sortierung kann fest fixiert werden.

Seitenvorschau

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es endlich soweit: beim neuen ChessBase 8.0 wurde eine der wenigen gravierenden Schwachstellen ausgemerzt und eine Seitenvorschau für den Ausdruck von Partien integriert. Gerade beim Ausdruck größerer Partiensammlungen mit eingefügten Diagrammen, z.B. für Bulletins, ist das eine wertvolle Neuerung, die allerdings schon längst überfällig war.

Erweiterte Suchfunktionen

Die Suchmaske von ChessBase 8.0 bietet neben elementaren Suchkriterien eine Fülle von ausgeklügelten Parametern an. Neu hinzugekommen ist die Suche nach Opferkombinationen, die mit anderen Kriterien kombiniert werden kann. Am einfachsten ist die "nackte" Opfersuche. Mit dieser Option werden alle Partien in einer Datenbank aufgelistet, in denen eine Opferwendung vorkam.

Präziser lässt sich diese Option der Suchmaske nutzen, wenn man das Kriterium mit anderen Werten, z.B. Spielern o.ä. kombiniert. Es dürfte klar sein, dass dieser Suchalgorithmus alles andere als trivial ist. Per Definition bezeichnet man eine Abwicklung als Opfer, bei der eine Seite Material aufgibt, um einen konkreten Vorteil zu erlangen.

Was sich theoretisch einfach anhört, ist für den Computer analog zur Dublettensuche nicht immer einfach zu entscheiden, vor allem wenn die Konsequenzen des Opfers erst relativ langfristig zutage treten. Aus diesem Grund nimmt diese rechenintensive Form der Suchabfrage auf langsameren Rechnern recht viel Zeit in Anspruch.

Engine-Analyse

Wie gehabt kann man im Brettfenster eine oder mehrere Engines zur Analyse hinzuschalten, verriegeln oder die Analyse in die Notation übernehmen. Laufen mehrere Engines parallel, kann man nun in ChessBase 8.0 mit der Tastenkombination "Strg-Leertaste" die beste Variante aller rechnenden Engines in die Notation übernehmen.

Weitere Verbesserungen: bei der Analyse berücksichtigen die Engines Zugwiederholungen oder die 50-Zügeregel. Zusätzlich kann man die Engineparameter wie bei Fritz modifizieren. Vom kleineren "Bruder" Fritz 6 hat ChessBase 8.0 einige nützliche Feinheiten übernommen. Mit einem Rechtsklick in das Analysefenster einer Engine kann man z.B. die aktuelle Brettstellung (EPD-Format), die Analyseergebnisse usw. in die Zwischenablage übernehmen, oder sich optional ein Variantenbrett mit Anzeige der Hauptvariante einblenden lassen.

Beim Nachspielen oder Analysieren der Partien wird es in der Praxis immer wieder einmal vorkommen, dass man von einer bestimmten Stellung aus selbst einmal einige Züge im praktischen Spiel gegen das Schachprogramm ausprobieren möchte. Bei ChessBase 7.0 gab es den undokumentierten Hotkey STRG+SHIFT+ALT+H. Bei der Betätigung dieser Tastenkombination spielte die Datenbank wie ein Schachprogramm die Züge unmittelbar aus.

Diese nette Option ist leider bei der Umstellung unter den Tisch gefallen und steht (zumindest bei der mir vorliegenden Beta) nicht mehr zur Verfügung. In ChessBase 8.0 lässt sich dies durch eine "Übergabe" an Fritz 6 lösen. Das setzt natürlich voraus, dass der Anwender das Schachprogramm ebenfalls in seinem Besitz hat, was erfahrungsgemäss bei fast allen ChessBase-Benutzern der Fall sein dürfte. Konkret wird das Schachprogramm explizit gestartet und man kann mit der zuletzt aktiven Stellung weiterspielen.

Im Lieferumfang der CD ist ein Update für Fritz dabei, das man unbedingt installieren muss, damit die Übergabe funktioniert. Aus meiner Sicht ist diese Lösung nicht ideal. Besser hätte mir der Lösungsansatz gefallen, wenn man einen beschränkten Spielmodus mit eigener Schachuhr direkt in das Brettfenster integriert hätte. Alternativ kann man sich übrigens sehr gut damit behelfen, in dem man nach der Eingabe des eigenen Zuges einfach mit der Leertaste einen Zug der laufenden Schachengine abruft.

Design und Layouts

Der Einstelldialog für die Benutzerschnittstelle ist bereits von Fritz bekannt und lässt dem User weitgehende Freiheit bei der Gestaltung des Bildschirms. Insbesondere die Grafiken für die Figuren- und Brettdarstellung sind subjektiv bedeutend angenehmer als die Grafik des Vorgängers. Wie bei Fritz kann man alles einstellen. Puristen dürften an den unterschiedlichen Holzbrettern, Figurensätzen oder Hintergründen zwar weniger interessiert sein, die Mehrheit wird aber mit Sicherheit von den gelungenen Figurensätzen und Brettgrafiken begeistert sein.

Diese Auflistung der Features und Verbesserungen, wie z.B. die Kommentierungspalette, über die man mit einem Mausklick die bekannten Kommentierungssymbole in die Notation einfügt, könnte noch über einige Seiten fortgesetzt werden. Es sollte deutlich geworden sein, dass ChessBase mit der neuesten Version des Datenbankprogramms wieder einmal nachhaltig neue Standards bei Ergonomie, Funktionsumfang und Ausstattung gesetzt hat.

Fazit

ChessBase wird aufgrund seiner Dominanz auf dem Markt häufig mit dem Monopolisten Microsoft verglichen. Man kann nun vortrefflich darüber streiten, ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist. Nach m.M. hinkt der Vergleich aber gewaltig. Im Unterschied zu Microsoft berücksichtigt die Entwicklungsabteilung von ChessBase konsequent die Bedürfnisse ihrer Anwender und hat sich diese Dominanz aufgrund der exzellenten Produktqualität mehr als redlich verdient.

Schwerpunkte der aktuellen Version waren eindeutig die Portierung des Programms mit dem kompletten Funktionsumfang auf die bedeutend ergonomischere Oberfläche und der dem Zeitgeist entsprechenden Integration von Onlinefunktionen. Wer sich einige Zeit intensiv mit CB 8.0 beschäftigt, wird von der Implementierung vieler neuer, nützlicher Erweiterungen begeistert sein.

Essentiell wichtige Funktionen, wie z.B. die Dublettensuche, wurden grundlegend überarbeitet und hängen nun die Messlatte für die Konkurrenz wiederum ein Stückchen höher. Trotz der Komplexität hinsichtlich Funktionsumfang und Optionen ist das Programm erfreulich intuitiv und anwenderfreundlich zu bedienen. Auch die Einsatzmöglichkeiten des Programms sind außerordentlich vielfältig. Wer z.B. selbst eigene Tutorials oder Trainingsunterlagen erstellen will, bekommt mit ChessBase 8.0 das optimale Autorenwerkzeug in die Hand.

Noch ein Wort zu den Systemvoraussetzungen. Mit einem Pentium ab 200 MHz / 64 MB RAM und den gängigen Standards wie CD-Rom, 17Zoll-Monitor usw. kann man flüssig mit ChessBase 8.0 arbeiten. Das Programm läuft nach Angaben von ChessBase unter allen Windows-Versionen ab Win95 einwandfrei. Das Startpaket wird für moderate 154,90 Euro angeboten, daneben gibt es etliche Extrapakete und natürlich auch spezielle Updatekonditionen.

Peter Schreiner

ChessBase Update < 7.0 -> 8.0 / deutsch