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Art.-No.: SCFPB2010
Out of Production

Fritz Powerbook 2010

€49.90
Incl. 19% Tax, excl. Shipping Cost

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Noch mehr Power für Fritz. Das Powerbook 2010 enthält über 27 Millionen Eröffnungsstellungen aus den 1,6 Millionen besten Turnierpartien. Zu jeder Stellung sind alle Züge gespeichert, die an dieser Stelle gespielt wurden mit Erfolgsquote und Elo-Schnitt der Spieler. Das Fritz Powerbook 2010 repräsentiert damit den derzeitigen Stand der Eröffnungstheorie auf einer DVD-ROM! Und Ihr Fritz wird damit zum absoluten Theorie-Kenner, der Ihnen zu jeder Eröffnungsstellung Auskunft gibt. Entdecken Sie die erfolgversprechendsten Varianten und üben Sie die Eröffnungen im Spiel gegen Fritz. Und das Sahnehäubchen auf der DVD: 1 Million Partien, die Basis des Powerbooks 2010 und zusätzlich enthält die DVD ein kleines aber feines Spezialbuch aus den stärksten Großmeisterpartien (ELO >= 2550) der letzten hundert Jahre (1,8 Mio Stellungen).

FRITZ POWERBOOK 2010

  • Die aktuelle Eröffnungstheorie mit 1 Million Partien
  • über 27 Millionen Eröffnungsstellungen
  • zu jeder Stellung alle Züge mit Erfolgsquote und Elo-Schnitt der Spieler
  • DVD-ROM

Systemvoraussetzungen:

  • Pentium PC
  • 32 MB RAM
  • Windows Vista, WindowsXP, Windows 7 ®
  • Fritz12
  • DVD-Laufwerk

Details

Language German, English
Manufacturer ChessBase
Medium DVD
Weight 100 g
Functions ECO display, library extendable, opening name, recognition of positions, transpostions
Copy Protection unlimited installations
Required CPU min. Pentium
Required HD space 580 MByte
Number of games 1 million
Import CBH, TXT

Ein ehrfürchtiger Blick streift über die neu bei mir eingetrof­fenen ChessBase-DVDs. Wie viele Stunden hat das Menschentum damit verbracht, sich Schachzüge auszudenken? Die ganze individuelle Fantasie, der Scharfsinn, die Logik tausendervon Schachspielern steckt in diesen beiden Werken. Können wir überhaupt versuchen uns in den Geist eines anderen Menschen zu versetzen? Wir verstehen vielleicht einen erfolgten Zug, aber können wir uns auch den Weg vorstellen, der dem vorausgeht?

Vergleicht man Mensch mit Compu­ter, entspricht der Körper der Hard­ware, das Leben der Elektrizität und der Geist der Software. Doch wie betrachte ich eine Datenbank? Wie können Daten helfen, ein Vorhaben umzusetzen? Es kommt mir ein Zitat von Konfuzius in den Sinn "Der Weg ist das Ziel". Ein Ziel ist jedoch nur eine Illusion, denn kein erreichtes Ziel birgt am Ende eine fortwährend anhaltende Befriedigung. Oftmals stellt es sich als inkorrekt heraus. Auf dem Weg jedoch empfinden wir eine uns glücklich machende Illusion.

Versuchen wir erst gar nicht die Fra­ge zu beantworten, wie viele Illusio­nen in 4.5 Millionen Partien stecken oder den Geist der Menschen oder einer Software logisch zu hinterfra­gen! Es führt eher zur Erkenntnis, die beiden ChessBase DVDs niemals adäquat nutzen zu können.

Was ist das Fritz-PowerBook eigentlich?

Seit 1998 bietet ChessBase mit dem Fritz PowerBook eine Erweite­rung zum Spielprogramm Fritz an. Mit dem PowerBook erhalten Sie den "derzeitigen Stand" der Eröff­nungstheorie. Eröffnungsbücher können unter Fritz und ChessBase angezeigt, bearbeitet, und erstellt werden.

Wenn es möglich ist unter der Chess-Base Software selbst Eröffnungsbü­cher zu erstellen, wozu wird dann ein PowerBook benötigt? Erst recht, wenn riesige Datensammlungen wie die Mega Database zur Verfügung stehen, aus denen Bücher generiert werden könnten.

Aus der vor Selbstbewusstsein strot­zenden ChessBase-Werbung geht hervor, dass es sich bei den ausge­wählten 1.6 Millionen Partien um die "besten Turnierpartien" handelt. Die DVD enthält die Datenbank zum Er­öffnungsbuch als genanntes "Sahne­häubchen".

Die Qualität des Partiematerials der Datenbank ist in der Tat beeindru­ckend. Man zahlt für eine exzellente Auswahl:

1. Keine Blitzpartien oder Partien auf Schachservern

2. Gute Mischung zwischen älteren und neuen Partien (beachte Hinweis unter "Bewertung")

Partien vor 1950 = 25.833 / 1,6%

Partien zwischen 1950 - 1989: 16,6%

Partien ab 1990: 81,8%

Allerdings entpuppt sich das an­gepriesene Sahnehäubchen leider als eine nicht vollendete Arbeitsda­tenbank. Die Datenbank beinhaltet 1.617.362 Partien, 11.261 Partien mehr als beim PowerBook einge­flossen sind? Passt das? Schauen wir uns die Datenbank genauer an!

1. 10.506 Partien ohne Züge (aus Partien ohne Zugfolgen wird ein Buch erstellt?)

2. 357 Stellungen (Partiefragmente ?)

3. 966 Dubletten (mit der Standard Einstellung der Dublettensuche von ChessBase)

Seit 2006 liegt dem PowerBook auch ein zweites Eröffnungsbuch bei - das sogenannte "StrongBook", erstellt aus Großmeisterpartien. Auch die darauf basierende Datenbank liegt der DVD bei.

Bewertungen / Kritik / Anregungen 1. Die DVD kommt lieblos daher. Ge­rade zu einem Trainingswerkzeug kann begleitendes Arbeitmaterial erwartet werden. Ein gedrucktes Handbuch mit Hilfen, Kniffs und er­gänzenden Hinweisen zur Erstellung von Eröffnungsbüchern fehlt. Die ganze Buchthematik wird meines Erachtens nach stiefmütterlich be­handelt. Etwas unverständlich, denn ChessBase bietet die interessantes­ten Buchfunktionen mir bekannter Benutzeroberflächen an. Die Pro­duktserie selbst ist nun schon über 10 Jahre alt, und nach wie vor ist der Lieferumfang unbefriedigend, das Potenzial wird nicht ausgeschöpft.

2. Die beiliegende Datenbank wur­de nicht sorgfältig genug überprüft. Auch hierfür gibt es Abzug. Anstatt der "derzeitige Stand" der Eröffnungstheorie, sollte der "aktu­elle Stand" widergespiegelt werden. Das ist ein Unterschied! Historische

Partien sollten nicht in dieses Trai­ningswerkzeug eingehen. Wer sich auf den unumstritten interessanten Wegen "unserer" Altmeister be­wegen möchte, kann sich leicht ein Eröffnungsbuch aus diesen Parti­en selbst generieren. Idealerweise bietet es ChessBase als weiteres Schmankerl auf der PowerBook DVD an.

Dennoch, mit dem sehr hochwerti­gen, ausselektierten Partienmaterial kann sich jeder Anwender ergänzend weitere Spezialbücher für Trainings­zwecke erstellen. Die Anzahl wert­voller Partien steigt kontinuierlich an. Updates sind gerechtfertigt. Letztendlich halte ich das PowerBook nach wie vor für ein notwendiges und interessantes Pro­dukt. Das Konzept betrachte ich als überarbeitungsbedürftig.

Mit freundlicher Genehmigung

Frank Quisinsky, Schachwelt 3/2010

Fritz Powerbook 2010